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Santiago de Compostela

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Santiago de Compostela
Datei:Collage de Santiago de Compostela.jpg
Santiago
Wappen Karte von Spanien
90x140px|alt=|Wappen von Santiago de Compostela
Santiago de Compostela (Spanien)
Santiago de Compostela (Spanien)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Land: SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien
Autonome Gemeinschaft: GalicienDatei:Flag of Galicia.svg Galicien
Provinz: A Coruña
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Koordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 42° 53′ N, 8° 32′ WKoordinaten: Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Provinz zu ISO Code_type:city 42° 53′ N, 8° 32′ W
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Einwohner: {{#property:P1082}} (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Unerkanntes Wort „strong“ Einw./km²
Postleitzahl(en): 15700
Gemeindenummer (INE): 15078 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Nächster Flughafen: Flughafen Santiago (Lavacolla)
Verwaltung
Bürgermeister: Goretti Sanmartín Rei (BNG)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Pazo de Raxoi. Praza do Obradoiro
Website: Santiago de Compostela

Santiago de Compostela (galicisch [sanˈtjaɣʊ ðe komposˈtɛlɐ]) ist die Hauptstadt der spanischen Autonomen Gemeinschaft Galicien und hat {{#property:P1082}} Einwohner (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Die Stadt ist katholischer Erzbischofssitz und Wallfahrtsort, Ziel des Jakobswegs sowie Standort der Universität Santiago de Compostela.

Namensherkunft

Der Name setzt sich zusammen aus Santiago, was über die Zwischenform San-Yago eine abgeschliffene Form von lateinisch Sanctus Iacobus (deutsch heiliger Jakob) darstellt, und Compostela. Der zweite Namensteil wird unterschiedlich gedeutet. Volksetymologisch und wegen der Erwähnung einer Lichterscheinung in Zusammenhang mit dem Jakobsgrab wird gern das lateinische campus stellae („Sternenfeld“) angenommen (siehe Stadtwappen: Stern und Reliquienschrein). Allgemein geht man heute von einem Friedhof – die Römer begruben ihre Toten an Wegen und Kreuzungen – an einer Straße als Namensgeber aus und erklärt etwa mit lateinisch compostum („Friedhof“). Im Museum der Kathedrale kann der alte Weg unterhalb der Kathedrale besichtigt werden.

Weil aber auch diese Erklärung letztlich nicht beweisbar ist, finden sich in der Fachliteratur (unter anderem bei Legler) weitere Deutungsversuche, die das in der Translatio erwähnte vorchristliche Heiligtum einbeziehen.

Geschichte

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Via Imperii und Via Regia.png
Im Mittelalter war Santiago de Compostela vor A Coruña, dem Hafen an Spaniens Atlantikküste, der westlichste Ort der Via Regia in Europa

Jakobus der Ältere war einer der zwölf Apostel, Sohn des Zebedäus und Bruder von Johannes. Nach Vorlage:Bibel/Link wurde er auf Befehl des Königs Herodes Agrippa I. von Judäa im Jahre 44 enthauptet. Erst deutlich späteren Legenden zufolge soll er sich nach Christi Himmelfahrt in das heutige Spanien begeben haben, um dort zu missionieren, allerdings mit wenig Erfolg. Er kehrte dann angeblich nach Palästina zurück und wurde dort, wie in der Bibel berichtet, hingerichtet. Nach einer in Spanien seit dem Mittelalter verbreiteten Legende wurde sein Leichnam anschließend in ein Boot gelegt, das dann an die Küste Spaniens getrieben wurde. Nach einer anderen Version brachten seine Jünger Athanasius und Theodorus den Leichnam absichtlich auf dem Seeweg in sein Missionsgebiet Spanien und setzten ihn in einem Steingrab auf dem Gebiet der heutigen Stadt Santiago de Compostela bei. Nach einer wieder anderen verbreiteten Legende schenkte Kaiser Justinian die Gebeine dem Sinaikloster; und in den Stürmen des Islam brachten Mönche die Reliquien nach Spanien in Sicherheit. Als die Muslime auch Spanien eroberten, habe man die Reliquien an der Stelle, an der sich heute Santiago de Compostela befindet, vergraben.

