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Veselin Vujović

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Veselin Vujović
Veselin Vujović
Veselin Vujović (2016)
Spielerinformationen
Spitzname „Vujo“
Geburtstag 18. Januar 1961
Geburtsort Cetinje, JugoslawienDatei:Flag of Yugoslavia (1946-1992).svg SFR Jugoslawien
Staatsbürgerschaft MontenegrinerDatei:Flag of Montenegro.svg montenegrinisch
Körpergröße 1,96 m
Spielposition Rückraum links
Wurfhand rechts
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
0000–1979 JugoslawienDatei:Flag of Yugoslavia (1946-1992).svg Lovćen Cetinje
1979–1988 JugoslawienDatei:Flag of Yugoslavia (1946-1992).svg Metaloplastika Šabac
1988–1993 SpanienSpanien FC Barcelona
1993–1995 SpanienSpanien BM Granollers
Nationalmannschaft
  Spiele (Tore)
JugoslawienDatei:Flag of Yugoslavia (1946-1992).svg Jugoslawien 183 (738)
Stationen als Trainer
von – bis Station
1995–1999 Serbien und MontenegroDatei:Flag of Serbia and Montenegro.svg Metaloplastika Šabac
2000–4/2003 SpanienSpanien BM Ciudad Real
0000–2006 Serbien und MontenegroDatei:Flag of Serbia and Montenegro.svg Serbien und Montenegro
0000 Serbien und MontenegroDatei:Flag of Serbia and Montenegro.svg Serbien und Montenegro (Jugend)
2006–1/2010 Vorlage:MKD-1995 RK Vardar Skopje
1/2010–12/2010 KatarDatei:Flag of Qatar.svg al-Sadd Sports Club
4/2011–2013 Vorlage:MKD-1995 RK Vardar Skopje
2013–2014 Vereinigte Arabische EmirateDatei:Flag of the United Arab Emirates.svg al Shabab
2014–2016 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg RK Zagreb
2015–2019 SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Slowenien
2017–2018 SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg RD Koper 2013
2018–2019 SerbienDatei:Flag of Serbia.svg RK Železničar Niš
2019–2020 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg RK Zagreb
1/2021–2021 Bosnien und HerzegowinaDatei:Flag of Bosnia and Herzegovina.svg RK Borac Banja Luka
2021–12/2021 NordmazedonienDatei:Flag of North Macedonia.svg RK Vardar Skopje
2022–11/2023 IranDatei:Flag of Iran.svg Iran
2/2024–4/2024 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg RK Nexe
2024–2025 KatarDatei:Flag of Qatar.svg Katar
Stand: 25. August 2025

Veselin „Vujo“ Vujović ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 18. Januar 1961 in Cetinje, Republik Montenegro, SFR Jugoslawien) ist ein montenegrinischer Handballtrainer und ehemaliger jugoslawischer Handballspieler.

Mit 1,96 m Körperlänge spielte er im linken Rückraum. Er gilt als einer der weltbesten, erfolgreichsten, allerdings auch umstrittensten Handballspieler der 1980er Jahre. Als erster Handballspieler wurde er 1988 zum Welthandballer gewählt.

Karriere

Als Spieler

Mit 20 Jahren wechselte er zum jugoslawischen Spitzenklub Metaloplastika Šabac und war Teil der „Goldenen Generation“ des Vereins mit sieben nationalen Meisterschaften in Folge und zwei Titeln im Europapokal der Landesmeister. Vujović war zeitgleich in den 1980ern auch die Schlüsselfigur der jugoslawischen Nationalmannschaft, mit welcher er Olympiasieger und Weltmeister wurde. 1988 gewann er die erstmals stattfindende Wahl zum Welthandballer des Jahres. Im gleichen Sommer wechselte er nach Spanien zum FC Barcelona und später 1993 zu BM Granollers. Mit Barcelona gewann er ein weiteres Mal den Europapokal der Landesmeister, mit Granollers den EHF-Pokal.

