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Annalena Baerbock

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Farbfotografie im Porträt von Annalena Baerbock, die links an der Kamera vorbei schaut und lächelt. Sie trägt ein schwarzes Oberteil. In der Bildunterschrift ist noch eine Handsignatur von Baerbock.
Annalena Baerbock (2024)
Unterschrift von Annalena Baerbock, 2021
Unterschrift von Annalena Baerbock, 2021

Annalena Charlotte Alma Baerbock (* 15. Dezember 1980 in Hannover) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Seit September 2025 ist sie Präsidentin der 80. Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

Zuvor war sie von Dezember 2021 bis Mai 2025 Bundesministerin des Auswärtigen im Kabinett Scholz, ein Amt, das sie als erste Frau innehatte. Von 2013 bis 2025 war Baerbock Mitglied des Deutschen Bundestages. Bei der Bundestagswahl 2021 trat sie als Kanzlerkandidatin der Grünen an. Von Januar 2018 bis Februar 2022 war sie gemeinsam mit Robert Habeck Bundesvorsitzende ihrer Partei. In den Jahren 2009 bis 2013 bekleidete sie das Amt der Vorsitzenden des Landesverbands Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg.

Leben

Herkunft und Jugend

Annalena Baerbock wurde 1980 in Hannover als Tochter eines Maschinenbauingenieurs und einer Sozialpädagogin geboren.<ref>Annalena Baerbock im Munzinger-Archiv, abgerufen am 19. März 2022 (Artikelanfang frei abrufbar).</ref> Ihr Vater war später Manager und Personalvorstand bei der deutschen Niederlassung des US-amerikanischen Automobilzulieferers WABCO.<ref>Marc Reichwein: Ein Schnellschuss mit Folgen. In: welt.de. 1. Juli 2021, abgerufen am 12. September 2021.</ref> Ihr aus Landsberg an der Warthe stammender Großvater Waldemar Baerbock (1913–2016), den sie in öffentlichen Reden wiederholt erwähnt hat, war ebenfalls Ingenieur und führte im Zweiten Weltkrieg als Kriegsoffizier eine Flakinstandsetzungseinheit an der Ostfront.<ref>Handelsblatt. Abgerufen am 11. März 2024.</ref><ref>Mara Gergolet: Germania, la ministra degli Esteri Baerbock scopre di aver avuto un nonno nazista (e «pluridecorato»). In: Corriere della Sera. 9. Februar 2024, abgerufen am 9. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>seb: Akte enthüllt Details über Baerbocks Wehrmachts-Opa, die selbst sie nicht kannte. In: focus.de. 9. Februar 2024, abgerufen am 9. Februar 2024.</ref><ref>Baerbocks Großvater angeblich „bedingungsloser Nationalsozialist“ – Akte war Ministerin „nicht bekannt“. In: HNA.de. Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 16. Februar 2024, abgerufen am 16. Februar 2024.</ref> Ihre Großeltern mütterlicherseits waren 1958 als Aussiedler mit zwei Kindern aus dem oberschlesischen Kandrzin-Cosel (heute Kędzierzyn-Koźle) nach Niedersachsen gekommen.<ref name="zeit_rezension">Jana Hensel: „Jetzt: Wie wir unser Land erneuern“: Wer ist Annalena Baerbock? In: Zeit Online. 14. Juni 2021, abgerufen am 15. Juni 2021.</ref><ref>Marcel Görmann: Annalena Baerbock macht furchtbaren Todesfall in der Familie erstmals öffentlich, derwesten.de, 18. Juni 2021.</ref>

In ihrer frühen Kindheit lebte Baerbock eine Zeit lang in Nürnberg.<ref>Annalena Baerbock: Die mit den Grünen tanzt. In: nordbayern.de (Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung). 20. April 2021, abgerufen am 22. April 2021.</ref> 1985<ref name="haz2">Mark Bode, Simon Benne: Annalena Baerbock: Die Kanzlerkandidatin aus Pattensen. In: Hannoversche Allgemeinen Zeitung. 19. April 2021, abgerufen am 27. April 2021.</ref> zog ihre Familie nach Pattensen bei Hannover, wo Baerbock mit zwei jüngeren Schwestern und zwei Cousinen in einem Haus im Ortsteil Schulenburg aufwuchs.<ref>Grüne Kanzlerkandidatin: Baerbock veröffentlicht Buch über ihren Weg in die Politik. In: Berliner Morgenpost. 14. Juni 2021, abgerufen am 16. Juni 2021.</ref><ref name="stern-ausgabe17">Jan Rosenkranz: „Bei jedem Sprung, den man neu lernt, weiß man nicht, ob man auf dem Kopf oder auf den Füßen landet“. In: stern. Nr. 17, 22. April 2021, S. 27 (online).</ref><ref name="zeit-podcast">Jochen Wegner, Christoph Amend: Annalena Baerbock, wie grün ist Deutschland wirklich? In: Alles gesagt? Die Zeit, 17. Mai 2021, abgerufen im Mai 2021.</ref> Ihre Eltern nahmen sie in den 1980er-Jahren mit zu Menschenketten gegen das Wettrüsten und zu Anti-Atomkraft-Demos.<ref name="NDR">Annalena Baerbock: Aus Pattensen ins Kanzleramt? In: ndr.de. 19. April 2021, abgerufen am 21. April 2021.</ref><ref name="bz-berlin.de">Frisches Grün aus Brandenburg: Annalena Baerbock startet durch. In: bz-berlin.de. 28. Januar 2018, abgerufen am 18. November 2019.</ref><ref>Thorsten Knuf: Kanzlerkandidatin der Grünen: Wer ist Annalena Baerbock? In: Freie Presse. 19. April 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. April 2021; abgerufen am 12. September 2021.</ref> Im Alter von 16 Jahren absolvierte sie ein Austauschjahr im US-Bundesstaat Florida.<ref>„Ankommen ist das eine, Heimischwerden das andere“. In: Zeitmagazin Nr. 11/2018, 7. März 2018, abgerufen am 18. November 2019.</ref> Ihre schulische Ausbildung schloss sie im Jahr 2000 mit dem Abitur an der Humboldtschule Hannover ab.<ref name="haz2" /><ref name="haz">Mark Bode: Das sagen frühere Weggefährten über Annalena Baerbock. In: haz.de. 20. April 2021, abgerufen am 27. April 2021.</ref> In ihrem letzten Schuljahr schrieb sie für das Schülerprojekt ZiSH (Zeitung in der Schule) der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.<ref name="haz2" /><ref>Sprungbrett ZiSH: Autoren erinnern sich. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 29. November 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Mai 2021; abgerufen am 20. Januar 2021.</ref>

Baerbock betrieb während ihrer Kindheit und Jugend Trampolinturnen als Leistungssport.<ref>„Ich bin leidenschaftliche Europäerin“. In: deutschlandfunk.de. 21. Januar 2018, abgerufen am 18. November 2019.</ref><ref name="sprung_ins_kanzleramt">Heinz-Peter Michels: Sprung ins Kanzleramt. Förderverein der Freunde des Trampolinsports e. V., 9. Mai 2021, abgerufen am 19. Juni 2021.</ref> Sie nahm für den TSV Pattensen an Deutschen Meisterschaften teil und gewann dreimal Bronze im Doppel-Mini-Tramp; erstmals 1994 im Nachwuchsbereich, zuletzt 1999 bei den Damen.<ref name="Wickert-Podcast" /><ref name="sprung_ins_kanzleramt" /><ref>22. Deutsche Meisterschaften Doppelminitramp. In: GYMmedia.com. 20. Juni 1999, abgerufen am 19. Juni 2021.</ref> 1994 war sie Teil der Delegation des Deutschen Turner-Bunds zu den Trampolin-Weltjugendspielen in Portugal.<ref name="sprung_ins_kanzleramt" /> Des Weiteren spielte sie im Alter von 15 bis 18 Jahren Fußball bei den Juniorinnen des TuSpo Jeinsen.<ref name="haz" /><ref name="Wickert-Podcast" />

