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Kim Dotcom

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Datei:Kim Dotcom-2.jpg
Kim Dotcom (2014)

Kim Dotcom (* 21. Januar 1974 in Kiel als Kim Schmitz) ist ein in Neuseeland ansässiger Internetunternehmer mit deutscher und finnischer Staatsbürgerschaft. Er ist Gründer der Sharehoster-Dienste Megaupload und Mega. Dotcom trat zuerst als Black-Hat-Hacker an die Öffentlichkeit, was ihm rechtskräftige Verurteilungen einbrachte. Seit 2012 ermittelt das FBI wegen mutmaßlicher Verletzungen des US-amerikanischen Copyright-Law im Zusammenhang mit Megaupload.

Biographie

Werdegang

Kim Schmitz wurde in Kiel geboren. Sein Vater war Kapitän auf der MS Deutschland; seine Mutter arbeitete als Köchin und stammt aus der westfinnischen Stadt Turku.<ref>Portrait: Kim Schmitz, die große Nummer. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 21. Januar 2023]).</ref><ref>Anssi Miettinen, Laura Halminen: Kim Dotcom – The biggest baby on the planet. In: Helsinki Times. 12. Dezember 2013, abgerufen am 20. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="telegraph-2012-03-19">Shane Richmond: Kim Dotcom court order ‚null and void‘. In: The Telegraph. 19. März 2012, abgerufen am 20. Januar 2023 (englisch).</ref> Schmitz wuchs in Kiel-Mettenhof auf und besuchte die Heinrich-Harms-Hauptschule in Plön.<ref>Ricarda Stiller: Porträt von Kim Schmitz: Eine Art Ein-Mann-Dschungelcamp. Artikel vom 26. Januar 2012 im Portal stuttgarter-zeitung.de, abgerufen am 13. März 2023</ref> Nach eigenen Angaben war seine Kindheit durch die Alkoholkrankheit seines Vaters geprägt.<ref>dpa-Meldung zu seiner Biografie, unter anderem zitiert bei heise.de</ref>

Schmitz trat Mitte der 1990er Jahre zum ersten Mal unter dem Pseudonym Kimble als Computer-Hacker an die Öffentlichkeit. Für großes Aufsehen sorgte seine Demonstration des Blue-Box-Verfahrens in der Fernsehsendung Plusminus. Er war Mitglied der damals florierenden Mailbox-Szene mit seinen Mailboxen Beverly Hills BBS und House of Coolness BBS, in denen unter anderem Warez gehandelt wurden. Er soll die Nachrichten der Nutzer seiner Box mitgeschnitten haben und auf diese Weise von Hackern Insiderinformationen über Schwachstellen im Telefonsystem und in der Software erfahren haben.<ref name="hackertales">Denis Moschitto, Evrim Sen: Hackertales. Social Media Verlag, 2010, ISBN 3-941835-01-7 (Kapitel Kimble auch online auf digitalwelt.org)</ref> Bezahlen ließ er sich unter anderem mit gestohlenen Calling-Card-Daten, die er weiterverkaufte.<ref name="hackertales" /> Später betrieb er eine Partyline, die sich zum Forum von Phreakern entwickelte und in der er wiederum durch Mithören aktuelle Informationen sammelte.<ref name="hackertales" />

Datei:Kim Schmitz cropped and edited.jpg
Kim Schmitz, Foto von Andreas Bohnenstengel (1996)

Schmitz begann aufgrund dieser Informationen mit der Herstellung von Magnetkarten mit gefälschten Zahlungsinformationen. Bei einer Hausdurchsuchung wegen des Verdachts von Schwarzkopien in den Mailboxen wurden bei ihm „Hunderte von gefälschten Kredit- und Telefonkarten“ gefunden.<ref name="hackertales2">Moschitto, Sen: Hackertales. Kapitel Kimble 2. Teil <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online (Memento vom 2. Februar 2012 im Internet Archive)</ref> Schmitz wechselte unter dem Druck der strafrechtlichen Ermittlungen die Seiten und gab Informationen über die Raubkopien- und Kreditkartenszene an Ermittler weiter. Er arbeitete in der Folge für den Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth und lieferte diesem als „Testbesteller“ Informationen über Raubkopien.<ref>Evrim Sen: Ein arroganter, übergewichtiger und reicher Deutscher vor einer konservativen Jury aus Virginia? Telepolis, 11. Februar 2012.</ref> Diese Tätigkeit wurde im Prozess zu seinen Gunsten anerkannt, sodass er 1994 wegen Betrugs, Computerbetrugs, gewerbsmäßiger Bandenhehlerei und Missbrauchs von Titeln zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt wurde.<ref>LG München I, Az. 6 KLs 315 Js 18225/94</ref><ref name="urteil-1994-reprint">Verurteilung wegen Computerbetruges, Az.: 6 KLs 315 Js 18225/94</ref>