Moderne Ausgrabungen zeigen, dass sich dort eine Nekropole befand, die zu einem römischen Militärlager aus dem 1. bis 4. Jahrhundert und einer suebischen Siedlung aus dem 5. bis 7. Jahrhundert gehört hatte. Irgendwann zwischen 818 und 834 (das oft genannte Jahr 813 stimmt nicht) wurde dann das angebliche Apostelgrab entdeckt: Der Legende zufolge sah ein Eremit namens Pelayo eine Lichterscheinung, die auf ein Apostelgrab hinwies. Man meldete dies Theodemir, dem Bischof von Iria Flavia. Als man dann tatsächlich ein Grab fand, erklärte Theodemir, dies sei das Grab des heiligen Jakobus. Darauf ließ König Alfons II. von Asturien (791–842) dort eine Kirche errichten, die sich zu einem Wallfahrtszentrum entwickelte. Um die Kirche herum entstand ein Dorf, das im 10. Jahrhundert zur Stadt Santiago wurde.

Datei:110 Santiago (da Compostela) Westfassade der Kathedrale.jpg
Westfassade der Kathedrale, Heliografie 1889

Die einschiffige Kirche wurde bald zu klein. So wurde 872 unter König Alfons III. mit einem größeren dreischiffigen Bauwerk begonnen. Am 10. August 997 zerstörte Almansor, der große Heerführer des Kalifen von Córdoba, die Stadt und die Kathedrale. (Das angebliche Grab des Jakobus wurde allerdings nicht beschädigt.) Die Glocken der Kathedrale wurden von versklavten Christen in das 1000 Kilometer entfernte Córdoba geschleppt. Nach der Eroberung Córdobas am 29. Juni 1236 durch kastilische Truppen ließ man sie durch maurische Sklaven wieder nach Santiago zurückbringen. Unter Alfons VI. wurde die Kirche neu aufgebaut. Die Arbeiten begannen nach verschiedenen Quellen entweder 1075 oder 1078. Um diese Zeit wurde Santiago de Compostela neben Rom und Jerusalem zum bedeutendsten Wallfahrtsort der Christenheit.

Ende 1982 kam Johannes Paul II.<ref name=":0" /> zu Besuch. 1985 wurde Santiago de Compostela von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Camino de Santiago (Jakobsweg) wurde 1987 zum ersten europäischen Kulturweg erhoben, 1989 fand in Santiago de Compostela der IV. Weltjugendtag statt. Im Jahr 2000 war Santiago de Compostela Kulturhauptstadt Europas.

Das Sinken des Öltankers Prestige vor der Küste am 19. November 2002, die folgende Ölkatastrophe und die vorgeworfene Passivität der Regierung Aznar, lösten am 1. Dezember 2002 eine Großdemonstration in Santiago de Compostela mit über 200.000<ref name=":0">Matthieu Trouvé: Histoire politique de l’Espagne après Franco (de 1975 à nos jours) (= Collection Parcours Universitaires – Histoire). Presses Universitaires de Bordeaux, Pessac (Bordeaux) 2024, ISBN 979-1-03001113-5, S. 318, 209.</ref> Teilnehmern aus.

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde

Jahr Einwohner
1877
  
23.629
1887
  
22.574
1900
  
24.317
1910
  
24.660
1920
  
27.341
1930
  
39.620
1940
  
43.815
1950
  
52.675
1960
  
57.173
1970
  
65.270
1980
  
82.404
1990
  
87.807
2000
  
90.188
2010
  
95.397
2020
  
97.798
Legende: Santiago___Santiago de Compostela
Quelle: INE-Archiv

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Santiago de Compostela ist in 28 Parroquias gegliedert: Vorlage:Verwaltungstabelle ES Kopf

Wirtschaft

Beschäftigungszahlen der Gemeinde Santiago de Compostela in den Wirtschaftszweigen Stand: Februar 2025
Sektor Beschäftigte Anteil in Prozent
Ackerbau, Viehzucht und Fischerei 00440 001,04
Industrie 02.996 007,07
Bauwirtschaft 01.856 004,38
Dienstleistungsbetriebe 37.075 087,51
Total 42.367 100,00
* Daten aus dem Statistischen Amt für Wirtschaftliche Entwicklung in Galicien, IGE