Studium

Baerbock studierte von 2000 bis 2004 im Diplomstudiengang Politikwissenschaft an der Universität Hamburg und legte dort das Vordiplom ab.<ref name=":1">Jochen Zenthöfer: Annalena Baerbock: Masterstudium ohne Bachelorabschluss. In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 11. Mai 2021]).</ref><ref name=":2">Jan Sternberg: Debatte um die Studienleistungen von Annalena Baerbock – das sind die Fakten. In: Redaktionsnetzwerk Deutschland. 15. Mai 2021, abgerufen am 16. Mai 2021.</ref><ref name="tagesspiegel-27180342">Felix Hackenbruch: Baerbock legt akademische Zeugnisse vor. In: tagesspiegel.de. 12. Mai 2021, abgerufen am 18. Mai 2021.</ref> Im Nebenfach belegte sie Öffentliches Recht/Europarecht.<ref name=":1" /><ref name=":2" /> Anschließend wechselte sie an die London School of Economics and Political Science (LSE) und schloss dort 2005 einen einjährigen Postgraduierten-Studiengang mit einem Master in „Public International Law(LLM) mit „besonderer Auszeichnung“ (Distinction) ab.<ref name=":1" /><ref name=":2" /><ref name="tagesspiegel-27180342" /> Möglich wurde das Masterstudium ohne ersten Studienabschluss dadurch, dass die LSE ihr Vordiplom mit der Note 1,3 in Verbindung mit zwei Hauptseminarscheinen als inhaltlich gleichwertig mit einem britischen Bachelor einstufte. An der Universität Hamburg gab es damals noch keinen Bachelor-Abschluss.<ref>Jan Sternberg: Debatte um die Studienleistungen von Annalena Baerbock – das sind die Fakten. Abgerufen am 3. Mai 2023.</ref><ref>Stefan Braun: Annalena Baerbock im ersten Sturm. In: Süddeutsche Zeitung. 16. Mai 2021;.</ref> Während ihres Studiums arbeitete sie von 2000 bis 2003 als freie Mitarbeiterin der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und absolvierte ein Praktikum bei der Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter (Bündnis 90/Die Grünen).<ref name="Spiegel" /><ref name="Wickert-Podcast">Ulrich Wickert: Annalena Baerbock. In: Wickert trifft. 28. Oktober 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2021; abgerufen am 20. April 2021.</ref> Nach dem Studium betreute sie von 2005 bis 2006 deren Website,<ref name="archive-20061207">Elisabeth Schroedter: Elisabeth Schroedter, MEP, Kontakt (7. Dez 2006). In: www.elisabeth-schroedter.de. 7. Dezember 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Dezember 2006; abgerufen am 5. Juni 2021.</ref> leitete im Jahr 2007 für mehrere Monate deren Büros in Berlin und Potsdam<ref name="archive-2007081407">Elisabeth Schroedter: Elisabeth Schroedter, MEP, Kontakt (14. Aug 2007). In: www.elisabeth-schroedter.de. 14. August 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. August 2007; abgerufen am 5. Juni 2021.</ref> und war danach Ansprechpartnerin im Parlamentsbüro in Brüssel bzw. Straßburg.<ref name="archive-20071005">Elisabeth Schroedter: Elisabeth Schroedter, MEP, Kontakt (5. Okt 2007). In: www.elisabeth-schroedter.de. 5. Oktober 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Oktober 2007; abgerufen am 5. Juni 2021.</ref>

2005 war sie zusätzlich als Trainee des British Institute of International and Comparative Law (BIICL)<ref>Patrick Freiwah: Fortlaufende Anpassungen: „Das war Mist“: Baerbock entschuldigt sich wegen nachträglichen Änderungen in ihrem Lebenslauf. In: merkur.de. 9. Juni 2021;: „So sei bereits vor acht Jahren aus einer im Jahr 2011 angegebenen ‚wissenschaftlichen Mitarbeit‘ beim British Institute of International and Comparative Law (BIICL) nurmehr ein ‚Traineeship‘ geworden.“</ref><ref>Helene Bubrowski: Baerbocks harte Landung. In: FAZ.net. 10. Juni 2021, abgerufen am 10. Juni 2021: „Nochmals zwei Tage später stellt sich heraus, dass es ein ‚British Institute of Comparative and Public International Law‘, in dem sie laut Lebenslauf 2005 Trainee war, nicht gibt, sondern nur ein ‚British Institute of International and Comparative Law‘“</ref> tätig.<ref name="lebenslauf">Annalena Baerbock: Lebenslauf & Fotos. In: annalena-baerbock.de. 25. Januar 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. April 2021; abgerufen am 20. Januar 2021.</ref> Anschließend war sie von 2008 bis 2009 Referentin für Außen- und Sicherheitspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.<ref name="lebenslauf" />

Im Jahr 2009 begann Baerbock an der Freien Universität Berlin eine von der Heinrich-Böll-Stiftung geförderte<ref name="tagesspiegel-promotion">Jost-Müller-Neuhof: Böll-Stiftung finanzierte Baerbocks Promotionsversuch mit mehr als 40.000 Euro. 6. Juli 2021, abgerufen am 7. Juli 2021.</ref> Dissertation zum Thema Naturkatastrophen und humanitäre Hilfe im Völkerrecht. Nach ihrer Wahl als Abgeordnete der Grünen und dem Einzug in den 18. Deutschen Bundestag im Jahr 2013 gab sie an, ihr Promotionsvorhaben sei „in den letzten Zügen“, ruhe jedoch aufgrund ihrer politischen Tätigkeit.<ref name="bz-berlin.de" /><ref>Sprung in den Bundestag. In: maz-online.de. 26. August 2013, abgerufen am 17. April 2021.</ref><ref>Katrin Schulze, Sarah Kramer, Thorsten Metzner und weitere: Annalena Baerbock, Grüne. Der 18. Deutsche Bundestag. Wer sind die Neuen? In: Der Tagesspiegel, 23. Oktober 2013.</ref> Später brach sie das Vorhaben ab; nach eigenen Angaben, um sich auf ihr Mandat konzentrieren zu können.<ref name=":2" /><ref name="tagesspiegel-promotion" />

2011 absolvierte Baerbock das Fellowship-Programm des transatlantischen German Marshall Fund.<ref>Baerbock präzisiert Lebenslauf. In: FAZ.net. 5. Juni 2021, abgerufen am 22. August 2023.</ref>

Politische Funktionen

Farbfotografie von Baerbock mit einem Tischmikrofon. Sie blickt in die Kamera und ihre rechte Handinnenfläche zeigt nach oben. Ihr Haar ist hellbraun und führt im natürlichen Look gestylt bis zur Brust. Baerbock trägt eine feine ovale Brille und ein weiß gepunktetes Shirt.
Annalena Baerbock als Landesvorsitzende in Brandenburg (2012)

Aufstieg in der Partei

Baerbock trat den Grünen 2005 bei. Von 2008 bis 2013 war sie Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Europa (kurz BAG Europa). Als solche wirkte sie inhaltlich, konzeptionell und strategisch an der Europapolitik ihrer Partei mit.<ref>Statut der Bundesarbeitsgemeinschaften von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. (PDF) In: gruene.de. 17. November 2019, S. 1, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. April 2021; abgerufen am 16. April 2021.</ref>

Im Oktober 2009 wurde Baerbock vom Council der Europäischen Grünen Partei, dem Zusammenschluss grüner Parteien in Europa, zum Mitglied des Parteivorstands (Committee) gewählt, dem sie bis 2012 angehörte.<ref name="bundestag.de" /><ref>EGP Committee. European Green Party, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. März 2010; abgerufen am 25. März 2010.</ref> Der Vorstand ist u. a. zuständig für das Tagesgeschäft und die ständige Repräsentation der europäischen Partei.<ref>Committee elections – call for candidates. In: europeangreens.eu. 2012, abgerufen am 21. Juni 2021.</ref>

Ab Oktober 2008 gehörte sie dem Brandenburger Landesvorstand der Partei an. Am 14. November 2009 wählte der Landesparteitag Baerbock neben Benjamin Raschke zur gleichberechtigten Vorsitzenden des Landesverbands Brandenburg; beide wurden am 3. Dezember 2011 wiedergewählt.<ref>Parteitag bestätigt Führungsduo: Grüne stellen Weichen auf Wachstum. In: pnn.de. 5. Dezember 2011, abgerufen am 21. Juni 2021.</ref> Nach ihrem Einzug in den Bundestag kandidierte sie im November 2013 entsprechend der Trennung von Parteiamt und Mandat<ref>Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg: Satzung des Landesverbands. § 15 Absatz 1. In: gruene-brandenburg.de. Dezember 2019, abgerufen am 21. Juni 2021: „Mitglieder des Europaparlamentes, Bundestagsabgeordnete, Landtagsabgeordnete sowie Mitglieder der Bundes- oder Landesregierung dürfen nicht Mitglied des Landesvorstandes sein.“</ref> nicht erneut für das Amt.<ref>Neuer Landesvorstand bei den Grünen. In: maz-online.de. 17. November 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2021; abgerufen am 21. Juni 2021.</ref>

Von 2012 bis 2015 gehörte Baerbock dem 16-köpfigen Parteirat von Bündnis 90/Die Grünen an.<ref name="bundestag.de" /><ref>Parteirat. 23. September 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. September 2014; abgerufen am 14. Dezember 2020.</ref> Das Gremium berät u. a. den Bundesvorstand der Grünen und dient als Schnittstelle zwischen dem Bundesverband, den Landesverbänden und Abgeordneten der Partei.<ref>Parteistruktur und Gremien – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Parteirat. Abgerufen am 16. April 2021.</ref>

Mitglied des Bundestages (2013–2025)

Datei:2020-10-30 Annalena Baerbock MdB GRÜNE by OlafKosinsky 2874.jpg
Annalena Baerbock im Bundestag (2020)

Bei der Bundestagswahl 2009 kandidierte Baerbock vergeblich als Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis Frankfurt (Oder) – Oder-Spree sowie auf Platz 3 der Landesliste der brandenburgischen Grünen.

