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World Vision Deutschland

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World Vision Deutschland
(WVD)
colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | World Vision logo 2017.svg
Rechtsform gemeinnütziger eingetragener Verein
Gründung 1979
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Friedrichsdorf, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Kinderhilfsorganisation mit den Arbeitsgebieten Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Nothilfe (oder Katastrophenhilfe), entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit
Aktionsraum weltweit
Vorsitz Christoph Hilligen<ref name="Jahresbericht 2021">World Vision Deutschland Jahresbericht 2021. World Vision Deutschland, abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website www.worldvision.de

World Vision Deutschland e. V. (WVD) ist eine christliche Organisation mit Schwerpunkten in drei Hauptbereichen: Entwicklungszusammenarbeit, Katastrophenhilfe und „entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit“ für die beiden erstgenannten Bereiche.

Sie ist Teil der internationalen Dachorganisation World Vision International (WVI) und nicht in die Strukturen einzelner Kirchen eingebunden.<ref name="Appel25-251">Anja Appel: Strategieentwicklung als Balanceakt: Theorie und Praxis bei NGOs der Entwicklungszusammenarbeit. VS-Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16348-2, S. 25 und 251.</ref><ref>Deutsche Entwicklungshelfer entführt. In: Spiegel Online. 29. Juli 2002, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 27. August 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.spiegel.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Ihre Spendenprojekte werden hauptsächlich durch Kinderpatenschaften finanziert. In Deutschland engagiert sie sich zusätzlich in der Bildungsarbeit, der Forschung über Kinder sowie in Projekten gegen Armut.

Leitbild

Der Verein arbeitet als Mitglied des Dachverbandes World Vision International (WVI) vor dem für alle WVI-Partner verbindlichen christlichen Selbstverständnis („Core Values“<ref>Core Values. World Vision International, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. März 2012; abgerufen am 17. September 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>). Das Selbstverständnis ist dargelegt in seinen Dokumenten „Unsere Vision für eine gerechtere Welt“,<ref>Unsere Vision für eine gerechtere Welt. World Vision Deutschland, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. März 2010; abgerufen am 17. September 2010.</ref> seinem „christlichen Selbstverständnis“<ref>christliches Selbstverständnis. (PDF) World Vision Deutschland, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. September 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.worldvision.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>christliches Selbstverständnis. (PDF) World Vision International, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. März 2010; abgerufen am 22. Februar 2023.</ref> und in der Satzung von World Vision Deutschland.<ref>Satzung. (PDF) World Vision Deutschland, 27. Oktober 2007, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. September 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.worldvision.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Der Dachverband WVI wird als evangelikal eingeordnet.<ref name="refs_evangelikal_und_evangelical.02" /> Alan Whaites, ein ehemaliger Mitarbeiter von WVI, betont, dass die theologische Position von World Vision International über die Jahre hinweg komplexer und weniger homogen geworden sei.<ref>Alan Whaites: Pursuing partnership: World Vision and the ideology of development – a case study. In: Development in Practice, Vol. 9, No 4, August 1999, S. 411 ff.</ref> Friedrich Schäfer schreibt, es sei eine evangelische Prägung des Dachverbandes zu erkennen. Dabei betont er die Unterschiede der verschiedenen Strömungen des WV und kritisiert die Gleichsetzungen von WV USA, WVI und WVD als „undifferenziert“. Schäfer arbeitet heraus, dass man bei World Vision Deutschland zwar „auf evangelikale Wurzeln schließen“ könne, eine Verortung als evangelikal (im Sinne von fundamentalistisch) jedoch „eindeutig unzutreffend“ sei.<ref name="Schaefer 2014 p. 189-191">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Geschichte

Vorgeschichte

Im Jahr 1979 gründete Manfred Kohl in Oberursel ein Büro des Dachverbandes World Vision International als Vorgänger von World Vision Deutschland e. V.<ref name="WVD-Geschichte">Daten zur Geschichte. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Januar 2012; abgerufen am 13. Juli 2010.</ref> Im Jahr 1981 unterstützte World Vision Deutschland 15.000 Patenkinder; bis 1985 stieg die Zahl auf rund 30.000. Die Organisation unterstützte 1990 nach dem Sturz des Diktators Ceausescu in Rumänien sowohl vernachlässigte als auch häufig durch die Nutzung unsteriler Injektionsnadeln an der Immunschwächekrankheit AIDS erkrankte<ref>About the Hope Initiative. World Vision International, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Juni 2009; abgerufen am 13. Oktober 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Waisenkinder.<ref name="WVD-Geschichte" /><ref>In Osteuropa wurden und werden unerwünschte Kinder in staatlichen Waisenhäusern großgezogen, bis sie arbeitsfähig sind: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />USAID-Abschlussbericht 2006 (Memento vom 30. Mai 2010 im Internet Archive) Medicusmundi: @1@2Vorlage:Toter Link/www.medicusmundi.chEine traurige Erfolgsgeschichte aus Rumänien (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive )</ref><ref>Vivian S. Park: Interview: World Vision President Richard Stearns. Christian Post, 19. April 2004, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. Oktober 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/sg.christianpost.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref><ref>World Vision, Inc., U.S. MinistryWatch.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Februar 2009; abgerufen am 13. Oktober 2010.</ref>

Gründung

Im Jahr 1994 wurde Günther Bitzer neuer Direktor von World Vision Deutschland. Nach einer Umstrukturierung wurde die Organisation als rechtlich selbständiger Verein eingetragen.<ref>Gemeinsames Registerportal der Länder, Eintragung im Registergericht Bad Homburg v.d. Höhe, abgerufen am 29. Juli 2010.</ref> Der neue Verein mit Sitz in Friedrichsdorf im Taunus wurde selbständiger Partner im Netzwerk von WVI.<ref name="WVD-Geschichte" />

