Erlenmühle (Lichtenau)
Erlenmühle Markt Lichtenau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2)&title=Erlenm%C3%BChle 49° 15′ N, 10° 42′ O
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dim=10000 | globe= | name=Erlenmühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 403 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 2 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91586 | |||||
| Vorwahl: | 09827 | |||||
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Erlenmühle (fränkisch: Erla-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 70. Dort folgendermaßen transkribiert: „erləmíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Erlenmühle liegt in der Gemarkung Wattenbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt am Zandtbach und an der Kreisstraße AN 14, die nach Unterrottmannsdorf (1,8 km westlich) bzw. nach Wattenbach führt (1,3 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1398 als „Erlmuln“ erstmals urkundlich erwähnt. Benannt wurde sie nach dem Erlbach, der heute als Zandtbach bezeichnet wird. Gemäß dem Namen musste es zu dieser Zeit dort einen Erlenwald gegeben haben. Sie wurde zeitweise auch als die untere Mühle bezeichnet in Abgrenzung zu der oberen Mühle, die eigentlich Gotzenmühle heißt. 1493 ist auch die Mischform „untere Erlmüll“ belegt.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 70f.</ref> Die Mühle wurde mehrmals neu gebaut, so im 16. Jahrhundert und im Jahr 1772. Letztere war bis 1954 als Getreidemühle in Betrieb.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Erlenmühle zur Realgemeinde Gotzendorf. Sie hatte das Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens als Grundherrn. Bei der Vergabe der Hausnummern Anfang des 19. Jahrhunderts bekam das Anwesen die Nr. 3 des Ortes Gotzendorf.<ref name="J861">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 861.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Erlenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sauernheim und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sauernheim zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Erlenmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Wattenbach umgemeindet. Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Lichtenau eingegliedert.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1013f.</ref><ref>Lichtenau (Mittelfranken) > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Baudenkmal
- Haus Nr. 3 (ehemalige Wassermühle): Zweigeschossiger Bau mit zweigeschossigem Giebel und Satteldach, bezeichnet 1772, zum Teil später umgebaut.<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 92.</ref><ref>Denkmalliste für Lichtenau (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Immeldorf) gepfarrt.<ref name="J861"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Trivia
Nach einer Anekdote vergaß Johann Wolfgang von Goethe dort seinen Regenschirm, als er 1797 in der Erlenmühle eingekehrt war.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Erlamühle. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 63 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 70.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 92.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Kelber Immeldorf
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Erlenmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Erlenmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Bachmühle | Ballmannshof | Boxbrunn | Büschelbach | Erlenmühle | Fischbach | Gotzendorf | Gotzenmühle | Hammerschmiede | Herpersdorf | Immeldorf | Kirschendorf | Lichtenau | Malmersdorf | Oberrammersdorf | Rückersdorf | Schlauersbach | Stritthof | Unterrottmannsdorf | Waltendorf | Wattenbach | Weickershof | Weidenmühle | Zandt | Zandtmühle