Weickershof
Weickershof Markt Lichtenau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(8)&title=Weickershof 49° 16′ N, 10° 40′ O
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| Höhe: | 457 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 8 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91586 | |||||
| Vorwahl: | 09827 | |||||
Weickershof (fränkisch umgangssprachlich: Schnooga-huhf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 198. Dort folgendermaßen transkribiert: „schnōgəhūf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Weickershof liegt in der Gemarkung Lichtenau.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt inmitten eines Golfplatzes. Dort entspringt der Weikersbach, ein rechter Zufluss der Fränkischen Rezat. Nördlich des Ortes liegt der Grüttenberg (443 m ü. NHN). Der Ort liegt etwas abseits der Kreisstraße AN 27, die nach Lichtenau (1,7 km nordöstlich) bzw. nach Oberrammersdorf führt (2 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1512 als „Schnockenhoff“ erstmals schriftlich erwähnt, 1515 als „zu dem Weyckershof“. Der Ortsname bedeutet Hof, bei dem es viele Stechmücken gibt bzw. zum Hof des Wighard. Der ursprüngliche Ortsname dürfte der letztgenannte sein, in der Mundart hat sich jedoch der Spottname durchgesetzt.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 198.</ref>
Im Salbuch des nürnbergischen Pflegamts Lichtenau von 1515 wurde für den Ort ein Dienstbauer mit 6 Tagewerk Wiesen verzeichnet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 744.</ref> In der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 zählte der Ort zur Hauptmannschaft Sachsen. Es gab eine Untertansfamilie.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 747.</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Weickershof zwei Halbhöfe. Das Hochgericht und die Grundherrschaft übte das Pflegamt Lichtenau aus.<ref name="J924">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 924.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Weickershof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lichtenau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Lichtenau zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> 1818 stellte Boxbrunn einen Antrag, mit dem Weickershof und Stritthof eine eigene Gemeinde bilden zu können, der jedoch abgelehnt wurde.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 2: zugehörig Scheune, Fachwerkobergeschoss, 1753
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt,<ref name="J924"/> seit dem 2. Juli 1809 ist die Pfarrei Dreieinigkeitskirche (Lichtenau) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Weickershof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 118 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 198.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Weickershof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Weickershof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Fußnoten
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