Von der Gründung bis zur Gegenwart

Datei:Pavillon of Hope (Manfred Röben).jpg
„Pavillon der Hoffnung“, Expo 2000

Im Jahr 2000 beteiligte sich WVD gemeinsam mit dem CVJM und der Evangelischen Allianz<ref>Wal gestrandet : Spatenstich für den „Pavillon der Hoffnung“ auf der Expo Hannover. BauNetz, 25. Juni 1999, abgerufen am 13. Juli 2010.</ref> mit dem Projekt Pavillon der Hoffnung an der Expo 2000<ref name="WVD-Geschichte" />; eigener Thementag war der 31. Juli 2000.<ref>Pavillon der Hoffnung e. V. (CVJM, World Vision, Deutsche Evangelische Allianz). Exposeum e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2004; abgerufen am 29. Juli 2010.</ref> 2018 förderte der Verein in 48 Ländern insgesamt 284 Projekte, davon rund die Hälfte in Afrika. Die Organisation wurde Mitglied bei der Aktion Deutschland Hilft sowie im Jahr 2004 Gründungsmitglied der Kampagne Gemeinsam für Afrika.<ref name="WVD-Geschichte" /> In Reaktion auf den Tsunami half WVD 2005 in den Ländern Indonesien, Sri Lanka und Indien. Dieses Projekt war seine bis dahin umfangreichste Katastrophen- und Wiederaufbauhilfe. Mit der Eröffnung des Berliner Büros wurde im folgenden Jahr die „entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit“ begonnen. In diesem Jahr wurden rund 150.000 Jungen und Mädchen weltweit durch WVD gefördert.<ref name="Brockmann">Roland Brockmann: World Vision gibt Hilfe zur Selbsthilfe. In: Welt Online. 30. September 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Dezember 2011; abgerufen am 13. August 2010.</ref> Günther Bitzer trat zum 15. Juni 2007 als Direktor zurück. Seine Vertretung übernahm kommissarisch Urs Winkler, Geschäftsführer von World Vision Schweiz.<ref>Günther Bitzer verlässt World Vision Deutschland. 6. Juni 2007, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. Juli 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.registeronline.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Die erste World Vision Kinderstudie wurde 2007 veröffentlicht. Im folgenden Jahr wurde Christoph Waffenschmidt Vorstandsvorsitzender. 2009 förderte WVD, unterstützt durch rund 150.000 Paten, insgesamt 253 Projekte in 49 Ländern.<ref name="WVD-Geschichte" /> Im Jahr 2010 wurde die zweite World Vision Kinderstudie veröffentlicht. Im Finanzjahr 2018 hat World Vision Deutschland 284 Projekte in 48 Ländern gefördert.<ref name="world">Patenschaften – Aktuelles ausgewählter Vereine Abgerufen am 23. Juni 2014.</ref>

Projekte

Projektförderung nach Sektoren 2020<ref name=":0">World Vision Deutschland: Jahresbericht 2020. (PDF) World Vision Deutschland, abgerufen am 5. Juni 2022.</ref>
Sektor Ausgaben in %
Wasserbeschaffung und sanitäre Anlagen 09,4 %
Bildung 05,9 %
Einkommenssichernde Maßnahmen 03,2 %
Gesundheit 05,6 %
Landwirtschaftliche Entwicklung und Ernährungssicherung 34,4 %
Nothilfe und Katastrophenschutz 13,7 %
Projektmanagement 08,7 %
Qualifizierung/Aufbau und Zivilgesellschaft 03,4 %
Sonstige Förderung von Kindern 15,7 %

Der Verein betätigt sich in der Entwicklungszusammenarbeit, Not- und Katastrophenhilfe sowie „entwicklungspolitischen Anwaltschaftsarbeit“ (Lobbying). Schwerpunkte der Anwaltschaftsarbeit waren in den Jahren 2018 und 2019 Maßnahmen zur Beendigung von Gewalt gegen Kinder sowie Reintegration ehemaliger Kindersoldaten. Darüber hinaus werden langfristige Regional-Entwicklungshilfeprojekte durch Patenschaften und Themenspenden (Bildung, Wasser, Gesundheit) finanziert.<ref name="Jahresbericht 2018">Jahresbericht 2018. (PDF) World Vision Deutschland e. V., 12. Dezember 2018, abgerufen am 23. Januar 2023.</ref>

Schwerpunkt im Ausland

Datei:Worldvisiondeutschland projektlaender fj08.jpg
World Vision Deutschland: Projektländer im Finanzjahr 2008

Im Jahr 2018 förderte der Verein im Bereich der humanitären Hilfe in Afrika mit 46 Millionen Euro, Lateinamerika mit 8,9 Millionen Euro, Asien mit 14,4 Millionen Euro und Osteuropa und Naher Osten mit 14,3 Millionen. Schwerpunkte in Afrika waren die Kenia, Demokratische Republik Kongo, der Sudan, Südsudan, Malawi sowie Burundi.<ref name="Jahresbericht 2018" />

Im Jahr 2020 stellte der Verein in Afrika 67,78 Millionen Euro bereit (61,9 %), in Lateinamerika 9,69 Millionen Euro (8,9 %), in Asien 19,69 Millionen Euro (18,0 %) und in Osteuropa und im Nahen Osten 12,30 Millionen Euro (11,2 %). Die Finanzierung dieser Projekte erfolgte überwiegend in Kooperationen mit dem Auswärtigen Amt, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, der Europäischen Union, dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) sowie in Kooperation mit der Aktion Deutschland Hilft.<ref name=":0" />

World Vision führte 2021 in 48 Ländern insgesamt 271 Projekte der humanitären Hilfe (Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit) durch. Davon waren 80 geförderte regionale Entwicklungsprojekte. Aus dem Jahresbericht ergibt sich, dass die Projekte von WVD im Jahre 2021 durch rund 160.000 Paten und Spender in Deutschland finanziert wurden.<ref name="Jahresbericht 2021" />

Grundsätzlich stehen stets über Kinderpatenschaften geförderte Regional-Entwicklungsprojekte im Mittelpunkt, die neben der Nahrungsmittelsicherung auch medizinische Versorgung, Bildung, AIDS-Bekämpfung und Gewerbeförderung umfassen.<ref name="Jahresbericht 2018" /> Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Unterstützung von Kindern, Familien und ihrem Umfeld im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit. Ermöglicht werden die Projekte in erster Linie durch Kinderpatenschaften,<ref name=":12">World Vision Deutschland e. V. In: DZI. Abgerufen am 5. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> aber auch durch Spenden und Öffentliche Geldgeber wie das Auswärtige Amt oder die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit<ref name=":0" />. Darüber hinaus befasst sich das World Vision Institut für Forschung und Entwicklung mit den Themen Armut, gesellschaftliche Benachteiligung und soziale Ungerechtigkeit von Kindern.<ref name=":12" /><ref name="DW-World3">Benjamin Hammer: Spenden mit Gefühl – World Vision wird 30. DW-World.de, 30. September 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. Juli 2010 (Redaktion: Silke Ballweg).@1@2Vorlage:Toter Link/www.dw-world.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Entwicklungszusammenarbeit

Siehe auch: Abschnitt Finanzierung zu Kinderpatenschaften als Finanzierungsmodell von WVD

Der Verein hat sein Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit in zehn Grundsätzen zusammengefasst.<ref>Günther Bitzer, Wolfgang Eisert: Entwicklung Gestalten: Unser Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit – Vorgestellt in zehn Grundsätzen. (PDF) WVD, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. September 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.worldvision.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Wichtigster Maßstab für den Erfolg seiner Entwicklungszusammenarbeit ist das Wohlergehen der Kinder, das WVD an Wirkungsindikatoren wie den sogenannten Kindeswohlindikatoren (wörtlich: „Child Well-Being-Outcome Indicators“) beobachtet, misst und auswertet.<ref>World Vision International (Hrsg.): Compendium of Indicators for Measuring Child Well-being. August 2013 (wvi.org [PDF]).</ref> Mit dem Starthelfer-Programm fördert WVD schwangere Frauen und junge Mütter in Afrika, um den Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.<ref>Ressort Stadt Wolfsburg: Afrikanische Woche in der Kita: Kinder unterstützen Hilfswerk World Vision – Bunte Tiermasken und Tänze. In: Wolfsburger Allgemeine, 2. Oktober 2010, S. 27.</ref><ref name=":0" />