Nach Aussagen von Schmitz bekam er von einem Bekannten aus der Szene Hinweise auf eine Schwachstelle im GSM-System von Deutsche Telekom Mobil D-1 (heute Telekom Deutschland GmbH). Im Gegenzug für Stillschweigen erhielt er einen Beratervertrag bei DeTeMobil.<ref name="hackertales2" /> Mit den Erlösen aus dem Beratervertrag gründete Schmitz in München die Firma Data Protect Consulting GmbH,<ref>Amtsgericht München, HRB 126690 – Löschung am 19. Oktober 2009</ref> die er schließlich zu 80 Prozent an den TÜV Rheinland verkaufte. Schmitz behielt 20 Prozent der Anteile. Die GmbH meldete 2001 Insolvenz an.<ref>Amtsgericht München, Az. 1501 IN 1804 01</ref> In einem Interview 2001 behauptete er, Systeme der Citibank gehackt und 20 Millionen US-Dollar an Greenpeace überwiesen zu haben, was Greenpeace unter Verweis auf seine Rechnungsberichte bestritt.<ref name="wired" />

Insidergeschäfte

Im Jahr 2001 erklärte Schmitz, dem kränkelnden Unternehmen letsbuyit.com mit 50 Millionen Euro wieder auf die Beine zu helfen.<ref>spiegel.de: Haftstrafe für Schmitz?</ref> Diese Zahlung sollte über die frisch gegründete Risikokapitalgesellschaft Kimvestor AG<ref>Amtsgericht München, HRB 136355 – Löschung am 14. Januar 2003</ref> erfolgen. Die Gesellschaft sorgte für Skandale durch mutmaßlich fehlende Rechtsfähigkeit, unvollständige Informationsprospekte für die Aktionäre, Aktien durchweg ohne Stimmrecht, einmal zu- und einmal absagende Aufsichtsräte sowie zweifelhafte Liquidität.<ref>Kimble, Kimvestor und die Pleite – Gerüchte und Dementis. In: heise online. 25. Oktober 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Oktober 2004; abgerufen am 23. August 2013.</ref> Die angekündigte Investition wurde nie getätigt. Da der Kurs bereits einen Tag vor Bekanntgabe der Zwischenfinanzierung hochgeschnellt war, nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Insiderhandels auf. In dieser Zeit fiel er auch durch verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen auf. So setzte er beispielsweise ein Kopfgeld auf Osama bin Laden aus<ref>Kopfgeld auf Osama Bin Laden. Heise Online, 15. September 2001.</ref> und behauptete, mit dem FBI zusammenzuarbeiten. Die von ihm gegründete Organisation Young Intelligent Hackers Against Terrorism (Yihat), die in terroristisch genutzte Netze und Rechner eindringen sollte, konnte keine Erfolge vermelden. Stattdessen wurde die Website der Gruppe selbst von anderen Hackern mehrfach manipuliert.<ref>Cyber Protests Related to the War on Terrorism: The Current Threat. (PDF) Air University, November 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Januar 2012; abgerufen am 17. Dezember 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Januar 2002 floh er in die thailändische Hauptstadt Bangkok und errichtete eine neue Webseite, die als Suizid-Ankündigung verstanden werden konnte. Stattdessen präsentierte er sich am angegebenen Datum als King Kimble the First, Ruler of the Kimpire („König Kimble der Erste, Herrscher des Kimperiums“).<ref name="wired" /> Am 18. Januar 2002 wurde er in Thailand festgenommen<ref>Alexander Jung, Christoph Pauly: Knast-Kost für Kimble. Der Spiegel 4/2002, S. 100f.</ref> und mit seiner Zustimmung an Deutschland ausgeliefert. Er wurde am 27. Mai 2002 vom Amtsgericht München wegen Insiderhandels zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe zur Bewährung und 100.000 Euro Geldstrafe verurteilt.<ref>Hintergrund: Wer ist eigentlich Kim Dotcom?, Netzwelt, 25. Januar 2012, abgerufen am 23. Februar 2012.</ref><ref>Az. 1124 Ls 302 Js 50240/01</ref> Das Gericht befand Schmitz für schuldig, über Insidergeschäfte mit Aktien der Firma letsbuyit.com N.V. etwa eine Million Euro Gewinn erzielt zu haben.<ref>Schnelles Ende im neuen Kimble-Prozess. In: Heise online. 11. November 2003, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Mai 2009; abgerufen am 6. November 2011.</ref>

