Ernsthofen (Modautal)
Ernsthofen Gemeinde Modautal
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1062)&title=Ernsthofen 49° 46′ N, 8° 45′ O
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| Höhe: | 241 (240–256) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,59 km²<ref name=Gindex /> | |||||
| Einwohner: | 1062 (30. Juni 2023)<ref>Zahlen und Fakten. In: Webauftritt. Gemeinde Modautal, abgerufen im November 2023.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 296 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1977 | |||||
| Postleitzahl: | 64397 | |||||
| Vorwahl: | 06167 | |||||
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Ernsthofen ist ein Ortsteil der Gemeinde Modautal im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Geographie
Ernsthofen liegt im vorderen Odenwald an der Modau, ca. 12,5 km südöstlich von Darmstadt. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3099. Für Ernsthofen besteht eine eigene Gemarkung.<ref name=Gindex>Gemarkung Ernsthofen. In: GEOindex. Abgerufen im Dezember 2024.</ref> Innerhalb der Gemarkung befindet sich das Kreis-Jugendlager.<ref>Jugendlager, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 28. Januar 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>
Geschichte
Ortsgeschichte
Das Dorf wurde, soweit bekannt, im Jahre 1362 erstmals urkundlich genannt. Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" /> Ernsthofen (1403), Ernsthofen (1415), Ernsthoffen (1449), Ernsthoven (1516), Ernsthoiffen (1529) und Ernshoven (1545).
Der Ort lag im Territorium der Grafen von Katzenelnbogen.<ref>Katzenelnbogensche Urkunde vom 19. Mai 1362 in der Graf Wilhelm II. von Katzenelnbogen einen Hermann Werberg (Hermann vom Stein) benennt, dem Lehensrechte (der Zehnte) über Klein-Bieberau verliehen wurden und in der der Nachbarort Ernsthofen miterwähnt wurde. Urkunde befindet sich im Besitz des Hessischen Staatsarchivs in Marburg. Das Datum wird auch in der alten Dorfchronik benannt, aber dort ohne Literaturnachweis. Vgl. auch <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Echo-Online: 650-Jahr-Feier dank neuer Urkunde ( vom 4. November 2014 im Internet Archive)</ref><ref name="lagis" />
Im Jahr 1545 gab Landgraf Philipp von Hessen als Erbe der Katzenelnbogener das Schloss mit zugehörigen Dörfern den Herren von Wallbrunn zum Lehen.
1722 verkauften die Brüder Johann Moritz Friedrich von Wallbrunn dem Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen Schloss und Gut zu Ernsthofen mit den dazugehörigen Dörfern, nämlich Ernsthofen, Asbach, Hoxhohl, Klein-Bieberau und Neutsch, nebst Gefällen in zwölf weiteren Orten, darunter Ober-Modau, Rodau, Waldhausen, Billings und Meßbach.<ref name="lagis" />
Ernsthofen lag im Gerichtsbezirk der Zent Oberramstadt. Die Zent war in sogenannte „Reiswagen“ eingeteilt, denen jeweils ein Oberschultheiß vorstand, die dem Zentgrafen unterstellt waren. Dieser Bezirk hatte einen Frachtwagen (Reiswagen) einschließlich Zugtieren und Knechten für Feldzüge bereitzustellen. Ernsthofen gehörte zum „Brandauer Reiswagen“, dem auch noch die Orte Brandau Neunkirchen, Allertshofen, Hoxhohl, Herchenrod, Lützelbach, Neutsch, Klein-Bieberau und Webern angehörten. Die gesamte Zent Oberramstadt war dem Amt Lichtenberg zugeteilt. Diese Einteilung bestand noch bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts.<ref>Ferdinand Dieffenbach: Das Großherzogthum Hessen in Vergangenheit und Gegenwart. Literarische Anstalt, Darmstadt 1877, S. 254 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1829 über Ernsthofen:
„Ernsthofen (L. Bez. Reinheim) luth. Filialdorf; liegt an dem Modaubach, 2 St. von Reinheim. und hat 46 Häuser und 386 Einw., die bis auf 3 Kath. lutherisch sind. Man findet hier eine Kapelle, die noch mehrere Grabsteine der Herrn von Wallbrunn aus dem 16. und 17. Jahrhundert enthält, und in welcher das Erbbegräbniß der Wallbrunnischen Familie war, ein vormals Wallbrunnisches Schloß, in welchem der Forstinspektor und Revierförster ihren Sitz haben und eine Mahl-, Oehl- und Schneidemühle. – Im Jahr 1363 nannte sich eine adelige Familie nach diesem Orte, Johann Rabenold von Ernsthofen. Das Dorf gehörte den Herrn von Wallbrunn, und wurde in der bairischen Fehde, 1504, von Landgraf Wilhelm II. als ein pfälzisches Lehen weggenommen. Churrfalz gab 1521 zu, daß die Familie von Wallbrunn diesen Ort künftig von Hessen zu Lehen tragen sollte. Jedoch wurde erst 1545 den Herrn von Wallbrunn das Schloß wieder hergestellt, und sie trugen es von dieser Zeit an von Hessen zu Lehen, bis 1722 Schloß und Dorf Ernsthofen mit den Dörfern Aßbach, Kleinbieberau, Hoxhohl, Neutsch, nebst vielen zerstreuten Gefällen in andern Orten, um 71,750 fl. an Hessen kam. Im Jahr 1542 brannte Ernsthofen bis auf 4 Wohnungen ab.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>