Die Finanzierung entsprechender Projekte geschieht vor allem in Form der Kinderpatenschaften. Eine solche Patenschaften dient laut WVD dazu, die Lebensumstände von mittellosen Kindern und ihres Umfeldes zu verbessern, beispielsweise durch „medizinische Versorgung, Zugang zu Trinkwasser, Verbesserungen im Bereich der Bildung und Ernährung“.<ref>World Vision. Abgerufen am 29. Juni 2010.</ref> Der Verein führt mit diesen Finanzmitteln Entwicklungsprogramme in der Region durch, in der das Patenkind lebt, um dessen Entwicklung sinnvoll in die Weiterentwicklung seiner Umgebung einzubetten. Dazu baut die Organisation u. a. Brunnen, Schulen und Krankenstationen.<ref name="ixes">ixes AG news. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. November 2011; abgerufen am 29. Juni 2010.</ref>

Zur humanitären Arbeit des Vereins gehören die Vergabe von Mikrokrediten (seit 1993), die Friedensförderung und Gewaltprävention und die Entwicklung von Katastrophenwarnsystemen. Durch die Mikrokredite soll mittellosen Menschen mit unternehmerischem Talent zu Kapital verholfen werden, um ihre Selbstständigkeit zu erreichen. Um Benachteiligung durch traditionelle Rollenmuster auszugleichen, werden dabei Frauen stärker berücksichtigt.<ref name="Brockmann" />

Der Verein finanziert im Rahmen der Millennium-Entwicklungsziele, die Kindersterblichkeitsrate bis zum Jahr 2015 um zwei Drittel zu verringern in Sierra Leone in einem Gebiet mit 50.000 Menschen Erdnusspaste, Moskitonetze, Brunnen und Impfungen für Kinder.<ref>Johannes Dieterich: Friedhof der Kinder: Im westafrikanischen Sierra Leone stirbt jedes fünfte Kind noch vor seinem fünften Geburtstag – an Mangelernährung, Malaria oder Durchfall. In: Badische Zeitung, 13. Oktober 2010, S. 3.</ref>

Katastrophenhilfe

Der Verein beteiligt sich zusammen mit World Vision International und anderen World-Vision-Landesorganisationen am UNHCR-Projekt „Sphere“, um Mindeststandards der Katastrophenhilfe zu erarbeiten.<ref name="Sphere">Sphere Project: Humanitarian Charter and Minimum Stardards in Disaster Response. Oxfam, Oxford 2001, ISBN 0-85598-462-7, S. 294.</ref><ref>The Sphere Project – Humanitarian Charter and Minimum Standards in Disaster Response. (PDF) Steering Committee for Humanitarian Response (SCHR), 29. August 2001, abgerufen am 29. Juni 2010 (Abschnitt: International Committee of the Red Cross – Voice Members).</ref> Eine Schwerpunktregion ist seit dem Erdbeben vom 12. Januar 2010 Haiti.<ref>World Vision Deutschland: Haiti: Stand der Hilfe ein halbes Jahr nach der Erdbeben-Katastrophe. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Haiti: Wiederaufbau wird ein Marathon – Spenden ermöglichen verlässliche Hilfe und langfristige Perspektive. (Memento vom 25. Januar 2010 im Internet Archive)</ref>

WVD arbeitet in der Katastrophenhilfe im Rahmen der Aktion Deutschland Hilft eng mit seinen Kooperationspartnern zusammen.<ref>Review of Funding from the General Public in Germany for the Tsunami Relief Operations. (PDF) Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, S. 20, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. September 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.bmz.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Im Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe sprechen sich die Vertreter der insgesamt 19 beteiligten Nichtregierungsorganisationen, darunter auch WVD, im Krisenfall untereinander und mit der deutschen Regierung ab.<ref name="AKH">Arbeitsstab und Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe. Auswärtiges Amt, 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Dezember 2012; abgerufen am 1. September 2010.</ref>

Der Verein versorgt Menschen in Katastrophengebieten – etwa nach dem Tsunami vom 26. Dezember 2004, dem Erdbeben in Sumatra oder der Überschwemmungskatastrophe in Pakistan 2010 – mit Nothilfe-Paketen.<ref>Manuela Pfohl: Der Kampf gegen die Katastrophe. Stern, 1. Oktober 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. September 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.stern.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Ebenso werden Flüchtlinge in Kenia<ref>Kenia: Deutschland leistet humanitäre Hilfe. Auswärtiges Amt, 1. April 2008, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. September 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.auswaertiges-amt.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> und dem Sudan versorgt.<ref>Deutsche Botschaft Khartum: Nothilfe der Bundesregierung im Sudan. Auswärtiges Amt, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. September 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.khartum.diplo.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> In Japan unterstützt WVD nach dem Erdbeben und dem folgenden Tsunami vom 11. März 2011 das dort ansässige Büro finanziell, um Hilfsgüter wie Medikamente, Decken, Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs wie Windeln oder andere sanitäre Artikel kaufen zu können. Koordiniert wird die Hilfe mit dem lokalen Büro vor Ort und Aktion Deutschland Hilft.<ref>aktion-deutschland-hilft.de</ref>

Anwaltschaftsarbeit

„Unter Anwaltschaft versteht man in der Entwicklungszusammenarbeit den Versuch, in Entscheidungsprozessen im Norden – zum Beispiel in Deutschland oder der EU – Interessen der Menschen des Südens geltend zu machen. … Zu den Instrumenten dieser Anwaltschaft gehören nicht nur Lobby-Gespräche mit Politikern, sondern auch Kampagnen und die Aufklärung der Öffentlichkeit.“<ref>Anwaltschaft. Deutsche Welthungerhilfe, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Juni 2009; abgerufen am 8. September 2010.</ref> World Vision geht es in der Anwaltschaft vor allem um Menschenrechte, insbesondere die Verwirklichung von Kinderrechten, die Friedensförderung<ref>Lilli Banholzer und Alexandra Rohde: Der Zivile Friedensdienst: Einstiegsmöglichkeiten für HochschulabsolventInnen. (PDF) In: Tübinger Arbeitspapiere zur Internationalen Politik und Friedensforschung. Institut für Politikwissenschaft, Eberhard Karls Universität Tübingen, S. 5, 11, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. September 2010 (Nr. 54): „Andere im ZFD tätige Einrichtungen wie die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e. V. (AGEH), der internationale christliche Friedensdienst EIRENE e. V. oder die Nichtregierungsorganisation World Vision Deutschland e. V. leisten einen Bei-trag zur Ausbildung von Friedensfachkräften, indem sie Traineeprogramme und Freiwilligenprogramme unterhalten.“</ref>, das Thema HIV/Aids und Gesundheit sowie das Erreichen der Millenniumsentwicklungsziele.<ref>Unsere entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. WVD, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Februar 2010; abgerufen am 8. September 2010.</ref>

2018 forderte World Vision im Rahmen einer Petition die Bundesregierung auf, mehr Gelder für Bildung geflüchteter syrische Kinder zur Verfügung zu stellen. 2019 übergab World Vision eine Petition mit 18.750 Unterschriften an den Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, damit die Regierung Finanzmittel zur Verfügung stellt, um ehemaligen Kindersoldaten eine Zukunft zu geben.

