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Ulmera

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Ulmera
Datei:Ulmera Beach, 2018 (02).jpg
Die Küstenstraße am Strand von Ulmera beim Ort Gerohata
Daten
Fläche 40,79 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento vom 23. September 2019 im Internet Archive).</ref>
Einwohnerzahl 4.142 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref>
Chefe de Suco Martinho Correia
(Wahl 2023)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Ermeta 1482
Essirat 117
Fatubesilolo 363
Mane-Mori 413
Mane-Muno 573
Nauner 90
Neran 157
Terlau 114
Tetsari 218
Ulmera (Osttimor)
Ulmera (Osttimor)
Koordinaten: 8° 34′ S, 125° 27′ O
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Ulmera ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Bazartete (Gemeinde Liquiçá).

Geographie

Ulmera
Orte Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Besite 8° 34′ 24″ S, 125° 27′ 28″ O
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m
Bourlete 8° 36′ 37″ S, 125° 25′ 11″ O
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659 m
Cassait 8° 34′ 16″ S, 125° 27′ 52″ O
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m
Claria 8° 37′ 14″ S, 125° 25′ 38″ O
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799 m
Fatubesilolo 8° 36′ 51″ S, 125° 25′ 18″ O
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666 m
Fatuglana 8° 36′ 8″ S, 125° 27′ 10″ O
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133 m
Gamanuhati 8° 37′ 15″ S, 125° 25′ 48″ O
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738 m
Gerohata 8° 34′ 10″ S, 125° 26′ 26″ O
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m
Kampungbaru 8° 34′ 20″ S, 125° 26′ 51″ O
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11 m
Lebuloa 8° 38′ 49″ S, 125° 26′ 16″ O
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481 m
Nasuto 8° 37′ 46″ S, 125° 27′ 28″ O
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651 m
Marlolo 8° 37′ 22″ S, 125° 25′ 57″ O
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745 m
Neran 8° 35′ 13″ S, 125° 27′ 22″ O
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45 m
Palem 8° 34′ 20″ S, 125° 26′ 40″ O
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11 m
Pilaparia 8° 38′ 24″ S, 125° 27′ 3″ O
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597 m
Tetsari 8° 37′ 31″ S, 125° 26′ 34″ O
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705 m
Datei:Ulmera 2.jpg
Aufforstungsaktion in Ulmera

Ulmera liegt im Osten des Verwaltungsamts Bazartete, am Südufer der Straße von Ombai. Östlich befindet sich der Suco Tibar, westlich die Sucos Motaulun und Fahilebo. Im Süden grenzt Ulmera an das Verwaltungsamt Railaco (Gemeinde Ermera) mit seinen Sucos Taraco und Liho. Die Südgrenze bildet der Fluss Mata Hare, der später in den Rio Comoro fließt.<ref name="AtlasLiquica">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlas der Gemeinde Liquiçá (Memento vom 15. Januar 2023 im Internet Archive).</ref><ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref> Ulmera hat eine Fläche von 40,79 km²<ref name="Cen2015" /> und teilt sich auf in die neun Aldeias Ermeta, Essirat, Fatubesilolo, Mane-Mori, Mane-Muno, Nauner, Neran, Terlau und Tetsari.<ref name="AtlasLiquica" /><ref name=JdR><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)</ref>

Der Küste entlang folgt die nördliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen des Landes, die die Landeshauptstadt Dili mit der Gemeindehauptstadt Vila de Liquiçá verbindet. An der Straße liegen (von Ost nach West) die Orte Cassait (Kasait), Besite (die beiden Orte bilden zusammen das größte Siedlungszentrum des Sucos), Palem, Kampungbaru und Gerohata. Im Süden kommt von Tibar aus eine weitere Überlandstraße. Sie teilt sich in Richtung Westen nach die Richtung Fahilebo und in Richtung Süden nach Railaco, Gleno und Ermera auf. An der Straße liegen die Dörfer Gamanuhati, Marlolo, Tetsari, Nasuto, Pilaparia und Lebuloa (Libaloa). An der Straße, die beide Überlandstraßen verbindet, liegt Neran. Bei anderen Orten, wie Claria, Fatubesilolo, Bourlete und Fatuglana, fehlt die Anbindung an die Straße über eine unbefestigte Piste hinaus.

Bei Lebuloa führt die Überlandstraße über eine Brücke über den Mata Hare. In Cassait, Pilaparia und Lebuloa gibt es Grundschulen. Das jesuitische Colégio de Santo Inácio de Loiola und das Instituto São João de Brito (ISJB) liegen in Cassait. An der Küste gibt es einen Ankerplatz. In Besite befinden sich eine medizinische Station und der Sitz des Sucos.<ref name="AtlasLiquica" /><ref name="UNMIT"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 486 kB)</ref>

Einwohner

Der Suco Ulmera hat 4.142 Einwohner (2022), davon sind 2.077 Männer und 2.065 Frauen. Im Suco gibt es 665 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Über 48 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Fast 34 % sprechen Mambai, fast 15 % Tokodede, Minderheiten Kemak, Makasae, Tetum Terik oder Baikeno.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Ulmera (tetum; PDF; 8,2 MB)</ref>

