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Twannbach

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Twannbach
La Douanne
Datei:Twannbachbruecke 01 09.jpg
Bach mit der Twannbachbrücke

Bach mit der Twannbachbrücke

Daten
Gewässerkennzahl CH: 3201
Lage Schweizer Jura

SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Aare → Rhein → Nordsee
Quelle nördlich von Châtillon
47° 6′ 7″ N, 7° 5′ 58″ O
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Quellhöhe 805 m ü. M.<ref name="CH-BE_Gewässernetz">Gewässernetz des Kantons Bern (Hinweise)</ref>
Mündung bei Kleintwann in den BielerseeKoordinaten: 47° 5′ 30″ N, 7° 9′ 14″ O; CH1903: 578384 / 215654
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Mündungshöhe 429 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied 376 m
Sohlgefälle 65 ‰
Länge 5,8 km<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Einzugsgebiet 18,8 km²<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Abfluss<ref name="bafu">Mittlere Abflüsse (m³/s) und Abflussregimetyp für das Gewässernetz der Schweiz. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>
AEo: 18,8 km²
an der Mündung
MQ
Mq
620 l/s
33 l/(s km²)

Der Twannbach, französisch La Douanne, ist ein knapp sechs Kilometer langer Bach im Berner Jura, der in den Bielersee mündet. Er ist ein mittelsteiles, mittleres Fliessgewässer des montanen, karbonatischen Juras.<ref>Fliessgewässertypisierung der Schweiz: Gewässertyp Nr. 9</ref>

Geographie

Verlauf

Der Twannbach entspringt auf der Montagne de Diesse, nördlich des zu Plateau de Diesse gehörenden Weilers Châtillon, in einer Höhe von etwa 804 m ü. M. Er fliesst zunächst in nordöstlicher Richtung durch die flache Ebene des Plateaus. Dieser Abschnitt wurde früher auch Arzillière genannt.

Bei Les Moulins, einem Weiler zwischen Prêles und Lamboing, schlägt er einen Bogen und wendet seine Laufrichtung nach Süden. Hier nimmt er auch von links den Bach Ruisseau les Moulins auf, der in alten Quellen noch als Quellbach verzeichnet ist.<ref>Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Hrsg.): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 6: Tavetsch Val – Zybachsplatte, Supplement – letzte Ergaenzungen – Anhang. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1910, S. 215, Stichwort Twannbach  (Scan der Lexikon-Seite).</ref>

Auf seinen letzten zweieinhalb Kilometern verliert der Bach viel Höhe von 750 m ü. M. bei Les Moulins bis zur Mündung in den Bielersee (429 m ü. M.). Dabei gräbt er sich durch die enge Twannbachschlucht in der Bergflanke über dem Nordufer des Sees.

Am Ende der Schlucht wird der Bach von der Twannbachbrücke gequert, die 1936 von Robert Maillart erbaut wurde.<ref>Instandsetzung Maillart-Brücke, Twann - Twannbachschlucht. In: Aechbacher-Partner. Abgerufen am 27. Juni 2023.</ref> Zwischen Twann und Kleintwann, das auf dem kleinen Schuttkegel steht, mündet er in den Bielersee.

Der 5,76 km lange Lauf des Twannbachs endet ungefähr 376 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 65 ‰.

Einzugsgebiet

Das 18,8 km² grosse Einzugsgebiet des Twannbachs liegt im Schweizer Jura und wird durch ihn über den Bielersee, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es grenzt

  • im Nordosten an das Einzugsgebiet der Orvine, die über die Schüss in den Bielersee entwässert;
  • im Südosten und Südwesten an das des Bielersees direkt und
  • im Westen und Nordwesten an das der La Titche;

Das Einzugsgebiet besteht zu 38,2 % aus bestockter Fläche, zu 55,7 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 6,0 % aus Siedlungsfläche und zu 0,2 % aus unproduktiven Flächen.

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  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

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Die mittlere Höhe des Einzugsgebiets beträgt 924,3 m ü. M.<ref name="bafu2">Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Twannbach. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>, und die höchste Erhebung ist der Spitzberg mit einer Höhe von 1382 m ü. M. im Norden des Einzugsgebiets.

Zuflüsse

  • Ruisseau les Moulins (links), 0,3 km
  • (Bach) im Grys (rechts), 0,4 km

Hydrologie

An der Mündung des Twannbachs in den Bielersee beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 620 l/s. Sein Abflussregimetyp ist pluvial jurassien<ref>Martin Pfaundler, Rolf Weingartner, Robert Diezig: «Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung. 50. Jg., Nr. 3, Juni 2006, S. 116–123, hier S. 119 (PDF; 3,2 MB).</ref>, und seine Abflussvariabilität<ref>Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.</ref> beträgt 24.

Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Twannbachs in l/s<ref name="bafu" />

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Natur und Umwelt

Datei:Twannbach Gorge.jpg
Wanderweg in der Twannbachschlucht

Die Twannbachschlucht ist Teil des im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung eingetragenen linken Bielerseeufers. Steile Felswände, Karstquellen, Wasserfälle und ein sehr seltener Hirschzungen-Ahornwald prägen die Schlucht, in der auch Fledermäuse, darunter die stark gefährdete Mopsfledermaus eine Heimat haben.<ref>Bundesamt für Umwelt: BLN 1001 Linkes Bielerseeufer. (PDF) In: geo.admin.ch. 2017, abgerufen am 27. Juni 2023.</ref>

Weblinks

Commons: Twannbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Hrsg.): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 6: Tavetsch Val – Zybachsplatte, Supplement – letzte Ergaenzungen – Anhang. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1910, S. 215, Stichwort Twannbach  (Scan der Lexikon-Seite).

Einzelnachweise

<references />