Nach seiner Verurteilung zog Schmitz nach Hongkong<ref name="wired">Sean Gallagher: The Fast, Fabulous, Allegedly Fraudulent Life of Megaupload’s Kim Dotcom. In: Wired, 26. Januar 2012.</ref> und kündigte verschiedene neue Geschäfte an, darunter die Firma Trendax Inc., die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz garantierte Börsengewinne erwirtschaften sollte.<ref>Tom Hillenbrand: Börsen-Start-up: Dr. Kimbles elektrischer Hedge Fonds, Spiegel Online, 16. April 2003.</ref> Weiterhin erweckte sein Lebensstil die Aufmerksamkeit der Medien. Ende 2004 plante Schmitz eine siebentägige Straßenrallye namens Ultimate Rally für 2006,<ref name="register">John Leyden: Kimble plans ‚Ultimate Rally‘. theregister.co.uk, 30. September 2004, abgerufen am 20. Dezember 2011.</ref> die aber nie stattfand. Anfang 2007 wurden die Web-Auftritte von Schmitz’ bisherigen Projekten, wie z. B. Kimpire und Trendax, sowie seine Website kimble.org aus dem Web entfernt. Ende 2007 erschienen Berichte, die ihn mit dem Sharehoster Megaupload in Verbindung brachten.<ref>Janko Röttgers: Die stille Rückkehr des Dotcom-Phantoms. focus.de, 15. November 2007, abgerufen am 19. Dezember 2011.</ref> Schmitz bot dem Szeneportal gulli.com Geld in Form einer Werbebuchung an, damit diese Verbindung nicht veröffentlicht werde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. gulli.com, 20. September 2007</ref>

Kim Dotcom in Neuseeland

Im Februar 2010 schloss Schmitz einen Mietvertrag für das Chrisco Mansion<ref>Hebel: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />New Zealand’s Largest Home (Memento vom 29. Januar 2012 im Internet Archive), 23. Januar 2012</ref> in Coatesville mit der Option ab, dieses als teuerste Privatimmobilie Neuseelands geltende Anwesen im Wert von 15 Millionen Euro später zu erwerben.<ref>Multi-millionaire hacker buys Chrisco mansion. NZ Herald, 14. Februar 2010</ref> Seitdem tritt Kim Schmitz als Kim Dotcom auf.<ref name="dfisher">David Fisher: Flamboyant former hacker to settle in NZ. NZherald.co.nz, 12. Juli 2011</ref> Laut einem Artikel des Magazins Investigate vom April 2010 ist Dotcom in den Firmenarchiven von Hongkong unter dem Namen Kim Tim Jim Vestor verzeichnet. Angeblich fungiere er als Geschäftsführer von unter anderem Megaupload Ltd. und Megarotic Ltd.<ref>Mr Big Does Chrisco. In: Magazin Investigate, April 2010</ref> Als Mitbegründer von Megaupload wurde Dotcom 2011 wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen von dem Unternehmen Perfect 10, das im Bereich urheberrechtlich geschützter erotischer Werke und Medien tätig ist, auf 5 Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagt.<ref>Klage gegen Megaupload: „Kimble“ vor Gericht. Heise, 5. August 2011; abgerufen am 25. Januar 2012</ref><ref>über das Ergebnis der Gerichtsentscheidung. Free Court Dockets; abgerufen am 28. Juni 2011.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Perfect10 alleges Copyright Infringement against Megaupload Limited (Memento vom 28. Juni 2011 im Internet Archive) Free Court Dockets (englisch); abgerufen am 28. Juni 2011.</ref> Das Verfahren endete mit einem Vergleich in unbekannter Höhe.<ref>Megaupload legt Copyright-Rechtsstreit mit Vergleich bei. In: Heise online. 4. November 2011, abgerufen am 6. November 2011.</ref>

Im Juni 2010 beantragte Kim Dotcom eine Aufenthaltsgenehmigung für Neuseeland.<ref name="fisher2014">David Fisher: Immigration NZ: Kim Dotcom deportation an option. The New Zealand Herald, 30. Oktober 2014</ref> In einem Online-Interview mit dem New Zealand Herald erklärte er, die neuseeländische Einwanderungsbehörde habe sich unter Abwägung seiner diversen Straftaten und geplanten Geschäftsinvestitionen für die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung entschieden.<ref>New Zealand Herald: Flamboyant former hacker to settle in NZ</ref> Der Erwerb mehrerer Immobilien wurde ihm allerdings durch das neuseeländische Overseas Investment Office versagt.<ref>Land Information New Zealand (LINZ)</ref><ref>Ministers slam door on web tycoon. New Zealand Herald.</ref> Einen Monat nach Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung gaben Dotcoms Anwälte bekannt, dass er in Hongkong wegen Verstößen beim Börsenhandel angeklagt sei. Da dies bei dem Antrag nicht angegeben worden war, prüfte die neuseeländische Einwanderungsbehörde eine Abschiebung Dotcoms, entschied sich schließlich jedoch dagegen.<ref name="fisher2014" /> Im Oktober 2014 wurde bekannt, dass Dotcom beim Stellen des Aufenthaltsantrags auch eine Verurteilung in Neuseeland aus dem Jahr 2009 wegen gefährlichen Fahrens (Überschreiten des Tempolimits um 99 km/h) verschwiegen hatte. Die Behörden prüften erneut eine mögliche Ausweisung.<ref name="fisher2014" /><ref>David Fischer: Kim Dotcom’s fate in the hands of Immigration Minister. The New Zealand Herald, 16. April 2015</ref>

