Heimbach (Eifel)
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:DEU Heimbach COA.svg |
| |||||
| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 38′ N, 6° 29′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05358012}}
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| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |||||
| Regierungsbezirk: | Köln | |||||
| Kreis: | Düren | |||||
| Höhe: | 227 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|05358012}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 52396 | |||||
| Vorwahlen: | 02446, 02425 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | DN, JÜL, MON, SLE | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 58 012 | |||||
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile | |||||
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Hengebachstraße 14 52396 Heimbach | |||||
| Website: | www.heimbach-eifel.de | |||||
| Bürgermeister: | Jochen Weiler (CDU) | |||||
| Lage der Stadt Heimbach im Kreis Düren | ||||||
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Bild:Heimbach in DN.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 312 133 351 133 350 166 312 166 Kreis Düren poly 299 200 299 0 490 0 490 200 Nordrhein-Westfalen poly 203 0 265 12 294 12 297 200 490 200 490 273 452 296 429 349 390 339 358 296 378 283 365 214 312 237 291 216 265 214 265 164 237 156 237 123 203 104 217 77 177 23 203 12 Rhein-Erft-Kreis poly 368 310 378 320 389 339 431 349 459 296 490 273 490 497 177 497 177 478 279 489 279 438 312 410 295 383 334 339 358 360 378 339 Kreis Euskirchen poly 291 0 291 12 177 0 Rhein-Kreis Neuss poly 177 0 0 0 0 95 59 31 118 31 Kreis Heinsberg poly 0 283 0 438 39 383 9 360 19 310 9 310 Stadt Aachen poly 0 95 0 273 9 273 0 310 19 310 9 357 39 394 0 438 9 459 79 478 59 497 168 497 168 488 156 469 177 447 141 429 118 438 79 421 118 296 100 310 79 283 100 263 90 200 79 188 39 216 9 164 19 123 Städteregion Aachen poly 0 459 79 476 59 497 0 497 Belgien poly 156 470 212 421 247 438 247 427 279 427 276 488 224 488 177 475 177 497 Heimbach poly 177 352 247 296 255 310 247 346 265 383 192 374 Kreuzau poly 192 374 291 383 307 410 281 428 247 426 247 438 212 423 177 447 141 427 156 399 177 410 203 398 Nideggen poly 265 382 247 344 255 310 294 283 354 300 378 347 355 361 328 341 291 383 Vettweiß poly 141 237 168 214 192 224 224 214 237 224 224 247 237 250 247 263 237 273 247 296 203 333 159 310 168 263 Düren poly 100 188 138 164 159 183 192 115 159 77 118 89 59 115 Jülich poly 100 237 109 263 79 286 100 310 118 286 118 310 159 310 168 263 141 237 Langerwehe poly 118 31 100 77 159 85 194 115 203 104 212 77 177 22 203 13 177 0 Titz poly 229 216 237 224 224 251 237 247 247 263 271 263 273 237 307 237 287 216 257 216 262 165 247 165 Merzenich poly 25 123 59 115 100 189 90 200 71 180 36 216 9 164 Aldenhoven poly 79 417 126 310 159 310 203 337 177 352 203 398 177 411 159 397 138 429 118 438 Hürtgenwald poly 247 266 362 216 378 280 350 300 290 282 259 310 237 281 Nörvenich poly 100 188 132 164 177 206 142 236 104 237 Inden poly 205 104 159 183 188 224 232 210 247 162 231 159 229 123 219 123 Niederzier poly 115 34 65 31 0 94 23 123 118 90 Linnich desc bottom-right </imagemap> | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Heimbach ist eine Stadt im Kreis Düren in der Rureifel. Ihr Stadtkern hatte am 31. Juli 2017 insgesamt 1083 Einwohner und ist ein beliebtes Ausflugsziel im Nationalpark Eifel.