Am 26. Januar 2013 wurde Baerbock zur Direktkandidatin für den Bundestagswahlkreis Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II und am 2. März 2013 bei einer Delegiertenkonferenz in Potsdam mit 87,9 % der Stimmen auf Platz 1 der Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg gewählt.<ref>Landesverband Brandenburg: LDK in Potsdam 2013. Grüne Brandenburg, 2. März 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. April 2013; abgerufen am 17. Dezember 2017.</ref> Sie erhielt bei der Bundestagswahl 2013 7,2 % der Erststimmen<ref>Bundestagswahl 2013: Wahlkreis 61: Ergebnisse Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II. Bundeswahlleiter, abgerufen am 17. Dezember 2017.</ref> und zog über die Landesliste in den 18. Deutschen Bundestag ein.

In ihrer ersten Legislaturperiode im Bundestag (2013–2017) war Baerbock klimapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Energie und des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union sowie stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss und im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zudem war Baerbock Mitglied der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe und stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises Berlin–Taipeh und stellvertretendes Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. In der folgenden Legislaturperiode war sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie.<ref name="bundestag.de" />

Am 26. November 2016 wurde Baerbock mit 99,0 % auf der Delegiertenkonferenz der Bündnisgrünen in Potsdam zur brandenburgischen Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Bundestagswahl 2017 gewählt<ref>Brandenburgs Grüne setzen auf Baerbock. In: bz-berlin.de. 26. November 2016, abgerufen am 28. April 2021.</ref> und am 23. Januar 2017 wieder zur Direktkandidatin in ihrem Wahlkreis.<ref>Annalena Baerbock als grüne Direktkandidatin gewählt. Die Grünen: Kreisverband Potsdam, 23. Januar 2017, abgerufen am 29. Januar 2021.</ref> Baerbock erzielte 8,0 % der Erststimmen<ref>Bundestagswahl 2017: Wahlkreis 61: Ergebnisse Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II. Bundeswahlleiter, abgerufen am 17. Dezember 2017.</ref> und zog erneut über die Landesliste in den Bundestag ein.

Bei den Jamaika-Sondierungsgesprächen zwischen CDU, CSU, FDP und den Grünen saß Baerbock 2017 am Verhandlungstisch.<ref>Ulrich Schulte: Grüne in der Jamaika-Sondierung: Verhandeln bis es schmerzt. In: Die Tageszeitung: taz. 17. November 2017, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 12. Mai 2021]).</ref> In Brandenburg war sie nach der Landtagswahl 2019 an den Verhandlungen für die rot-schwarz-grüne Regierungskoalition beteiligt.<ref>Thorsten Metzner: Regierungsbildung in Brandenburg: Grüne stimmen für Koalitionsverhandlungen mit SPD und CDU. In: tagesspiegel.de. 21. September 2019, abgerufen am 21. Juni 2021.</ref><ref>Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock: Kann sie Osten? In: rbb.de. 11. Juni 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Juni 2021; abgerufen am 21. Juni 2021.</ref> Im Bundestag war Baerbock Ordentliches Mitglied in den Ausschüssen für die Angelegenheiten der Europäischen Union und für Wirtschaft und Energie sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Im März 2025 kündigte Baerbock an, aus privaten Gründen im 21. Deutschen Bundestag keine führende Rolle in der Bundestagsfraktion der Grünen einnehmen zu wollen und sich „erst einmal“ aus der Spitzenpolitik zurückzuziehen. Ende Juni 2025 legte sie ihr Bundestagsmandat nieder.<ref>Brief an Fraktion: Baerbock will aus privaten Gründen nicht Fraktionschefin werden, Mittelbayerische Zeitung vom 5. März 2025.</ref><ref>Darum zieht sich Baerbock aus der Spitzenpolitik zurück. In: br.de. 5. März 2025, abgerufen am 5. März 2025.</ref> Für sie rückte Andrea Lübcke nach.<ref>Offizielle Mitteilung: Baerbock scheidet Ende Juni aus dem Bundestag aus. In: Der Spiegel. 16. Juni 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 16. Juni 2025]).</ref>

Bundesvorsitzende der Grünen (2018–2022)

Baerbock wurde am 27. Januar 2018 auf einer außerordentlichen Bundesdelegiertenkonferenz in Hannover – zusammen mit Robert Habeck – zur Parteivorsitzenden gewählt. Sie setzte sich gegen Anja Piel vom linken Parteiflügel mit 64,5 % der Stimmen durch. Die „Realo“-Doppelspitze stellt nach Jahrzehnten eines zwischen den beiden Lagern aufgeteilten Parteivorsitzes ein Novum dar.<ref>Ileana Grabitz und Katharina Schuler: Ich muss nicht den SUV-Fahrer bekehren. In: Zeit Online, 2. Januar 2020.</ref><ref>Neue Doppelspitze der Grünen. In: taz.de, 27. Januar 2018.</ref> Die Wahl von Habeck und Baerbock wurde daher auch als Anzeichen für das Ende des Flügelsystems betrachtet.<ref>WELT: Realos vs. Fundis: Die Ära der Lagerbildung bei den Grünen geht zu Ende. In: Die Welt. 27. Januar 2018 (welt.de [abgerufen am 16. Oktober 2021]).</ref><ref>Cordula Eubel: Hat es sich bei den Grünen bald ausgeflügelt? In: Der Tagesspiegel Online. 19. Dezember 2017, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 16. Oktober 2021]).</ref> Beide streben eine pragmatische Positionierung unabhängig von dieser Flügellogik an. Auf dem Parteitag am 16. November 2019 wurde das Duo für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt, Baerbock mit 97,1 %.<ref>Baerbock und Habeck als Grünen-Spitzenduo wiedergewählt – mit starken Ergebnissen. In: Spiegel Online. 16. November 2019, abgerufen am 16. April 2021.</ref> Im Februar 2022 wurden sie und Robert Habeck von Ricarda Lang und Omid Nouripour in dieser Position abgelöst.

Kanzlerkandidatin zur Bundestagswahl 2021

Datei:Annalena Baerbock (2021).jpg
Baerbock und Robert Habeck im Wahlkampf, kurz vor der Bundestagswahl 2021

Am 19. April 2021 verkündeten Annalena Baerbock und Robert Habeck, dass Baerbock vom Bundesvorstand der Grünen als Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl 2021 vorgeschlagen wurde. Dies war das erste Mal, dass die Grünen jemanden für diese Rolle nominierten.<ref name="NDR" /> Der Parteitag stimmte dem Vorschlag am 12. Juni 2021 mit 98,6 % der abgegebenen Delegiertenstimmen zu. Annalena Baerbock und Robert Habeck bildeten gemeinsam das Spitzenduo für die Bundestagswahl.<ref>Grüne machen Baerbock zur Kanzlerkandidatin. In: tagesschau.de. 1. September 2021, abgerufen am 17. Oktober 2021.</ref> Ihr Wahlkampf stand unter dem Motto „Bereit, weil ihr es seid“.<ref>Unsere Kampagne zur Bundestagswahl: Bereit, weil Ihr es seid. In: gruene.de. 12. Juni 2021, abgerufen am 12. Juni 2021.</ref> Baerbock war die zweite Frau nach Angela Merkel, die sich um das höchste Regierungsamt Deutschlands bewarb. Sie war am Wahltag nur wenige Tage älter als 2002 der bislang jüngste Kandidat Guido Westerwelle.<ref>Baerbock soll Kanzlerkandidatin werden. In: tagesschau.de. 19. April 2021, abgerufen am 19. April 2021.</ref> Annalena Baerbock hatte zuvor weder der Bundes- noch einer Landesregierung angehört. Die fehlende Regierungserfahrung wurde ihr im Wahlkampf vorgeworfen, aber auch als Chance gesehen.<ref>Friedrich Merz warnt vor Annalena Baerbock als Kanzlerin. In: Welt.de, abgerufen am 16. September 2021.</ref><ref>Christoph Schult: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock – Sie kann es können; in: Spiegel.de, abgerufen am 16. September 2021.</ref><ref>Katharina Schuler: Kanzlerkandidatur – Wie wichtig ist Erfahrung? In: Zeit.de, abgerufen am 16. September 2021.</ref>

Am 17. Juni 2021 präsentierte Baerbock ihr Buch Jetzt. Wie wir unser Land erneuern.<ref>Sophie Garbe: Klima, Bullerbü und Opa Waldemar. In: SPON, 17. Juni 2021, Abruf am 2. Juli 2021.</ref> Darin stellte sie ihre Sicht der Welt sowie ihre politischen Ziele vor, teils mit persönlichen Erfahrungen vermischt.<ref>Christian Unger: Grüne: Was Annalena Baerbock in ihrem neuen Buch verrät. In: WAZ. 17. Juni 2021, abgerufen am 2. Juli 2021.</ref>

Baerbock trat im Bundestagswahlkreis 61 gegen den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz sowie die ehemalige FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg um das Direktmandat an. Scholz gewann das Direktmandat mit 34,0 % der Stimmen vor Baerbock mit 18,8 % der Stimmen.<ref>Kampf um Potsdam: Scholz holt Direktmandat im Duell gegen Baerbock. In: Der Spiegel. 26. September 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 27. September 2021]).</ref><ref>Ergebnisse Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II – Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 27. September 2021.</ref> Sie zog über den ersten Platz der Brandenburger Landesliste in den 20. Deutschen Bundestag ein, dem sie bis Juni 2025 angehörte.