Überwachung durch die NSA

Die Nationale Sicherheitsbehörde (NSA) überwachte Kim Schmitz vom 16. Dezember 2011 bis zum 22. März 2012. Der frühere neuseeländische Premierminister John Key hatte allerdings vorher nur rund einen Monat Überwachungszeit eingestanden. Damit überwachte die NSA Schmitz rund zwei Monate illegal.<ref>heise online: NSA überwachte Kim Dotcom illegal. Abgerufen am 6. August 2017.</ref> Die Aktion wurde in Akten des neuseeländischen Geheimdienstes Büro für Staatskommunikationssicherheit dokumentiert, die dem New Zealand Herald vorlagen.<ref>David Fisher Senior writer: GCSB ‘had no idea’ spy gear was still targeting Kim Dotcom. 1. August 2017, abgerufen am 6. August 2017.</ref>

Ermittlungen durch das FBI und Auslieferung an die USA

Am 19. Januar 2012 wurde Dotcom im Zusammenhang mit einer Razzia auf seinem Anwesen zusammen mit drei weiteren Personen in Neuseeland verhaftet. Die Razzia wurde später für illegal erklärt (s. u.). Gegen Dotcom wurden wegen mutmaßlicher Copyright-Verletzungen im Zusammenhang mit Megaupload ein Haftbefehl aus den Vereinigten Staaten und ein Auslieferungsbegehren des FBI eröffnet.<ref>Megaupload’s Kim Dotcom tells New Zealand court he is innocent. In: National Post. Postmedia Network, 22. Januar 2012, abgerufen am 18. März 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Megaupload soll den Inhabern der Urheberrechte einen Schaden von mehr als 500 Millionen Dollar zugefügt haben.<ref>Megaupload-Gründer – Kim Dotcom „Dotcom“ gegen Kaution freigelassen. In: Hamburger Abendblatt. 23. Februar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Oktober 2013; abgerufen am 18. März 2012.</ref> Bei einer Verurteilung in den USA drohen Dotcom Haftstrafen bis zu 20 Jahren. Zwei Versuche, die Untersuchungshaft gegen Kaution zu verlassen, wurden mit dem Hinweis, es bestehe eine zu hohe Fluchtgefahr, abgelehnt.<ref>Justice Department Charges Leaders of Megaupload with Widespread Online Copyright Infringement. In: The United States Department of Justice. Justizministerium der Vereinigten Staaten, 19. Januar 2012, abgerufen am 18. März 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Alle Mega-Dienste wurden abgeschaltet.<ref>Kritsanarat Khunkham: Internet-Schwergewicht: Kim Dotcom alias Kimble alias Dotcom alias Dr. Evil. In: Welt Online. 20. Januar 2012, abgerufen am 18. März 2012.</ref>

Am 22. Februar 2012 gewährte ein neuseeländischer Richter Kim Dotcom die Freilassung gegen Kaution, da ohnehin das gesamte Dotcom-Vermögen (ca. 175 Millionen US-Dollar)<ref>Stuff.co.nz</ref> beschlagnahmt wurde und wegen seiner Familie keine Fluchtgefahr bestehe.<ref>Gegen Kaution – Megaupload-Chef Dotcom aus U-Haft entlassen. Süddeutsche Zeitung, 22. Februar 2012</ref> Im März erhöhte ein neuseeländischer Richter den Unterhalt, den Dotcom monatlich aus seinem Vermögen erhält, auf 60.000 Neuseeland-Dollar (damals ca. 37.000 Euro). Zudem erhielt Dotcom seinen Mercedes zurück.<ref name="olk"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Megaupload-Gründer Kim Dotcom erhält mehr Geld. (Memento vom 26. März 2012 im Internet Archive) onlinekosten.de, 22. März 2012; abgerufen am 6. April 2012.</ref>

