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Henning Fritz

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Henning Fritz
Datei:Henning Fritz 4792.jpg
Henning Fritz (2014)
Spielerinformationen
Geburtstag 21. September 1974 (51 Jahre alt)
Geburtsort Magdeburg, DDR
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutschland deutsch
Körpergröße 1,88 m
Spielposition Torwart
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein Karriere beendet
Vereine in der Jugend
von – bis Verein
0000–1984 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Dynamo Magdeburg
1984–1988 Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg TuS Magdeburg
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
1988–2001 DeutschlandDeutschland SC Magdeburg
2001–2007 DeutschlandDeutschland THW Kiel
2007–2012 DeutschlandDeutschland Rhein-Neckar Löwen
2012–2021 Karriere beendet
2021–2021 DeutschlandDeutschland SG Flensburg-Handewitt
2021–12/2023 Karriere beendet
12/2023–1/2024 ItalienItalien SSV Bozen
Nationalmannschaft
Debüt am 4. November 1994
gegen UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Ungarn in Magdeburg
  Spiele (Tore)
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 235 (0)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DHB-Database: Henning Fritz (Memento vom 22. August 2005 im Internet Archive)</ref>
Stand: 20. Januar 2024

Henning Fritz (* 21. September 1974 in Magdeburg, DDR) ist ein ehemaliger deutscher Handballtorwart.<ref>Das Halbfinale ist das Ziel Merkur.de, 9. Januar 2020</ref> Mit der deutschen Handballnationalmannschaft wurde er im Jahr 2004 Europameister und 2007 Weltmeister. 2004 wurde er als erster Handballtorhüter zum Welthandballer ausgezeichnet.<ref>Der Unglaubliche, Süddeutsche Zeitung, 19. Mai 2010</ref>

Sportliche Karriere

Henning Fritz zählte zu den weltbesten Torhütern im Handball, obwohl er mit 1,88 Meter relativ klein für diese Position war. Seine Bundesliga-Karriere begann er in Magdeburg, beim SC Magdeburg feierte er dann seine ersten großen Erfolge und wurde 2001 Deutscher Meister. Ab der Saison 2001/02 spielte er für den THW Kiel und wurde in dieser Zeit viermal Deutscher Meister (2002, 2005, 2006, 2007), zweimal EHF-Pokal-Sieger (2002, 2004) und einmal DHB-Supercup-Gewinner (2005). Ab Juli 2007 spielte er für die Rhein-Neckar Löwen.

2002 wurde Fritz mit der deutschen Nationalmannschaft Vize-Europameister in Schweden und 2003 Vize-Weltmeister in Portugal. 2004 wurde er in Slowenien Europameister. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen war er der große Rückhalt der deutschen Mannschaft und ein Garant dafür, dass seine Mannschaft bis ins Finale kam und sich erst dort wie schon bei der WM in Portugal Kroatien geschlagen geben musste. 2005 konnte er wegen einer Ellbogenverletzung nicht bei der Weltmeisterschaft antreten.

Zur Weltmeisterschaft 2007 galt Fritz wegen fehlender Spielpraxis als „Wackelkandidat“. Nach guten Leistungen wurde er im Laufe des Turniers jedoch mehrfach zum „Man of the Match“ gewählt und hatte entscheidenden Anteil am Finaleinzug des deutschen Teams, welches es gegen Polen gewinnen konnte.

Im Finale wäre Fritz beinahe zur tragischen Figur des Spiels geworden, nachdem er sich – nach einer bis dahin tadellosen Leistung – beim Spielstand von 20:14 verletzte und gegen Johannes Bitter ausgewechselt werden musste. Anschließend kam die polnische Mannschaft bis auf ein Tor zum 22:21 heran, wenn auch eher wegen einer Schwächephase im deutschen Angriff denn der Leistungen Bitters. Die deutsche Mannschaft gewann das Spiel am Ende dennoch mit 29:24. Anschließend wurde Fritz noch als bester Torhüter in das Allstar-Team der WM gewählt. Der Gewinn der Handball-Weltmeisterschaft 2007 im eigenen Land ist damit Fritz’ größter Erfolg. Für diesen Triumph wurde er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.focus.de Handball–WM: Merkel lädt Handball-Weltmeister ins Kanzleramt. (Memento vom 13. September 2018 im Internet Archive) focus.de, 4. Juni 2007, abgerufen am 5. April 2014.</ref>