Bundesministerin des Auswärtigen (2021–2025)

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Datei:Denys Shmyhal met with German FM Baerbock in Kyiv 2022 (2).jpg
Außenministerin Baerbock und der ukrainische Premier Denys Schmyhal
Datei:Secretary Blinken Holds a Virtual Press Conference with German Foreign Minister Baerbock (51802128003).jpg
Außenministerin Baerbock und ihr US-amerikanischer Kollege Antony Blinken

Auf Vorschlag von Bundeskanzler Olaf Scholz ernannte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Baerbock am 8. Dezember 2021 zur Bundesministerin des Auswärtigen im Kabinett Scholz. Vizekanzler wurde der neue Minister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck.<ref>Helene Burowski: Grüne wollen Habeck als Vizekanzler. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 27. September 2021, abgerufen am 9. Dezember 2021.</ref><ref>Das ist das Ampel-Kabinett. In: ZDF. 8. Dezember 2021, abgerufen am 9. Dezember 2021.</ref>

Bis zum 22. November 2024 unternahm Baerbock in ihrem Amt 110 Auslandsreisen.<ref>Reisen von Außenministerin Baerbock. In: Auswärtiges Amt. Abgerufen am 22. November 2024.</ref> Schwerpunkte bildeten dabei neben Reisen zu EU-Treffen in Brüssel und Besuchen in Frankreich und den USA die Reisen in die Ukraine und nach Israel. Im Zuge des russischen Kriegs gegen die Ukraine seit 2022 reiste Baerbock (Stand November 2024) achtmal in die Ukraine. Im Mai 2022 besuchte sie auch Butscha und Irpin, in denen mutmaßliche Kriegsverbrechen während der russischen Besatzung verübt worden waren. Sie befürwortet eine Aufnahme des Landes in die Europäische Union.<ref>Außenministerin Baerbock zu Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Auswärtiges Amt, 11. September 2023, abgerufen am 9. November 2023.</ref> Schon kurz vor dem Kriegsbeginn war Baerbock zweimal in die Ukraine gereist. Während ihres ersten Besuchs in Moskau im Januar 2022 hatte sie im Gespräch mit ihrem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow die Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung betont. Zudem hatte sie erklärt, dass es schwer sei, „100.000 russische Soldaten an der ukrainischen Grenze nicht als Drohung zu sehen“.<ref>Annalena Baerbock in Moskau: Außenministerin betont Notwendigkeit zum Dialog. spiegel.de, 18. Januar 2022, abgerufen am 9. November 2023.</ref> Wenige Tage vor Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine war sie noch an der russisch-ukrainischen Kontaktlinie im Donbass<ref>Außenministerin Baerbock besucht Frontlinie in Ostukraine. In: Spiegel. 8. Februar 2022, abgerufen am 22. November 2024.</ref>; im November 2024 besuchte sie erneut Soldaten an der Front<ref>Baerbock an der Front: Außenministerin besucht Gefechtsstand ukrainischer Grenzschutztruppen. In: Süddeutsche Zeitung. 6. November 2024, abgerufen am 22. November 2024.</ref>. Auch ihre Rede vor der UN-Generalversammlung am 23. Februar 2024 stand im Zeichen des Ukraine-Kriegs; und auf internationalen Gipfeln versuchte sie Allianzen gegen Russland zu schmieden.

Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 reiste sie zahlreiche Male in die Region, einerseits um Israel der deutschen Solidarität zu versichern, andererseits um eine Deeskalation des Konflikts und humanitäre Hilfe für die Menschen in Gaza zu bewirken.<ref>Baerbock dringt auf humanitäre Hilfe für Gazastreifen. In: Frankfurter Allgemeine. 11. November 2024, abgerufen am 22. November 2024.</ref> Die Bundeswehr warf aus der Luft Hilfsgüter über dem Gazastreifen ab.<ref>Humanitäre Hilfe: Bundeswehr wirft Lebensmittel über Gaza ab. In: Sonntagsblatt. 21. März 2024, abgerufen am 22. November 2024.</ref>

Da die Klima-Außenpolitik als die laut Baerbock „zentrale Sicherheits-Frage unserer Zeit“<ref name=":3">COP29: Baerbock will China stärker in die Pflicht nehmen. In: ARD. 22. November 2024, abgerufen am 22. November 2024.</ref> ins Außenministerium geholt worden war, reiste sie im Gegensatz zu ihren Vorgängern zu drei UN-Klimakonferenzen in Scharm-el-Scheich, Dubai und Baku. Sie setzte sich dabei neben ambitionierten Klimaschutzzielen für neue Allianzen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern und für die finanzielle Beteiligung der Golfstaaten und Chinas an der internationalen Klimafinanzierung ein.<ref name=":3" />

Im Juli 2024 erklärte Baerbock in einem Interview mit dem US-amerikanischen Fernsehsender CNN ihren Verzicht auf eine erneute Kanzlerkandidatur für die Grünen. Statt in einer Kanzlerkandidatur gebunden zu sein, wolle sie ihre Kraft voll ihrer aktuellen Aufgabe als Außenministerin widmen.<ref>Annalena Baerbock verzichtet auf erneute Kanzlerkandidatur. In: Der Spiegel. 10. Juli 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. Juli 2024]).</ref>

Vorsitzende der UN-Generalversammlung

Am 18. März 2025 wurde die Absicht der Bundesregierung bekannt, Annalena Baerbock als Kandidatin für den Vorsitz der Generalversammlung der Vereinten Nationen in der Sitzungsperiode 2025/26 vorzuschlagen.<ref>Mathis Gann, dpa: Vereinte Nationen: Baerbock soll Präsidentin der UN-Generalversammlung werden. In: Die Zeit. 18. März 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 18. März 2025]).</ref><ref>Matthias Gebauer, Paul-Anton Krüger: Annalena Baerbock soll Top-Posten bei der Uno bekommen. In: Der Spiegel. 18. März 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 18. März 2025]).</ref> Sie wurde im Juni 2025 mit 167 Stimmen bei 7 Gegenstimmen und 14 Enthaltungen zur Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen gewählt und trat das Amt am 9. September 2025 an.<ref>Baerbock hat neuen UN-Topjob – 21 Länder stimmen nicht für die Grüne. In: focus.de. 3. Juni 2025, abgerufen am 3. Juni 2025.</ref>

Politische Positionen

Umweltpolitik

Baerbock forderte einen Kohleausstieg bis zum Jahr 2030 sowie ein Tempolimit von 130 Kilometer pro Stunde und „spätestens ab 2030“ nur noch die Neuzulassung emissionsfreier Autos. Die „Agrarsubventionen sollen sich am Gemeinwohl orientieren, nicht mehr an der Fläche. Bäuerinnen und Bauern sollten mit Klimaschutz Geld verdienen können“, außerdem sollten Tierbestände und Fleischproduktion „sehr deutlich reduziert werden“.<ref>Manches muss man auch verbieten. In: taz.de. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref> Für sie sei „Klimapolitik kein Gegensatz zur Wirtschaft“, und es gehe darum, den „Industriestandort Deutschland ins 21. Jahrhundert zu führen – im Lichte des Pariser Klimaabkommens“. Sie plädierte für die Produktion von klimaneutralem (also ohne Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid produzierten) europäischen Stahl. Zudem hielt sie Klimazölle für denkbar. Innerdeutsche Flüge sollten durch eine Verbesserung des Bahnnetzes „bis 2035 überflüssig werden“. Zudem gelte für die Grünen der „Grundsatz der Technologieoffenheit“.<ref>Grünen-Chefin Baerbock: Klima und Wirtschaft? Das funktioniert. In: haz.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Februar 2021; abgerufen am 20. Januar 2021.</ref> In einem Interview mit dem Deutschlandfunk forderte sie den Umbau der deutschen Unternehmen und Produktionsstätten: „Der dritte Bereich ist der Umbau der Industrie und deswegen drücke ich auch so aufs Gas an der Stelle, weil unsere Industrie im absoluten Wettbewerb steht. Es geht jetzt darum, wer produziert zum Beispiel als erstes klimaneutralen Stahl. Das ist essenziell für den Schutz der Arbeitsplätze in Deutschland und in Europa. Wenn wir da nicht vorne mit dabei sind, dann tun es andere. Wir haben schon mal gesehen: Wenn China den europäischen Markt mit Stahl flutet, dann müssen große Werke schließen, und das will ich verhindern.“<ref>Baerbock (Grüne) über Klimaneutralität – „Eine Umstellung des Produktionssystems gehört dazu“. In: deutschlandfunk.de. Abgerufen am 12. Mai 2021.</ref>

