Twannbach
Vorlage:Infobox Fluss Der Twannbach, französisch La Douanne, ist ein knapp sechs Kilometer langer Bach im Berner Jura, der in den Bielersee mündet. Er ist ein mittelsteiles, mittleres Fliessgewässer des montanen, karbonatischen Juras.<ref>Fliessgewässertypisierung der Schweiz: Gewässertyp Nr. 9</ref>
Geographie
Verlauf
Der Twannbach entspringt auf der Montagne de Diesse, nördlich des zu Plateau de Diesse gehörenden Weilers Châtillon, in einer Höhe von etwa Vorlage:Höhe Er fliesst zunächst in nordöstlicher Richtung durch die flache Ebene des Plateaus. Dieser Abschnitt wurde früher auch Arzillière genannt.
Bei Les Moulins, einem Weiler zwischen Prêles und Lamboing, schlägt er einen Bogen und wendet seine Laufrichtung nach Süden. Hier nimmt er auch von links den Bach Ruisseau les Moulins auf, der in alten Quellen noch als Quellbach verzeichnet ist.<ref>Vorlage:GeoLexikonSchweiz</ref>
Auf seinen letzten zweieinhalb Kilometern verliert der Bach viel Höhe von Vorlage:Höhe bei Les Moulins bis zur Mündung in den Bielersee (Vorlage:Höhe). Dabei gräbt er sich durch die enge Twannbachschlucht in der Bergflanke über dem Nordufer des Sees.
Am Ende der Schlucht wird der Bach von der Twannbachbrücke gequert, die 1936 von Robert Maillart erbaut wurde.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Zwischen Twann und Kleintwann, das auf dem kleinen Schuttkegel steht, mündet er in den Bielersee.
Der 5,76 km lange Lauf des Twannbachs endet ungefähr 376 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 65 ‰.
Einzugsgebiet
Das 18,8 km² grosse Einzugsgebiet des Twannbachs liegt im Schweizer Jura und wird durch ihn über den Bielersee, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es grenzt
- im Nordosten an das Einzugsgebiet der Orvine, die über die Schüss in den Bielersee entwässert;
- im Südosten und Südwesten an das des Bielersees direkt und
- im Westen und Nordwesten an das der La Titche;
Das Einzugsgebiet besteht zu 38,2 % aus bestockter Fläche, zu 55,7 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 6,0 % aus Siedlungsfläche und zu 0,2 % aus unproduktiven Flächen.
<timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0
- The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)
Colors =
id:Wald value:teal legend:38,2_%_Bestockte_Fläche id:Acker value:yelloworange legend:55,7_Landwirtschaftsflächen id:Orte value:red legend: 6,0_%_Siedlungsfläche id:Unproduktiv value:tan1 legend: 0,2_%_Unproduktive_Flächen
PlotData =
from:00.0 till:38.2 color:Wald from:38.2 till:93.9 color:Acker from:93.9 till:99.9 color:Orte from:99.9 till:100 color:Unproduktiv
</timeline>
Die mittlere Höhe des Einzugsgebiets beträgt Vorlage:Höhe<ref name="bafu2">Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Twannbach. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>, und die höchste Erhebung ist der Spitzberg mit einer Höhe von Vorlage:Höhe im Norden des Einzugsgebiets.
Zuflüsse
- Ruisseau les Moulins (links), 0,3 km
- (Bach) im Grys (rechts), 0,4 km
Hydrologie
An der Mündung des Twannbachs in den Bielersee beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 620 l/s. Sein Abflussregimetyp ist pluvial jurassien<ref>Martin Pfaundler, Rolf Weingartner, Robert Diezig: «Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung. 50. Jg., Nr. 3, Juni 2006, S. 116–123, hier S. 119 (PDF; 3,2 MB).</ref>, und seine Abflussvariabilität<ref>Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.</ref> beträgt 24.
Natur und Umwelt
Die Twannbachschlucht ist Teil des im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung eingetragenen linken Bielerseeufers. Steile Felswände, Karstquellen, Wasserfälle und ein sehr seltener Hirschzungen-Ahornwald prägen die Schlucht, in der auch Fledermäuse, darunter die stark gefährdete Mopsfledermaus eine Heimat haben.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />