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Dennis Diekmeier

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Dennis Diekmeier
Datei:DennisDiekmeier.jpg
Dennis Diekmeier (2021)
Personalia
Geburtstag 20. Oktober 1989
Geburtsort ThedinghausenDeutschland
Größe 188 cm
Position Außenverteidigung (rechts)
Junioren
Jahre Station
1995–2001 TSV Bierden
2001–2003 TSV Verden
2003–2008 Werder Bremen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008 Werder Bremen II 19 (0)
2008 Werder Bremen 0 (0)
2009–2010 1. FC Nürnberg 47 (0)
2010–2018 Hamburger SV 173 (0)
2010–2011 Hamburger SV II 4 (1)
2019–2024 SV Sandhausen 145 (3)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2005–2007 Deutschland U18 4 (1)
2007–2008 Deutschland U19 18 (4)
2008–2009 Deutschland U20 3 (0)
2010 Deutschland U21 1 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2024– SV Sandhausen (Co-Trainer)
2025 → SV Sandhausen (interim)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Dennis Diekmeier (* 20. Oktober 1989 in Thedinghausen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer.

Spielerkarriere

Im Verein

Jugend

Diekmeier begann beim TSV Bierden mit dem Fußballspielen und spielte später beim TSV Verden, ehe er 2003 in die Jugendabteilung des SV Werder Bremen wechselte. Zur Saison 2008/09 stieg er in den Kader der zweiten Mannschaft der Bremer auf, die in der 3. Liga spielte. Gleichzeitig gehörte Diekmeier auch dem Kader der ersten Mannschaft an. Bei Werder kam er meist im Mittelfeld zum Einsatz.

1. FC Nürnberg

Im Januar 2009 wechselte Diekmeier zum damaligen Zweitligisten 1. FC Nürnberg und kam dort in allen Spielen der Rückrunde und in beiden Relegationsspielen zum Einsatz. Das Kicker-Sportmagazin kürte ihn nach der Saison zum drittbesten Außenverteidiger der Rückrunde.<ref>Butscher: Flexibel und top (kicker online, 11. Juni 2009)</ref> Am ersten Spieltag der Bundesligasaison 2009/10 wurde Diekmeier in die „Elf des Tages“ des Kickers gewählt.<ref>1. Bundesliga – Elf des Tages</ref> Nach acht Spieltagen war Diekmeier neben Torwart Schäfer der einzige Nürnberger, der in jedem Spiel durchgespielt hatte. Im Abschlusstraining einen Tag vor dem neunten Spieltag erlitt er jedoch einen Allergieschock, weshalb sogar ein Notarzt per Hubschrauber eingeflogen wurde.<ref>Glück für Dennis Diekmeier, 16. Oktober 2009</ref> Dennoch sollte Diekmeier spielen. Zwei Stunden vor Spielbeginn bekam er jedoch eine Schutzsperre, da eines der Medikamente auf der Doping-Liste stand.<ref>Das tat gut!, 17. Oktober 2009</ref> Als Auslöser des Schocks wurde später eine Rasenschimmelallergie diagnostiziert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Club: Schimmel löste allergischen Schock aus (Memento vom 29. Oktober 2009 im Internet Archive), 28. Oktober 2009 (nn-online)</ref> Zur Winterpause bot der VfL Wolfsburg geschätzte vier Millionen Euro für Diekmeier. Der Transfer kam aber nicht zustande.<ref>Diekmeier-Wechsel geplatzt (kicker online, 1. Februar 2010)</ref>