Anlässlich des am 29. April 2021 ergangenen Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz stellte Baerbock für den Fall der Beteiligung ihrer Partei an der künftigen Bundesregierung die Festlegung konkreter Treibhausgas-Sparziele in Aussicht. Auch sollte bis zur Mitte der 2020er Jahre die jährliche Ausbauleistung an erneuerbaren Energiequellen gegenüber der bisherigen Quote verdoppelt werden. Den Kohleausstieg in Deutschland wollte sie früher als bisher vorgesehen abschließen. Der CO2-Preis müsse Investitionen in klimaneutrale Produktionsweisen belohnen; Klimaschädigung dagegen sei zu verteuern.<ref>Verfassungsrichter zwingen Regierung zu mehr Klimaschutz. In: Die Welt, 30. April 2021, S. 1.</ref> Die Einnahmen sollten an alle als Energiegeld zurückfließen.<ref name=":0">Grünen-Chefin: Baerbock will Kurzstreckenflüge abschaffen. In: tagesschau.de. Abgerufen am 16. Mai 2021.</ref>

Opfer von Extremwetterereignissen, die durch den Klimawandel zunehmen, sollten nach Ansicht von Baerbock über einen staatlichen „Klima-Anpassungsfonds“ entschädigt werden. Außerdem sollte es einen „Klima-Vorsorgefonds“ für Kommunen geben, um präventive Maßnahmen gegen etwa drohende Überschwemmungen zu unterstützen.<ref>Klimaschäden: Annalena Baerbock schlägt Entschädigungen für Wetterkatastrophen vor. In: Der Spiegel. Abgerufen am 6. Juli 2021.</ref>

Migrationspolitik

Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni 2019 forderte Baerbock auf dem EU-Gipfel, dass die Staats- und Regierungschefs „endlich ein großzügiges Kontingent für die legale Flucht nach Europa beschließen“ sowie eine gemeinschaftliche Verteilung von Geflüchteten und ein Sofortprogramm zum Aufbau einer europäischen Seenotrettungsmission auf den Weg bringen sollten.<ref>Grünen-Chefin Baerbock fordert Wende in EU-Flüchtlingspolitik. In: lvz.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Mai 2021; abgerufen am 20. Januar 2021.</ref>

Nach einem Großbrand im griechischen Flüchtlingslager Moria im Jahr 2020 forderte Baerbock, dass Deutschland 5000 schutzbedürftige Menschen aufnehmen sollte, die griechischen Lager evakuiert und die Menschen in Sicherheit gebracht werden sollten, und äußerte: „Deutschland muss handeln – nicht erst seit heute, sondern schon seit Jahren“. Außerdem schlug sie vor, Erstaufnahmeeinrichtungen an den EU-Außengrenzen aufzubauen, an denen Flüchtlinge „schnell registriert, einer Sicherheitsprüfung und einem Datenabgleich unterzogen“ werden können, um sie schnellstmöglich in der EU verteilen und dann Asylverfahren einleiten zu können.<ref>Baerbock will 5000 Schutzbedürftige aus griechischen Lagern holen. In: rnd.de. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref><ref>Grünen-Chefin ruft EU zur Aufnahme von Flüchtlingen auf. In: zeit.de. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref><ref>„Deutschland muss handeln“, fordert Baerbock – Laschet will 1000 Flüchtlinge aufnehmen. In: welt.de. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref>

Außenpolitik

Datei:Secretary Blinken Participates in the G7 Foreign Ministers’ Meeting Session on Iran (52476651278).jpg
Annalena Baerbock mit den Außenministern der G7 im Friedenssaal des Rathauses Münster, 2022

Baerbock forderte im Januar 2020 „ein stärkeres gemeinsames europäisches Engagement in der Verteidigungspolitik“. „Europa kreist seit Jahren um sich selbst, die Trump-Administration hat der Welt den Rücken gekehrt. Die Lücke, die entstanden ist, füllen autoritäre Staaten“, sagte sie. Wenn der Westen also Staaten wie China, Russland oder der Türkei nicht das Feld überlassen wolle, müsse Europa seine „Friedensrolle“ in der Welt wieder ernster nehmen.<ref>Grünen-Chefin für europäische Verteidigungspolitik. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref> Weiterhin forderte Baerbock im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland, verwies zugleich aber auf einen internationalen Rahmen, der auch die Interessen der osteuropäischen Staaten einbeziehen solle.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schlagabtausch der Kandidaten Differenzen vor allem bei der Verteidigung. (Memento vom 30. November 2021 im Internet Archive)</ref> Baerbock vertrat als Außenministerin die Idee einer feministischen Außenpolitik,<ref>Johannes Leithäuser, Berlin: Feministische Außenpolitik: Annalena Baerbock will „den Genderblick in den Köpfen verankern“. In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 8. November 2022]).</ref> deren Leitlinien sie im Februar 2023 vorstellte.<ref>Baerbocks feministische Außenpolitik: Das ist geplant. Abgerufen am 1. März 2023.</ref> Sie erklärte außerdem mehrmals, eine wertegeleitete Außenpolitik zu vertreten, beispielsweise in ihrer Rede zur Entwicklung einer Nationalen Sicherheitsstrategie im März 2022: „Eine wertegeleitete Außenpolitik bedeutet, gleichzeitig Werte und Interessen – auch wirtschaftliche Interessen – zu verteidigen. Weil das eine mit dem anderen ganz eng zusammenhängt.“<ref>Annalena Baerbock und die feministische Außenpolitik: Wie sich Werte und Interessenpolitik verbinden lassen. In: Frankfurter Rundschau. 21. Juni 2023, abgerufen am 7. Januar 2024.</ref><ref>Rede der Bundesministerin des Auswärtigen, Annalena Baerbock,. In: bundesregierung.de. Abgerufen am 7. Januar 2024.</ref><ref>Rede von Außenministerin Annalena Baerbock zur Entwicklung einer Nationalen Sicherheitsstrategie. In: Auswärtiges Amt. Abgerufen am 7. Januar 2024.</ref>

Im Januar 2021 kritisierte Baerbock die landeseigene Umweltstiftung von Mecklenburg-Vorpommern, die den Weiterbau der Ostseepipeline Nord Stream 2 garantieren und gegen Eingriffe der USA abschirmen sollte. In der FAZ äußerte sie:

„Dass mit russischen Geldern eine Stiftung unter dem Deckmantel des Klimaschutzes finanziert wird, die einzig und allein zur Fertigstellung der Pipeline dient, ist einfach ungeheuerlich. Nicht nur klimapolitisch, sondern vor allem geostrategisch.“<ref>Baerbock fordert Stopp von Stiftung für Nord Stream 2. In: faz.net. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Januar 2021; abgerufen am 20. Januar 2021.</ref>

In einem Interview mit der Zeit vom 22. Dezember 2021 sagte Baerbock, dass man sich als Europäische Union und stärker noch als Bundesrepublik Deutschland der Realität einer engen wirtschaftlichen Verbundenheit mit China stellen müsse und sich nicht „von diesem riesigen Markt entkoppeln“ wolle. Sie war trotzdem (entsprechend der Parteiposition der Grünen) chinakritischer als ihre Vorgänger von der SPD und chinakritischer als Bundeskanzler Olaf Scholz (ebenfalls SPD). Im September 2023 bspw. bezeichnete sie Xi Jinping als „Diktator“.<ref>China bestellt wegen Baerbock-Äußerung deutsche Botschafterin ein. Abgerufen am 22. September 2023.</ref> Die chinesische Regierung bezeichnete dies als „absurd“ und die Würde Chinas verletzend. Zudem wurde die deutsche Botschafterin Patricia Flor einbestellt.<ref>Handelsblatt. Abgerufen am 22. September 2023.</ref> Baerbock hatte sich bei Amtsantritt vorgenommen, die Sprechzettelkultur im Außenministerium zu überwinden, und hat einen Hang zur Zuspitzung.<ref>Marina Kormbaki: Außenministerin Annalena Baerbock: Warum so undiplomatisch? In: Spiegel Online. 4. August 2022, abgerufen am 27. Mai 2024.</ref> Für Irritationen sorgte ihre Äußerung vor dem Europarat im Januar 2023: We are fighting a war against Russia and not against each other („Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander“).<ref>Tobias Schulze: Annalena Baerbock im Porträt: Keine Angst vor Turbulenzen. In: taz.de. 28. Mai 2023, abgerufen am 27. Mai 2024.</ref>