Bei den Rhein-Neckar Löwen beendete er nach der Saison 2011/12 seine aktive Karriere. Anschließend wurde er Torwarttrainer beim Drittligisten SG Leutershausen und im Juniorenbereich des DHB.<ref>Was macht eigentlich…? thw-handball.de, 3. Juli 2012, abgerufen am 3. Dezember 2015.</ref><ref>Aufsteiger Leutershausen holt sich einen Weltmeister. handball-world.com, 7. August 2012, abgerufen am 8. August 2012.</ref> Am 28. Mai 2021 kündigte Fritz ein Comeback im Tor bei der SG Flensburg-Handewitt bis zum Ende der Saison 2020/21 an, nachdem sich Torwart Benjamin Burić verletzt hatte.<ref>Torhüterlegende Fritz gibt mit 46 Jahren Comeback in Flensburg. In: spiegel.de. 28. Mai 2021, abgerufen am 23. Juni 2025.</ref> Im Dezember 2023 gab der italienische Erstligist SSV Bozen die Reaktivierung des Torhüters bekannt, da Stammtorwart Christophoros Nungovitch im Januar 2024 an der Afrikameisterschaft 2024 teilnahm.<ref>Henning Fritz mit Comeback. In: handball-world.news. 26. Dezember 2023, abgerufen am 26. Dezember 2023.</ref> Bei der 22:28-Niederlage gegen Pallamano Conversano hielt Fritz 16 Würfe.<ref>Henning Fritz bei Comeback mit 16 Paraden. In: handball-world.news. 14. Januar 2024, abgerufen am 20. Januar 2024.</ref>

2019 war Fritz Botschafter der Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2019.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Handball-WM: Ex-Weltmeister Hens und Fritz Hamburgs Botschafter (Memento vom 9. Juni 2022 im Internet Archive), Focus, 12. Juni 2018</ref><ref>Hens und Fritz sind Hamburgs Botschafter für die Handball-WM, Sueddeutsche, 12. Juni 2018</ref><ref>Hamburg präsentiert zwei Weltmeister von 2007 als WM-Botschafter, Handball World, 12. Juni 2018</ref>

Größte Erfolge

Mit der Nationalmannschaft

Vereinstitel

SC Magdeburg

THW Kiel

Auszeichnungen

Bundesligabilanz

Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore
1992–2001 SC Magdeburg Bundesliga 232 0 0 0
2001–2007 THW Kiel Bundesliga 187 0 0 0
2007–2012 Rhein-Neckar Löwen Bundesliga 162 2 0 2
2020/2021 SG Flensburg-Handewitt Bundesliga 8 0 0 0
1992–2021 Gesamt Bundesliga 589 2 0 2

Beruflicher Werdegang

TV-Experte

Seit der Saison 2015/16 berichtet Fritz als Co-Kommentator für den Fernsehsender Sky Deutschland von EHF-Champions-League- und Handball-Bundesligaspielen.

Podcaster

Gemeinsam mit Christian Zeitz betreibt Fritz seit Oktober 2023 den Handball-Podcast „20/12“.

Motivationscoach

Über seine Kommentatortätigkeit hinaus hält er Vorträge und gibt Seminare zum Thema Regeneration in Sport und Management. Darüber hinaus schreibt er Kolumnen zum Thema Handball und lässt die Leser an seinem Fachwissen teilhaben.

Unternehmer

Im Anschluss an seine aktive Karriere machte er publik, dass er 2005 mit dem Burn-out-Syndrom zu kämpfen hatte, das ihn nahezu zum Beenden seiner Karriere zwang. Mit einer frequenzmodulierten Musikanwendung fand er zurück zu alter Stärke. Aus den daraus gewonnenen Erfahrungen entwickelte er mit Partnern Regenerationssysteme, die auf frequenzmodulierter Akustik basieren. 2018 gründete er mit einem Partner das Unternehmen Neuronavi, das sich ganz dem Thema Regeneration und Reduzierung von Dauerstress widmet.<ref>Jogi hat mir jederzeit ein gutes Gefühl gegeben. Kicker, S. 46–47, 9. Januar 2020</ref><ref>Was macht eigentlich Henning Fritz? Der Stern, 11. Januar 2020</ref>

Bücher

  • mit Gunter Frank und Daniel Strigel: Powern und Pausieren. Edition Essentials, 2020, ISBN 978-3-947670-05-5.
  • Halten und Siegen: Technik, Taktik und Training für Handball-Torhüter und ihre Trainer. Philippka-Verlag, 2009, ISBN 978-3-89417-177-3.

Privates

Henning Fritz ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt im Kraichgau.<ref>Abklatschen mit Henning Fritz, Schleswiger Nachrichten, 2. November 2012.</ref>

Weblinks

Commons: Henning Fritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

<references responsive />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Frauen

Svetlana Dašić-Kitić (1988) | Kim Hyun-mee (1989) | Jasna Kolar-Merdan (1990) | Mia Hermansson-Högdahl (1994) | Erzsébet Kocsis (1995) | Lim O-kyeong (1996) | Anja Andersen (1997) | Trine Haltvik (1998) | Ausra Fridrikas (1999) | Bojana Radulovics (2000) | Cecilie Leganger (2001) | Zhai Chao (2002) | Bojana Radulovics (2003) | Anita Kulcsár (2004) | Anita Görbicz (2005) | Nadine Krause (2006) | Gro Hammerseng-Edin (2007) | Linn-Kristin Riegelhuth Koren (2008) | Allison Pineau (2009) | Cristina Neagu (2010) | Heidi Løke (2011) | Alexandra do Nascimento (2012) | Andrea Lekić (2013) | Eduarda Amorim (2014) | Cristina Neagu (2015) | Cristina Neagu (2016) | Cristina Neagu (2018) | Stine Bredal Oftedal (2019) | Sandra Toft (2021) | Henny Reistad (2023) | Henny Reistad (2024) | Henny Reistad (2025)

Juniorinnen

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Männer

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