Nur acht Familien, deren Mitglieder über 50 Jahre alt sind, sprachen 2024 Manetlan. Die Sprache steht kurz vor dem Aussterben.<ref name="Tat2024TdM">Tatoli: Timor-Leste assinala Dia Mundial da Língua Materna, 22. Februar 2024, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref>

Geschichte

Datei:Timor revolution1.png
Revolten in Osttimor zwischen 1860 und 1893

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Ulmera war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Das von den Tetum dominierte Reich erscheint auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TIMOR LORO SAE, Um pouco de história (Memento vom 13. November 2001 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />East Timor - PORTUGUESE DEPENDENCY OF EAST TIMOR (Memento vom 21. Februar 2004 im Internet Archive) im Internet Archive</ref>

Im Frühjahr 1861 brach gegen die Zwangsarbeit an öffentlichen Projekten hier eine der Revolten von 1861 gegen die portugiesische Kolonialherrschaft aus. Gouverneur Afonso de Castro überredete den loyalen Liurai von Liquiçá zu einer Strafexpedition gegen Ulmera. Dom Carlos, der Liurai von Maubara zeigte Sympathien für die Rebellen. Es gibt Spekulationen, dass er selbst Ulmera zur Revolte angestachelt hatte. Castro führte schließlich selbst die Truppen mit 1200 einheimischen Kriegern nach Ulmera, die sich am 18. September in Dili versammelten. Im revoltierenden Reich traf er noch auf die Unterstützung aus Liquiçá, so dass er nun über 3000 Mann verfügte. Ulmera wurde überrannt und sein Herrscher und dessen Sohn als Gefangene nach Dili gebracht. Dort wurde eine Siegesfeier veranstaltet, wo der gefangene Liurai niederknien und sich zur Zahlung einer hohen Entschädigungssumme verpflichten musste. Auch die Köpfe der gefallenen Gegner wurden präsentiert, entsprechend der timoresischen Tradition der Kopfjagd.<ref name="HoT"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />History of Timor – Technische Universität Lissabon (Memento vom 24. März 2009 im Internet Archive) (PDF; 824 kB)</ref> Castro schrieb später über die Rebellion:

„“

1999 wurden zwölf Frauen, deren Männer angeblich der osttimoresischen Widerstandsbewegung FALINTIL angehörten, von der indonesischen Armee verhaftet. Mitglieder der pro-indonesischen Miliz Besi Merah Putih (BMP) sollen diese Frauen missbraucht und zur Zwangsarbeit gezwungen haben. Auch die 24 Kinder der Frauen wurden gefangen gehalten.<ref>ETAN, 8. Juni 1999, ETHRC UA 7/99: Violations against women</ref> Faustino Filipe de Carvalho, der damalige Suco-Chef von Ulmera und BMP-Mitglied, wurde am 11. Dezember 2012, wegen illegaler Gefangennahme und Deportation von Zivilisten nach Kupang, zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Miguel Soares, der in Besite aktiv war, erhielt neun Jahre Gefängnis, wegen seiner Beteiligung an der Ermordung von Fransisco Brás. Der BMP-Kommandant Salvador de Jesus wurde wegen der Beteiligung an der Ermordung von Felix Barreto und Francisco Brás zu 16 Jahren verurteilt.<ref>Timornewsline: Three members of Besi Merah Putih militia, 19. Dezember 2012</ref>

Politik

Datei:2022 Sede Aldeia Mane-Muno & Sede Aldeia Tetsari.jpg
Sitz der Aldeias Mane-Muno und Tetsari

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde José Martins Soares zum Chefe de Suco gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2009 gewann Laurentino Martins<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2016 Martinho Correia.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. (Memento vom 14. August 2021 im Internet Archive)</ref> Er wurde 2023 in seinem Amt bestätigt.<ref>Portal Municipal Liquiçá: POSTO ADMINISTRATIVO BAZARTETE, abgerufen am 28. Februar 2025.</ref>

Wirtschaft

Die australische Regierung unterstützte hier 2001 die Bauern beim Anbau von Wassermelonen, Chili und Bohnen, um der Bevölkerung eine Lebensgrundlage zu schaffen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ausaid, Working with East Timor, 2001 (Memento vom 23. Juli 2008 im Internet Archive)</ref> Zudem wurde 2008 mit Hilfe von USAID ein Tourismusprojekt begonnen. Am Strand Praia Ulmera (Praia da Memoria) hat man Picknickplätze und Toiletten angelegt. Besucher können nun Kayaks, Sonnenliegen und Sonnenschirme ausleihen. An der Küste kann man tauchen.

2011 entdeckte ein Bauarbeiter an der Laboa-Brücke einen goldfarbenen Stein, der sich als Pyrit (Katzengold) entpuppte. Dies könnte auf ein nennenswertes Eisenvorkommen hindeuten, das zur Eisengewinnung oder Zementproduktion verwendet werden könnte.<ref>Timor Post: Labors find stone shine like gold, 15. Dezember 2011</ref>

In Ulmera wird Meersalz gewonnen.<ref>Bild auf Facebook, abgerufen am 12. November 2016.</ref>

Weblinks

Commons: Ulmera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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