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Radomierzyce

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Radomierzyce
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Radomierzyce (Polen)
Radomierzyce (Polen)
Radomierzyce
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Zgorzelec
Gmina: Zgorzelec
Fläche: 6,6 km²
Geographische Lage: 51° 4′ N, 14° 58′ OKoordinaten: 51° 3′ 34″ N, 14° 58′ 15″ O
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Einwohner: 316 (2009)
Postleitzahl: 59-900
Telefonvorwahl: (+48) 75
Kfz-Kennzeichen: DZG
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Droga wojewódzka 357
Eisenbahn: Bahnstrecke Görlitz–Seidenberg, Grenz­bahnhof Zawidów
Nächster int. Flughafen: Nikolaus-Kopernikus-Flughafen Breslau
Verwaltung
Ortsvorsteher: Mieczysław Milewicz<ref name="gmina" />

Radomierzyce (deutsch Radmeritz) ist ein Dorf mit 316 Einwohnern<ref name="gmina"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Miejscowości gminy, gmina.zgorzelec.pl (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gmina.zgorzelec.pl</ref> im östlichen Teil der Oberlausitz im Südwesten der Republik Polen. Es gehört zur Gemeinde Zgorzelec des Powiat Zgorzelecki in der Woiwodschaft Niederschlesien.

Geografie

Radomierzyce liegt etwa zehn Kilometer südlich von Zgorzelec und circa zehn Kilometer südöstlich von Görlitz. Eine Brücke über die Lausitzer Neiße, dem Grenzfluss zur Bundesrepublik Deutschland, verbindet das Dorf seit 2003 mit dem zur Stadt Görlitz gehörenden Ort Hagenwerder. Der Vorgängerbau wurde wie die nördlich davon liegende Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Görlitz–Seidenberg am Ende des Zweiten Weltkrieges von den Pionieren der Wehrmacht gesprengt (→ ARLZ-Maßnahmen, Nerobefehl).

In Radomierzyce mündet die Wittig ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) in die Lausitzer Neiße. Nach der Teilung der Oberlausitz auf dem Wiener Kongress 1815 bildete die Wittig bis 1945 die Grenze zwischen dem beim Königreich Sachsen verbliebenen westlichen Teil der Oberlausitz und dem zum Königreich Preußen geschlagenen östlichen Teil. Seit 1945 gehört das Dorf zum polnischen Staatsgebiet.

Naturräumlich betrachtet zählt das Gebiet um Radomierzyce zur Östlichen Oberlausitz.

Geschichte und Bauwerke

Während der Großteil des Gebäudebestandes des Ortes aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert stammt, wird Radomierzyce bis heute von den Bauten geprägt, die zu Lebzeiten des Radmeritzer Grundherrn und polnisch-sächsischen Kammerherrn Joachim Sigismund von Ziegler und Klipphausen errichtet wurden. In seinem Auftrag entstand bis 1728 nach Plänen sächsischer Oberlandbaumeister das Freie Weltadelige Evangelische Fräuleinstift Joachimstein in Gestalt eines dreiflügeligen Wasserschlosses mit Gartenhaus, Kavalierhaus und Gartenanlage im französischen Stil. Zuvor hatte von Ziegler und Klipphausen bereits nach einem Brand die Kirche bis 1713 grundlegend neu aufführen sowie den Marstall und die Forstmeisterei errichten lassen. Auch der Kern der heute noch existierenden Mühle an der Wittig geht auf Joachim Sigismund von Ziegler und Klipphausen zurück.

Den Abschluss fanden die Bautätigkeiten mit dem Grufthaus für die Stiftsfräulein auf dem Kirchhof von Radomierzyce, das neben der Kanitz-Kyawschen Gruft in Hainewalde als prächtigster adeliger Gruftbau der Oberlausitz gilt. Westlich des Grufthauses der Stiftsfräulein ist in die Kirchhofsmauer das Grabplattenfragment eines 1313 gestorbenen Herrn von Lossow eingelassen. Weitere Grabplatten des 16. und 17. Jahrhunderts mit lebensgroßen Darstellungen der adeligen Verstorbenen im Halbrelief befinden sich an der Außenwand der Kirche. Joachim Sigismund von Ziegler und Klipphausen ist in einem separaten Grufthaus beigesetzt, das er dem Chorscheitel der Kirche anfügen ließ. Damit verfügt Radomierzyce über einen außergewöhnlichen Bestand an Sachzeugnissen adeliger Sepulkralkultur vom Hochmittelalter bis in die Barockzeit.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Henryk Dziurla: Zespół pałacowy w Radomierzycach. Z materiałów do badan warsztatu artystycznego doby baroku. In: Biuletyn Historii Stuki XXVII, Warschau 1965, 284–288.
  • Dietmar Ridder: Das Grufthaus der Stiftsfräulein auf dem Kirchhof von Radmeritz (Radomierzyce). In: Silesia Nova. Vierteljahresschrift für Kultur und Geschichte (1/2009), 39–49.

Weblinks

Commons: Radomierzyce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Sitz der Gemeinde: Zgorzelec (nicht Teil der Gemeinde)

Orte: Białogórze (Lichtenberg) | Gozdanin (Lauterbach) | Gronów (Gruna) | Jędrzychowice (Hennersdorf) | Jerzmanki (Hermsdorf) | Kostrzyna (Trattlau) | Koźlice (Köslitz) | Koźmin (Kosma) | Kunów (Kuhna) | Łagów (Leopoldshain) | Łomnica (Lomnitz) | Niedów (Nieda) | Osiek Łużycki (Wendisch Ossig) | Pokrzywnik (Stangenhain) | Przesieczany (Hohkirch) | Radomierzyce (Radmeritz) | Ręczyn (Reutnitz) | Sławnikowice (Kieslingswalde) | Spytków (Wanscha) | Trójca (Troitschendorf) | Tylice (Thielitz) | Żarska Wieś (Sohr-Neundorf)

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