Bürgermeister

Die demokratisch gewählten Bürgermeister
Amtszeit Bürgermeister Partei
1979–1983 José Antonio Souto Paz (bis 1981) / Marcial Castro Guerra UCD
1983–1986 Ernesto Viéitez Cortizo PSOE
1986–1998 Xerardo Estévez Fernández
1988–2011 Xosé Antonio Sánchez Bugallo
2011–2012 Gerardo Conde Roa PP
2012–2015 Ángel Currás Fernández und Agustín Hernández Fernández de Rojas
2015–2019 Martiño Noriega Sánchez Compostela Aberta
2019–2023 Xosé Sánchez Bugallo PSOE
seit 2023 Goretti Sanmartín Rei BNG

Pilgerwesen

Datei:SantCompostela93.jpg
Das Pilgerziel: Reliquienschrein des Apostels Jakobus

Santiago wurde um 830 zum Wallfahrtsort ernannt, als man die in einem Grab gefundenen Gebeine dem Apostel Jakobus zuschrieb. In der eindrucksvollen Kathedrale schmückt ein vergoldeter Baldachin den Altar. Ein ständiger Pilgerstrom bildet Schlangen, eine große Sitzfigur des heiligen Jakobus wird als Zeichen der Ehrerbietung umarmt und geküsst.

Santiago de Compostela gehörte neben Rom und Jerusalem zu den bedeutendsten Pilgerzielen des christlichen Mittelalters. Das Einzugsgebiet reichte bis Skandinavien und in das östliche Mitteleuropa. Seit dem 15. Jahrhundert sind heilige Jahre belegt, die immer dann stattfinden, wenn der Jakobstag (25. Juli) auf einen Sonntag fällt. Seit dem Heiligen Jahr 1976 erlebt der Jakobsweg eine Renaissance. Jährlich treffen 500.000 Pilger zu Fuß, auf dem Fahrrad, zu Pferd oder als Rollstuhlfahrer in Santiago ein (Stand 2024). Seit dem frühen 11. Jh. ist die Jakobsmuschel (Pecten maximus) als Pilgerzeichen belegt. 1106 wurde in Italien von Wundern berichtet, die allein durch die Berührung eines solchen Pilgerzeichens stattfanden. Die Muscheln wurden von der Atlantikküste nach Santiago gebracht, üblicherweise mit zwei Löchern versehen und auf dem Markt nördlich der Kathedralentür an die Pilger verkauft. Die Muscheln wurden vorne am Hut getragen und dem Pilger oft mit ins Grab gegeben.

Ein weiterer Pilgerweg führt von Sevilla nach Santiago de Compostela, der sogenannte Silberweg oder Ruta de la Plata. Er führt entlang der Grenze zu Portugal durch die Extremadura und wurde vor etwa 2000 Jahren von den Römern erbaut. Die Mauren nannten ihn „Ruta Bal’latta“, was „breiter gepflasterter Weg“ bedeutet.

Klimatabelle

Santiago de Compostela
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
210
 
11
4
 
 
167
 
13
4
 
 
146
 
15
5
 
 
146
 
16
6
 
 
135
 
19
9
 
 
72
 
22
11
 
 
43
 
24
13
 
 
57
 
25
13
 
 
107
 
23
12
 
 
226
 
18
10
 
 
217
 
14
7
 
 
261
 
12
5
Vorlage:Farbe Temperatur (°C)   Vorlage:Farbe Niederschlag (mm)
Quelle: Agencia Estatal de Meteorología, Normalperiode 1981-2010
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Santiago de Compostela
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 13
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 17,7
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 8,3
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 78,3

Verkehr

Flugverkehr

Datei:Santiago Estación tren 2005 gfdl.jpg
Bahnhof von Santiago

Der Flughafen von Santiago liegt 15 km östlich der Stadt und kann mit dem Bus und Taxi erreicht werden.

