Melanie Leonhard
Melanie Leonhard (* 14. Juli 1977 in Hamburg) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie ist seit Dezember 2022 Senatorin für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg im Senat Tschentscher II. Zuvor war sie von 2020 bis 2022 Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration im Senat Tschentscher II, von 2015 bis 2020 Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in den Senaten Scholz II und Tschentscher I und von 2011 bis 2015 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Seit 2018 ist sie Vorsitzende der SPD Hamburg, seit 2021 gemeinsam mit Nils Weiland.
Leben
Leonhard zog im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie von Hamburg-Wilhelmsburg nach Hamburg-Harburg und besuchte nach dem Realschulabschluss an der Katholischen Schule Harburg das Lessing-Aufbaugymnasium.<ref name="kirchenzeitung">„Vieles wirkt bis heute nach“ www.neue-kirchenzeitung.de, 11. Januar 2017</ref> Nach dem Abitur 1996 und einem Freiwilligen Sozialen Jahr begann sie im Jahr 1998 ein Studium der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politikwissenschaft und Geographie an der Universität Hamburg, das sie 2004 mit der Magistra Artium abschloss. 2009 wurde sie an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über Die Entwicklung eines Familienunternehmens: Die Reeder- und Schiffbauerfamilie Rickmers im deutschen Schiffbau und der deutschen Schifffahrt von 1834–1918 promoviert. In den Jahren 2008 bis 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der E.R. Capital Holding, der Holdinggesellschaft der E.R. Schiffahrt und der Nordcapital, und von 2013 bis 2015 Leiterin der Abteilung Stadtgeschichte Harburg des Archäologischen Museums Hamburg.<ref>Stadtgeschichte im Helms-Museum: Melanie Leonhard ist am Zug www.harburg-aktuell.de, 16. Oktober 2013</ref>
Leonhard ist verheiratet, hat einen Sohn und wohnt in Hamburg-Marmstorf.<ref>Melanie Leonhard: Ein Marmstorferin an der Spitze der Hamburger SPD www.harburg-aktuell.de, 10. März 2018</ref> Sie ist römisch-katholisch.<ref name="kirchenzeitung"/>
Politik
Leonhard trat im Jahr 1999 der SPD bei. In den Jahren 2004 bis 2011 war sie Mitglied der Bezirksversammlung Harburg und dort zuletzt stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Bei der Bürgerschaftswahl 2011 wurde sie über Platz 9 der Landesliste in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt. Sie war Mitglied im Familien-, Kinder- und Jugendausschuss, im Innenausschuss und im Stadtentwicklungsausschuss. Außerdem war sie familienpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Bei der Bürgerschaftswahl 2015 wurde sie über Platz 6 der Landesliste erneut in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt<ref>Von Gewinnern und Verlierern im Kampf ums Bürgerschaftsmandat www.harburg-aktuell.de, 17. Februar 2015</ref> und bei der Bürgerschaftswahl 2020 über Platz 4 der Landesliste.<ref>Harburgs Bürgerschaftabgeordnete: Es gab einige Überraschungen www.harburg-aktuell.de, 25. Februar 2020</ref> Ihr Bürgerschaftsmandat ruht aber seit ihrer Berufung in den Senat.
Am 1. Oktober 2015 wurde sie als Nachfolgerin von Detlef Scheele als Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in den Senat Scholz II berufen.<ref>Hamburgs neue Sozialsenatorin Leonhard offiziell im Amt www.zeit.de, 1. Oktober 2015</ref> Nachdem sie diesen Posten auch im Senat Tschentscher I ausübte, gehörte sie dem Senat Tschentscher II als Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration an.<ref>Hat sich bewährt, kann weg www.zeit.de, 7. Juni 2020</ref> Mit Wirkung zum 15. Dezember 2022 wurde sie als Nachfolgerin Michael Westhagemanns zur Senatorin für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg im Senat Tschentscher II berufen.<ref>Stellungnahme von Bürgermeister Tschentscher zur Senatsumbildung. In: www.hamburg.de. Abgerufen am 28. November 2022.</ref>
