Rückersdorf (Lichtenau)
Rückersdorf Markt Lichtenau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(36)&title=R%C3%BCckersdorf 49° 16′ N, 10° 44′ O
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dim=10000 | globe= | name=Rückersdorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 391 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 36 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91586 | |||||
| Vorwahl: | 09827 | |||||
Rückersdorf (fränkisch Riggaschdorf;<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 161. Dort folgendermaßen transkribiert: „rigəschdorf“.</ref> früher auch Rückersdorff) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Rückersdorf liegt in der Gemarkung Fischbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt am Zandtbach. 0,5 km südlich liegt das Waldgebiet Fuchsloch mit dem Roßberg, 0,5 km westlich die Flur Bergäcker. Der Ort liegt an der Kreisstraße AN 14, die nach Fischbach (0,8 km südwestlich) bzw. an der Hammerschmiede vorbei zur Staatsstraße 2223 bei Schlauersbach führt (1 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
1317 wurde der Ort im Würzburger Lehenbuch als „Ruckersdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname „Rücker“ (= Rüdiger). Eine Person dieses Namens ist als Gründer der Siedlung anzunehmen.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 161.</ref>
Das Kloster Heilsbronn erwarb dort zwei Höfe, davon einen im Jahr 1503 durch Kauf von Martin von Eyb für 160 Gulden.<ref name="M280">G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 280.</ref>
Im Salbuch des nürnbergischen Pflegamtes Lichtenau von 1515 wurden für Rückersdorf 5 Untertansfamilien angegeben, die 5 unterschiedliche Grundherren hatten (Reichsstadt Nürnberg, Kloster Heilsbronn, Pfarrei Großhaslach, Gumbertusstift und die Freiherren von Eyb). Außerdem gab es ein Gemeindehirtenhaus.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 744.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 wurden für Rückersdorf 1 Bauer angegeben, der dem Klosterverwalteramt Heilsbronn unterstand. 1 Heilinggut unterstand der Pfarrei Großhaslach. Die anderen Grundherren wurden nicht aufgeführt.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 14. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 739.</ref> Im Dreißigjährigen Krieg brannte der Weiler ab.<ref name="M280"/>
Laut der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 zählte der Ort zur Hauptmannschaft Immeldorf. Es gab 6 Untertansfamilien, von denen 2 nürnbergisch waren.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 746.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rückersdorf 6 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht über 1 Anwesen übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus, über den Rest das Pflegamt Lichtenau. Einen Gemeindeherrn hatte das Dorf nicht. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Stiftsamt Ansbach: 1 Dreiviertelhof, Klosterverwalteramt Heilsbronn: 1 Dreiviertelhof, 1 Gut), der Nürnberger Eigenherr von Zeltner (1 Viertelhof, 1 Gut) und das Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb (1 Gut).<ref name="J904">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 904.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rückersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sauernheim und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sauernheim zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Rückersdorf in die neu gebildete Ruralgemeinde Fischbach umgemeindet. Diese wurde am 1. April 1971 im Zuge der Gebietsreform in den Markt Lichtenau eingegliedert.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 988.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Immeldorf) gepfarrt.<ref name="J904"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Rückersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 680–681 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 161.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Kelber Immeldorf
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 280 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Rückersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Rückersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Fußnoten
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Bachmühle | Ballmannshof | Boxbrunn | Büschelbach | Erlenmühle | Fischbach | Gotzendorf | Gotzenmühle | Hammerschmiede | Herpersdorf | Immeldorf | Kirschendorf | Lichtenau | Malmersdorf | Oberrammersdorf | Rückersdorf | Schlauersbach | Stritthof | Unterrottmannsdorf | Waltendorf | Wattenbach | Weickershof | Weidenmühle | Zandt | Zandtmühle