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Linn-Kristin Riegelhuth Koren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Linn-Kristin Riegelhuth Koren
Linn-Kristin Riegelhuth Koren
Spielerinformationen
Spitzname „Linka“
Geburtstag 1. August 1984
Geburtsort Ski, Norwegen
Staatsbürgerschaft NorwegerinDatei:Flag of Norway.svg norwegisch
Körpergröße 1,75 m
Spielposition Rückraum rechts
Rechtsaußen
Wurfhand links
Vereinsinformationen
Verein Karriere beendet
Vereine in der Jugend
von – bis Verein
0000–1999 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Ski IL Håndball
1999–2000 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Holmlia Sportsklubb
2000–2002 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Furuset Håndballklubb
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
2002–2009 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Larvik HK
2009–2010 DanemarkDänemark FCK Håndbold
2010–2017 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Larvik HK
Nationalmannschaft
Debüt am 23. September 2003
gegen KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien
  Spiele (Tore)
NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Norwegen 279 (971)<ref>handballold.nif.no: Totaloversikt for Koren, Linn-Kristin Riegelhuth, abgerufen am 26. Dezember 2017</ref>
Stand: 16. Oktober 2019

Linn-Kristin Riegelhuth Koren (* 1. August 1984 in Ski, Norwegen) ist eine ehemalige norwegische Handballspielerin. Sie spielte bei Larvik HK und in der norwegischen Handballnationalmannschaft. 2008 wurde sie zur Welthandballerin gewählt.<ref name="welthandballer">rp-online.de: Kieler Omeyer Welthandballer 2008, abgerufen am 10. Januar 2013</ref>

Karriere

Im Verein

Linn-Kristin Riegelhuth Koren begann mit vier Jahren das Handballspielen in ihrem Heimatort bei Ski IL Håndball, bei dem sie unter anderem von ihrer Mutter trainiert wurde. Bis zu ihrem 15. Lebensjahr spielte sie ebenfalls Fußball. Im Jahre 1999 schloss sie sich dem Verein Holmlia Sportsklubb an. Ein Jahr später wechselte Riegelhuth zu Furuset Håndballklubb. Hier durfte die damalige Jugendspielerin auch Spielpraxis in der Damenmannschaft sammeln, die in der 1. Division, die zweithöchste norwegische Spielklasse, antrat.<ref name="europamester"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />europamester.dk: Linn Kristin Riegelhuth - det største talent (Memento vom 31. März 2013 im Internet Archive)</ref>

Im Jahre 2002 unterzeichnete Riegelhuth einen Vertrag beim norwegischen Spitzenverein Larvik HK. Als ihre Mannschaftskameradin Kristine Duvholt Havnås im Herbst 2002 schwanger wurde, erhielt sie fortan große Spielanteile. In ihrer ersten Saison gewann die im rechten Rückraum oder auf Rechtsaußen spielende Linkshänderin zugleich die Meisterschaft.<ref name="europamester" /> In den folgenden Spielzeiten entwickelte sie sich in Larvik zur Leistungsträgerin. Nachdem Riegelhuth sich in der Saison 2005/06 die Torschützenkrone der norwegischen Eliteserien noch mit Linn Jørum Sulland teilen musste,<ref name="krone">handball.no: Topscore Eliteserien kvinner Sesongen 2005/2006</ref> stellte sie eine Saison später mit 221 Treffern in einer Spielzeit einen neuen Ligarekord auf, der erst im Jahr 2024 überboten wurde.<ref name="aretsbeste">handball.no: Årets beste i Eliteserien Kvinner, abgerufen am 10. Januar 2013</ref><ref>handball.no: Maja Furu Sæteren, Vipers og Byåsens rekordsesong, abgerufen am 23. April 2024</ref> Neben fünf weiteren Meistertitel mit Larvik (2005 bis 2009) gewann sie 2005 und 2008 jeweils den Europapokal der Pokalsieger.

Im Sommer 2009 wechselte Riegelhuth zum dänischen Erstligisten FCK Håndbold.<ref name="kopenhagen">dr.dk: Norsk klassespiller til FCK Håndbold, abgerufen am 10. Januar 2013</ref> Im 2. Januar 2010 gewann sie mit dem von Anja Andersen trainierten FCK den dänischen Pokal.<ref name="pokal"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />dhf.dk: FCK pokalmestre efter dramatisk afslutning (Memento vom 19. August 2012 im Internet Archive), abgerufen am 10. Januar 2013</ref> In der regulären Saison 2009/10 belegte der FCK den ersten Platz. Die Norwegerin erzielte insgesamt 124 Treffer in 22 Meisterschaftsspielen und belegte mit Ann Grete Nørgaard einen geteilten zweiten Platz in der Torschützenliste. In den Play-offs der Saison 2009/10 gelang es dem FCK jedoch nicht, sich für das Meisterschaftsfinale zu qualifizieren.<ref name="guldbageren"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />dhf.dk: Beretning 2010 (Memento vom 25. März 2016 im Internet Archive), abgerufen am 10. Januar 2013</ref>