Geografie
Geografische Lage
Heimbach ist die südlichste Gemeinde des Kreises Düren. Sie liegt im Tal der Rur unterhalb der Rurtalsperre am Stausee Heimbach. Zwischen dem Hauptort (mit Panoramablick zur Stadtmitte) und Hausen liegt der Sonnenberg, zwischen dem Hauptort und Hasenfeld der Meuchelberg. Die Stadt in der Eifel ist touristisch erschlossen und wird vielfach von Ausflüglern aus den nahen Großstädten Aachen, Köln und Bonn sowie Belgien und den Niederlanden besucht. Seit dem 13. September 1974 ist die Stadt staatlich anerkannter Luftkurort.<ref>Staatliche Anerkennung von Kurorten -Heimbach- Erl. d. Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales v. 12. 9. 1974 — 56.01.128. In: Portal von „RECHT.NRW.DE“. Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, 1. Dezember 1988, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref>
Nachbargemeinden
| Kreis Düren | Städteregion Aachen | Kreis Euskirchen |
|---|---|---|
Stadtgliederung
Heimbach besteht aus den Stadtteilen
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Es gibt außerdem mehrere kleinere Siedlungen, zu denen das Fischbachtal, Walbig, Schwammenauel und der Buschfelder Hof gehören.
Geschichte
Mittelalter
Die erste urkundliche Erwähnung findet Heimbach im Jahr 673 in Schenkungsurkunden des fränkischen Königs Theuderich I., Vlatten und Hergarten werden im 9. Jahrhundert erstmals erwähnt.<ref>Martina Gelhar / Annette Schwabe: Burgsiedlung Heimbach. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands Rheinland, 2023Vorlage:Abrufdatum</ref> Im 10. Jahrhundert wurde der Königshof Vlatten auf die Burg Hengebach verlegt.
Lothar II. erwarb 864 das Dorf Hergarten vom Kloster Prüm. 1288 wurde Heimbach Mittelpunkt eines Jülicher Amtes und die Burg Hengebach zum Sitz eines Jülicher Burggrafen. Um 1300 erhielt Heimbach nach einer Befestigung der Siedlung einen stadtähnlichen Charakter.
Neuzeit
Seit 1602 werden in Heimbach Jahrmärkte abgehalten<ref>Peter Neu: Rheinischer Städteatlas Heimbach. Teil 3: Herrschaft und Gemeinde. In: Portal Rheinische Geschichte. LVR, 2007, abgerufen am 21. August 2025.</ref>, der Markt zum Fest Mariä Heimsuchung findet anlässlich der Wallfahrtsoktav heute noch statt. 1614 wechselte Heimbach mit Beendigung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits an Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg, ab 1815 gehörte es zu Preußen. 1903 erfolgte der Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz und 1904 wurde die Urfttalsperre fertiggestellt. Durch das neue Naherholungsgebiet stieg der Fremdenverkehr im Ort stark an. Am 8. April 1959 wurden Heimbach die Stadtrechte wiederverliehen aufgrund seiner historischen Vergangenheit und als Würdigung Heimbachs als ein Zentrum des Fremdenverkehrs.
In einer Studie der Universität Trier von 2008, bei der 158 Luftkurorte in sechs Bundesländern begutachtet wurden, belegte Heimbach den ersten Platz.<ref>Vergleichende Qualitätsbewertung (VQB) von Heilbädern und Kurorten aus (gesundheits-)touristischer Sicht. (PDF; 432 kB) Europäische Tourismus-Institut an der Universität Trier, 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Dezember 2008; abgerufen am 5. November 2022.</ref>
Heimbacher Stühlchen
Vom 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit werden im Ort die Heimbacher Stühlchen hergestellt.<ref>Ulrike Schwieren-Höger: „Komm, setz Dich auf mein Stühlchen!“ Die Heimbacher „Heimatwerkstatt“ erinnert an die Tradition der Heimbacher Stühlchen. In: Eifeljahrbuch, Jg. 2021, ISBN 978-3-944620-33-6, S. 169–171.</ref> Diese Stühlchen wurden früher in den Wintermonaten aus Buchenholz gedrechselt. Es gab sogar eine Fabrik, die an der Stelle des heutigen Bauhofes betrieben wurde. Heute werden die kleinen Stühle nur noch in kleiner Auflage als Souvenir gefertigt. Früher wurden auch Holzschalen und Holzlöffel gefertigt und bis nach Maastricht verkauft.<ref>Gudrun Klinkhammer: Heimbacher Stühlchen: Im Schatten der Burg entstanden. In: Aachener Zeitung. 9. Januar 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. August 2017; abgerufen am 8. August 2017.</ref>
Religion
Altbau St. Clemens (r.) und Neubau Salvatorkirche mit Pietà und Antwerpener Retabel (l.)