Die Lieferung von Waffen an die Ukraine unterstützte sie mit der Aussage: „Unsere Waffenlieferungen helfen offensichtlich sehr deutlich, Menschenleben zu retten.“<ref>„Unsere Waffen helfen, Menschenleben zu retten“. In: FAZ, 22. September 2022, „Unsere Waffen helfen, Menschenleben zu retten“. In: faz.net. Abgerufen am 20. September 2022.</ref> Als die Ampelregierung entgegen dem Koalitionsvertrag doch Waffenexporte an Saudi-Arabien, das im Jemen Kriegspartei ist, genehmigte, unterstützte Baerbock als Außenministerin diesen Handel mit der Erklärung, dass Saudi-Arabien von den jemenitischen Huthis auf Israel abgeschossene Raketen abgefangen und damit zur Sicherheit Israels beigetragen hat.<ref>Bundesregierung nun doch offen für Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. In: Der Spiegel. 7. Januar 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 7. Januar 2024]).</ref>

Wirtschafts- und Sozialpolitik

Der „Industriestandort Deutschland“ sollte nach Baerbocks Ansicht gehalten werden, aber Wachstum müsste „im Sinne einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft, innerhalb der planetaren Grenzen“ erfolgen, und Wohlstand sollte in einem „umfassenderen“, das Ökologische mit einbeziehenden Sinne definiert werden. Klimaschutzziele sollen mit der Wirtschaftspolitik „verzahnt“ und u. a. Gründungsförderung, Digitalisierung, schnellerer Ausbau der Infrastruktur und Netze befördert werden.<ref>Sozial und ökologisch: Grüne wollen Wohlstand neu definieren. In: stimme.de. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref>

Baerbock forderte 2021 eine Frauenquote von mindestens 33 Prozent in Vorständen und 40 Prozent für Aufsichtsräte Das Thema bezeichnete sie als wichtigen Punkt für mögliche Koalitionsverhandlungen.<ref>Internationaler Frauentag: Forderungen nach Frauen-Quoten und Aus für Ehegattensplitting. Abgerufen am 14. Juli 2021.</ref>

Eine im Grundgesetz geregelte Schuldenbremse hält Baerbock grundsätzlich für gerechtfertigt. Gegenüber dem Deutschlandfunk sagte sie 2020: „Natürlich brauchen wir eine Verankerung auch grundgesetzlich dafür, dass wir nicht Schulden ins Endlose machen können.“ Sie warf konservativen Parteien und der SPD auf kommunaler Ebene vor, das „Geld zum Fenster herausgeschmissen [zu] haben“, etwa für Bauvorhaben. Allerdings müsse die existierende Schuldenbremse, wie es im Parteiprogramm der Grünen gefordert wird, „erweitert“ werden; dies sei notwendig, um Investitionen in „Daseinsvorsorge, Krankenhausfinanzierung, Schulfinanzierung, auch die ganzen Infrastrukturprojekte im Klimabereich“ zu ermöglichen.<ref>Nach Bundesparteitag der Grünen – „Wir wollen Verantwortung übernehmen“. In: deutschlandfunk.de. Abgerufen am 19. April 2021.</ref> Sie betonte, „Haushalte zu Lasten der Investitionen [zu] konsolidieren schadet den jungen Generationen“.<ref>Baerbock wirft CDU spalterische Politik vor. In: ZDF. Abgerufen am 6. Juli 2021.</ref> Eine schnelle Rückkehr zur Schuldenbremse, die während der Corona-Pandemie ausgesetzt wurde, lehnte Baerbock im Mai 2021 ab.<ref>n-tv Nachrichten: Baerbock will Schuldenbremse lockern. Abgerufen am 13. Juni 2021.</ref>

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Ein bedingungsloses Grundeinkommen, wie es von Teilen der Partei gefordert wird, lehnte Baerbock 2021 ab, befürwortete jedoch eine „Garantiesicherung“, die Hartz IV durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung ersetzen sollte.<ref>Christine Haas: Bedingungsloses Grundeinkommen: Parteitagsbeschluss spaltet die Grünen. In: Die Welt. 23. November 2020 (welt.de [abgerufen am 24. Juni 2021]).</ref>

Gegenüber dem Sozialverband VdK Deutschland betonte Baerbock im Juli 2021, dass sie zur Bekämpfung von Altersarmut, wie im Parteiprogramm gefordert, den Mindestlohn auf 12 Euro anheben und sowohl Selbstständige als auch Politiker und Beamte in die gesetzliche Rente einbeziehen wollte. Mit Selbstständigen und Abgeordneten konnte ihrer Auffassung nach bereits in der Legislaturperiode (2021–2025) begonnen werden, während sie bei Beamten „den Übergang schrittweise organisieren“ wollte. Zusätzlich fordert sie, dass Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge für Beschäftigte, die weniger als 15 Euro die Stunde verdienen, auf das Niveau von 15 Euro Stundenlohn aufstocken sollten.<ref>Sozialverband VdK Deutschland e.V: Baerbock will Selbstständige und Politiker unverzüglich in die gesetzliche Rente einbeziehen. Abgerufen am 13. Juli 2021.</ref>

Pandemiepolitik

Baerbock forderte während der COVID-19-Pandemie in Deutschland Verbesserungen für Kinder und Familien.<ref>PHOENIX : Baerbock: Kinder und Familien hatten in der Pandemie bei der Bundesregierung keine Priorität. In: Presseportal.de. 18. Juni 2021, abgerufen am 27. Juni 2021.</ref> So forderte sie zur Bewältigung der Coronakrise einen Anspruch auf Kinderbetreuung für Alleinerziehende, eine Notbetreuung an allen Schulen und Kitas und ein „Corona-Kindergeld“.<ref>Baerbock kritisiert „blinde Flecken“ in der Corona-Politik, Schüler protestieren. In: welt.de. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref>

Kontroversen

Im Bundestagswahlkampf 2021

Im Rahmen ihrer Kanzlerkandidatur sah sich Baerbock nach journalistischen Recherchen zu mehreren inhaltlichen Korrekturen ihres Lebenslaufs veranlasst. Diese Unstimmigkeiten führten zu Kritik in zahlreichen Medien und zu Zweifeln an ihrer Eignung als Kanzlerkandidatin.<ref>Baerbocks Lebenslauf. Das Netz vergisst nicht. In: tagesschau.de (Faktenfinder), 7. Juni 2021. Abgerufen am 9. Juni 2021.</ref><ref>Silke Mertins: Lebenslauf von Annalena Baerbock: Hochgradig unprofessionell, taz, 6. Juni 2021.</ref><ref>Frederik Schindler: Eine Chronik der Änderungen in Baerbocks Lebenslauf, Welt, 8. Juni 2021.</ref>

Im März 2021 meldete Baerbock der Bundestagsverwaltung Nebeneinkünfte von mehr als 25.000 Euro aus ihrer Funktion als Co-Parteivorsitzende nach.<ref name="zeit_nk">Grünen-Chefin räumt Fehler wegen Sonderzahlung ein. In: Zeit online. 21. Mai 2021, abgerufen am 13. Juni 2021.</ref><ref name="sueddeutsche_nk">Constanze von Bullion: Baerbock muss Einkünfte nachmelden. In: sueddeutsche.de. 19. Mai 2021, abgerufen am 13. Juni 2021.</ref> Als dies im Mai 2021 bekannt wurde und auch im Zusammenhang mit der Forderung der Grünen, die Nebeneinkünfte von Abgeordneten „auf Euro und Cent“ offenzulegen, kritisch kommentiert wurde, bezeichnete sie den verspäteten Vorgang als „Fehler“ und „blödes Versäumnis“.<ref name="zeit_nk" /><ref name="sueddeutsche_nk" /><ref>Okan Bellikli, Kevin Hagen, Annabelle Körbel, Timo Lehmann, Jonas Schaible: Wahrheit in Häppchen. Annalena Baerbocks Boni-Probleme. In: Der Spiegel. Nr. 21, 22. Mai 2021, S. 29.</ref>