Im Sommer 2010 kehrte Riegelhuth wieder zu Larvik HK zurück.<ref name="rückkehr">vg.no: Riegelhuth tilbake til Larvik, abgerufen am 10. Januar 2013</ref> Mit Larvik gewann sie 2011, 2012, 2013, 2014 und 2015 die Meisterschaft sowie 2011 die EHF Champions League. Am 7. Januar 2015 bestritt sie ihr 500. Pflichtspiel für Larvik.<ref>larvikhk.no: Seier i jubileumskampen, abgerufen am 7. Januar 2015</ref> Ab dem Mai 2015 befand sie sich in der Babypause.<ref>handball-world.com: Norwegens erfahrenste Spielerin verabschiedet sich in Babypause, abgerufen am 29. Mai 2015</ref> Im März 2016 feierte sie im Ligaspiel gegen Rælingen Håndballklubb ihr Comeback.<ref>op.no: LHK slet lenge mot Rælingen, abgerufen am 27. März 2016</ref> Am 24. September 2017 bestritt sie gegen Glassverket IF das letzte Spiel ihrer Karriere. Nachdem Riegelhuth Koren sich ab dem Oktober 2017 in der Babypause befunden hatte, gab sie im Dezember 2018 ihr Karriereende bekannt.<ref>tv2.no: Riegelhuth Koren er gravid, abgerufen am 12. August 2018</ref><ref>larvikhk.no: «Linka» legger opp, abgerufen am 16. Oktober 2019</ref> Riegelhuth Koren erzielte für Larvik insgesamt 3407 Treffer in 591 Spielen.<ref>topphandball.no: Lynvingen «Linka» får Håndballstatuetten, abgerufen am 21. Oktober 2021</ref>

In der Nationalmannschaft

Riegelhuth Koren streifte sich anfangs 14-mal das Trikot der norwegischen Jugend-Nationalmannschaft über. Anschließend kam sie 27-mal für die norwegische Juniorinnen-Auswahl zum Einsatz, mit der sie bei der Juniorinnen-Weltmeisterschaft 2003 die Bronzemedaille gewann.<ref name="europamester" />

Die Linkshänderin gab am 23. September 2003 ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft. Noch im selben Jahr nahm sie mit der Weltmeisterschaft an ihrem ersten großen Turnier teil. Nachdem Norwegen die Qualifikation zu den Olympischen Spielen misslang, gehörte Riegelhuth bei der Europameisterschaft 2004 dem norwegischen Kader an. Mit Norwegen stand sie im Finale, das Norwegen mit 27:25 gegen Dänemark gewann. Riegelhuth steuerte hierbei fünf Tore zum Finalsieg bei.<ref name="em04">nrk.no: Kjempet seg til EM-gull, abgerufen am 8. Januar 2016</ref> An der Weltmeisterschaft 2005 konnte sie aufgrund einer schweren Handverletzung nicht mitwirken.<ref name="wm05">dagbladet.no: VM ryker for Riegelhuth, abgerufen am 10. Januar 2013</ref>

Riegelhuth kehrte im April 2006 wieder in den Kader der Nationalmannschaft zurück. Ende des Jahres nahm sie an der Europameisterschaft in Schweden teil. Mit Norwegen gelang es ihr gegen Russland den EM-Titel zu verteidigen.<ref name="em06">handball-world.com: Norwegen nach 27:24 über Russland zum dritten Mal Europameister, abgerufen am 10. Januar 2013</ref> Ein Jahr später stand sie bei der Weltmeisterschaft wiederum gegen Russland im Finale, jedoch setzte sich diesmal die russische Auswahl erfolgreich durch. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking standen sich im Finale wiederum Norwegen und Russland gegenüber. Beim 34:27-Finalsieg über Russland war Linn-Kristin Riegelhuth mit neun Toren die torgefährlichste Spielerin der Begegnung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />focus.de: Norwegerinnen gewinnen Handball-Gold (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Oktober 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de, abgerufen am 17. Oktober 2019</ref>