Hamburger SV

Stattdessen wechselte Diekmeier im Sommer 2010 zum Hamburger SV,<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.hsv.deDiekmeier erhält Vier-Jahres-Vertrag (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )</ref> dessen Heimspiele er als Kind besucht hatte<ref>„Ich bin schon als Kind zum HSV gegangen“</ref> und dessen Fan er seit seiner Kindheit ist.<ref>Kai Schiller: Diekmeier ist der HSV-Spieler aus dem Werderland. In: Hamburger Abendblatt. Zeitungsgruppe Hamburg GmbH/Funke Mediengruppe GmbH & Co. KG, 24. Januar 2013, abgerufen am 25. Januar 2017.</ref> Wegen einer Verletzung kam er erst am 27. Spieltag zu seinem ersten Einsatz. Beim 6:2-Heimsieg gegen den 1. FC Köln wurde er vom Trainer Michael Oenning in die Startelf gestellt und in der 55. Minute gegen Guy Demel ausgewechselt. In seinen acht Jahren war Diekmeier unter verschiedenen Trainern meist Stammspieler als Rechtsverteidiger. Im Februar 2018 scheiterten Verhandlungen über eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags.<ref>Hamburger SV: Dennis Diekmeier verlängert nicht beim Hamburger SV – Darum verlässt Diekmeier den HSV auf Sport1.de, 14. Februar 2018, abgerufen am 12. Dezember 2018.</ref> Lediglich zum Ende der Saison 2017/18 kam Diekmeier unter dem neuen Trainer Christian Titz beim abstiegsbedrohten Verein in den letzten acht Spielen zu einem Einsatz und stand ansonsten nicht im Spieltagskader. Nach dem ersten Abstieg in der Geschichte des HSV verließ Diekmeier den Verein mit Auslaufen seines Vertrags<ref>Hamburger SV: HSV verabschiedet fünf Profis, 15. Mai 2018, abgerufen am 15. Mai 2018.</ref> und war seitdem trotz verschiedener Angebote vereinslos. Mit einem Personal Trainer hielt er sich für einen neuen Verein fit.<ref>Eine schrecklich nette Familie bei RTL Nord, 11. Dezember 2018, abgerufen am 12. Dezember 2018.</ref>

SV Sandhausen

Anfang Januar 2019 schloss sich Diekmeier dem abstiegsbedrohten Zweitligisten SV Sandhausen an, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrag erhielt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />SVS nimmt Diekmeier unter Vertrag (Memento vom 3. Januar 2019 im Internet Archive), svs1916.de, 3. Januar 2019, abgerufen am 3. Januar 2019.</ref> Er kam bis zum Ende der Saison 2018/19 in 16 Ligaspielen zum Einsatz, in denen der Verein den Klassenerhalt erreichte. Vor der Saison 2019/20 verlängerte Diekmeier seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2022<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Diekmeier verlängert beim SVS (Memento vom 23. Mai 2019 im Internet Archive), svs1916.de, 23. Mai 2019, abgerufen am 23. Mai 2019.</ref> und wurde zudem von Trainer Uwe Koschinat zum Vize-Kapitän ernannt.<ref>"Er hat die Autorität": Diekmeier wird Vize-Kapitän, kicker.de, abgerufen am 31. Dezember 2019</ref> Da der eigentliche Kapitän Stefan Kulovits die gesamte Hinrunde verletzungsbedingt ausfiel, bestritt Diekmeier alle 17 Hinrundenspiele als Spielführer für den SVS. Seit Saisonbeginn Stammspieler, war er auch in der Rückrunde weiterhin Kapitän. Beim 1:0-Auswärtssieg gegen den SV Wehen Wiesbaden am 28. Spieltag gelang Diekmeier in seinem 294. Profispiel sein erstes Tor.<ref name="tor">"Hatte sich abgezeichnet": Diekmeier erzielt sein erstes Profitor, kicker.de, 26. Mai 2020, abgerufen am 28. Mai 2020.</ref> Insgesamt absolvierte er in der Spielzeit 33 Ligaspiele (alle von Beginn) und erzielte am letzten Spieltag gegen den HSV im Volksparkstadion ein weiteres Saisontor. In der Saison 2020/21 übernahm Diekmeier nach dem Karriereende von Kulovits das Hauptamt als Mannschaftskapitän.<ref name="heidelberg24.de">Sky-Sendung „Meine Geschichte“: Privat wie nie: SVS-Kapitän Diekmeier gewährt interessante Einblicke. In: heidelberg24.de. 11. April 2021, abgerufen am 10. Mai 2021.</ref> Im April 2022 verlängerte er seinen Vertrag bis 2024.<ref>SVS: Dennis Diekmeier bleibt beim SVS. Abgerufen am 15. April 2022.</ref>