Heimbach ist ein bekannter Wallfahrtsort. Seit dem Jahr 1804 pilgern Gläubige zur Schmerzhaften Mutter von Heimbach, einer in der Pfarrkirche von Heimbach aufgestellten Pietà. Im Zuge der Säkularisation wurde die Pietà aus dem 15. Jahrhundert zusammen mit einem Antwerpener Retabel aus dem 16. Jahrhundert am 22. Juni 1804 aus dem 1795 aufgehobenen Zisterzienserkloster Mariawald<ref>Unser Kloster. Abtei Mariawald, abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> in die Heimbacher Pfarrkirche St. Clemens übertragen. Heute sind Pietà und Retabel in der am 24. Mai 1981 geweihten Heimbacher Salvatorkirche zu sehen. Zeitweise befand sich in Heimbach das Noviziat der deutschen Spiritaner.<ref>Ulrike Lubek: Missionshaus St. Michael. In: Portal Rheinische Geschichte. Landschaftsverband Rheinland, abgerufen am 1. August 2025.</ref>
Die katholischen Pfarreien in Heimbach gehören zum Bistum Aachen. Die Christen der Evangelischen Kirche im Rheinland in Heimbach gehören zur Evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde im Schleidener Tal. Die ehemalige evangelische Kirche Heimbach wurde 2019 zum Begegnungszentrum EvA am Schönblick unter Trägerschaft der Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd erweitert,<ref>Malte Duisberg: EvA am Schönblick. Abgerufen am 30. Juli 2025.</ref> es finden aber weiterhin auch Gottesdienste statt.<ref>Jochen Weiler: Evang. Kirchengemeinde Trinitatis. In: Stadtjournal. Stadt Heimbach, 16. Juli 2025, abgerufen am 30. Juli 2025.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Heimbacher Erbsen
Als Heimbacher Erbsen bezeichnete man mit Zucker ummantelten Koriandersamen. „Fast verschwunden ist der Brauch, vom Wallfahrtsort in Zucker gebackene Korianderkörner mit nach Hause zu nehmen. Der Volksglaube maß dem Koriander, wie anderen stark riechenden Doldenblütlern, antidämonische Kräfte bei. Nur noch vereinzelt werden, sie als sogenannte „Wallkörner“ zum Kauf angeboten. Die im Volk „Heimicher Äeze“ (Heimbacher Erbsen) heißen.“<ref>Dieter P. J. Wynands: Geschichte der Wallfahrten im Bistum Aachen. 1986, ISBN 3-920284-21-6, S. 192.</ref> Seit Mitte des 19. Jahrhunderts förderte die Gewährung von Ablässen, im Bistum Aachen, die Wallfahrt nach Heimbach. Noch Anfang der 1970er Jahre konnte man daher, z. B. in der Stadt Nideggen, in einem Andenkengeschäft, Zülpicherstraße 2 / Ecke Kirchgasse, mit Zuckerguss ummantelte Koriandersamen kaufen.
Neugliederung
Am 1. Juli 1968 wurde Hausen eingemeindet.<ref name="Bunermann">Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 65 und 100.</ref> Am 1. Juli 1969 folgten Hergarten und Vlatten.<ref name="Bunermann" /> Die Stadt Heimbach kam am 1. Januar 1972 vom Kreis Schleiden zum Kreis Düren und wurde mit der Stadt Nideggen zusammengeschlossen.<ref></ref> Am 4. August 1972 entschied der Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen, dass Heimbach wieder eine eigenständige Kommune wird.<ref>Urteil vom 4. August 1972 – VerfGH 13/71 – GV. NRW. 1972 S. 258 = OVGE 28, 304</ref>
Politik
Stadtvertretung
Das Ergebnis der Kommunalwahl vom 14. September 2025 ist folgenden Grafiken zu entnehmen.
