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Mikkel Hansen

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Mikkel Hansen
Mikkel Hansen
Mikkel Hansen am 16. April 2016
Spielerinformationen
Geburtstag 22. Oktober 1987 (38 Jahre)
Geburtsort Helsingør, DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg Dänemark
Staatsbürgerschaft DäneDänemark dänisch
Körpergröße 1,96 m
Spielposition Rückraum links
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein Karriere beendet
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
00000000 DanemarkDänemark Helsingør IF<ref>nordjyske.dk: Et jordnært hug fra anden sals højde abgerufen am 24. Dezember 2019.</ref>
0000–2005 DanemarkDänemark Virum-Sorgenfri HK
2005–2008 DanemarkDänemark GOG Svendborg TGI
2008–2010 SpanienSpanien FC Barcelona
2010–2012 DanemarkDänemark AG København
2012–2022 FrankreichFrankreich Paris Saint-Germain
2022–2024 DanemarkDänemark Aalborg Håndbold
Nationalmannschaft
Debüt am 5. Juni 2007
gegen SchwedenSchweden Schweden
  Spiele (Tore)
DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg Dänemark 276 (1387)<ref>danskhaandbold.dk: Mikkel Hansen abgerufen am 11. August 2024.</ref>
Stand: 11. August 2024

Mikkel Hansen (* 22. Oktober 1987 in Helsingør) ist ein ehemaliger dänischer Handballspieler. Er wurde zum Welthandballer der Jahre 2011, 2015 und 2018 gewählt.<ref>Däne Hansen zum dritten Mal Welthandballer. In: sport.ORF.at. 18. März 2019, abgerufen am 18. März 2019.</ref><ref>IHF kürt Mikkel Hansen und Heidi Løke zu Welthandballern 2011</ref> Nur ihm, seinem ehemaligen langjährigen Pariser Teamkameraden Nikola Karabatić und seinem Landsmann Mathias Gidsel wurde diese Auszeichnung dreimal verliehen.

Karriere

Im Verein

Hansen begann das Handballspielen in seiner Geburtsstadt bei Helsingør IF. Anschließend gelangte er über Virum-Sorgenfri HK zu GOG Svendborg TGI, mit dem er 2007 die dänische Meisterschaft gewann. Im Sommer 2008 wechselte der Rechtshänder zum spanischen Verein FC Barcelona. Mit Barcelona wurde er zweimal Zweiter in der Liga Asobal und stand 2010 im Finale der EHF Champions League. Anschließend unterzeichnete Hansen einen Vertrag bei AG København (AGK).<ref>Mikkel Hansen vender hjem til Danmark</ref> Mit AG København gewann er 2011 und 2012 die Meisterschaft. Nach der Insolvenz von AGK im Sommer 2012 schloss er sich dem französischen Verein Paris Saint-Germain an.<ref>Mikkel Hansen unterschreibt in Paris</ref> Mit Paris gewann er 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021 und 2022 die Meisterschaft sowie 2014, 2015, 2018 und 2021 den französischen Pokal. Für die Hauptstädter erzielte er 1301 Tore in 226 Ligaspielen. Aufgrund einer Lungenembolie als Komplikation einer Operation am Knie fiel er ab März 2022 für mehrere Monate aus.<ref>Handballstar Mikkel Hansen fällt wegen Lungenembolie monatelang aus. In: Der Spiegel. 23. März 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 23. März 2022]).</ref>

Im Sommer 2022 wechselte er zum dänischen Erstligisten Aalborg Håndbold.<ref>handball-world.news: Abschied von Paris St. Germain: Superstar Mikkel Hansen kehrt 2022 nach Dänemark zurück, abgerufen am 18. Februar 2021</ref> Zu Beginn der Saison 2022/23 gewann er mit Aalborg den dänischen Supercup, dabei kam er jedoch noch nicht zum Einsatz. In der EHF Champions League 2022/23 erzielte Hansen am 15. September 2022 sein 1000. Tor.<ref>ehfcl.eurohandball.com, „SUMMARY: HANSEN'S 1,000TH GOAL HIGHLIGHTS EXCITING OPENING ROUND“, 15. September 2022, abgerufen am 17. September 2022</ref> Nach der Weltmeisterschaft 2023 im Januar pausierte Hansen wegen Stresssymptomen.<ref>aalborghaandbold.dk, „Mikkel Hansen sygemeldt med symptomer på stress“, 8. Februar 2023, abgerufen am 8. Februar 2023</ref> Nach der Saison 2023/24 beendete er seine Karriere.<ref>handball-world.news: Mikkel Hansen beendet Handball-Karriere, abgerufen am 3. April 2024</ref>