Der deutsche Kinderpreis

Der deutsche Kinderpreis wird seit 2007 vom Kinderhilfswerk World Vision Deutschland<ref name="Klassenrat" /> mit Unterstützung durch Wayne Carpendale, Sophie Schütt, Susanne Uhlen, Birgit Schrowange, Marc Bator, Görtz, Landliebe und bellybutton seit 2008 jährlich verliehen.<ref>Wo in Deutschland gibt es vorbildhafte Projekte für Kinder? Bewerben Sie sich für den Deutschen Kinderpreis! World Vision Deutschland, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 29. Juni 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.worldvision.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Den Kinderpreis erhielten 2010 unter anderen ein Projekt für Kinderreporter, die Internet-Zeitung „sowieso“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Projekt für Kinderreporter bekommt Preis (Memento vom 14. November 2011 im Internet Archive), Hessische/Niedersächsische Allgemeine Zeitung vom 7. Juni 2010, abgerufen am 29. Juni 2010</ref>, die Offenbacher Kinder- und Jugendfarm in der Kategorie „Kinder bewegen Umwelt“<ref>Jugendfarm ausgezeichnet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. Juni 2010, S. 43.</ref>, die Rathenower Schülerfirma „Spassgalaxis“ in der Kategorie „Kinder bewegen Unternehmen“<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.maerkischeallgemeine.deRathenower Schülerfirma erhielt am Wochenende in Brühl den Kinderpreis. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive ) In: Märkische Allgemeine 7. Juni 2010.</ref>, der Verein „Schule machen ohne Gewalt“ (SMOG) für das Projekt „Klassenrat“<ref name="Klassenrat">Kinderhilfswerk ehrt Prävention. In: Hersfelder Zeitung. 8. Juni 2010, Lokalseite.</ref> und das Projekt „Hoffnungsliebe“ von Andrea Cruse in der Kategorie „Kinder bewegen Kultur“.<ref>Nina Dobratz Lehe: Aus Frust wird Kreativität. In: Nordsee-Zeitung. 23. Juni 2010, Lokalteil Nordholz-Langen.</ref>

Vorgänger dieses Preises war der im Jahr 2006 einmalig verliehene World Vision Journalistenpreis 2006 „Zukunft für Kinder“.<ref>World Vision-Journalistenpreis „Zukunft für Kinder“ in Berlin vergeben. World Vision Deutschland, 23. Mai 2006, abgerufen am 14. Juli 2010.</ref><ref>Weitere Quellen:

World Vision Kinderstudie

Das World Vision Institut für Forschung und Entwicklung erstellt seit 2007 die World Vision Kinderstudie aufgrund repräsentativer Befragungen von Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren. Die zweite Studie erschien 2010, die dritte 2013, die vierte 2018; weitere Studien sollen alle vier Jahre erscheinen. Die Studien veranschaulichen die Lebenssituationen, Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der Kinder in Deutschland<ref>Andrea Völkerling: Studien und Berichte zur (statistischen) Erfassung von Kinderarmut. In: Deutscher Bildungsserver. Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, abgerufen am 9. Juli 2010.</ref> und lehnen sich methodische an die ebenfalls unter Beteiligung von Hurrelmann erstellten Shell-Jugendstudien an, die seit 1953 herausgegeben werden und deren altersmäßiges Vorfeld sie beschreiben.

Bildungsarbeit

Seit 2002 engagiert sich die Organisation zunehmend im Bereich der entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit. Ziel dieser Arbeit ist es nicht nur, auf Not und ungerechte Strukturen in den armen Ländern aufmerksam zu machen, sondern Menschen hierzulande zur Reflexion über das eigene Verhalten anzuregen. Ein Beispiel für dieses Engagement ist eine Informationskampagne über die rund 15 Millionen durch HIV und AIDS verwaisten Kinder (vor allem) in Afrika (TROTZ AIDS-Kampagne). Ein weiteres Beispiel ist das Online-Spiel für Schüler „Ein Dorf entsteht“, das in Zusammenarbeit mit dem DG-Verlag und den Volks- und Raiffeisenbanken für die Klassenstufen 8–13 entwickelt wurde.<ref>Ein Dorf entsteht. Jugendstiftung Perspektiven, 1. Februar 2007, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. Oktober 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.jugendstiftung-perspektiven.org (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> World Vision klärt auch über Mikrofinanz dienstleistungen auf.<ref>Stärkung der Kleinbauern als Antwort auf die Nahrungsmittelkrise: Welche Rolle spielen Mikrofinanzdienstleistungen? Welternährungsprogramm, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. August 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/de.wfp.org (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

World Vision beteiligte sich an der weltweiten Aktion „Das Große Lesen“.<ref>Cornelia Funke und der Räuber Hotzenplotz und eure Geschichten in einem Buch: Weltweite Aktion „Das Große Lesen“. World Vision Deutschland, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 29. Juni 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.worldvision.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

World Vision Institut für Forschung und Entwicklung

WVI betreibt das World Vision Institut für Forschung und Entwicklung. Dort sollen Antworten auf die „großen globalen Fragen wie Armut, Ernährung, Energie, Bevölkerung und Klima“ gefunden werden.<ref>Willkommen beim World Vision Institut für Forschung und Entwicklung. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 29. Juni 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.worldvision-institut.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Hierzu gehören ein Mentoring-Programm für Studierende der Universität Mannheim, die World Vision Kinderstudie 2010 in Zusammenarbeit mit TNS Infratest Sozialforschung, eine Studie zum Schutz vor Genitalverstümmelung sowie die Betreuung von Studienarbeiten und Dissertationsprojekten.<ref>World Vision Deutschland: Laufende Projekte. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 29. Juni 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.worldvision-institut.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

WVD setzt auf Dialog statt auf Zwang und betreibt mehrere Kampagnen zu diesem Thema. Die TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung hält den Schutz weiblichen Patenkinder vor der Beschneidung nicht für ausreichend und fordert im Vorfeld von Hilfeleistungen vor Ort eine Garantie, dass dort keines der Mädchen beschnitten werde. WVD hält diesen Ansatz für falsch. Burkhard Wilke vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen meint dazu, man könne die Hilfsleistungen nicht immer gegeneinander abwägen. Es könne „fatale Folgen haben, ein Dorf nicht mehr zu versorgen, um politische Forderungen durchzusetzen“.<ref name="DW-World">Benjamin Hammer: Spenden mit Gefühl – World Vision wird 30. DW-World.de, 30. September 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. Juli 2010 (Redaktion: Silke Ballweg).@1@2Vorlage:Toter Link/www.dw-world.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Öffentlichkeitsarbeit