| <ref>Jochen Weiler: Ratswahl 14.9.2025. In: https://www.heimbach-eifel.de/. Stadt Heimbach, abgerufen am 13. Oktober 2025.</ref> |
<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" /> Kommunalwahl 2025<ref>{https://wahlen.kdvz.nrw/production/kw2025/05358012/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=249&stimmentyp=0&id=ebene_3_id_81</ref> Wahlbeteiligung: 69,62 % (2019:65,83 %) % 50 40 30 20 10 0 Gewinne und Verluste |
Bürgermeister
Zum Bürgermeister wurde 2020 Jochen Weiler (CDU) gewählt. Er erhielt 50,88 Prozent der Stimmen.<ref>Bürgermeisterwahl – Kommunalwahlen 2020 in der Stadt Heimbach – Gesamtergebnis. Abgerufen am 26. Oktober 2020.</ref>
Wappen, Flagge und Banner
-
Wappen der Stadt Heimbach
-
Flagge der Stadt Heimbach
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Banner der Stadt Heimbach
- Blasonierung: „In Schwarz ein siebenzinniger schwarz gefugter silberner Turm mit vorspringendem Sockel sowie spitzbogigem Tor mit halbgezogenem Fallgatter, hinter den Zinnen ein rotgeziegeltes Spitzdach mit silberner Turmkugel und einen mit roten Ziegeln bedachten rückwärtigen Wehrgang tragend, beidseitig in je einem roten Wehrerker mit Pechnase endend, der Sockel mit einem gelehnten Schildchen bedeckt, darin in Gold ein rotbewehrter und rotgezungter schwarzer Löwe.“
- Wappenerklärung: Der Turm steht für die frühe (1300) Befestigung des Ortes, der gelehnte Schild zeigt den Jülicher Löwen, der an die Zugehörigkeit zum Herzogtum Jülich hinweist. Das Wappen von Heimbach ähnelt dem Wappen von Hof an der Saale: silberner Zinnenturm beziehungsweise Zinnentürme mit gelehntem Löwenschild (Jülicher beziehungsweise Wittelsbacher Löwe). Der Grund ist, dass in Schmidt, einem ehemaligen Dorf der Burg Hengebach, bis 1749 ein Zweig der heute in den Niederlanden lebenden Ritterfamilie derer von Schmidt auf Altenstadt ansässig war, deren Stammsitz, das von ihnen um 1700 erbaute Rittergut Schloss Gattendorf, im oberfränkischen Kirchgattendorf bei Hof liegt.
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Beschreibung von Flagge und Banner: „Die Flagge der Stadt Heimbach zeigt die Farben weiß-schwarz-weiß in Längsstreifen im Verhältnis 1 : 2 : 1 mit dem Stadtwappen in der Mitte. Sie kann auch als Banner geführt werden.“<ref>Hauptsatzung der Stadt Heimbach, § 2 Absatz 1 und 2. (PDF; 478 kB) Abgerufen am 7. Dezember 2023.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Freizeitaktivitäten
In den 1880er Jahren besuchte die belgische Königin Marie Henriette wiederholt die Eifel. Bei einer ihrer Reisen stattete sie im Jahre 1881 in Begleitung des Heimbacher Pfarrers Karl Kalff dem Kloster Mariawald einen Besuch ab. Bei dieser Gelegenheit gelangte sie auch auf den Griesberg oberhalb von Heimbach, von dem aus man eine schöne Aussicht auf Heimbach und das Rurtal hat. Von dieser Aussicht war Königin Marie Henriette so begeistert, dass sie hier noch im selben Jahr einen Aussichts- und Picknickplatz mit steinernen Bänken errichten ließ. 1904 wurde der Platz vom Eifelverein wieder instand gesetzt. 1936 erfolgte ein Neuausbau durch den Landschaftsverband Rheinland, 1963 wurden einige Parkflächen angelegt. 1978 wurde der Picknickplatz von der belgischen Platzverwaltung von Burg Vogelsang und der Stadt Heimbach neugestaltet.
Im Bahnhof Heimbach befindet sich das Nationalpark-Tor Heimbach mit der Ausstellung „Geheimnisse im Buchenwald“ und wichtigen Informationen rund um den Nationalpark Eifel. Der Bahnhof wurde in einer Feierstunde am 18. September 2011 als NRW-Wanderbahnhof 2011 ausgezeichnet.<ref>Heimbach ist NRW-Wanderbahnhof 2011. Abgerufen am 4. April 2013.</ref> Von dort führen viele Wanderwege in die nähere und weitere Umgebung. Zudem lässt sich die Eifel von hier aus auch mit dem Fahrrad oder Mountainbike erkunden. Durch den Ort führen die Radfernwege:
- Eifel-Höhen-Route, der als Rundkurs um den Nationalpark Eifel führt.