Anfang März 2012 beantragten die Vereinigten Staaten Dotcoms Auslieferung,<ref>USA beantragen Auslieferung von Kim Dotcom. Spiegel Online, 5. März 2012.</ref> zu der die Anhörung mehrmals vertagt wurde, um offene Rechtsfragen zu klären.<ref>Auslieferungshearing gegen Kim Dotcom auf nächstes Jahr vertagt. Heise Online, 10. Juli 2012.</ref><ref>Juristische Niederlage für Megaupload-Gründers: Auslieferung von Kim Dotcom wird wahrscheinlicher. In: Focus. 1. März 2013, abgerufen am 15. April 2013.</ref> In den USA wehrt sich Dotcom gegen die Strafverfolgung und beruft sich darauf, dass das US-Unternehmenstrafrecht keine Verfolgung von ausländischen Unternehmen zulasse, die keine Büros in den Vereinigten Staaten unterhalten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Megaupload’s bid for dismssal a goldmine for procedure enthusiasts. (Memento vom 5. August 2012 im Internet Archive) Bloomberg BNA, Blogpost, 2. August 2012; mit ausführlicher Darstellung der juristischen Hintergründe</ref> In einem Interview von 3News-Journalist John Campbell, das im März 2012 ausgestrahlt wurde, wies Dotcom alle Anschuldigungen von sich. Er berief sich auf den Digital Millennium Copyright Act (DMCA), der Internetdienste schütze, wenn sie auf Aufforderung von Rechteinhabern gegen Copyrightverletzungen vorgehen. Megaupload habe darüber hinaus mehr als einhundert Unternehmen die Möglichkeit geboten, selbst auf die Datenbanken zuzugreifen und Dateien zu löschen. Der Electronic Communications Privacy Act habe Megaupload jedoch verboten, selbst aktiv nach Verletzungen zu fahnden. Megaupload sei nicht verantwortlich für die von Nutzern hochgeladenen Dateien gewesen, was auch jeder Uploader habe bestätigen müssen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Transkription des Interviews vom 1. März 2012 (Memento vom 9. März 2012 im Internet Archive) 3news.co.nz (englisch); abgerufen am 24. Juli 2012.</ref><ref>Interview auf dem Youtubekanal von 3News oder Kim Dotcom. Jeweils abgerufen am 24. Juli 2012 (englisch).</ref> Im Juni 2012 entschied der neuseeländische High Court, dass Durchsuchung und Beschlagnahmen rechtswidrig waren und die dadurch erlangten Daten nicht an die amerikanischen Ermittler hätten herausgegeben werden dürfen,<ref>Richter geben Kim Dotcom Recht. FAZ</ref><ref>Razzia bei Dotcom war illegal. n-tv.de</ref> weil die Durchsuchungsanordnung rechtswidrig ausgestaltet war und die Übergabe der beschlagnahmten Datenträger an das FBI und deren Weiterleitung in die USA gegen eine ausdrückliche Anweisung verstießen. Ende August 2012 erreichte Dotcom vor dem High Court die Herausgabe von sechs Millionen Neuseeland-Dollar aus seinem eingefrorenen Vermögen sowie das Recht, mehrere beschlagnahmte Autos zu verkaufen. Mit dem Geld will Dotcom seinen Lebensunterhalt sowie die Anwaltskosten finanzieren.<ref>David Fisher: Dotcom secures $6m for lawyers, living costs. NZ Herald News, 29. August 2012; abgerufen am 7. September 2012 (englisch).</ref>

Der neuseeländische Premierminister John Key entschuldigte sich Ende September 2012 öffentlich dafür, dass Dotcom nicht den ihm in Neuseeland zustehenden Schutz vor unrechtmäßiger Strafverfolgung erhalten habe.<ref>PM apologises to Dotcom over basic errors, abgerufen am 28. September 2012 (englisch).</ref> Dotcom und andere Personen waren vom neuseeländischen Nachrichtendienst vor der Razzia abgehört worden.<ref>Neuseelands Geheimdienst spionierte Kim Dotcom aus. Zeit Online, September 2012.</ref> Dieser darf jedoch laut neuseeländischem Gesetz keine Bürger oder ständigen Bewohner des Landes überwachen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der entsprechende Abschnitt im neuseeländischen Gesetz (Memento vom 28. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> – Dotcom gilt als solcher. Auch wurden Daten von Dotcoms Rechnern ungesetzlich vom FBI kopiert und in die USA geschafft.<ref>FBI schaffte heimlich Daten von Kim Dotcom in die USA. Golem.</ref> In einer parlamentarischen Anhörung zu einem Gesetzesvorschlag, diese Rechte der Bewohner Neuseelands zu beschneiden, sagte Dotcom im Juli 2013 aus, dass ihn Key sehr wohl bereits vor der Razzia gekannt hatte, und bezichtigte ihn damit einer Lüge.<ref>Matthew Brockett: Dotcom Spars With N.Z. Prime Minister at Spy-Law Hearing. bloomberg.com, 3. Juli 2013, abgerufen am 22. August 2013.</ref> Ende Mai 2013 ordnete das höchste Gericht Neuseelands die Freigabe der IT-Ausstattung Dotcoms an.<ref>Polizei gibt Kim Dotcoms Rechner zurück. Golem.</ref>