World Vision ist für seine Kampagnen sowohl ausgezeichnet als auch kritisiert worden. Die Organisation setzt in ihrer Öffentlichkeitsarbeit neben TV, Funk, Presse und Events auch sogenannte „World Vision-Botschafter“ als Multiplikatoren ein. Neben langfristiger Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe engagiert sich die Organisation im Bereich entwicklungspolitischer Lobbyarbeit, die der Verein als „Anwaltschaftsarbeit“ bezeichnet. Um dafür effektiv tätig zu sein, wurde im Jahr 2006 in der Hauptstadt das Berliner Büro eröffnet.<ref name="Appel260">Anja Appel: Strategieentwicklung als Balanceakt: Theorie und Praxis bei NGOs der Entwicklungszusammenarbeit. VS-Verlag 2009, ISBN 3-531-16348-5, S. 260.</ref>

In einer Spiegel-Reportage 1998 stellte World Vision heraus, dass professionell produzierte TV-Spots World Vision „den Durchbruch“ gebracht hätten, während der Markt für deutsche Hilfsorganisationen insgesamt immer härter werde. WVD werbe mit Emotionen, hieß es in dem Artikel. „Es geht auch um die Spender selbst. Um das gute Gefühl einer bestimmten Person zu helfen.“<ref>Susanne Koelbl, Dirk Meissner, Annette Siebeneck: Spenden: Das kalkulierte Mitgefühl. In: Der Spiegel. Nr. 52, 1998, S. 38–48, 40 (online).</ref>

Kritik kam 2003 und 2004 auf bezüglich der ARD-Fernsehserie Marienhof sowie zu Auslandsreportagen, die im Nachrichtensenders n-tv gesendet wurden. 2003 und 2004 zahlte eine PR-Agentur jeweils 15.300 Euro an die Bavaria Film, um Schleichwerbung für Kinderpatenschaften in der ARD-Fernsehserie Marienhof zu platzieren. World Vision bestritt, dass sie ein solches Vorgehen beauftragt oder bezahlt habe.<ref>Klaus Seitz: Werbung für Kinderpatenschaften in „Marienhof“. Zeitschrift Entwicklungspolitik, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Oktober 2009; abgerufen am 6. Dezember 2009 (19. Ausgabe 2005).</ref> 2005 bekräftigte die ARD-Clearingstelle gegen Schleichwerbung ihre Darstellung, nach der die Organisation ihre Botschaften in der Fernsehserie „Marienhof“ gegen Bezahlung unterbringen ließ. World Vision bestritt weiterhin, die Werbung in Auftrag gegeben zu haben.<ref>ARD bleibt dabei: World Vision war Kunde für Themen-Placement. In: epd medien Nr. 75. Evangelischer Pressedienst, 24. September 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Januar 2011; abgerufen am 27. Juli 2010.</ref>

Die Organisation hatte 2004 elf Auslandsreportagen kostenlos dem Nachrichtensender n-tv zur Verfügung gestellt.<ref name="drpr-spruch2004">DRPR-Spruch 2006/4: Hilfswerk World Vision und n-tv. Deutscher Rat für Public Relations, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Mai 2013; abgerufen am 6. Januar 2010.</ref> In den Filmen wurden die jeweiligen Hilfsprojekte von World Vision vorgestellt. Andere Hilfsorganisationen waren ähnlich vorgegangen.<ref>Hannah Pilarczyk: n-tv setzt eine gute Idee in den Sand: Peinliche Entwicklungshilfe. die tageszeitung, 23. Februar 2003, abgerufen am 10. Dezember 2009.</ref> Der Deutsche Journalisten-Verband forderte die Medienanstalt Berlin Brandenburg auf, die Vorgänge bei n-tv zu untersuchen.<ref>n-tv riskiert seine Unabhängigkeit. Deutscher Journalisten-Verband, 23. Februar 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Januar 2012; abgerufen am 27. Juli 2010 (Pressemitteilung).</ref> Der Deutsche Rat für Public Relations stellte in diesem Vorgang kein unzulässiges Verhalten fest, da „die Beiträge folgerichtig als gesponserte Placements kenntlich gemacht“ wurden, „indem der Zuschauer im Abspann auf die Unterstützung durch World Vision hingewiesen wurde.“<ref name="drpr-spruch2004" />

Organisation

Der im Jahr 1979<ref name="WVD-Geschichte" /> gegründete Verein hatte im Jahr 2020 insgesamt 195 Mitarbeiter und 34 Mitglieder.<ref name=":04">World Vision Deutschland: Jahresbericht 2020. (PDF) World Vision Deutschland, abgerufen am 5. Juni 2022.</ref> Der Verein hat neben der Mitgliederversammlung besondere Vertreter als Organe.<ref name="Appel251" /> Seit Januar 2010 berät ein Kuratorium das Präsidium.<ref>World Vision setzt Kuratorium ein. 26. Januar 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. Juli 2010 (Alternativlink).@1@2Vorlage:Toter Link/pressemitteilungen.epo.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Finanzierung

Der Verein finanziert sich vor allem aus Patenschaftsbeiträgen (38 %), Öffentlichen Mitteln (39,2 %), Spenden für sonstige Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und sonstige Spenden (12 %), sowie aus Einnahmen von Kooperationspartnern (9,8 %). Insgesamt wurden im Jahr 2020 134,3 Millionen Euro eingenommen.<ref name=":03">World Vision Deutschland: Jahresbericht 2020. (PDF) World Vision Deutschland, abgerufen am 5. Juni 2022.</ref> Die Spenden werden vor allem in Form von Spendenpatenschaften im Bereich Entwicklungszusammenarbeit eingenommen.<ref name="Patenstudie-392">Annette Scheunpflug: Die öffentliche Darstellung von Kinderpatenschaften : Eine kritische Bestandsaufnahme aus entwicklungspädagogischer Sicht. (PDF) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 10. Juni 2005, S. 39, abgerufen am 7. Juli 2010.</ref> Die Paten können ab einem Betrag von 30 Euro monatlich selbst entscheiden, mit welchem Betrag sie ein Kind unterstützen.<ref name="ixes2">ixes AG news. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. November 2011; abgerufen am 29. Juni 2010.</ref> Die Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit durch Patenschaften soll die Ausgaben für Werbung reduzieren, weil es sich um Dauerspenden handelt. Die Kosten für Werbung und Verwaltung werden als angemessen bewertet. Dafür wurde World Vision Deutschland das DZI-Spendensiegel vergeben. Der e. V. ist Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft.<ref name="ITZ2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.transparency.de (Memento vom 5. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2014</ref>