In der Nationalmannschaft

Datei:Mikkel Hansen et Luka Karabatic 2-20160110.jpg
Mikkel Hansen im Zweikampf mit Luka Karabatic

Hansen gab am 5. Juni 2007 sein Debüt in der dänischen Nationalmannschaft, für die sein Vater Flemming Hansen ebenfalls aktiv gewesen war.<ref>Mikkel Hansen smiles at fame</ref> Der Rückraumspieler reiste als Reservespieler zu den Olympischen Spielen 2008 und rückte nach einem krankheitsbedingten Ausfall von Michael V. Knudsen in den Kader der dänischen Auswahl.<ref>handball-world.news: Michael Knudsen: Nach Olympia-Aus noch in Peking am Blinddarm operiert, abgerufen am 15. Januar 2017</ref> Im Gruppenspiel gegen Russland erzielte er in letzter Sekunde den entscheidenden 25:24-Siegtreffer per direktem Freiwurf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Denmark's Mikkel Hansen scoring the game-winning goal (Memento vom 26. August 2008 im Internet Archive)</ref>

Bei der Weltmeisterschaft 2011 belegte Hansen mit der dänischen Auswahl den zweiten Platz. Mit 68 Treffern wurde er Torschützenkönig des Turniers und in das All-Star-Team berufen. In jenem Jahr wurde er außerdem zum Welthandballer gewählt. 2012 triumphierte er mit Dänemark bei der Europameisterschaft. Auch hier gehörte er als bester linker Rückraumspieler zum All-Star-Team. Im Sommer schied er bei den Olympischen Spielen 2012 in London mit der dänischen Mannschaft im Viertelfinale aus. Bei der Weltmeisterschaft 2013 wurde er mit seinem Team erneut Zweiter und außerdem zum besten Spieler (MVP) ernannt. Bei der Europameisterschaft 2014 im eigenen Land wurde er erneut Zweiter und zusätzlich ins All-Star-Team gewählt. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewann er die Goldmedaille, wurde erneut in das All-Star-Team berufen und zusätzlich zum besten Spieler gewählt.<ref>handball-world.news: All-Star Team mit deutscher Beteiligung: Mikkel Hansen als MVP geehrt, abgerufen am 22. August 2016</ref> Bei der Weltmeisterschaft 2019 gewann Hansen mit Dänemark den Titel. Mit 72 Treffern belegte er den ersten Platz in der Torschützenliste und wurde zusätzlich zum MVP gewählt.<ref>handball-world.news: Torschützenliste der Handball-WM: MVP Mikkel Hansen auch mit den meisten Treffern, abgerufen am 28. Januar 2019</ref> Bei der Weltmeisterschaft 2021 wiederholte er den Titelgewinn und wurde erneut zum besten Spieler des Turniers gewählt. Im Viertelfinale gegen Gastgeber Ägypten erhielt er Sekunden vor Ende der ersten Verlängerung beim Stand von 34:33 eine Rote Karte nach Videobeweis, da er die Ausführung des gegnerischen Freiwurfs durch Wegwerfen des Balles verhindert hatte.<ref>www.handball-world.news #Regelecke: Warum gab es Rote Karten und Strafwürfe im Viertelfinale der Handball-WM zwischen Dänemark und Ägypten? abgerufen am 1. Februar 2021</ref> Mit insgesamt 319 Weltmeisterschafts-Toren gehört er zu den erfolgreichsten Torschützen. Mit Dänemark gewann er bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio 2021 die Silbermedaille.<ref>ihf.info: Cumulative Statistics: Denmark, abgerufen am 7. August 2021</ref> Mit 61 Toren, den meisten je bei einem olympischen Turnier erzielten, wurde er Torschützenkönig. Zudem verbesserte er den Rekord von Yoon Kyung-shin (127) in der ewigen Torschützenliste auf 165. Am Turnierende wurde er in das All-Star-Team gewählt.<ref>ihf.info: Tokyo 2020 Men’s All-Star Team, abgerufen am 7. August 2021</ref> Bei der Europameisterschaft 2022 gewann er mit Dänemark die Bronzemedaille, zudem wurde er mit 48 Toren zweitbester Schütze des Turniers und erneut ins All-Star-Team berufen. Bei der Weltmeisterschaft 2023 gewann er seinen dritten WM-Titel. Bei der Europameisterschaft 2024 erzielte er 35 Tore in acht Spielen. Im Finale, das Dänemark mit 31:33 nach Verlängerung gegen Frankreich verlor, warf er neun Tore und überbot damit den erst im Turnierverlauf aufgestellten Rekord von 295 Toren bei Europameisterschaften von Nikola Karabatić um einen Treffer.<ref>Ausgerechnet beim EM-Abschied: Hansen entreißt Karabatic den Torrekord. In: kicker.de. 29. Januar 2024, abgerufen am 29. Januar 2024.</ref> Bei seinem letzten Turnier mit der dänischen Auswahl gewann er die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris.<ref>danskhaandbold.dk: Historisk magtdemonstration giver Håndboldherrerne OL-guld, abgerufen am 11. August 2024</ref>