Gebietsreform (1970–1977)
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde am 31. Dezember 1971 die bis dahin selbstständige Gemeinde Herchenrode auf freiwilliger Basis nach Ernsthofen eingemeindet. Am 1. Januar 1977 wurde dann Ernsthofen kraft Landesgesetz mit der am 1. April 1971 gebildeten Gemeinde Modautal und weiteren Gemeinden zur neuen Gemeinde Modautal zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg und der Stadt Darmstadt (GVBl. II 330–334) vom 26. Juli 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 318, § 9 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,5 MB]).</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref> Für Ernsthofen wurde ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 36 kB) §; 6. In: Webauftritt. Gemeinde Modautal, abgerufen im Februar 2019.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Ernsthofen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- vor 1722: Heiliges Römisches Reich, Herren von Wallbrunn, Zentherr Landgraf von Hessen-Darmstadt<ref>Winfried Noack: Landgraf Georg I. von Hessen und die Obergrafschaft Katzenelnbogen (1567–1596). Historischer Verein für Hessen, Darmstadt 1966, OCLC 251661225, S. 111.</ref>
- ab 1722: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (durch Kauf), Obergrafschaft Katzenelnbogen, (1787: Amt Lichtenberg, Zent Oberramstadt, Brandauer Reiswagen)
- ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Fürstentum Starkenburg, Amt Lichtenberg
- ab 1806: Großherzogtum Hessen,<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Fürstentum Starkenburg, Amt Lichtenberg
- ab 1815: Großherzogtum Hessen<ref group="Anm.">Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung.</ref>, Provinz Starkenburg, Amt Lichtenberg
- ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Reinheim<ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Lichtenberg) und Verwaltung.</ref>
- ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
- ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Dieburg
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Darmstadt<ref name=RB1937 /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurde die Provinz Starkenburg aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt
- ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Gemeinde Modautal<ref group="Anm.">Am 1. Januar 1977 als Ortsbezirk zur Gemeinde Modautal.</ref>
Gerichte
Ernsthofen gehörte zum Zentgericht Oberramstadt. In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das Fürstentum Starkenburg wurde das „Hofgericht Darmstadt“ als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen. Damit war für Ernsthofen das Amt Lichtenberg zuständig. Das Hofgericht war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt. Die Zentgerichte hatten damit ihre Funktion verloren.
Mit Bildung der Landgerichte im Großherzogtum Hessen war ab 1821 das Landgericht Lichtenberg das Gericht erster Instanz, zweite Instanz war das Hofgericht Darmstadt. Es folgten:<ref name="lagis" />
- ab 1848: Landgericht Reinheim (Verlegung nach Reinheim), zweite Instanz: Hofgericht Darmstadt
- ab 1879: Amtsgericht Reinheim, zweite Instanz: Landgericht Darmstadt
- ab 1968: Amtsgericht Darmstadt mit der Auflösung des Amtsgerichts Reinheim, zweite Instanz: Landgericht Darmstadt
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011 in Ernsthofen 957 Einwohner. Darunter waren 57 (6,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 156 Einwohner unter 18 Jahren, 396 zwischen 18 und 49, 216 zwischen 50 und 64 und 192 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 408 Haushalten. Davon waren 108 Singlehaushalte, 144 Paare ohne Kinder und 120 Paare mit Kindern, sowie 30 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 87 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 279 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1629: | 11 Hausgesesse<ref name="lagis" /> |
| • 1806: | 283 Einwohner, 34 Häuser<ref name="EW1806">Verzeichnis der Ämter, Orte, Häuser, Einwohnerzahl. (1806)HStAD Bestand E 8 A Nr. 352/4. In: Archivinformationssystem Hessen (Arcinsys Hessen), Stand: 6. Februar 1806.</ref> |
| • 1829: | 386 Einwohner, 46 Häuser<ref name="GW" /> |
| • 1867: | 474 Einwohner, 57 Häuser<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref> |
| Ernsthofen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1791 | 203 | |||
| 1800 | 251 | |||
| 1806 | 283 | |||
| 1829 | 386 | |||
| 1834 | 396 | |||
| 1840 | 422 | |||
| 1846 | 453 | |||
