Naturschutzgebiet Breeser See
Naturschutzgebiet Breeser See
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Ostufer des Breeser Sees | ||||||
| Lage | Östlich von Lohmen im mecklenburgischen Landkreis Rostock | |||||
| Fläche | 162 ha | |||||
| Kennung | LU MV 105 (PDF; 217 kB) | |||||
| WDPA-ID | 14358 | |||||
| Natura-2000-ID | {{#property:p3425}} | |||||
| Geographische Lage | 53° 41′ N, 12° 7′ O
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| Meereshöhe | von 37 m bis 46 m | |||||
| Einrichtungsdatum | 7. August 1974 | |||||
| Verwaltung | LUNG | |||||
Das Naturschutzgebiet Breeser See ist ein 163 Hektar großes Naturschutzgebiet in Mecklenburg-Vorpommern einen Kilometer östlich von Lohmen. Die Unterschutzstellung erfolgte am 7. August 1974. Das Schutzgebiet umfasst den Breeser See mit angrenzendem Verlandungsgürtel.
Der heutige Gebietszustand wird als befriedigend eingeschätzt. Hohe Nährstoffeinträge in den See zu DDR-Zeiten wirken sich immer noch nachteilig aus und führen zu problematischen Algenblüten. Ein Betreten der Flächen ist nur am Ostufer möglich, wo auch eine Beobachtungskanzel existiert.
Geschichte
Der Breeser See geht auf eine Toteisform zurück, die während der letzten Eiszeit entstand. Er ist ein Quellsee, der von kalkhaltigem Grundwasser gespeist wird. Umfangreiche Kalkmudden lagerten sich ab. Nach einer Seespiegelabsenkung im 19. Jahrhundert wurden die Randbereiche als Grünland genutzt und Torf gestochen. Die Flächen wurden zu DDR-Zeiten kaum noch genutzt. Ab den 1970er Jahren verschlechterte sich der Zustand des bis dahin oligotrophen Klarwassersees durch Nährstoffeinträge. Faulschlamm lagerte sich ab. Derzeit ist der See 1,5 Meter tief. Er wird im Süden von der Bresenitz durchflossen. Im See wird seit Jahrhunderten mit Reusen und Zugnetzen gefischt.
Pflanzen- und Tierwelt
Die ursprünglichen Grundrasen mit Armleuchteralgen sind stellenweise noch zu finden. Weitere Arten der Unterwasserflora sind Laichkraut, Kanadische Wasserpest, Hornblatt, Großes Nixenkraut und Quellmoos. Der See ist von einem Röhrichtgürtel aus Schilf umgeben, an den am Nord- und Westufer Schwingriede anschließen mit Amper, Sumpffarn, Scheinzypergras-Segge, Wasserschierling und Bittersüßem Nachtschatten. Die aufgelassenen Wiesen beherbergen seltene Arten, wie Sumpf-Sitter, Steifblättriges Knabenkraut, Sumpf-Läusekraut, Sumpfherzblatt, Natternzunge, Kümmel-Silge, Purgier-Lein und Raues Veilchen. Westlich und östlich schließt ein Sumpfwald mit Erlen, Birken und Weiden an.<ref>Biotopbogen Bruchwald westlich Breesensee (PDF; 23 kB)</ref><ref>Biotopbogen Sumpf östlich von Breesensee (PDF; 21 kB)</ref>
Das Schutzgebiet ist ein bedeutender Rast- und Schlafplatz für Bläss-, Grau- und Waldsaatgänse. Rohrdommel, Kranich, Kiebitz, Flussregenpfeifer, Bekassine und Waldschnepfe brüten hier. Im Schilfgürtel versteckt liegen die Brutplätze einer Bartmeisen-Kolonie. Der Fischotter lebt im Gebiet.
Literatur
- Breeser See 105. In: Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern. Demmler-Verlag, Schwerin 2003, ISBN 3-910150-52-7, S. 530 f.
Weblinks
- <ref name="DE-MV_UK">Kartenportal Umwelt des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (Hinweise) mit Geodaten</ref>
Einzelnachweise
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Ahrenshäger See | Beketal | Binsenbrink im Teterower See | Bockhorst | Breeser See | Brooksee | Conventer See | Cossensee | Dammer Postmoor | Durchbruchstal der Warnow und Mildenitz | Ehmkendorfer Moor | Entenmoor Moitin | Freienholz | Göldenitzer Moor | Gramstorfer Berge | Griever Holz | Groß Potremser Moor | Großes Holz | Gruber Forst | Gültzsee | Gutower Moor und Schöninsel | Hohe Burg und Schwarzer See | Hütter Klosterteiche | Kösterbeck | Krakower Obersee | Maibachtal | Nebel | Peetscher See | Recknitzwiesen | Reppeliner Bachtal | Ribnitzer Großes Moor | Riedensee | Rugenseemoor | Schlichtes Moor | Stegendieksbach | Teterower Heidberge | Teufelsmoor bei Horst | Teufelssee bei Thelkow | Trebeltal | Unteres Warnowland | Upahler und Lenzener See | Wüste und Glase | Wustrow | Zehlendorfer Moor Vorlage:Klappleiste/Ende