Erfolge

Verein

  • Dänischer Meister 2007, 2011, 2012, 2024
  • Dänischer Supercupsieger 2022
  • Französischer Meister 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022
  • Französischer Pokalsieger 2014, 2015, 2018, 2021, 2022
  • Französischer Ligapokalsieger 2017, 2018, 2019
  • Spanischer Pokalsieger 2009, 2010
  • Finalteilnehmer Champions League 2010, 2017 und 2024

Nationalmannschaft

  • Olympiasieger 2016, 2024
  • Olympiasilber 2020
  • Weltmeister 2019, 2021, 2023
  • Vizeweltmeister 2011, 2013
  • Europameister 2012
  • Silber bei den Europameisterschaften 2014 und 2024
  • Bronze bei der Europameisterschaft 2022
  • Rekordtorschütze bei Europameisterschaften mit 296 Toren
  • Rekordtorschütze bei Weltmeisterschaften mit 351 Toren
  • Rekordtorschütze bei Olympischen Spielen mit 165 Toren

Auszeichnungen

Privates

Mit seiner Ehefrau hat er zwei gemeinsame Söhne.<ref>handball-world.news: Welthandballer Mikkel Hansen hat geheiratet, abgerufen am 12. Mai 2020</ref><ref>Maike Elger: Handball-Champions-League: Hansens Karriereende bleibt vorerst unvergoldet. Abgerufen am 13. Juni 2024.</ref>

Weblinks

Commons: Mikkel Hansen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Frauen

Svetlana Dašić-Kitić (1988) | Kim Hyun-mee (1989) | Jasna Kolar-Merdan (1990) | Mia Hermansson-Högdahl (1994) | Erzsébet Kocsis (1995) | Lim O-kyeong (1996) | Anja Andersen (1997) | Trine Haltvik (1998) | Ausra Fridrikas (1999) | Bojana Radulovics (2000) | Cecilie Leganger (2001) | Zhai Chao (2002) | Bojana Radulovics (2003) | Anita Kulcsár (2004) | Anita Görbicz (2005) | Nadine Krause (2006) | Gro Hammerseng-Edin (2007) | Linn-Kristin Riegelhuth Koren (2008) | Allison Pineau (2009) | Cristina Neagu (2010) | Heidi Løke (2011) | Alexandra do Nascimento (2012) | Andrea Lekić (2013) | Eduarda Amorim (2014) | Cristina Neagu (2015) | Cristina Neagu (2016) | Cristina Neagu (2018) | Stine Bredal Oftedal (2019) | Sandra Toft (2021) | Henny Reistad (2023) | Henny Reistad (2024) | Henny Reistad (2025)

Juniorinnen

Léna Grandveau (2023) | Petra Simon (2024) | Viola Leuchter (2025)

Männer

Veselin Vujović (1988) | Kang Jae-won (1989) | Magnus Wislander (1990) | Talant Dujshebaev (1994) | Jackson Richardson (1995) | Talant Dujshebaev (1996) | Stéphane Stoecklin (1997) | Daniel Stephan (1998) | Rafael Guijosa (1999) | Dragan Škrbić (2000) | Yoon Kyung-shin (2001) | Bertrand Gille (2002) | Ivano Balić (2003) | Henning Fritz (2004) | Arpad Šterbik (2005) | Ivano Balić (2006) | Nikola Karabatić (2007) | Thierry Omeyer (2008) | Sławomir Szmal (2009) | Filip Jícha (2010) | Mikkel Hansen (2011) | Daniel Narcisse (2012) | Domagoj Duvnjak (2013) | Nikola Karabatić (2014) | Mikkel Hansen (2015) | Nikola Karabatić (2016) | Mikkel Hansen (2018) | Niklas Landin Jacobsen (2019) | Niklas Landin Jacobsen (2021) | Mathias Gidsel (2023) | Mathias Gidsel (2024) | Mathias Gidsel (2025)

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Welthandballer des 20. Jahrhunderts: Magnus Wislander und Sinajida Turtschyna
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