Schienenverkehr

Südlich der Altstadt liegt der Bahnhof der spanischen Eisenbahn. Neben regionalen und nationalen Verbindungen besteht täglich eine durchgehende Verbindung nach Hendaye mit internationalen Anschlussmöglichkeiten.

Am 24. Juli 2013 ereignete sich der Eisenbahnunfall von Santiago de Compostela, ein Eisenbahnunfall, bei dem 80 Menschen starben.


Busverkehr

Der neue große Busbahnhof (estación de autobuses) liegt, von der Altstadt aus gesehen, hinter dem Bahnhof in der Rua de Clara Campoamor. Von hier aus fahren Busse zum Flughafen, in viele galicische und spanische Städte und außerdem (ohne Umsteigen) unter anderem nach Deutschland, Frankreich und in die Schweiz.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Spain.Santiago.de.Compostela.Rua.do.Vilar.Noche.jpg
Die Rua do Vilar in der Altstadt bei Nacht
Datei:Basílica de Santiago 02.JPG
Kathedrale von Santiago de Compostela

Sehenswert ist die Kathedrale von Santiago de Compostela mit ihren Reliquien. Die Fassade der Kathedrale ist auch auf den Spanischen Cent-Münzen (1, 2 und 5 Eurocent) abgebildet.

Nahe der Kathedrale findet sich das Hospital de los Reyes Católicos, das seit 1509 als königliches Hospiz der Aufnahme von Reisenden diente, die nach Santiago kamen, und heute eines der bekanntesten und luxuriösesten Parador-Hotels ist. Das Hotel ist eines der ältesten der Welt. Es verfügt über vier Innenhöfe, elegante Räume und einen prächtigen Speisesaal.

Sehr sehenswert ist die gesamte, von der UNESCO geschützte Altstadt, die mit der Kathedrale und dem Jakobsweg als Weltkulturerbe ausgewiesen ist. Die belebteste Straße in der Altstadt Santiagos ist die Rúa do Franco, die direkt zum Platz vor der Kathedrale führt. Hier finden sich zahlreiche Restaurants mit galicischen Spezialitäten (Pulpo cocido, Vieira etc.).

Von der Kathedrale aus gelangt man durch die Rúa do Franco zum Ausgang der Altstadt und kann dann links über die Praza de Galicia (wo sich auch eine Informationsstelle befindet) in den neuen Stadtteil gehen, wo an Wochentagen zwar keine angenehme ruhige Stimmung herrscht, jedoch anschaulich wird, wie das alltägliche Leben der Galegos aussieht. Nach rechts gelangt man in die Alameda oder Parque da Ferradura, von dessen Promenade sich ein sehr schöner Blick auf die Altstadt und die Vorderseite der Kathedrale bietet. Im Schatten der Bäume fand noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts der traditionelle Compostelaner Viehmarkt statt, während sich am anderen Ende dieses „Hufeisens“ (= Ferradura) das Denkmal für die galicische Dichterin Rosalía de Castro befindet.

Neben den historischen Sehenswürdigkeiten hat Santiago de Compostela inzwischen auch moderne Architektur zu bieten. 1995 wurde das von dem portugiesischen Architekten Álvaro Siza entworfene Galicische Zentrum für zeitgenössische Kunst fertiggestellt.<ref>Christian Gänshirt: Granitskulptur – Galicisches Zentrum für zeitgenössische Kunst in Santiago de Compostela, in: AIT – Architektur, Innenarchitektur, Technischer Ausbau, Nr. 5/1995</ref> In der Altstadt von Santiago de Compostela verwirklichte der deutsche Architekt Josef Paul Kleihues die Sporthalle Pabellón Polideportivo San Clemente. Das Projekt umfasst eine öffentliche Tiefgarage, die darauf gebaute Sporthalle und einige Gebäude im Umkreis, die für Geschäfte bestimmt sind.<ref>Pabellón Polideportivo de San Clemente. Santiago Turismo, abgerufen am 5. August 2024.</ref>

Datei:Santiago Cidade da Cultura 01-16.JPG
Cidade da Cultura de Galicia – Kulturstadt Galicien