Datei:Veselin Vujovic Hand-ball bulletin federal 1987-1-1.jpg
Veselin Vujović (1986).

Als Trainer

Nach seinem Karriereende im Jahr 1995 wurde er Trainer bei Metaloplastika Šabac und ab 2000 beim spanischen Erstligisten BM Ciudad Real. Diese Position verlor er im April 2002, nachdem er im Final-Hinspiel im Europapokal der Pokalsieger nach dem Spiel gegen die SG Flensburg-Handewitt den Flensburger Spieler Lars Christiansen niedergestreckt hatte. Anschließend war er auf den am Boden liegenden Lars Krogh Jeppesen getreten. Er erhielt dafür von der EHF eine zehnmonatige Sperre und 9.000 Euro Geldstrafe.<ref>archiv.thw-handball.de, nach einem Artikel der Kieler Nachrichten vom 22. Januar 2004: Start gegen Serbien ohne Stars</ref><ref>archiv.thw-handball.de, nach einem Artikel der Kieler Nachrichten vom 23. Januar 2004: Start mit Pleiten, Pech und Pannen</ref>

2005 führte er die Jugend-Nationalmannschaft von Serbien-Montenegro zum ersten Jugend-Weltmeisterschaftstitel. Bei der Europameisterschaft 2004 in Slowenien gewann die von ihm trainierte serbisch-montenegrinische Nationalmannschaft gegen den späteren Europameister Deutschland im Eröffnungsspiel 28:26. Seine Mannschaft wurde dann Sechster. Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Tunesien wurde seine Mannschaft Fünfter. Bei der Europameisterschaft 2006 in der Schweiz erreichte seine Mannschaft nur den neunten Platz. Dies führte wie auch der Vorwurf, er hätte seinen Spielern ein absichtliches Verlieren im Spiel gegen Kroatien vorgeschlagen, mit zu seiner Ablösung durch Jovica Cvetković. Mit ihm tauschte er quasi seinen Arbeitgeber, denn Veselin Vujović trainierte anschließend die mazedonische Mannschaft von RK Vardar Skopje, wo Jovica Cvetković zuvor als Trainer tätig war. Am 23. November 2008 attackierte Vujović nach einem Europapokalspiel zwischen Vardar Skopje und den Kadetten Schaffhausen die Schiedsrichter, woraufhin er für ein Jahr gesperrt wurde und eine Geldstrafe von 3.000 Euro erhielt.<ref>Ein Jahr Sperre für Veselin Vujovic nach Angriff auf Schiedsrichter</ref> Im Januar 2010 verließ er Skopje und trainierte bis Dezember 2010 den katarischen Verein al-Sadd Sports Club.<ref>Gegnerkader RK Vardar PRO Skopje - Saison 2009/2010</ref><ref>Veselin Vujović a new coach of Cimos Koper?</ref><ref>Vujović napustio Katar</ref> Im April des folgenden Jahres übernahm er erneut das Traineramt von RK Vardar Skopje.<ref>Veselin Vujović umjesto Pera Miloševića</ref> Nachdem Vujović im Sommer 2013 in die Vereinigten Arabischen Emirate zum Verein al Shabab gewechselt war,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Veselin Vujović u Al Shababu iz Dubaija (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref> wurde er im September 2014 Trainer des kroatischen Klubs RK Zagreb.<ref>handball-world.com: Zagreb präsentiert neuen Trainer vom 22. September 2014, abgerufen am 30. September 2014</ref> Ab Mai 2015 trainierte er zusätzlich die slowenische Nationalmannschaft.<ref>handball-world.com: Slowenien mit Trainerwechsel vom 28. Mai 2015, abgerufen am 13. Januar 2016</ref> In der Saison 2017/18 trainierte er zusätzlich den slowenischen Erstligisten RD Koper 2013.<ref>handball-planet.com: Veselin Vujovic overtakes RD Koper 2013! vom 29. Juni 2017, abgerufen am 30. Juni 2017</ref><ref>handball-world.news: Koper trennt sich von Veselin Vujovic vom 13. Juni 2018, abgerufen am 13. Juni 2018</ref> In der Saison 2018/19 trainierte er den serbischen Erstligisten RK Železničar Niš.<ref>handball-world.news: Veselin Vujovic übernimmt serbischen Meister Nis vom 4. Juli 2018, abgerufen am 4. Juli 2018</ref><ref>handbollskanalen.se: Uppgifter: Vujovic har sagt upp sig från Zeleznicar Nis vom 25. April 2019, abgerufen am 24. September 2019</ref> Im September 2019 übernahm er erneut RK Zagreb.<ref>eurohandball.com: Vujovic returns to Zagreb to replace Tamse vom 24. September 2019, abgerufen am 24. September 2019</ref> Im November 2019 trennte sich der slowenische Handballverband von ihm.<ref>handball-world.news: Slowenien trennt sich von Nationaltrainer Veselin Vujovic vom 27. November 2019, abgerufen am 27. November 2019</ref> Nach der Saison 2019/20 beendete Vujović aus persönlichen Gründen sein Engagement bei RK Zagreb.<ref>rtcg.me: Veselin Vujović napustio Zagreb vom 22. Mai 2020, abgerufen am 22. Mai 2020</ref> Seit Januar 2021 trainiert er den bosnischen Erstligisten RK Borac Banja Luka.<ref>handbollskanalen.se: Veselin Vujovic tar över ny klubb – tionde i karriären vom 4. Januar 2021, abgerufen am 4. Januar 2021</ref> Im Sommer 2021 übernahm er zum dritten Mal das Traineramt von RK Vardar Skopje.<ref>handball-world.news: Vardar Skopje stellt vorläufiges Team für 2021/22 vor: Veselin Vujovic wird erneut Trainer vom 5. Juni 2021, abgerufen am 5. Juni 2021</ref> Dort wurde er im Dezember 2021 freigestellt.<ref>www.handball-world.news HC Vardar 1961 Skopje trennt sich von Cheftrainer Veselin Vujovic abgerufen am 12. Dezember 2021</ref>