In der Saison 2022/23 stieg er mit dem Verein in die 3. Liga ab. Nach der Saison 2023/24 beendete er seine Karriere.<ref>SVS verabschiedet fünf Spieler. 15. Mai 2024, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref>

In der Nationalmannschaft

Mit der deutschen U19-Nationalmannschaft wurde Diekmeier 2008 Europameister. Während des Turniers in Tschechien spielte er in der Regel als rechter Außenverteidiger. Im Anschluss an die Endrunde wurde er mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet.

Trainerkarriere

Nach seinem Karriereende wurde Diekmeier beim SV Sandhausen zur Saison 2024/25 Co-Trainer des neuen Cheftrainers Sreto Ristić.<ref>Dennis Diekmeier wird Co-Trainer des SVS, svs1916.de, 25. Juni 2024, abgerufen am 27. Juni 2024.</ref> Seit Januar 2025 assistierte er Ristić' Nachfolger Kenan Koçak.<ref>Rückkehr perfekt: Kenan Kocak ist neuer SVS-Trainer, svs1916.de, 28. Dezember 2024, abgerufen am 28. Dezember 2024.</ref> Dieser trat Anfang April 2025 zurück, woraufhin Diekmeier die abstiegsbedrohte Mannschaft gemeinsam mit Gerhard Kleppinger, der die notwendige Pro Lizenz besitzt, bis zum Saisonende interimsweise übernahm.<ref>Kenan Kocak tritt zurück, svs1916.de, 6. April 2025, abgerufen am 6. April 2025.</ref> Diese hatte bei noch sieben zu absolvierenden Spielen fünf Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Nach fünf Niederlagen in Folge stand am drittletzten Spieltag der Abstieg in die Regionalliga Südwest fest. Am vorletzten Spieltag gewann die Mannschaft erstmals nach zwölf sieglosen Spielen. Nachdem auch das letzte Spiel mit der 21. Saisonniederlage verloren gegangen war, schloss man die Saison auf dem vorletzten Platz und mit elf Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz ab. Im letzten Pflichtspiel der Saison konnte der Badische Pokal gewonnen und damit immerhin die Qualifikation für den DFB-Pokal erreicht werden. Zur Saison 2025/26 verpflichtete der Verein Olaf Janßen als neuen Cheftrainer.<ref>Strategischer Neustart: Olaf Janßen übernimmt als Cheftrainer beim SVS, svs1916.de, 7. Mai 2025, abgerufen am 28. Mai 2025.</ref> Aufgrund der Krebserkrankung seiner ältesten Tochter ließ er sich fortan freistellen.<ref>Diekmeier über Tochter: „Wir wussten, dass es ein schlimmer Tumor ist“ , abendblatt.de, 7. November 2025, abgerufen am 7. November 2025.</ref>

Erfolge

Als Spieler

Im Verein
Nationalmannschaft
Individuell

Als Trainer

Trivia

Mit seinem Einsatz am 1. Spieltag der Saison 2017/18 gegen den FC Augsburg – seinem 182. Bundesligaspiel – zog Diekmeier mit Markus Schuler in der Liste der Bundesligaspieler mit den meisten Bundesligaeinsätzen ohne eigenen Treffer gleich.<ref>Focus online: Torlos-Rekord: Diekmeier zieht mit Schüler gleich, abgerufen am 20. August 2017</ref> Seit dem 3:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln einen Spieltag später ist Diekmeier alleiniger Rekordhalter.<ref>Spox.com: Dennis Diekmeier vom HSV hat den Rekord an torlosen Spielen gebrochen, abgerufen am 26. August 2017</ref> Insgesamt blieb Diekmeier in 203 Bundesligaspielen torlos. Im deutschen Profibereich kamen noch 59 Zweitliga-, 15 Drittliga-, 10 DFB-Pokal- und 6 Relegationseinsätze hinzu, womit Diekmeier insgesamt in 293 Profieinsätzen ohne Torerfolg blieb. Am 28. Spieltag der Saison 2019/20 erzielte er für den SV Sandhausen in der 2. Bundesliga sein erstes Profitor. Im Herrenbereich hatte er zuvor nur im September 2010 für die zweite Mannschaft des HSV in der Regionalliga Nord getroffen.<ref name="tor" />