- RurUfer-Radweg, der die höchste Erhebung des Hohen Venn mit der Mündung der Rur in die Maas verbindet.
- D-Route 4: Mittelland-Route: Von Aachen über Bonn und Siegen, Erfurt, Jena und Chemnitz nach Zittau.
- D-Route 7: Pilgerroute: Von Aachen über Köln, Düsseldorf, Duisburg, Münster, Osnabrück, Bremen und Hamburg nach Flensburg.
- Durch den Stadtteil Hausen führt die 524 km lange Wasserburgen-Route. Sie verbindet mehr als 130 Burgen am Rand der Eifel und in der Kölner Bucht.
Ferner gibt es in Heimbach einen Minigolfplatz und ein großzügiges Freibad mit Beachvolleyballplatz.
Museum
Im Kraftwerk Heimbach befindet sich das RWE Industriemuseum mit elektrischen Alltagsgeräten. Im Bahnhof wurde das Museum DKB-Zeitreise im Oktober 2009 eröffnet.
In der Internationalen Kunstakademie Heimbach (Eingang Hengebachstr. 48) in der Burg Hengebach finden regelmäßig Werkschauen (Ausstellungen aus dem Kursprogramm der Akademie) sowie Kunstausstellungen zeitgenössischer Künstler statt.<ref>Luzia Schlösser: Internationale Kunstakademie Heimbach. Trägerverein Internationale Kunstakademie Heimbach/Eifel e.V., abgerufen am 4. August 2025.</ref>
Musik
Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind die seit 1998 im Kraftwerk stattfindenden Kammerspielfestivals „Spannungen“ mit dem langjährigen künstlerischen Leiter und Pianisten Lars Vogt († 2022).
Bauwerke
In Heimbach befindet sich die ehemalige Abtei Mariawald, das letzte Trappistenkloster für Männer in Deutschland. Das Kloster wurde 2018 aufgehoben. Jetzt werden dort Besichtigungen und weitere Veranstaltungen für die Öffentlichkeit angeboten.<ref>Rolf-Peter Cremer: Herzlich Willkommen in der Abtei Mariawald. Bistum Aachen, 31. Juli 2025, abgerufen am 1. August 2025.</ref> Südwestlich der Abtei befindet sich die Kriegsgräberstätte Heimbach. Sie entstand in den 1950er Jahren auf Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und wurde am 20. September 1953 eingeweiht. Dort liegen insgesamt 414 Gefallene aus dem Zweiten Weltkrieg.
Heimbach gehört zur evangelischen Kirchengemeinde „Ev. Trinitatis-Kirchengemeinde Schleidener Tal“ mit Sitz in Schleiden-Gemünd, das einstige Kirchengebäude wurde zu einem Begegnungszentrum erweitert, steht aber auch für Gottesdienste zur Verfügung.<ref>Stephan Everling: Die Glocke am Heimbacher Schönblick läutet nicht mehr. In: www.kirchenkreis-aachen.de. Ev. Kirchenkreis Aachen, 13. September 2023, abgerufen am 30. Juli 2025.</ref>
Unterhalb der Urfttalsperre befindet sich das Kraftwerk Heimbach, ein 1904 im Jugendstil errichtetes Wasserkraftwerk zur Erzeugung elektrischer Energie.
Überragt wird die Stadt Heimbach von der Burg Hengebach,<ref>Burg Hengebach. Burgenwelt, abgerufen am 10. April 2016.</ref> die 1106 erstmals erwähnt wurde. Nach dem ersten Spatenstich am 20. November 2008 für den Umbau wurde sie Sitz der „Internationalen Kunstakademie Heimbach“.
Verkehr
- Eine Wegebahn, die Rurseebahn, fährt in den Sommermonaten vom Bahnhof Heimbach über das Jugendstilkraftwerk Heimbach zur Anlegestelle der Rursee-Schifffahrt in Schwammenauel (Heimbach-Hasenfeld).<ref>Waltraud Heuken: Fahrplan und Fahrpreise 2025 der Rursee-Bahn. Rursee-Schifffahrt KG, abgerufen am 13. Oktober 2025.</ref>
- Die Rursee-Schifffahrt bietet Schiffsverbindungen von Heimbach-Schwammenauel zu den anderen Rursee-Anliegerorten Nideggen-Schmidt (Eschauel), Woffelsbach und Rurberg sowie zum Kermeterufer im Nationalpark Eifel.<ref name="RurseeSchifffahrt" />
- Im Bereich Vlatten, Hergarten und Düttling durchquert die B 265 das Stadtgebiet.