Anfang Februar 2014 kam es zu einer erfolgreichen Anfechtung der Entscheidung des Obersten Gerichts vom 28. Juni 2012. Demnach war die Razzia in der Villa von Kim Dotcom nahe Auckland gesetzeskonform, wobei das Gericht anmerkte, dass die Übergabe von geklonten Festplatten Dotcoms an US-Behörden jedweder Grundlage entbehrte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Die Beweissicherung der neuseeländischen Behörden im Auslieferungsverfahren wurde Ende November 2015 abgeschlossen. Im Dezember 2015 wurde ein Richterspruch veröffentlicht, der Dotcoms Auslieferung an die USA erlaubt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />nzherald.co.nz (Memento vom 23. Dezember 2015 im Internet Archive) archive.org; abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref><ref>Kristina Beer: Gericht entscheidet: Kim Dotcom kann an USA ausgeliefert werden. In: heise online. 23. November 2015, abgerufen am 24. Dezember 2015.</ref> Seine Anwälte kündigten Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts an.<ref>Berufung gegen das Auslieferungsurteil. tagesschau.de; abgerufen am 23. Dezember 2015.</ref>

Im August 2016<ref>Nadine Juliana Dressler: Neuseeland ist Kim Dotcom überdrüssig, morgen startet neues Verfahren. In: winfuture.de. 28. August 2016, abgerufen am 28. August 2016.</ref> wurde durch Dotcoms Anwälte ein neuer Versuch unternommen, seine Auslieferung an die USA durch ein Gerichtsverfahren zu verhindern.<ref>Friedhelm Greis: Gericht verhandelt über Dotcoms Auslieferung an die USA. In: golem.de. 28. August 2016, abgerufen am 28. August 2016 (dpa).</ref> Im Februar 2017 wurde von einem zweiten Gericht in Neuseeland bestätigt, dass der deutsche Internetunternehmer ausgeliefert werden darf, zwar nicht wegen Urheberrechtsverletzung, jedoch wegen Betruges.<ref>Kim Dotcom darf in die USA ausgeliefert werden. In: welt.de. 20. Februar 2017, abgerufen am 20. Februar 2017.</ref> Anfang Juli 2018 scheiterte Dotcoms Berufung gegen dieses Urteil. Dotcom klagte beim Supreme Court Neuseelands gegen seine Auslieferung in die USA.<ref>Kim Dotcom darf in die USA ausgeliefert werden, spiegel.de, 5. Juli 2018.</ref><ref>Dotcom darf mal wieder an die USA ausgeliefert werden, golem.de, 5. Juli 2018.</ref> Der Supreme Court reduzierte die Zahl der möglichen Anklagepunkte und verwies die Entscheidung wegen Formfehlern zurück. Am 21. Dezember 2021 entschied der Supreme Court Neuseelands mit der Abweisung von Dotcoms Berufung, dass Dotcom an die USA ausgeliefert werden darf.<ref>Gründer von Megaupload: Kim Dotcoms Auslieferung in die USA rückt näher. In: manager magazin. 21. Dezember 2021, abgerufen am 16. März 2022.</ref><ref>Fresh blow for Kim Dotcom in US extradition fight. In: France 24. 21. Dezember 2021, abgerufen am 16. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im August 2024 wurde bekannt, dass der Justizminister Neuseelands, Paul Goldsmith, die Auslieferungsanordnung unterzeichnet hat.<ref>Neuseeland will Kim Dotcom an die USA ausliefern. In: Zeit Online. 15. August 2024, abgerufen am 16. August 2024.</ref>