Auf dem Berg Gaias entstand in den letzten Jahren nach Entwürfen des amerikanischen Architekten Peter Eisenman eine riesige Anlage, Cidade da Cultura de Galicia / Kulturstadt Galicien genannt, die unter anderem ein Museum, ein Theater und eine Bibliothek umfasst.<ref>Urlaubsziele.com: Kulturstadt Galicien</ref>

Teil dieser Anlage sind auch zwei Gedenktürme des amerikanischen Architekten John Hejduk. Sie wurden 1992 von Hejduk für den Belvís Park in Santiago de Compostela entworfen, konnten aber nicht realisiert werden. Nach dem Tod von Hejduk entschied Peter Eisenman, das Projekt seines Freundes und Kollegen wieder aufzunehmen und in die Anlage der Cidade da Cultura zu integrieren.<ref>Hejduk Memorial Towers. Architectuul/, abgerufen am 5. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Universität

Die Geschichte der Universität von Santiago de Compostela USC (Universidade de Santiago de Compostela) geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Heute ist die Universität in einen Süd- und einen Nordcampus gegliedert. Der Campus in Lugo gehört ebenfalls zur USC. Viele in der Altstadt befindliche Gebäude der Universität gehören mit zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dazu zählt insbesondere die historische Fakultät auf der Praza Universidade, deren Glanzstück die Bibliothek bildet.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die mit Santiago de Compostela verbunden sind

  • Diego Gelmírez (* vermutlich um 1069; † 1149), erster Erzbischof von Santiago de Compostela
  • José Rodríguez Carballo (* 1953), Generalminister des Franziskanerordens, später Erzbischof von Mérida-Badajoz

Städtepartnerschaften

Santiago de Compostela unterhält folgende Städtepartnerschaften:

Literatur

  • Christoph Kühn: Die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela. Geschichte, Kunst und Spiritualität. Plöttner-Verlag, Leipzig 2005, ISBN 3-938442-01-8 (Peregrinationes – Schriften zur Pilger- und Sakrallandschaft Mitteldeutschlands, Band 1)
  • Brian Spencer: Pilgrim Souvenirs and Secular Badges (Medieval Finds from Excavations in London; Bd. 7). The Stationery Office, London 1998, ISBN 0-11-290574-9, S. 244–248.
  • Gonzalo Torrente Ballester: Santiago de Compostela. Ein Pilgerlesebuch (Compostela y su ángel, 1996). Ludwig-Verlag, Kiel 2007, ISBN 978-3-937719-54-2.
  • Paulo Coelho: Auf dem Jakobsweg. Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela (O diario de um mago, 1986). Diogenes, Zürich 1999, ISBN 3-257-23115-6.
  • Ilja Mieck: Wallfahrt nach Santiago de Compostela zwischen 1400 und 1650. Resonanz, Strukturwandel und Krise. In: Spanische Forschungen der Görres-Gesellschaft, erste Reihe: Gesammelte Aufsätze zur Kulturgeschichte Spaniens, 30, Münster in Westfalen 1982, S. 483–533.
  • Luis Gonzales Seare, Herman Liebaers (Hrsg.): Santiago de Compostela. 1000 ans de pèlerinage Européen. Hrsg. vom Centrum voor Kunst en Cultuur (mit Beiträgen von Robert Plötz, J. K. Steppe, Pierre André Sigal, René de La Coste-Messeliere, Roger Stalley, Paolo G. Caucci von Saucken, Kurt Köster u. a.), Gent 1985 (= Europalia 85, España).

Sport

Weblinks

Commons: Santiago de Compostela – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Navigationsleiste Jakobsweg „Camino Francés