Mit Norwegen gelang es ihr im Jahre 2008 erneut den EM-Titel zu verteidigen. Riegelhuth gewann dabei mit 51 Toren die Torschützenkrone und wurde in das Allstar-Team gewählt.<ref>handball-world.news: Grit Jurack ins Allstar-Team der EM gewählt, abgerufen am 17. Oktober 2019</ref> Mit der norwegischen Auswahl belegte sie bei der Weltmeisterschaft 2009 in China den dritten Platz und wurde erneut in das Allstar-Team gewählt.<ref>stimme.de: Welthandballerin Riegelhuth in Allstar-Team, abgerufen am 17. Oktober 2019</ref> Ein Jahr später triumphierte Riegelhuth mit dem norwegischen Team zum vierten Mal in Folge bei der Europameisterschaft.<ref name="em10">handball-world.com: Norwegen verteidigt EM-Titel zum dritten Mal, abgerufen am 10. Januar 2013</ref>

Ihre vierte WM bestritt Riegelhuth 2011 in Brasilien. Durch einen 32:24-Erfolg über Frankreich gewann sie erstmals den WM-Titel.<ref name="wm11">handball.no: Jada, det ble VM-gul, abgerufen am 10. Januar 2013</ref> Im Sommer 2012 nahm Riegelhuth Koren erneut an den Olympischen Spielen teil, wo sie wiederum die Goldmedaille gewann.<ref>handball-world.news: Finale ohne Verlierer, Norwegen bejubelt Gold, abgerufen am 17. Oktober 2019</ref> Am 6. Oktober 2012 erzielte Riegelhuth ihren 800. Länderspieltreffer für Norwegen, was vor ihr nur Kjersti Grini, Cathrine Roll-Matthiesen, Susann Goksør Bjerkrheim und Trine Haltvik gelang.<ref name="achthundert">aftenposten.no: Håndballjentene tapte for Danmark, abgerufen am 17. Oktober 2019</ref> Bei der EM 2012 in Serbien stand sie zum fünften Mal in Folge im EM-Finale, das Montenegro gewann. Bei der Weltmeisterschaft 2013 schied sie mit Norwegen im Viertelfinale aus. Im Turnierverlauf erzielte sie 13 Treffer in sieben Partien.<ref>Cumulative Statistics, abgerufen am 23. Dezember 2013</ref> Beim Triumph im EM-Finale 2014 war sie mit zehn Treffern die erfolgreichste Spielerin ihrer Mannschaft.<ref>handball-world.com: Sechstes EM-Gold: Norwegen ringt Spanien nach 5:10-Rückstand nieder, abgerufen am 21. Dezember 2014</ref> Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewann sie die Bronzemedaille.

Erfolge

  • norwegischer Meister: 2002/03, 2004/05, 2005/06, 2006/07, 2007/08, 2008/09, 2010/11, 2011/12, 2012/13, 2013/14, 2014/15, 2015/16, 2016/17
  • norwegischer Pokalsieger: 2002/03, 2003/04, 2004/05, 2005/06, 2006/07, 2008/09, 2010/11, 2011/12, 2012/13, 2013/14, 2014/15, 2015/16, 2016/17
  • dänischer Pokalsieger: 2009/10
  • EHF-Champions-League-Siegerin: 2010/11
  • Europapokal der Pokalsieger-Siegerin: 2004/05, 2007/08
  • Goldmedaille bei den Olympischen Spielen: 2008, 2012
  • Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen: 2016
  • Weltmeister: 2011
  • Vize-Weltmeister: 2007
  • Europameister: 2004, 2006, 2008, 2010, 2014
  • Vize-Europameister: 2012

Auszeichnungen

  • Welthandballerin: 2008
  • Spielerin des Jahres der Eliteserien: 2007<ref name="aretsspiller">handball.no: Årets spiller, abgerufen am 10. Januar 2013</ref>
  • Torschützenkönigin der Europameisterschaft: 2008
  • Wahl in das Allstar-Team: 2008 (EM), 2009 (WM)

Privates

Linn-Kristin Riegelhuth Koren hat einen deutschen Vater.<ref name="deutsch">aftenposten.no: Hun er verdens beste, abgerufen am 17. Oktober 2019</ref> Ihre Schwester Betina Riegelhuth spielte ebenfalls in der höchsten norwegischen Liga. Im Sommer 2011 heiratete sie den norwegischen Handballspieler Einar Sand Koren.<ref name="heirat">tv2.no: Nå er håndball-paret Linn-Kristin Riegelhuth og Einar Sand Koren gift, abgerufen am 10. Januar 2013</ref> Im Dezember 2015 brachte sie eine gemeinsame Tochter zur Welt.<ref>vg.no: Mamma Riegelhuth Koren vil til OL, abgerufen am 27. März 2016</ref> Später folgten zwei Söhne.<ref>topphandball.no: Lynvingen «Linka» får Håndballstatuetten, abgerufen am 26. September 2022</ref>

Weblinks

Commons: Linn-Kristin Riegelhuth Koren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Frauen

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