Bewertung der Finanzierung

Der Verein trägt seit dem Jahr 2003 das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).<ref>„Spenderberatung: Organisationen mit DZI Spenden-Siegel“. Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, Juli 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 21. November 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.dzi.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Peter Dietzel von Netz Bangladesch äußerte die Befürchtung, „die Kinder würden von den großen Organisationen instrumentalisiert“. World Vision Deutschland verteidigt solche Aktionen damit, selbst das DZI meine, es gehe nicht immer ohne Werbung, und habe der Organisation attestiert, ihr Marketing sei „seriös, ethisch akzeptabel […] und [werde] zu angemessenen Kosten durchgeführt“.<ref name="DW-World" />

Im Jahr 2009 erreichte der Verein den zweiten Platz beim Transparenzpreis, der von PricewaterhouseCoopers gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Rechnungslegung und Prüfung an der Georg-August-Universität Göttingen vergeben wird. Vorher hatte es zweifach den vierten Platz erreicht.<ref>PricewaterhouseCoopers: Verleihung des Transparenzpreis 2009. Der Preis gibt Auskunft über die „vorbildliche Arbeit einer Spendenorganisation und die Verwendung von Spendengeldern“. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 16. Januar 2010 im Internet Archive)</ref> Im Dezember 2014 wurde World Vision gemeinsam mit der Welthungerhilfe als transparenteste Organisation in Deutschland ausgezeichnet.<ref>Ranking der 50 Top-Spenden-Organisationen in Deutschland. In: Der Spiegel. Abgerufen am 9. Dezember 2014.</ref>

Patenschaften

Der Verein bietet Spendern – wie auch die anderen Landesbüros – ein Patenschaftsmodell an.<ref>Walter Sauer: SE Koloniale Afrika-Stereotype im 19. und 20. Jahrhundert. (PDF) Spenden.AT, S. 13, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. August 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.spenden.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Beim „Modell des integrierten Regionalprojekts“ werden regelmäßig gleichbleibende Beträge für ein Entwicklungshilfeprojekt gespendet. Dabei wird dem Spender exemplarisch der Kontakt zu einem Kind aus diesem Projekt vermittelt, von dem er immer wieder Post bekommt und das er auch besuchen kann.<ref name="Eurasien" /> Die Spende finanziert die Patenkinder, deren Familien sowie die Dorfgemeinschaften in einer geographisch definierten Region mit dem Ziel, sie, „langfristig unabhängig von fremder Hilfe werden zu lassen“.<ref>Wolfgang Eisert: Verschiedene Modelle von Kinderpatenschaften. In: Fundraising-Akademie: Fundraising: Handbuch für Grundlagen, Strategien und Methoden. Gabler Verlag, 2008, ISBN 3-8349-0820-7, ISBN 978-3-8349-0820-9, S. 339 ff.</ref>

Partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit

Das Patenschaftskonzept von World Vision International hat sich im Laufe der Geschichte der Organisation gewandelt. Das Modell entstand, als der Gründer von World Vision, Bob Pierce, „während des Korea-Krieges zwei traumatisierte[n], verwahrloste[n] Kinder[n]“, die zuvor vom Waisenhaus abgelehnt worden waren, die Unterbringung und Erziehung selbst finanzierte. Darauf aufbauend warb er „Paten“ hauptsächlich für solche Waisen, um ihnen die Heimunterbringung zu ermöglichen. Die Paten „spendeten jeden Monat einen bestimmten Betrag, um einzelnen Kinder[n] bessere Ernährung, medizinische Versorgung und Schulbildung zu ermöglichen“.<ref name="Eurasien">Andrea Jeska: Eine gerechtere Welt für einen Euro am Tag. In: Eurasisches Magazin. Eurasischer Verlag, 27. Mai 2004, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Januar 2012; abgerufen am 19. August 2010.</ref> Wurden anfangs vorwiegend Waisenheime und Schulen und später kleine Dorfentwicklungsprojekte gefördert, so werden heute großflächig angelegte Regionalentwicklungsprogramme durchgeführt, bei denen die Patenschaftsbeiträge zur Finanzierung von multisektoralen Hilfsmaßnahmen eingesetzt werden.<ref>Kurt Bangert: „Der Traum von einer besseren Welt“, S. 15–16.</ref> Die Patenschaft für ein Kind beinhaltet die Hilfe für sein soziales Umfeld. Diese reicht von Hygiene-, Gesundheits- und Ernährungsberatung sowie der Bereitstellung von Bildung sangeboten, über Einkommensförderung beispielsweise durch Kleinkredite bis hin zu Wohnungsbauhilfen und Rechtsberatung.<ref name="FB2002">Jahresbericht 2002. (PDF) World Vision, S. 9, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Dezember 2003; abgerufen am 29. Juli 2010.</ref> Jeder Pate finanziert mit der personengebundenen Spende anteilig übergreifende Projektprogramme mit. Je nachdem, welche Ziele für eine spezifische Projektregion vereinbart sind, gehören dazu der Bau von Wassersystemen, Umweltschutz, Straßenbau und Infrastrukturelle Maßnahmen sowie die damit verbundene Förderung des lokalen Handels und der Märkte. Ein Patenschaftsprojekt wird als Regional-Entwicklungsprojekt angelegt, umfasst meist kleine Dörfer oder Siedlungen und kann bis zu zehntausend Einwohner erreichen.<ref name="FB2002" /> Die Patenschaften ermöglichen eine längerfristige Entwicklungszusammenarbeit, da Patenkinder oft länger als zehn Jahre unterstützt werden. Anders ist dies bei Projekten, die von Geber-Institutionen, etwa der Europäischen Union oder dem Auswärtigen Amt, unterstützt werden. Die Förderung beschränkt sich dort größtenteils auf kürzere Zeiträume.<ref name="Eurasien" />

Früher wurde kritisiert, dass Gelder häufig nur das Patenkind erreichten und dies Neid bei denen erzeuge, die keine persönlichen Spender hätten. Heute werden laut Hammer von DW-World die Patengelder breiter gestreut und so ganze Schulklassen und Dörfer betreut.