← Vorhergehender Ort: Monte do Gozo 5 km / Teo 10 km (Camino Portugués) | Santiago de Compostela | Nächster Ort: Sarela de Abaixo (Camino a Fisterra) → Vorlage:Klappleiste/Anfang Saint-Jean-Pied-de-Port | Valcarlos | Puerto de Ibañeta | Roncesvalles | Burguete | Espinal (Navarra) | Bizkarreta-Gerendiain | Lintzoain | Erro-Pass | Zubiri | Larrasoaña | Zuriáin | Iroz | Zabaldica | Villava | Burlada | Pamplona | Cizur Menor | Guenduláin | Zariquiegui | Alto del Perdón | Uterga | Muruzábal | Obanos | Puente la Reina | Mañeru | Cirauqui | Lorca | Villatuerta | Estella-Lizarra | Kloster Irache | Azqueta | Villamayor de Monjardín | Los Arcos | Sansol | Torres del Río | Viana | Logroño | Navarrete | Nájera | Azofra | Cirueña | Santo Domingo de la Calzada | Grañón | Redecilla del Camino | Castildelgado | Viloria de Rioja | Villamayor del Río | Belorado | Tosantos | Villambistia | Espinosa del Camino | Villafranca Montes de Oca | Kloster San Juan de Ortega | Agés | Atapuerca | Cardeñuela Ríopico | Orbaneja Riopico | Villafría | Burgos | Villalbilla de Burgos | Tardajos | Rabé de las Calzadas | Hornillos del Camino | San Bol | Hontanas | Kloster San Anton de Castrojeriz | Castrojeriz | Puente de Itero | Itero de la Vega | Boadilla del Camino | Frómista | Población de Campos | Villarmentero de Campos | Villalcázar de Sirga | Carrión de los Condes | Calzadilla de la Cueza | Ledigos | Terradillos de los Templarios | Moratinos | San Nicolás del Real Camino | Sahagún | Calzada del Coto | Bercianos del Real Camino | El Burgo Ranero / Calzadilla de los Hermanillos | Reliegos | Mansilla de las Mulas | Villamoros de Mansilla | Villarente | Arcahueja | Valdelafuente | León | Trobajo del Camino | Virgen del Camino | Valverde de la Virgen | San Miguel del Camino | Villadangos del Páramo | San Martín del Camino | Hospital de Órbigo | Villares de Órbigo | Santibáñez de Valdeiglesias | San Justo de la Vega | Astorga | Murias de Rechivaldo | Santa Catalina de Somoza | El Ganso | Rabanal del Camino | Foncebadón | Cruz de Ferro | Manjarín | El Acebo | Riego de Ambrós | Molinaseca | Ponferrada | Columbrianos | Camponaraya | Cacabelos | Villafranca del Bierzo | Pereje | Trabadelo | La Portela de Valcarce | Ambasmestas | Vega de Valcarce | Ruitelán | Las Herrerías | La Faba | Laguna de Castilla | O Cebreiro | Liñares | Hospital da Condesa | Padornelo | Alto do Poio | Fonfría | O Biduedo | As Pasantes | Ramil | Triacastela | Samos / Calvor | Sarria | Barbadelo | Mercado de Serra | Brea | Ferreiros | Vilachá | Portomarín | Gonzar | Ligonde | Palas de Rei | San Xulián do Camiño | Leboreiro | Furelos | Melide | Boente | Castañeda (Galicien) | Ribadiso | Arzúa | Santa Irene | Amenal | Lavacolla | Monte de Gozo | Santiago de Compostela Vorlage:Klappleiste/Ende

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Datei:Muszla Jakuba.svg
stilisierte Jakobsmuschel
Datei:Welterbe.svg
Welterbe-Emblem

Pilgerwege:
Camino de la Costa | Camino Francés | Camino de Liébana | Camino Primitivo | Camino Vasco del Interior

Hauptstationen auf dem Camino Francés:
Astorga | Burgos | Estella | Jaca | León | Logroño | Pamplona | Ponferrada | Puente la Reina | Roncesvalles | Santiago de Compostela

Erweiterung von 2015:
Kathedrale von Bilbao | Kathedrale von Lugo | Kathedrale von Mondoñedo | Kathedrale San Salvador mit Cámara Santa | Alte Kathedrale von Vitoria-Gasteiz | Kloster San Salvador in Cornellana | Kloster Santo Toribio de Liébana | Kloster Sobrado | Kollegiatstift Santillana del Mar | Maria-Himmelfahrt-Kirche in Castro Urdiales | Puente de Briñas | Römische Stadtmauer von Lugo | San Salvador de Priesca | Santa María de Soto de Luiña | Trappistenkloster Zenarruza | Tunnel von San Adrián Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Historische Stadtzentren:
Alcalá de Henares mit Universität (1998) | Ávila mit Kirchen außerhalb der Stadtmauer (1985) | Cáceres (1986) | Córdoba mit Moschee/Kathedrale (1984) | Cuenca (1996) | Granada mit Alhambra und Generalife-Palast (1984) | Salamanca (1988) | San Cristóbal de La Laguna (1999) | Santiago de Compostela (1985) | Segovia mit Aquädukt (1985) | Toledo (1986)