Andere Aktivitäten

Kim Dotcom verfügt über eine aufwändige Webpräsenz und betreibt den YouTube-Kanal MrKimDotcom,<ref>MrKimDotcom. Abgerufen am 16. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auf dem er u. a. humoristische Webvideos mit gesellschaftskritischem Hintergrund und Musikvideos veröffentlicht. Seinen ausschweifenden Lebensstil zeigte Dotcom mit der mehrfachen Teilnahme an der Gumball-3000-Rallye mit Fahrzeugen wie einem Mercedes-Brabus E V12, gecharterten Jachten und der Veröffentlichung von Online-Videos, die ihn an exotischen Schauplätzen oder beim Großen Preis von Monaco zeigen;<ref name="wired" /> auch auf Twitter unterhält er eine aktive Präsenz. Dabei verbreitet er auch politische und verschwörungstheoretische Ansichten, unter anderen pro-russische Kommentare zum russisch-ukrainischen Krieg.<ref>Beispielsweise: Twitterthread vom 8. November 2022, sowie Tweet vom 13. November 2022 von Twitterpräsenz Kim Dotcom</ref> So bezeichnete er den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine als „provoziert“<ref>t3n – digital pioneers | Das Magazin für digitales Business. Abgerufen am 7. März 2023.</ref> und reproduziert regelmäßig die Verschwörungstheorie vom „Deep State“.<ref>t3n – digital pioneers | Das Magazin für digitales Business. Abgerufen am 7. März 2023.</ref> Kim Dotcom ist sporadisch auch als Musiker aktiv. Im Jahr 2012 veröffentlichte er das Album Party Amplifier, auf dem u. a. ein Protestlied gegen Barack Obama mit dem Titel Mr President enthalten ist. An der Produktion war Printz Board beteiligt, der zuvor das „Yes We Can“ für Obamas Wahlkampagne 2008 geschrieben hatte.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kim Dotcom’s new album.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. Dezember 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Seit 2011 hat Dotcom fünf Singles veröffentlicht, die auf seiner Website Kim.com kostenlos zum Download angeboten werden. Zu jedem Lied produzierte er auch ein Musikvideo. In der Nacht vom 31. Dezember 2013 auf den 1. Januar 2014 trat Dotcom beim neuseeländischen „Rhythm & Vines“-Festival auf, bei dem er seine Musik über 25.000 Besuchern präsentierte.<ref>Kim Dotcom’s Good Times Set At Rhythm & Vines – A Tweetstory. Scoop.co.nz, 1. Januar 2014.</ref> Im Januar 2014 erschien sein zweites Album Good Times.<ref>Kim Dotcom. – Good Times Out Worldwide. Scoop.co.nz, 20. Januar 2014.</ref>

Als leidenschaftlicher Videospieler erreichte Dotcom am 31. Dezember 2011 die Nummer-1-Position auf den internationalen Bestenlisten des Xbox-360-Spiels Call of Duty: Modern Warfare 3. Ein selbst veröffentlichtes Webvideo zeigt im Zeitraffer, wie Dotcom mehrere Stunden an der Konsole sitzt, bis er es mit seinem Pseudonym Megaracer auf den ersten Platz der Leaderboards für Kills und Free-for-All schafft.<ref>Peter Steinlechner: Call of Duty: Kim Schmitz als Modern-Warfare-3-König. Golem.de, 23. Januar 2012.</ref> Im September 2013 kündigte Dotcom an, auf Neuseelands erster Videospiel-Messe Digital Nationz in selbigem Spiel gegen 100 freiwillige Besucher anzutreten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Kim Dotcom vs 100 at DIGITAL NATIONZ – Gameplanet New Zealand.] Gameplanet.co.nz, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Dezember 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Er besiegte 99 der Herausforderer.<ref>David Ferrier: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kim Dotcom defeats 99 of 100 at Call of Duty: Modern Warfare 3 (Memento vom 27. Dezember 2013 im Internet Archive) 3news.co.nz, 29. September 2013.</ref>

Im Frühling 2014 gründete Kim Dotcom die neuseeländische Partei Internet Party.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mission (Memento vom 27. März 2014 im Internet Archive) Internet Party.</ref><ref>Panagiotis Kolokythas: Kim Dotcom gründet Internet-Partei. 27. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Februar 2020; abgerufen am 29. Februar 2020.</ref> Als Ziele nannte er günstigere und schnellere Internetanbindung und mehr Sicherheit und Freiheit im Netz. Außerdem solle Neuseeland ein attraktiverer Platz für Startups und Internet-Unternehmen werden.<ref>Jürgen Ulbrich: Kim Dotcom gründet eigene Patei – vom Kriminellen zum Politiker. In: apfellike.com. 3. April 2014, abgerufen am 3. April 2014.</ref> Dotcom darf weder ein Amt in der Partei bekleiden noch kandidieren, da er nicht die neuseeländische Staatsbürgerschaft besitzt. Er finanziert aber die Arbeit der Partei. Die Partei bildete ein Bündnis mit der im Parlament vertretenen Mana Party der Maori-Ureinwohner und gewann mit Laila Harré eine frühere Abgeordnete der neuseeländischen Grünen als Parteivorsitzende und Spitzenkandidatin.<ref>„Internet Party“: Partei von Kim Dotcom geht Wahlbündnis ein. Abgerufen am 29. Februar 2020.</ref> Bei der Wahl errang die Internet Party aber nur 1,26 % der Stimmen, sie erhielt damit keinen Sitz im Parlament.<ref>Parlamentswahlen in Neuseeland: Kim Dotcom scheitert an sich selbst. Spiegel Online, 22. September 2014.</ref>

