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Liberaler Mittelstand

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Februar 2026 um 10:58 Uhr durch imported>Thüringer (Innere Struktur: Kemmerich trat schon drei Tage nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten zurück).
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Liberaler Mittelstand
Logo
150
Basisdaten
Art Vorfeldorganisation
Ausrichtung Ordoliberalismus
Vorsitzende Angelika Hießerich-Peter
Struktur
Mitglieder ca. 1.000
(Stand: 2024)
Gliederung 14 Landesverbände
Adressen
Adresse Reinhardtstraße 14

10117 Berlin

Website www.liberaler-mittelstand.de

Liberaler Mittelstand e. V. – Bundesvereinigung (LiM) ist eine organisatorisch und finanziell unabhängige Vorfeldorganisation der FDP. Sie vertritt die Interessen der unternehmerischen Wirtschaft gegenüber der Partei und will deren Wirtschaftspolitik nach liberalen Grundsätzen mitgestalten.

Der Verband finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Sponsoring.<ref name=":0">Christina Deckwirth: Rechtswidrig: Auch bei der FDP sitzt ein Lobbyverband im Vorstand. 26. März 2022, abgerufen am 15. August 2024.</ref> Er ist seit 2022 im Lobbyregister des Deutschen Bundestages eingetragen.<ref>Lobbyregistereintrag "Liberaler Mittelstand e. V. – Bundesvereinigung". Abgerufen am 15. August 2024.</ref>

Innere Struktur

Der eingetragene Verein ist in 14 Landesverbänden organisiert. Die Landesverbände bestehen ihrerseits aus Regionalverbänden. Der Liberale Mittelstand hat ca. 970 Mitglieder<ref>Lobbyregistereintrag "Liberaler Mittelstand e. V. – Bundesvereinigung". Abgerufen am 15. August 2024.</ref>. Seit 2022 wirbt der Verband auch große Wirtschaftslobbyverbände als Mitglieder und Kooperationspartner an. Dazu zählen u. a. der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie, der Bundesverband Automatenunternehmer e. V. und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft.

Zu den Politikern unter den Mitgliedern zählen neben zahlreichen amtierenden und ehemaligen Europaabgeordneten und Bundestagsabgeordneten auch der ehemalige Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Rainer Brüderle, der ehemalige Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und ehemalige Bundesvorsitzende der FDP Philipp Rösler sowie die ehemaligen Landeswirtschaftsminister Jörg Bode,<ref>S. 2.</ref> Sven Morlok und Martin Zeil und der kurzzeitige Ministerpräsident von Thüringen, Thomas Kemmerich.<ref>Liberaler Mittelstand: Kemmerich gibt seinen Vorsitz beim Liberalen Mittelstand ab, wiwo.de, 14. Mai 2020.</ref><ref>Liberaler Mittelstand fordert Rücktritt von Philipp Rösler, wiwo.de, 12. Januar 2013.</ref>

Geschichte

Der Verein wurde 1984 durch den damaligen Bundestagsabgeordneten Josef Grünbeck als Vereinigung Liberaler Mittelstandspolitik in Bayern gegründet, deren Ehrenvorsitzender er war.<ref>Biografie Josef Grünbeck. Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 5. März 2025.</ref> Ab März 1996 trat der Verband als Liberale Initiative Mittelstand auf.<ref>Eine neue Heimat für den Mittelstand, welt.de, 17. Mai 1996.</ref> Seit November 2004 gilt die Bezeichnung „Bundesvereinigung Liberaler Mittelstand e. V.“.

Kritik

Lobbycontrol kritisierte 2022 scharf, dass der Wirtschaftsinteressenverband ein ständiges Gastrecht im FDP-Bundesvorstand hat, obwohl es sich um einen parteiexternen Interessensverband handelt.<ref name=":0" /> Laut Expertenmeinung ist dieser Umstand rechtswidrig.

Lobbycontrol zog Parallelen zur Lobbyorganisation Wirtschaftsrat der CDU. Problematisch ist laut der Organisation, dass der Liberale Mittelstand auf seiner Webseite damit wirbt, dass seine Mitglieder „frühzeitig Informationen über wirtschaftspolitische Weichenstellungen durch unsere Mitglieder in den Parlamenten“ bekämen.<ref name=":0" /> Auch seien großen Konzerne und Lobbyverbände Mitglied, was den Bezug auf den „Mittelstand“ im Namen des Verbands damit zunehmend irreführend mache.<ref name=":0" /> Lobbycontrol forderte vom damaligen FDP-Vorsitzenden Christian Lindner den mutmaßlichen Rechtsbruch in seinem Parteivorstand dringend zu beheben.<ref name=":0" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />