Boxbrunn (Lichtenau)
Boxbrunn Markt Lichtenau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(57)&title=Boxbrunn 49° 16′ N, 10° 41′ O
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| Höhe: | 452 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 57 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91586 | |||||
| Vorwahl: | 09827 | |||||
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Boxbrunn (fränkisch ebenfalls Boxbrunn<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 53. Dort folgendermaßen transkribiert: „boksbrún“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lichtenau im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Boxbrunn liegt in der Gemarkung Lichtenau.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt in Hanglage südlich von Lichtenau. Etwa 1 km südwestlich entspringt der Weikersbach, ein rechter Zufluss der Fränkischen Rezat. 0,5 km östlich des Ortes liegt der Kühberg, 0,5 km westlich befindet sich ein Golfplatz, 0,5 km südwestlich liegt das Franzosenholz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Lichtenau zur Kreisstraße AN 1 (0,8 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch, das zwischen 1303 und 1313 entstanden ist, als „Boksbrunn“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Bestimmungswort der (Reh-)Bock ist, d. h., es wird eine Tränke bezeichnet, die von Rehböcken aufgesucht wurde.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 53.</ref> Die Herren von Heideck übten zu dieser Zeit die Vogtei über den Ort aus.<ref>Staatsarchiv Würzburg, Würzburger Lehenbücher 1. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 187.</ref> 1407 wurde der Ort in einer Urkunde aufgeführt, laut der die Reichsstadt Nürnberg unter anderem auch vier Güter in Boxbrunn der Burkhard Seiler’schen Almosenstiftung überließ.
Im Salbuch des nürnbergischen Pflegamtes Lichtenau von 1515 wurden für Boxbrunn 5 Untertansfamilien angegeben: 4 Untertanen unterstanden dem brandenburg-ansbachischen Stiftsamt Ansbach, 1 Gut gehörte einem Lichtenauer Bürger.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 744.</ref> Laut der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 zählte der Ort zur Hauptmannschaft Sachsen. Es gab 5 Untertansfamilien, von denen 1 nürnbergisch war.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 745.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Boxbrunn 8 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das Pflegamt Lichtenau aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach. Grundherren waren das Stiftsamt Ansbach (3 Halbhöfe, 2 Viertelhöfe, 2 Halbgüter) und der Nürnberger Eigenherr Kreß von Kressenstein (1 Halbhof).<ref name="J841">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 841.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Boxbrunn dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lichtenau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Lichtenau zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> 1818 stellte der Ort einen Antrag, mit dem Weickershof und Stritthof eine eigene Gemeinde zu bilden, was jedoch abgelehnt wurde.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt,<ref name="J841"/> seit dem 2. Juli 1809 ist die Pfarrei Dreieinigkeitskirche (Lichtenau) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Johannes (Lichtenau) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Boxsbrunn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 430 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 53.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Boxbrunn in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Boxbrunn im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Bachmühle | Ballmannshof | Boxbrunn | Büschelbach | Erlenmühle | Fischbach | Gotzendorf | Gotzenmühle | Hammerschmiede | Herpersdorf | Immeldorf | Kirschendorf | Lichtenau | Malmersdorf | Oberrammersdorf | Rückersdorf | Schlauersbach | Stritthof | Unterrottmannsdorf | Waltendorf | Wattenbach | Weickershof | Weidenmühle | Zandt | Zandtmühle