Im Juni 2021 veröffentlichte der Plagiate aufdeckende Gutachter Stefan Weber eine Liste mit Textstellen ihres kurz zuvor veröffentlichten Buches Jetzt. Wie wir unser Land erneuern, die er als Plagiate bzw. Urheberrechtsverletzungen bezeichnete.<ref>Am 14. September 2021 schloss Stefan Weber seine Untersuchung des Buches mit dem Hinweis auf ermittelte 100 Plagiatsfragmente ab und ergänzte, dass er keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe. (Stefan Weber macht Kanzlerkandidaten weitere Plagiatsvorwürfe. In: Zeit Online. 14. September 2021, abgerufen am 14. September 2021.)</ref> Baerbock wies die Vorwürfe zunächst zurück; sie habe nur Fakten aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Habe kein Sachbuch geschrieben“ (Memento vom 31. Juli 2021 im Internet Archive)</ref> Im Fortgang der öffentlichen Debatte räumte sie es als Versäumnis und Fehler ein, kein Quellenverzeichnis erstellt zu haben, und kündigte eine entsprechende Überarbeitung an. Baerbocks Buch gab Anlass zu einer Debatte über die Plagiatsvorwürfe, über den Umgang mit Kandidaturen von Frauen und über die diesbezüglichen Reaktionen der Grünen. In der Presse hieß es einerseits, dass die Debatte von wichtigen politischen Wahlkampfthemen ablenke,<ref>Angelika Wohlfrom: Liebe Frau Baerbock, kümmern Sie sich um Inhalte, statt sich in der Plagiatsdebatte zu verzetteln!. In: Suedkurier.de, 4. Juli 2021, Abruf am 4. Juli 2021.</ref><ref>Constanze von Bullion: Stümperhaft, aber nicht verboten. In: Süddeutsche Zeitung. 30. Juni 2021, abgerufen am 3. Juli 2021.</ref> andererseits aber habe sich Baerbock angreifbar gemacht.<ref>Stefan Kuzmany: Das auch noch. In: SPON, 30. Juni 2021, Abruf am 2. Juli 2021.</ref><ref>Burkhard Ewert: Die Grünen sind selbst schuld. In: noz.de, 3. Juli 2021, Abruf am 7. Februar 2023.</ref> Im November 2021 gab Baerbock bekannt, dass es keine Neuauflage des Buchs geben werde, da ihr die Zeit für die nötige Überarbeitung fehle.<ref>Susanne Gaschke: Annalena Baerbock verramscht sich quasi selbst, Welt Online, 18. November 2021.</ref><ref>Nach Plagiatsaffäre: Druckstopp für Buch von Annalena Baerbock in: spiegel.de vom 18. November 2021, abgerufen am 7. Februar 2023.</ref>

Während des Wahlkampfes 2021 wurde Baerbock mehr als alle anderen Spitzenkandidaten in Beiträgen auf YouTube attackiert.<ref>So macht die rechte Youtube-Community Stimmung gegen Baerbock tagesspiegel.de, abgerufen am 29. April 2025.</ref>

Als Bundesministerin des Auswärtigen

Baerbock kam infolge ihrer Flugreisen insbesondere zur Fußball-EM 2024 mehrfach in Kritik. Kritisiert wurden unter anderem das Nutzen von nächtlichen Kurzstreckenflügen<ref>Flug-Affäre um Baerbock: Außenministerin war bei weiterem EM-Flug an Bord. 2. Juli 2024, abgerufen am 13. Januar 2025.</ref> sowie die Kosten.<ref>MSN. Abgerufen am 13. Januar 2025.</ref>

Insbesondere in sozialen Medien wie X wurden ihr häufige Versprecher vorgeworfen. So sorgte ihr ursprünglich englischer Satz „Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander“, den sie am 24. Januar 2023 im Europarat tätigte, für internationale Beachtung.<ref>ZDF-Doku: Baerbock bereut Aussage zu „Kriegserklärung“. 14. November 2023, abgerufen am 13. Januar 2025.</ref><ref>Nick Mordowanec Staff Writer: Germany says quiet part out loud about Ukraine war. 25. Januar 2023, abgerufen am 13. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Besonders in der russischen Propaganda traf dieser Satz auf ein Echo.<ref>Christian Döbber: Deutschland im Krieg mit Russland? „Baerbock denkt wohl wirklich so“. In: Focus Online. 30. Januar 2023, abgerufen am 13. Januar 2025.</ref>

Für die Lieferung von Eurofighter-Kampfjets an Saudi-Arabien wurde sie auch parteiintern von Ricarda Lang kritisiert. Für ihre Enthaltung im Oktober 2023 bei der UN-Resolution zur „sofortigen humanitären Waffenruhe“ im Gazastreifen stieß sie auf Widerspruch aus Union und FDP.<ref>Focus online: Polter-Diplomatie und Wut bei Grünen – wie die Kritik an Baerbock wächst. In: Focus online. (focus.de [abgerufen am 13. Januar 2025]).</ref>

Als Präsidentin der UN-Generalversammlung

Ein kritisches Medienecho fand Baerbocks Entscheidung, nach der Bundestagswahl 2025 und dem Ende ihrer Zeit als Bundesministerin, sich für das Amt der Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu bewerben, für das ein deutscher Repräsentant vorgesehen war.<ref>Warum sorgt Baerbocks Wechsel zur UN für Aufruhr? tagesschau.de, 21. März 2025.</ref><ref>Heftige Kritik an Baerbocks UN-Job: „Kein Selbstbedienungsladen“ morgenpost.de, 28. März 2025.</ref><ref>Thomas Urban, Sie nannten sie „Plaudertasche“ cicero.de, 19. März 2025.</ref> Auch in UN-Diplomatenkreisen wurde Unmut geäußert,<ref>„Spalterisch, respektlos“: Interne UN-Chats zeigen Wut wegen Baerbocks Jobwechsel focus.de, 28. März 2025.</ref> denn Baerbock hatte noch 2024 die Diplomatin Helga Schmid für diesen Posten nominiert.<ref>Deutsche für Spitzenjob nominiert sueddeutsche.de, 18. Juli 2024.</ref> Der Ex-Botschafter bei der UNO, Christoph Heusgen, kritisierte Baerbock, sie behandele die UNO wie einen „Selbstbedienungsladen“.<ref>Ärger über Baerbocks Uno-Posten - »Deutschland tut sich keinen Gefallen« spiegel.de, 28. März 2025.</ref> Auch Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) kritisierte das Vorgehen: Helga Schmid sei eine „großartige Diplomatin“, Baerbock könne „viel von ihr lernen“.<ref>Eine umstrittene Personalie tagesschau.de, 19. März 2025.</ref> Mareen Linnartz dagegen bescheinigte Baerbock in der Süddeutschen Zeitung Kompetenz für den zukünftigen Posten „als bestens vernetzte und […] ehemalige Außenministerin“ und führte die scharfe Kritik auch darauf zurück, dass Baerbock eine machtbewusste Frau sei.<ref>Mareen Linnartz: Die Kritik an Annalena Baerbocks Wechsel zu den UN sagt vor allem etwas über die Männer aus. In: sueddeutsche.de. 20. März 2025, abgerufen am 9. September 2025.</ref> Ähnlich argumentierte Tina Hassel vom ARD-Hauptstadtstudio, die ihr aber ungeschickte Kommunikation in dieser Causa vorwarf.<ref>Tina Handel: Warum sorgt Annalena Baerbocks Wechsel zur UN für Aufruhr? In: tagesschau.de. 21. März 2025, abgerufen am 9. September 2025.</ref>

Mitgliedschaften

Baerbock war 2016 Gründungsmitglied<ref>Katharina Wiechers: Annalena Baerbock: „Vieles ist ohne Hilfe nicht zu schaffen“. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 12. Dezember 2016, abgerufen am 29. April 2021.</ref> und anschließend Vorsitzende<ref>Der Verein. Hand in Hand Potsdam e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. September 2016; abgerufen am 18. November 2022.</ref> des Vereins Hand in Hand Potsdam e. V., in dem sich Menschen in der Geflüchtetenhilfe engagieren. Von 2020 bis 2021 war sie dort Beisitzerin.<ref>Der Verein. In: Hand in Hand Potsdam e. V. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. August 2020; abgerufen am 18. November 2022.</ref><ref>Der Verein. Hand in Hand Potsdam e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. April 2021; abgerufen am 18. November 2022.</ref> Sie ist außerdem Mitglied in der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess einsetzt,<ref>Europa-Union MdB Parlamentariergruppe Landesverband Brandenburg. In: europa-union.de. Abgerufen am 11. August 2025.</ref> und der Atlantik-Brücke.<ref>Annalena Baerbock: Curriculum Vitae. (PDF; 132 KB) Juni 2021, abgerufen am 22. August 2023.</ref> Seit 2020 ist Baerbock Mitglied der Community Young Global Leaders des Weltwirtschaftsforums.<ref>Curriculum Vitae – Annalena Baerbock. (PDF) Abgerufen am 6. Juni 2021.</ref>