Am 5. Oktober 2017 trat Diekmeier in der Folge Die Nervensäge der ZDF-Fernsehserie Notruf Hafenkante als Gastdarsteller auf.<ref>Hamburger Abendblatt: Warum Diekmeier die Hilfe der Polizei benötigt, abgerufen am 12. Oktober 2017</ref>

Privates

Diekmeier lernte seine Frau Dana in Bremen kennen<ref name="Punkt 12">Punkt 12 vom 1. Dezember 2022</ref> und war ab 2010 mit ihr verheiratet.<ref>Wann schnappt sich der HSV Diekmeier? bild.de, 3. Juni 2010</ref> Er hat mit ihr vier in Hamburg geborene Kinder, drei Töchter und einen Sohn.<ref name="Punkt 12" /><ref>Bericht auf mopo.de, abgerufen am 17. Dezember 2017</ref> Gemeinsam betrieben sie ab Oktober 2019 den YouTube-Kanal Team Diekmeier mit ca. 16.500 Abonnenten (Stand: November 2025).<ref>Team Diekmeier auf YouTube (abgerufen am 18. August 2024.)</ref> Im April 2026 gaben sie ihre Trennung bekannt.<ref>Nach 16 Jahren Ehe: Dennis und Dana Diekmeier sind getrennt. In: Focus Online. Abgerufen am 27. April 2026.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Gold

2005: Florian Müller | 2006: Kevin-Prince Boateng | 2007: Benedikt Höwedes | 2008: Dennis Diekmeier | 2009: Lewis Holtby | 2010: Peniel Mlapa | 2011: Marc-André ter Stegen | 2012: Antonio Rüdiger | 2013: Matthias Ginter | 2014: Niklas Stark | 2015: Jonathan Tah | 2016: Benjamin Henrichs | 2017: Salih Özcan | 2018: Kai Havertz | 2019: Nicolas Kühn | 2020: Noah Katterbach | 2021: Karim Adeyemi | 2022: Florian Wirtz | 2023: Youssoufa Moukoko | 2024: Tom Bischof | 2025: Finn Jeltsch

Silber

2005: Manuel Neuer | 2006: Robert Fleßers | 2007: Manuel Konrad | 2008: Florian Jungwirth | 2009: Konstantin Rausch | 2010: Stefan Bell | 2011: Matthias Zimmermann | 2012: André Hoffmann | 2013: Yannick Gerhardt | 2014: Max Meyer | 2015: Timo Werner | 2016: Philipp Ochs | 2017: Aymen Barkok | 2018: Arne Maier | 2019: Josha Vagnoman | 2020: Kevin Ehlers | 2021: Ansgar Knauff | 2022: Luca Netz | 2023: Brajan Gruda | 2024: Dženan Pejčinović | 2025: Saïd El Mala

Bronze

2005: Eugen Polanski | 2006: Daniel Adlung | 2007: Jérôme Boateng | 2008: Marcel Risse | 2009: André Schürrle | 2010: Shervin Radjabali-Fardi | 2011: Kevin Volland | 2012: Patrick Rakovsky | 2013: Dominik Kohr | 2014: Joshua Kimmich | 2015: Lukas Klostermann | 2016: Maximilian Mittelstädt | 2017: Gökhan Gül | 2018: Manuel Wintzheimer | 2019: Yann Aurel Bisseck | 2020: Frederik Jäkel | 2021: Noah Atubolu | 2022: Robert Wagner | 2023: Umut Tohumcu | 2024: Elias Baum | 2025: Max Moerstedt

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