Ab dem 21. Juni 2014 war sie stellvertretende Vorsitzende der SPD Hamburg und am 24. März 2018 wurde sie mit 94,6 Prozent der Delegiertenstimmen als Nachfolgerin von Olaf Scholz, der Bundesfinanzminister im Kabinett Merkel IV wurde, zur Landesvorsitzenden gewählt.<ref>Die Hamburger SPD hat eine neue Vorsitzende www.faz.net, 24. März 2018</ref> Am 9. Juni 2018 wurde sie mit 95 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt bestätigt.<ref>Die Hamburger SPD hat eine neue Vorsitzende www.welt.de, 10. Juni 2018</ref> Am 6. November 2021 wurde sie mit 94,7 Prozent der Delegiertenstimmen wiedergewählt. Zudem wurde bei diesem Parteitag eine Doppelspitze gebildet; Leonhard übt seither den Landesparteivorsitz gemeinsam mit Nils Weiland aus.<ref>Hamburger SPD mit Doppelspitze: Weiland neben Leonhard, www.zeit.de, Artikel vom 7. November 2022</ref>
Mitgliedschaften
Leonhard ist Vorstandsvorsitzende der Stiftung Rickmer Rickmers,<ref>Impressum www.rickmer-rickmers.de</ref> Vorstandsmitglied des Museums- und Heimatvereins Harburg Stadt und Land<ref>Archäologisches Museum Hamburg: Vereinsvorstand amh.de</ref> und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Lesen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kuratorium – Dr. Melanie Leonhard, Hamburger Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration ( vom 25. August 2017 im Internet Archive) www.stiftunglesen.de</ref>
Kabinette
- Senat Scholz II: Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (2015–2018)
- Senat Tschentscher I: Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (2018–2020)
- Senat Tschentscher II: Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (2020–2022), Senatorin für Wirtschaft und Innovation (seit 15. Dezember 2022)
Schriften
- Die Unternehmerfamilie Rickmers 1834–1918: Schiffbau, Schifffahrt, Handel (= Deutsche maritime Studien. Bd. 8). Hauschild, Bremen 2009, ISBN 978-3-89757-452-6 (Zugleich: Hamburg, Universität, FB Geschichte, Dissertation, 2009 unter dem Titel: Leonhard, Melanie: Die Entwicklung eines Familienunternehmens: Die Reeder- und Schiffbauerfamilie Rickmers im deutschen Schiffbau und der deutschen Schifffahrt von 1834–1918).
- mit Jörn Lindner 175 Jahre Rickmers. Hoffmann & Campe, Hamburg 2009, ISBN 978-3-455-50111-7.
- Rickmers: Vom Segelschiff zum Konzern. Schiffahrt, Schiffbau, Handel 1834–1918. In: Jürgen Elvert, Sigurd Hess, Heinrich Walle (Hrsg.) Maritime Wirtschaft in Deutschland. Schifffahrt – Werften – Handel – Seemacht im 19. und 20. Jahrhundert. Vorträge der Schifffahrtshistorischen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Schifffahrts- und Marinegeschichte (DGSM) in Hamburg vom 5. – 7. November 2010. (= Historische Mitteilungen der Ranke Gesellschaft. Bd. 82). Steiner, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-515-10137-0, S. 33–44
Weblinks
- Persönliche Website von Melanie Leonhard
- Melanie Leonhard auf abgeordnetenwatch.de
- Profil auf www.hamburg.de
Einzelnachweise
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Heinrich Eisenbarth | Gerhard Neuenkirch | Ewald Samsche | Ernst Weiß | Jan Ehlers | Ortwin Runde | Helgrit Fischer-Menzel | Karin Roth | Gunnar Uldall | Axel Gedaschko | Ian Karan | Detlef Scheele | Melanie Leonhard | Melanie Schlotzhauer | Melanie Leonhard
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Heinrich Eisenbarth | Friedrich Dettmann | Walter Schmedemann | Ewald Samsche | Erwin Jacobi | Walter Schmedemann | Hans-Joachim Seeler | Ilse Elsner | Wilhelm Nölling | Helga Elstner | Christine Maring | Ortwin Runde | Helgrit Fischer-Menzel | Karin Roth | Peter Rehaag | Jörg Dräger | Birgit Schnieber-Jastram | Dietrich Wersich | Cornelia Prüfer-Storcks | Melanie Leonhard | Melanie Schlotzhauer
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Baden-Württemberg: Andreas Stoch | Bayern: Ronja Endres | Berlin: vakant | Brandenburg: Dietmar Woidke | Bremen: Falk-Constantin Wagner | Hamburg: Melanie Leonhard, Nils Weiland | Hessen: Sören Bartol | Mecklenburg-Vorpommern: Manuela Schwesig | Niedersachsen: Olaf Lies | Nordrhein-Westfalen: Sarah Philipp, Achim Post | Rheinland-Pfalz: Sabine Bätzing-Lichtenthäler | Saarland: Anke Rehlinger | Sachsen: Kathrin Michel, Henning Homann | Sachsen-Anhalt: Juliane Kleemann, Andreas Schmidt | Schleswig-Holstein: Ulf Kämpfer | Thüringen: Georg Maier
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leonhard, Melanie |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (SPD), MdHB, Hamburger Senatorin |
| GEBURTSDATUM | 14. Juli 1977 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
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