Persönliches

Baerbock heiratete 2007<ref name="Spiegel">Der Spiegel Nr. 17 vom 24. April 2021, S. 22.</ref> ihren Lebensgefährten Daniel Holefleisch (* 1973).<ref name="Zentrale">Er könnte bald Kanzlerinnen-Gatte sein – aber Baerbocks Mann hat einen anderen Traum. In: focus.de. 14. Mai 2021, abgerufen am 21. Juni 2021.</ref> Dieser war seit 2004 in der Parteizentrale der Grünen für die Kommunikation zwischen der Wirtschaft und dem Bundesvorstand zuständig. Holefleisch war ab 2017 als Lobbyist bei der Deutschen Post beschäftigt,<ref name="PK" /><ref>Berliner Bühne: Der „Kloppo“ der Grünen. In: rp-online.de. 13. September 2011, abgerufen am 18. November 2019.</ref><ref>Angela Ulrich: Neue First Lady – oder First Gentleman? In: tagesschau.de. 25. September 2021, abgerufen am 25. September 2021.</ref> gab diesen Posten aber im Juli 2021 auf.<ref>Annalena Baerbock: Das Geheimnis ihrer Ehe. In: BUNTE.de. 28. Dezember 2021, abgerufen am 28. Dezember 2021.</ref> Seit Mai 2022 ist er Partner bei der Kommunikationsberatung MS&L.<ref>Holefleisch wird Partner bei MSL | politik&kommunikation. 28. April 2022, abgerufen am 28. April 2022.</ref> Die Organisation Lobbycontrol bezeichnete den Wechsel von Holefleisch als „aus mehreren Gründen problematisch“. MS&L sei mitunter für ausländische Regierungen tätig, „vor einigen Jahren etwa für Saudi-Arabien“.<ref>Neuer Job: Ehemann der Außenministerin wird Partner bei PR-Agentur. In: stuttgarter-zeitung.de. 29. April 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Juli 2022; abgerufen am 2. Mai 2022.</ref> Mit den zwei gemeinsamen Töchtern (* 2011 und * 2015)<ref>Für ihre Töchter. In: tagesspiegel.de. 12. Dezember 2017, abgerufen am 18. November 2019.</ref> lebten sie in Potsdam.<ref name="PK">Birgit Marschall: Das Machtsystem der Grünen-Doppelspitze. In: Politik & Kommunikation Nr. 128, politik-kommunikation.de. 18. Mai 2018, abgerufen am 18. November 2019.</ref><ref>Thorsten Metzner: Annalena Baerbock, Grüne. In: Der Tagesspiegel. 20. Oktober 2013, abgerufen am 18. November 2019.</ref> Im November 2024 machten Holefleisch und Baerbock ihre Trennung publik.<ref>Annalena Baerbock: Trennung von Ehemann Daniel Holefleisch. In: zdf.de. 22. November 2024, abgerufen am 22. November 2024.</ref><ref>Gemeinsame Erklärung: Annalena Baerbock und Ehemann Daniel Holefleisch haben sich getrennt, spiegel.de vom 22. November 2024.</ref>

Baerbock ist evangelisch-lutherischer Konfession.<ref name="bundestag.de">Deutscher Bundestag, Abgeordnete, Annalena Baerbock. Abgerufen am 20. Januar 2021.</ref> Zu ihrem Verhältnis zu Kirche und Glauben äußerte sie sich 2021 so: „Ich bin nicht gläubig, aber trotzdem in der Kirche, weil mir die Idee des Miteinanders extrem wichtig ist.“<ref>Angelika Hellemann und Thomas Block: Grünen-Co-Chefin im Interview: Kommt Deutschland 2021 noch an den Grünen vorbei, Frau Baerbock? In: Bild am Sonntag. 20. Dezember 2020, abgerufen am 3. August 2021.</ref><ref>Grüne nominieren Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin. In: Die Zeit. 19. April 2021, abgerufen am 19. April 2021.</ref>

Veröffentlichungen

  • Emissionshandel neu denken. In: Michael Angrick, Christoph Kühleis, Jürgen Landgrebe, Jan Weiß (Hrsg.): 12 Jahre Europäischer Emissionshandel in Deutschland. Metropolis-Verlag, Marburg 2018, ISBN 978-3-7316-1287-2, S. 191–202
  • Jetzt. Wie wir unser Land erneuern. In Zusammenarbeit mit Michael Ebmeyer. Ullstein Buchverlage, Berlin 2021, ISBN 978-3-550-20190-5.
  • „Was fest gefügt und unveränderlich scheint, das kann sich ändern.“ Im Dienst für eine freie Welt. In: Annette Schavan (Hrsg.): Die hohe Kunst der Politik. Die Ära Angela Merkel. Herder, Freiburg im Breisgau, Basel, Wien 2021, ISBN 978-3-451-39086-9, S. 152–162.

Auszeichnungen

Deutschland

International

Dokumentation

Literatur

  • Anita Partanen: Annalena Baerbock. Die Biografie. riva, München 2021, ISBN 978-3-7423-1959-3

Weblinks

Commons: Annalena Baerbock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Konrad Adenauer (CDU, 1951–1955) | Heinrich von Brentano (CDU, 1955–1961) | Gerhard Schröder (CDU, 1961–1966) | Willy Brandt (SPD, 1966–1969) | Walter Scheel (FDP, 1969–1974) | Hans-Dietrich Genscher (FDP, 1974–1982) | Helmut Schmidt (SPD, 1982) | Hans-Dietrich Genscher (FDP, 1982–1992) | Klaus Kinkel (FDP, 1992–1998) | Joschka Fischer (B90/Grüne, 1998–2005) | Frank-Walter Steinmeier (SPD, 2005–2009) | Guido Westerwelle (FDP, 2009–2013) | Frank-Walter Steinmeier (SPD, 2013–2017) | Sigmar Gabriel (SPD, 2017–2018) | Heiko Maas (SPD, 2018–2021) | Annalena Baerbock (B90/Grüne, 2021-2025) Johann Wadephul (CDU, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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1940er-Jahre:

Spaak (BEL) | Aranha (BRA) | Arce (ARG) | Evatt (AUS) | Rómulo (PHI)

1950er-Jahre:

Entezam (IRN) | Nervo (MEX) | Pearson (CAN) | Pandit (IND) | van Kleffens (NED) | Maza (CHI) | Masson (CHI) | Waithayakon (THA) | Munro (NZL) | C. Malik (LIB) | Belaúnde (PER)

1960er-Jahre:

Boland (IRL) | Slim (TUN) | Khan (PAK) | Rodríguez (VEN) | Quaison-Sackey (GHA) | Fanfani (ITA) | Pazhwak (AFG) | Mănescu (ROM) | Catalán (GUA) | Brooks (LBR)

1970er-Jahre:

Hambro (NOR) | A. Malik (INA) | Trepczynski (POL) | Benítes (ECU) | Bouteflika (ALG) | Thorn (LUX) | Amerasinghe (SRI) | Mojsov (YUG) | Liévano (COL) | Salim (TAN)

1980er-Jahre:

von Wechmar (BRD) | Kittani (IRQ) | Hollai (HUN) | Illueca (PAN) | Lusaka (ZAM) | Piniés (ESP) | Choudhury (BAN) | Florin (DDR) | Caputo (ARG) | Garba (NGR)

1990er-Jahre:

de Marco (MLT) | Shihabi (KSA) | Ganew (BUL) | Insanally (GUY) | Essy (CIV) | Freitas do Amaral (POR) | Ismail (MAS) | Udowenko (UKR) | Opertti (URU) | Gurirab (NAM)

2000er-Jahre:

Holkeri (FIN) | Han (KOR) | Kavan (CZE) | Hunte (LCA) | Ping (GAB) | Eliasson (SWE) | Al Chalifa (BAH) | Kerim (MKD) | Brockmann (NIC) | Treki (LAR)

2010er-Jahre:

Deiss (SUI) | al-Nasser (QAT) | Jeremić (SRB) | Ashe (ANT) | Kutesa (UGA) | Lykketoft (DEN) | Thomson (FIJ) | Lajčák (SVK) | Espinosa (ECU) | Bande (NGA)

2020er-Jahre:

Bozkır (TUR) | Shahid (MDV) | Kőrösi (HUN) | Francis (TTO) | Yang (CMR) | Baerbock (GER)

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1980–1993:
Die Grünen:

August Haußleiter | Petra Kelly | Norbert Mann | Dieter Burgmann | Manon Maren-Grisebach | Wilhelm Knabe | Rainer Trampert | Rebekka Schmidt | Jutta Ditfurth | Lukas Beckmann | Christian Schmidt | Regina Michalik | Verena Krieger | Ralf Fücks | Ruth Hammerbacher | Renate Damus | Hans-Christian Ströbele | Heide Rühle | Ludger Volmer | Christine Weiske

ab 1993:
Bündnis 90/Die Grünen:

Marianne Birthler | Ludger Volmer | Krista Sager | Jürgen Trittin | Gunda Röstel | Antje Radcke | Renate Künast | Fritz Kuhn | Claudia Roth | Angelika Beer | Reinhard Bütikofer | Cem Özdemir | Simone Peter | Annalena Baerbock | Robert Habeck | Ricarda Lang | Omid Nouripour | Felix Banaszak | Franziska Brantner

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Landesvorstandssprecher von Bündnis 90/Die Grünen Brandenburg

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