Vujović trainierte von März 2022 bis November 2023 die iranische Nationalmannschaft.<ref>handbollskanalen.se: Veselin Vujovic blir förbundskapten för Iran abgerufen am 17. März 2022</ref><ref>handball-planet.com: Veselin Vujovic is no longer Iran NT coach abgerufen am 2. Dezember 2023 (englisch)</ref> Zwischen Februar 2024 und April 2024 war er Trainer des kroatischen Erstligisten RK Nexe.<ref>handball-world.news: Trainer Veselin Vujovic übernimmt kroatischen Top-Klub abgerufen am 27. Februar 2024</ref><ref>handball-world.news: Veselin Vujovic ist nicht mehr Trainer von RK Nexe abgerufen am 23. April 2024</ref> Zwischen August 2024 und August 2025 trainierte er die katarische Nationalmannschaft.<ref>qatarhandball.com: فيسيلين فوجوفيتش مدربا لمنتخبنا الوطني الأول لـكرة اليد لقيادته في الاستحقاقات المقبلة abgerufen am 21. August 2024</ref><ref>mundodeportivo.com: Oficial: Valero Rivera vuelve a ser seleccionador de Qatar vom 23. August 2025, abgerufen am 25. August 2025</ref>

Erfolge

Auswahlmannschaften

Vereinsmannschaften

  • 7× Jugoslawischer Meister mit Metaloplastika Šabac: 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986 und 1987
  • 4× Jugoslawischer Pokalsieger mit Metaloplastika Šabac: 1980, 1983, 1984 und 1986
  • Europapokal der Landesmeister mit Metaloplastika Šabac: 1985 und 1986
  • 4× Spanischer Meister mit dem FC Barcelona: 1989, 1990, 1991 und 1992
  • 2× Spanischer Pokalsieger mit dem FC Barcelona: 1990 und 1993
  • 1× Europapokal der Landesmeister mit dem FC Barcelona: 1991
  • 1× EHF-Pokalsieger mit dem BM Granollers: 1995