Die Zeitschrift Finanztest hielt 2004 allgemein bei Organisationen, „die in erster Linie persönliche Kinderpatenschaften im Rahmen regionaler Entwicklungsprojekte fördern“, die Verwaltungskosten mit „bis zu einem Drittel“ der Gesamtausgaben für vergleichsweise hoch. Diese Organisationen trieben einen vergleichsweise hohen Aufwand zugunsten ihrer Spender, beispielsweise für Briefwechsel oder Besuche. Diese Mehrkosten seien für die Spender meist von untergeordneter Bedeutung.<ref>Gib uns dein Geld! In: Finanztest. 12/2004, S. 37–39.</ref> World Vision hat im Vergleich dazu nur Verwaltungskosten in Höhe von 10 % (2005) und 7,3 % (2004).<ref>Jahresbericht 2005. (PDF) World Vision Deutschland, 2006, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 18. Juli 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.worldvision.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Katalogartige Werbung in den 1980er Jahren

Werbung für Patenschaften stand ab Mitte der 1980er Jahre wiederholt in der Kritik. Diese richtete sich dabei unter anderem gegen die Hilfsform „Kinderpatenschaft“, die paternalistische und Kinder quantifizierende<ref name="Patenstudie-10">Annette Scheunpflug: Die öffentliche Darstellung von Kinderpatenschaften: Eine kritische Bestandsaufnahme aus entwicklungspädagogischer Sicht. (PDF) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 10. Juni 2005, S. 10, abgerufen am 7. Juli 2010.</ref> Züge trage. Es werde die Suggestion vermittelt, Spender könnten sich ein „Wunschkind“ auswählen. Dieser katalogähnliche, instrumentelle Zugang zu Kindern widerspreche dem Gedanken der Entwicklungszusammenarbeit, dass Hilfe unabhängig von der Individualität der Person allein aufgrund einer Notsituation oder von struktureller Ungleichheit zu gewähren sei.<ref name="Patenstudie-62">Annette Scheunpflug: Die öffentliche Darstellung von Kinderpatenschaften : Eine kritische Bestandsaufnahme aus entwicklungspädagogischer Sicht. (PDF) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 10. Juni 2005, S. 62, abgerufen am 7. Juli 2010.</ref>

World Vision Deutschland beendete 2004 diese Art der Werbung.<ref name="Patenstudie-11">Annette Scheunpflug: Die öffentliche Darstellung von Kinderpatenschaften : Eine kritische Bestandsaufnahme aus entwicklungspädagogischer Sicht. (PDF) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 10. Juni 2005, S. 11, abgerufen am 7. Juli 2010.</ref><ref name="Patenstudie-62" /> Scheunpflug vermerkte, dass World Vision inzwischen in „einer ausführlichen Informationsbroschüre […] Spender darüber informiert, wie die Photos und die Informationen über die Kinder gewonnen werden und in welcher Form die Eltern dabei einbezogen werden“. Dies sei für „die Transparenz am Spendermarkt“ ein hilfreiches Vorbild.<ref name="Patenstudie-12">Annette Scheunpflug: Die öffentliche Darstellung von Kinderpatenschaften : Eine kritische Bestandsaufnahme aus entwicklungspädagogischer Sicht. (PDF) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 10. Juni 2005, S. 12, abgerufen am 7. Juli 2010.</ref>

Beschneidung weiblicher Genitalien

Im Jahr 2009 wurde verschiedenen Patenschaftsorganisationen, darunter World Vision Deutschland, vorgehalten, nicht ausreichend darauf hinzuwirken, dass von ihnen betreute Patenmädchen vor der Beschneidung der Genitalien geschützt werden. Die Organisationen duldeten – so der Vorwurf –, dass hunderttausende von ihnen betreute Mädchen an den Genitalien verstümmelt würden.<ref name="welt20090818">Christina Brüning: Versehrte Schützlinge. In: Die Welt. 18. September 2009, abgerufen am 19. August 2010.</ref> Die Kampagnen forderten die Organisationen auf, ihre „Marktmacht“<ref name="welt20090818" /> geltend zu machen, damit die Unversehrtheit der Patenkinder durch regelmäßige Gesundheitskontrollen kontrolliert werde; dies müsste zur Bedingung für finanzielle Unterstützung erhoben werden.<ref name="welt20090818" />

Die Patenorganisationen verwarfen diesen Ansatz und leisteten stattdessen Aufklärungsarbeit, um der Beschneidung alternative Rituale gegenüberzustellen.<ref>Franziska Gruber: Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung. (PDF; 2,5 MB) Terre des femmes e. V., Oktober 2005, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. August 2010 (Im Auftrag von Feleknas Uca, Mitglied des Europäischen Parlaments).@1@2Vorlage:Toter Link/frauenrechte.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Welcher dieser Ansätze wirksamer ist, ist unklar, da keine vergleichenden medizinischen Untersuchungen vorliegen.<ref>W&V, Artikel Kampagne gegen Genitalverstümmelung gestartet, 18. September 2009</ref><ref name="welt20090818" />

Mitgliedschaften, Arbeitsbeziehungen und Netzwerke

World Vision Deutschland ist ein Partner von World Vision International.<ref name="Appel255">Anja Appel: Strategieentwicklung als Balanceakt: Theorie und Praxis bei NGOs der Entwicklungszusammenarbeit. VS-Verlag 2009, ISBN 3-531-16348-5, S. 255.</ref> WVI geht „von einer Gleichheit der Akteuere innerhalb der WV-Partnerschaft“ in Bezug auf die Entwicklungszusammenarbeit aus, bei der eine internationale Abstimmung bezüglich Themen und Politik vorgenommen wird.<ref name="Appel261">Anja Appel: Strategieentwicklung als Balanceakt: Theorie und Praxis bei NGOs der Entwicklungszusammenarbeit. VS-Verlag 2009, ISBN 3-531-16348-5, S. 261. Dabei wurde beispielsweise allgemein festgelegt, dass die Stellen für „Anwaltschaftsarbeit“ (Lobby) mehr auf die Südhalbkugel verlagert werden sollen, was aber für Deutschland nicht gelte, weil dort dieser Zweig erst aufgebaut werden soll.</ref>

Der Verein ist Mitglied im Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amtes,<ref>Arbeitsstab und Koordinierungsausschuss Humanitäre Hilfe, Auswärtiges Amt, abgerufen am 29. Juni 2010</ref> im Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO)<ref>VENRO Mitgliederliste, abgerufen am 29. Juni 2010</ref> und Mitglied im Deutschen Spendenrat.<ref>Mitglieder des Deutschen Spendenrates e. V., abgerufen am 29. Juni 2010.</ref> Um die humanitäre Hilfe bei Katastrophen mit anderen Organisationen zu koordinieren, ist World Vision Deutschland auch Mitglied bei Aktion Deutschland Hilft.<ref>Aktion Deutschland Hilft – Das Bündnis der Hilfsorganisationen, abgerufen am 29. Juni 2010.</ref> Weitere Mitgliedschaften bestehen beim Aktionsbündnis gegen AIDS,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Organisationen im Aktionsbündnis gegen AIDS (Memento vom 19. Dezember 2010 im Internet Archive), Website Aktionsbündnis gegen AIDS, abgerufen am 29. Juni 2010.</ref> beim Bund Katholischer Unternehmer, beim Deutschen Bündnis Kindersoldaten,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitglieder des „Deutschen Bündnis Kindersoldaten“ (Memento vom 25. März 2010 im Internet Archive), abgerufen am 29. Juni 2010</ref> bei der Aktion Gemeinsam für Afrika,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Partner & Sponsoren der Aktion GEMEINSAM FÜR AFRIKA (Memento vom 1. Juli 2010 im Internet Archive), abgerufen am 29. Juni 2010.</ref> bei der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung<ref>Teilhabende Organisationen der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, abgerufen am 29. Juni 2010.</ref>, bei VOICE (Voluntary Organisations in Cooperation in Emergencies),<ref>Liste der NGO Mitglieder von VOICE, abgerufen am 29. Juni 2010.</ref> sowie bis zu deren Auflösung 2008 bei EuronAid.<ref name="Appel256">Anja Appel: Strategieentwicklung als Balanceakt: Theorie und Praxis bei NGOs der Entwicklungszusammenarbeit. VS-Verlag 2009, ISBN 3-531-16348-5, S. 256.</ref> Die deutsche Sektion des Hilfswerkes ist auch Mitgliedsorganisation des linken globalisierungskritischen Netzwerkes attac.<ref>Homepage des attac-Netzwerkes; eingesehen am 17. Mai 2010.</ref> Des Weiteren ist der Verein Mitglied im Netzwerk Integra (Deutsches Netzwerk gegen weibliche Genitalverstümmelung)<ref>Akteure bei Integra. Integra: Deutsches Netzwerk gegen weibliche Genitalverstümmelung, 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. Oktober 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.netzwerk-integra.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> und bei der Global Campaign for Education (Deutsche Sektion der Globalen Bildungskampagne).<ref>bildungskampagne.org</ref> World Vision Deutschland e. V. ist einer der Unterzeichner der Initiative Transparente Zivilgesellschaft von Transparency International Deutschland e. V.<ref name="ITZ"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.transparency.de (Memento vom 5. September 2017 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2014</ref>