| 1852 | 359 | |||
| 1858 | 403 | |||
| 1864 | 464 | |||
| 1871 | 457 | |||
| 1875 | 462 | |||
| 1885 | 440 | |||
| 1895 | 414 | |||
| 1905 | 430 | |||
| 1910 | 414 | |||
| 1925 | 423 | |||
| 1939 | 403 | |||
| 1946 | 726 | |||
| 1950 | 667 | |||
| 1956 | 587 | |||
| 1961 | 534 | |||
| 1967 | 652 | |||
| 1970 | 659 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2007 | 850 | |||
| 2010 | 966 | |||
| 2011 | 957 | |||
| 2015 | 1.099 | |||
| 2020 | 1.074 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; 1791<ref name="Adr-LG-HD" />; 1800<ref name="Adr-LG-HD-1800" />; Gemeinde Modautal<ref name="HP" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1829: | 383 lutherische (= 99,22 %) und 3 katholische (= 0,78 %) Einwohner<ref name="GW" /> |
| • 1961: | 423 evangelische (= 79,21 %), 83 katholische (= 15,54 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Politik
Ortsbeirat
Für Ernsthofen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Ernsthofen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Ernsthofen 66,5 %. Alle Kandidaten gehörten der „Gemeinsamen Liste Ernsthofen“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Ernsthofen. In: Votemanager. Gemeinde Modautal, abgerufen im Dezember 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Manuel Daniel zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsvorsteher. In: Webauftritt. Gemeinde Modautal, abgerufen im Dezember 2024.</ref>
Wappen und Flagge
Wappen
Blasonierung: In schräglinksgeteiltem Wappenschild vorne ein stilisierter, blaubezungter roter Löwe in Gold, hinten drei silberne Rauten in Blau.<ref>Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Ernsthofen im Landkreis Darmstadt vom 20. Mai 1963. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1963 Nr. 23, S. 640, Punkt 568 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,9 MB]).</ref>
Das Wappen wurde der Gemeinde Ernsthofen im Landkreis Darmstadt am 20. Mai 1963 durch den Hessischen Innenminister genehmigt.
Gestaltet wurde es durch den Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt.
Der Löwenkopf stammt aus dem Wappen der Grafen von Katzenelnbogen, die Rauten aus dem Wappen der Herren von Wallbrunn. Beide hatten früher Besitz im Ort.
Flagge Gemeinsam mit dem Wappen wurde der Gemeinde auch eine Flagge genehmigt, die wie folgt beschrieben wird: „Auf rot- und weißgestreiften Flaggentuch aufgelegt das Gemeindewappen.“
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Sehenswert ist das Wasserschloss Schloss Ernsthofen, welches ehemals im Besitz der Herren von Wallbrunn war, seit 1923 in Privathand ist, dadurch aber nicht direkt besichtigt werden kann. Erwähnenswert ist die Gedenktafel am Toreingang des Schlosses zu Ehren des Deutschamerikaners Edmund A. Stirn, auf der sein Wirken in und um das Schloss Ernsthofen und seine Verdienste für den Ort festgehalten sind.
In der ev. Kirche steht das beschädigte Epitaph der Maria von Wallbrunn, geborene Leyser von Lambsheim († 1628).<ref>Ernsthofen, Evangelische Kirche. In: Deutsche Inschriften Online. Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz </ref>
Entlang der schön renovierten Schloßstraße befinden sich einige liebevoll sanierte alte Fachwerkhäuser.
Regelmäßige Veranstaltungen
- August: Kerb
- September: Oktoberfest<ref>Darmstädter Echo, Montag, 12. September 2016, S. 22</ref>
Persönlichkeiten
- Berthold Eitel (1895–1989), evangelischer Pfarrer und Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
Literatur
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Ernsthofen. In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Ortsteile. In: Webauftritt der Gemeinde Modautal.
- Ernsthofen. In: Webauftritt der Gemeinde Modautal. (Aus Webarchiv)
- Ernsthofen, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis"> {{Internetquelle | hrsg= Hessisches Institut für Landesgeschichte | url= {{LAGIS/WeblinksZ|OL|13608}} | titel= Ernsthofen, Landkreis Darmstadt-Dieburg | titelerg= {{LAGIS/Datenbanknamen|OL }} (Stand: {{FormatDate|2018-06-08 }}) | werk= Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS) | kommentar= |abruf-verborgen=0 | abruf= 2018-06-12 }} </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 122 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 124 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 14 und 68, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021. </ref> <ref name="HP"> Haushaltsplan 2024 (Vorbericht: Einwohner – Statistik). (PDF 12 MB) In: Webauftritt. Gemeinde Modautal, S. 30 ff, abgerufen im Dezember 2024. </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>
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