Persönliche Auszeichnungen

  • 1× Sportler des Jahres in Jugoslawien
  • 2× Handballer des Jahres in Jugoslawien
  • 1988 Welthandballer des Jahres

Als Trainer:

  • 4. Platz bei den Olympischen Sommerspielen 2000 mit Serbien-Montenegro
  • Weltmeister U19-Jugend 2005 mit Serbien-Montenegro
  • 2× Kroatischer Meister mit Zagreb
  • 2× Kroatischer Pokalsieger mit Zagreb
  • 1× Nordmazedonischer Meister 2013 mit Skopje
  • 1× Nordmazedonischer Pokalsieger 2012 mit Skopje
  • 1× Sieger der SEHA-Liga 2012 mit Skopje
  • Bronzemedaille mit der slowenischen Nationalmannschaft bei der WM 2017 in Frankreich

Weblinks

Commons: Veselin Vujović – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Frauen

Svetlana Dašić-Kitić (1988) | Kim Hyun-mee (1989) | Jasna Kolar-Merdan (1990) | Mia Hermansson-Högdahl (1994) | Erzsébet Kocsis (1995) | Lim O-kyeong (1996) | Anja Andersen (1997) | Trine Haltvik (1998) | Ausra Fridrikas (1999) | Bojana Radulovics (2000) | Cecilie Leganger (2001) | Zhai Chao (2002) | Bojana Radulovics (2003) | Anita Kulcsár (2004) | Anita Görbicz (2005) | Nadine Krause (2006) | Gro Hammerseng-Edin (2007) | Linn-Kristin Riegelhuth Koren (2008) | Allison Pineau (2009) | Cristina Neagu (2010) | Heidi Løke (2011) | Alexandra do Nascimento (2012) | Andrea Lekić (2013) | Eduarda Amorim (2014) | Cristina Neagu (2015) | Cristina Neagu (2016) | Cristina Neagu (2018) | Stine Bredal Oftedal (2019) | Sandra Toft (2021) | Henny Reistad (2023) | Henny Reistad (2024) | Henny Reistad (2025)

Juniorinnen

Léna Grandveau (2023) | Petra Simon (2024) | Viola Leuchter (2025)

Männer

Veselin Vujović (1988) | Kang Jae-won (1989) | Magnus Wislander (1990) | Talant Dujshebaev (1994) | Jackson Richardson (1995) | Talant Dujshebaev (1996) | Stéphane Stoecklin (1997) | Daniel Stephan (1998) | Rafael Guijosa (1999) | Dragan Škrbić (2000) | Yoon Kyung-shin (2001) | Bertrand Gille (2002) | Ivano Balić (2003) | Henning Fritz (2004) | Arpad Šterbik (2005) | Ivano Balić (2006) | Nikola Karabatić (2007) | Thierry Omeyer (2008) | Sławomir Szmal (2009) | Filip Jícha (2010) | Mikkel Hansen (2011) | Daniel Narcisse (2012) | Domagoj Duvnjak (2013) | Nikola Karabatić (2014) | Mikkel Hansen (2015) | Nikola Karabatić (2016) | Mikkel Hansen (2018) | Niklas Landin Jacobsen (2019) | Niklas Landin Jacobsen (2021) | Mathias Gidsel (2023) | Mathias Gidsel (2024) | Mathias Gidsel (2025)

Junioren

Elias Ellefsen á Skipagøtu (2023) | Renārs Uščins (2024) | Francisco Costa (2025)

Bester Spieler aller Zeiten: Gheorghe Gruia (1992), Ivano Balić und Svetlana Dašić-Kitić (2010)
Welthandballer des 20. Jahrhunderts: Magnus Wislander und Sinajida Turtschyna

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