Publikationen

Periodika

Der Verein publiziert jährlich seinen Jahresbericht, der online eingesehen werden kann.<ref name=":32">Unsere Veröffentlichungen im Überblick | World Vision. Abgerufen am 5. Juni 2022.</ref> Daneben werden das Spendermagazin Hilfe Direkt (seit 1983) und durch das World Vision Institut die Reihe Theorie und Praxis herausgegeben.<ref>Publikationen – Institut. World Vision Deutschland, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Juni 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.worldvision.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Seit 2019 erscheint das jährliche Magazin „World Vision Philanthropie“, das einen Überblick über die Arbeit der vergangenen zwölf Monate bietet.<ref name=":3">Unsere Veröffentlichungen im Überblick. World Vision, abgerufen am 5. Juni 2022.</ref>

Bücher

  • Klaus Hurrelmann, Sabine Andresen et al.: Kinder in Deutschland 2007 – 1. World Vision Kinderstudie. Herausgeber: World Vision Deutschland, Fischer, Frankfurt/Main, 2007, ISBN 978-3-89331-841-4 (im Nachdruck kostenlos über die Bundeszentrale für politische Bildung zu beziehen)
  • Klaus Hurrelmann, Sabine Andresen et al.: Kinder in Deutschland 2010 – 2. World Vision Kinderstudie. Herausgeber: World Vision Institut, Fischer, Frankfurt/Main, 2010, ISBN 978-3-596-18640-2
  • Klaus Hurrelmann, Sabine Andresen et al.: Kinder in Deutschland 2013 – 3. World Vision Kinderstudie. Herausgeber: World Vision Institut, Beltz, Frankfurt/Main, 2013, ISBN 978-3-407-85950-1
  • Sabine Andresen, Sascha Neumann et al.: Kinder in Deutschland 2018 – 4. World Vision Kinderstudie. Herausgeber: World Vision Institut, Beltz, Frankfurt/Main, 2018, ISBN 978-3-407-29561-3
  • Kurt Bangert, Thomas Schirrmacher (Hrsg.): HIV und AIDS als christliche Herausforderung. erarbeitet von World Vision Deutschland im Auftr. von Idea (Idea-Dokumentation)
    • Band 1 Grundsätzliche Erwägungen. Verlag für Kultur und Wiss., Bonn 2008, ISBN 978-3-938116-44-9.
    • Band 2 Aus der praktischen Arbeit. Verlag für Kultur und Wiss., Bonn 2008, ISBN 978-3-938116-45-6.

Sonstiges

In den Jahren 1997 bis 2008 publizierte World Vision Deutschland Bausteine zur Selbsthilfe …: Berichte aus unseren Patenschaftsprojekten.<ref>ZDB-Katalog – Baustein zur Selbsthilfe… Abgerufen am 5. Juni 2022.</ref>

Bis 2014 gab das World Vision Institut die wissenschaftliche Reihe Soziale Innovationen heraus, zu Themen rund um soziales Unternehmertum.<ref name=":4">Publikationen – Institut. World Vision Deutschland, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Februar 2010; abgerufen am 30. Juni 2010.</ref>

World Vision Deutschland gab 2009 unter dem Titel Gesunde Kinder weltweit eine Übersetzung der Studie Child Health Now heraus.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gesunde Kinder weltweit. (Memento vom 3. Dezember 2010 im Internet Archive) (PDF; 3,2 MB) eine Übersetzung der Studie @1@2Vorlage:Toter Link/childhealthnow.comChild Health Now. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF) von Regina Keith et al.</ref>

Literatur über World Vision Deutschland

  • Anja Appel: World Vision Deutschland e. V. In: Strategieentwicklung bei NGOs in der Entwicklungszusammenarbeit. VS, Verl. für Sozialwiss., Wiesbaden 2009, ISBN 3-531-16348-5, S. 251 ff.
  • Kurt Bangert: Der Traum von einer besseren Welt. Warum die Bekämpfung der Armut neue Wege gehen muss. Praxis und Perspektiven eines Hilfswerks. Johannis Verlag, Lahr, 2006, ISBN 3-501-01538-0.
  • Günther Bitzer: Christliche Grundwerte und ihre Bedeutung für die Armutsbekämpfung. In: EINS – Entwicklungspolitik Information Nord-Süd, 7–8 (2006), S. 52–54.
  • Annette Scheunpflug: Die öffentliche Darstellung von Kinderpatenschaften: Eine kritische Bestandsaufnahme aus entwicklungspädagogischer Sicht. (PDF) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 10. Juni 2005, abgerufen am 7. Juli 2010 (insbesondere S. 37 ff.).
  • Christoph Waffenschmidt, Kathrin Sommer: Strategieentwicklung bei internationalen Non-Profit-Organisationen am Beispiel von World Vision: Global und partnerschaftlich stark für Kinder. In: Strategisches Management humanitärer NGOs. Springer Verlag, Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-55748-8, S. 65 ff.

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="refs_evangelikal_und_evangelical.02"> In: World Vision International In: Randall Balmer: Encyclopedia of Evangelicalism, 2. Auflage, Waco, Texas 2004, Baylor University Press, ISBN 1-932792-04-X, „World Vision International is the largest and most well-known evangelical relief organization.“

</ref> <ref name="Appel251"> Anja Appel: Strategieentwicklung als Balanceakt: Theorie und Praxis bei NGOs der Entwicklungszusammenarbeit. VS-Verlag 2009, ISBN 3-531-16348-5, S. 251. </ref> </references>

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