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Samtgemeinde Oberharz

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:Wappen Samtgemeinde Oberharz.png
Basisdaten (Stand 2014)
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Bestandszeitraum: 1972–2014
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Goslar
Fläche: 43,72 km²
Einwohner: 15.857 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 363 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: GS, BRL, CLZ
Verbandsschlüssel: 03 1 53 5402
Verbandsgliederung: 4 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
An der Marktkirche 8
38678 Clausthal-Zellerfeld
Datei:Samtgemeinde Oberharz in GS.svg
Lage der Samtgemeinde im Landkreis Goslar

Die von 1972 bis 2014 bestehende Samtgemeinde Oberharz lag im niedersächsischen Landkreis Goslar. Sie ging mit ihren angehörenden Kommunen am 1. Januar 2015 in der neugebildeten Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld auf.

Geografie

Lage

Die Samtgemeinde lag im südöstlichen Niedersachsen nahe der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt im Oberharz auf einer Höhe von zirka 400–800 m ü. NHN. Auf ihrem Gebiet lag der größte Teil des Oberharzer Wasserregals.

Samtgemeindegliederung

Nachbargemeinden

Die Samtgemeinde Oberharz war von allen Seiten vom gemeindefreien Gebiet Harz umschlossen. Zu den nächsten Gemeinden zählten im Norden Goslar und Langelsheim, im Südosten Braunlage, im Süden Osterode am Harz und im Westen Seesen und Bad Grund.

Geschichte

Eingemeindungen

Zum 1. Januar 2015 wurde die Samtgemeinde Oberharz aufgelöst. Aus den ihr angehörenden Kommunen Bergstadt Clausthal-Zellerfeld, Bergstadt Altenau, Bergstadt Wildemann und Gemeinde Schulenberg im Oberharz wurde die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld neu gebildet.<ref name="Neubildung" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1975 21.154 ¹ <ref name="destatis" />
1980 20.710 ¹ <ref name="destatis" />
1985 20.591 ¹ <ref name="destatis" />
1990 21.223 ¹ <ref name="destatis" />
1995 20.718 ¹ <ref name="destatis" />
2000 19.087 ¹ <ref name="destatis" />
2005 18.506 ¹ <ref name="destatis" />
2010 17.710 ¹ <ref name="destatis" />
2014 15.857 ¹ <ref name="destatis" />

¹ jeweils zum 31. Dezember

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Politik

Samtgemeinderat

Der letzte Samtgemeinderat setzte sich nach der Kommunalwahl vom 11. September 2011 zusammen aus:

Samtgemeindebürgermeister

Letzter Samtgemeindebürgermeister war Walter Lampe (SPD). Er konnte bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 63,2 % der Stimmen auf sich vereinigen.

Wappen

Im Wesentlichen führte die Samtgemeinde Oberharz seit dem 22. Oktober 1973 das Wappen des ehemaligen Landkreises Zellerfeld, der sich zum Großteil auf dem Gebiet der heutigen Samtgemeinde befand. Der Wappenschild zeigt das Niedersachsenross auf siebenmal von Rot und Gold geteiltem Grund. Ergänzend zum Zellerfelder Wappen ruht auf dem Schild ein blauer Helm mit gold-roter Helmdecke, darüber ein springendes Pferd sowie Schlägel und Eisen der Bergleute.

Namensstreit

Im Zuge der Gemeindegebietsreform Sachsen-Anhalts aus dem Jahr 2008 beabsichtigten die Orte Benneckenstein, Elbingerode, Elend, Hasselfelde, Sorge, Stiege und Tanne die Bildung der Einheitsgemeinde Oberharz am Brocken. Hierin sah die Samtgemeinde Oberharz eine Namensrechtsverletzung und befürchtete, dass durch die Ähnlichkeit der Namen Verwechslungsgefahr besteht.

Nachdem das Innenministerium Sachsen-Anhalts den Namen Oberharz am Brocken genehmigt hatte, reichte die Samtgemeinde im August 2009 Klage im Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Magdeburg ein, vorrangig um den Namen Samtgemeinde Oberharz zu schützen.<ref>Beschluss der Samtgemeinde Oberharz</ref> Dabei scheiterte die Samtgemeinde.<ref>goslarsche.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Magdeburg wurde im November 2009 abgewiesen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichtes Magdeburg (Memento vom 7. März 2014 im Internet Archive)</ref> Im April 2010 gab die Samtgemeinde Oberharz bekannt, dass sie nunmehr eine erneute Klage im Hauptverfahren einreichen werde.<ref>Goslarsche Zeitung am 10. April 2010. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. April 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.goslarsche.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Das Verwaltungsgericht Magdeburg wies im Juli 2011 die Klage der „Samtgemeinde Oberharz“ wegen einer Namensverletzung erneut zurück. Ein vorangegangener Antrag der Samtgemeinde auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wurde vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Die dagegen eingelegte Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt blieb ohne Erfolg.<ref>Verwaltungsgericht Magdeburg 9 A 247/09 MD</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Museen

Parks

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Der Tourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftszweig im Oberharz, der aber seit Beginn der 1990er Jahre aus verschiedenen Gründen rückläufig war. Die Wirtschaft in Clausthal-Zellerfeld wird sehr stark von der TU Clausthal und ihren Ausgründungen dominiert; des Weiteren spielen das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, das Clausthaler Umwelttechnik-Institut (CUTEC) sowie einige Privatunternehmen, vor allem in der Prüftechnik, eine wesentliche Rolle. Die Bedeutung der Forstwirtschaft ist dagegen aufgrund der Mechanisierung in der Holzernte eher nachlassend. Landwirtschaft gründet sich aufgrund der Boden- und Klimaverhältnisse fast ausschließlich auf Milch- und Viehwirtschaft und spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Verkehr

Durch das ehemalige Gebiet der Samtgemeinde führen drei Bundesstraßen (B 241, B 242 und B 498). Bis in die 1970er Jahre führte die Trasse der Innerstetalbahn von Langelsheim kommend durch Wildemann und Clausthal-Zellerfeld nach Altenau.

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="destatis">

Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 14. Juni 2020.

</ref> <ref name="Neubildung">

Gesetz über die Neubildung der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, Landkreis Goslar. In: Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 21/2014. Hannover 22. Oktober 2014, S. 299, S. 13 (Digitalisat [PDF; 1,2 MB; abgerufen am 9. November 2019]).

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