Privatleben

Kim Schmitz ließ seinen Nachnamen 2005 offiziell von Schmitz in Dotcom ändern.<ref>Ärger mit Twitter und Facebook: Ist Kim Schmitz gefälscht? In: T-Online.de, 1. August 2012.</ref> Er ist in dritter Ehe verheiratet und hat sechs Kinder, davon ein Kind aus erster Ehe.<ref>Marcel Rosenbach: Die Mega-Provokation. In: Der Spiegel. Nr. 4, 2013 (online).</ref> Im Mai 2014 verkündete Kim Dotcom die Trennung von seiner zweiten Frau.<ref>Kim Dotcom: I have issued a statement on my separation. 17. Mai 2014, abgerufen am 21. August 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="SPON-1005569">Judith Horchert: Gerichtsprozess: Das Karriereende des Kim Dotcom. In: Spiegel Online. 29. November 2014, abgerufen am 9. Juni 2018.</ref> Im Januar 2018 gab er per Twitter die Heirat mit der 23-jährigen Elizabeth Donnelly bekannt.<ref>Dotcom Wedding Day. Twitter, 20. Januar 2018</ref>

Im November 2024 erlitt Dotcom laut eigenen Angaben einen schweren Schlaganfall.<ref>Kim Dotcom berichtet von »ernsthaftem« Schlaganfall.</ref>

Unternehmen

Megabox und Megakey

Dotcom hatte im Dezember 2011 – drei Wochen vor seiner Festnahme – den Musikvermarktungsdienst Megabox gestartet, über den Künstlern direkt 90 % ihrer Einnahmen zufließen sollten, was das Geschäftsmodell der Musikindustrie angreifen sollte.<ref name="szmusikindustrie">Dirk von Gehlen: Megaupload, Rapidshare und Co. Wie Filehoster die Musikindustrie alt aussehen lassen. Süddeutsche Zeitung, 19. Dezember 2011, abgerufen am 23. Januar 2012.</ref> In der Folge veranlasste die Universal Music Group die Löschung des Musikvideos Megaupload Song von YouTube, in dem Dotcom und bekannte Künstler wie unter anderen Alicia Keys oder Kanye West mitwirken und für Megaupload werben.<ref>David Kotrba: Universal lässt MegaUpload-Song löschen. In: kurier.at. 12. Dezember 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Januar 2012; abgerufen am 17. Dezember 2011.</ref> Das Video ist aber mittlerweile dort wieder abrufbar.<ref>Konrad Lischka, Marcel Rosenbach: Musikriese räumt Geheimvertrag mit YouTube ein. In: Spiegel Online. 17. Dezember 2011, abgerufen am 17. Dezember 2011.</ref> In einer Presseerklärung sprach Dotcom von einer „Kampagne, um Megabox zu sabotieren und Innovation zu blockieren“.<ref name="szmusikindustrie" /> Zudem plante Dotcom, alle Mega-Dienste kostenlos für die Nutzer zur Verfügung zu stellen, die Megakey installiert hätten, eine Software, die auf allen Webseiten im Internet die vom Webmaster platzierte Werbung durch Werbung von Dotcom ersetzt hätte.<ref name="szmusikindustrie" />

Mega

Mega ist eine von Kim Dotcom im Januar 2013 gestartete Website zum Upload von Dateien in eine Cloud. Besonderes Merkmal ist dabei die vor dem Upload erfolgende Verschlüsselung mit einem RSA-Kryptosystem, bei der nur der jeweilige Nutzer über die Schlüssel verfügt. Somit ist der Zugang zu den Daten von Seiten des Unternehmens oder durch Dritte stark erschwert. Dementsprechend sind extern verlinkte Daten nur mit einem passenden Passwort lesbar.<ref>Matthias Kremp: Mega: Das ist Kim Dotcoms neuer Online-Datenspeicher, Spiegel Online, 19. Januar 2013.</ref> Ende Juli 2015 distanzierte sich Kim Dotcom in einer Fragerunde auf Slashdot öffentlich von Mega:<ref>Interviews: Kim Dotcom Answers Your Questions – Slashdot. Abgerufen am 23. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> „Das Unternehmen hat unter einer feindlichen Übernahme durch einen chinesischen Investor gelitten, nach dem in China wegen Betrugs gefahndet wird. […] Ich glaube nicht, dass eure Daten bei Mega noch sicher sind.“<ref>Kim Dotcom: „Daten auf Mega sind nicht mehr sicher“ – Golem.de. Abgerufen am 23. März 2020.</ref>

Diskografie

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Alben

  • 2012: Party Amplifier
  • 2014: Good Times

Singles

Dokumentarfilme / Podcast

Literatur

  • David Fisher: The Secret Life of Kim Dotcom: Spies, Lies and the War for the Internet. Paul Little Books, 2013, ISBN 978-0-473-26715-5.

Weblinks

Commons: Kim Dotcom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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