Bauwerke:
Bergwerk Almadén (2012) | Architektur der Mudéjaren in Aragón (1986) | Baudenkmäler von Oviedo und des Königreiches Asturien (1985) | El Escorial bei Madrid (1984) | Herkulesturm (2009) | Kathedrale von Burgos (1984) | Kathedrale, Alcázar und Archivo General de Indias in Sevilla (1987) | Kirchen der Katalanischen Romanik im Vall de Boí (2000) | Kloster Poblet (1991) | Klöster San Millán de Yuso und de Suso (1997) | Königliches Kloster Santa María de Guadalupe (1993) | Monumentale Ensembles der Renaissance von Úbeda und Baeza (2003) | Palau de la Música Catalana und Hospital de la Santa Creu i Sant Pau in Barcelona (1997) | Biscaya-Brücke (2006) | Römische Stadtmauern von Lugo (2000) | Seidenbörse von Valencia (1996) | Werke von Antoni Gaudí (1984)

Archäologische Stätten:
Atapuerca (2000) | Dolmen von Antequera (2016) | Felskunst des Mittelmeerbeckens auf der Iberischen Halbinsel (1998) | Altamira-Höhle und paläolithische Höhlenkunst von Nordspanien (1985) | Las Médulas (1997) | Madīnat az-zahrāʾ (2018) | Mérida (1993) | Siega Verde * (2010) | Tarraco (2000) | Prähistorische Stätten des Talayotischen Menorca (2023)

Kultur- und Naturlandschaften:
Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas (2017, N) | Aranjuez (2001, K) | Ibiza (1999, K/N) | Monte Perdido (1997, K/N) | Nationalpark Doñana (1994, N) | Nationalpark Garajonay (1986, N) | Nationalpark Teide (2007, N) | Palmenhain von Elche (2000, K) | Paseo del Prado und Buen Retiro (2021, K) | Pilgerwege nach Santiago de Compostela: Camino Francés und die Routen Nordspaniens (1993, K) | Serra de Tramuntana (2011, K)

* Erweiterung der archäologischen Stätten im Vale do Côa, Portugal;

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Kulturstädte:
1985: Athen | 1986: Florenz | 1987: Amsterdam | 1988: West-Berlin | 1989: Paris | 1990: Glasgow | 1991: Dublin | 1992: Madrid | 1993: Antwerpen | 1994: Lissabon | 1995: Luxemburg | 1996: Kopenhagen | 1997: Thessaloniki | 1998: Stockholm

Kulturhauptstädte:
1999: Weimar | 2000: Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Helsinki, Krakau, Prag, Reykjavík, Santiago de Compostela | 2001: Porto, Rotterdam | 2002: Brügge, Salamanca | 2003: Graz | 2004: Genua, Lille | 2005: Cork | 2006: Patras | 2007: Hermannstadt, Luxemburg und Großregion | 2008: Liverpool, Stavanger | 2009: Linz, Vilnius | 2010: Istanbul, Pécs, Ruhrgebiet | 2011: Tallinn, Turku | 2012: Guimarães, Maribor | 2013: Košice, Marseille | 2014: Riga, Umeå | 2015: Mons, Pilsen | 2016: Breslau, Donostia / San Sebastián | 2017: Aarhus, Paphos | 2018: Leeuwarden, Valletta | 2019: Matera, Plowdiw | 2020–2021*Galway, Rijeka | 2022: Esch an der Alzette, Kaunas, Novi Sad | 2023: Eleusis, Timișoara, Veszprém | 2024: Bad Ischl, Bodø, Tartu | 2025: Chemnitz, Nova Gorica/Gorizia | 2026: Oulu, Trenčín | 2027: Liepāja
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