- Von 1922 bis 1926 führte das Eifelrennen durch den Ort.
Schienenverkehr
Heimbach ist Endbahnhof der Bahnstrecke Linnich–Düren–Heimbach in die Eifel. Der Bahnhof ist von touristischer Bedeutung als Tor zum Nationalpark und als Infozentrum für Wanderer und Touristen. Von 2004 bis 2015 gab es an Sonntagen in den Sommermonaten einen direkten Zug der Euregiobahn zwischen Heerlen bzw. Alsdorf und Heimbach, der sich speziell unter touristischen Gesichtspunkten eignete.
| Linie | Linienverlauf | Takt |
|---|---|---|
| RB 21 | Rurtalbahn: Düren – Annakirmesplatz – Kuhbrücke – Lendersdorf – Renkerstr/Krankenhaus – Tuchmühle – Kreuzau – Kreuzau, Eifelstraße – Üdingen – Untermaubach-Schlagstein – Obermaubach – Zerkall – Nideggen-Brück – Abenden – Blens – Hausen – Heimbach (Eifel) Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2021 |
60 min |
Busverkehr
- Heimbach ist mit der Linie 231 an das ÖPNV-Netz des Aachener Verkehrsverbundes angeschlossen.
- „Mäxchen“ heißt ein Bus der Dürener Kreisbahn, der an Wochenenden und Feiertagen zwischen Mai und Oktober/November, teilweise mit Gästeführern, über die Eifelhöhen fährt.
- Bürgerbus (BBH) wird der Stadtbus genannt, er fährt im Stadtgebiet Heimbach.
| Linie | Verlauf |
|---|---|
| 231 | Froitzheim – Ginnick – Embken – Wollersheim – Vlatten – Heimbach Bf – (Hasenfeld – Schwammenauel – Kermeter – Urfttalsperre/Hastenbach / Abtei Mariawald) / (Hergarten – Düttling) – Wolfgarten – Gemünd – Nierfeld – Olef – Schleiden |
| BBH | Bürgerbus Heimbach: Düttling – Hergarten – (Vlatten –) Heimbach Volksbank – (Kloster Mariawald –) Heimbach Bf – Hasenfeld |
| Mäxchen | Heimbach Bf → (Abtei Mariawald → Kermeter) / Hasenfeld → Schwammenauel (Staumauer) → (Schmidt Wildpark → Schwammenauel (Staumauer) →) Hasenfeld → Heimbach Bf (nur samstags, sonn- und feiertags von Karfreitag bis 1. November) |
Persönlichkeiten
In Heimbach geboren
- Johann Peter Schroeder (1794–1876), Politiker
- Marion Winkel-Wergen (* 1957), Künstlerin und Keramikerin
Mit Heimbach verbunden
- Balderich von Drenthe (~965–1021), Graf im Düffelgau und Graf von Drenthe
- Georg Frentzen (1854–1923), Architekt und Hochschullehrer; baute 1904 das Kraftwerk Heimbach (Wasserkraftwerk der Urfttalsperre) in Heimbach-Hasenfeld
- Franz Binz (1896–1965), Reichstagsabgeordneter der NSDAP, lebte in Heimbach.
- Stephan Meyer (* 1947), Regisseur, wohnt u. a. in Heimbach-
- Luise Kött-Gärtner (* 1953), plastische Künstlerin; gestaltete in Heimbach ein Labyrinth.
- Johannes Bündgens (* 1956), Pfarrer in Heimbach und Weihbischof im Bistum Aachen
- Lars Vogt (1970–2022), Pianist, Gründer und langjähriger künstlerischer Leiter des Heimbacher Kammerspielfestivals „Spannungen“
- Antonio Nuñez (* 1971), kubanischer bildender Künstler, Dozent an der „Internationalen Kunstakademie Heimbach“
- Oliver Krischer (* 1969), Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, in Heimbach aufgewachsen.
Literatur
- Vorlage:MerianTopo
- Josef Daheim: Heimbach und seine Stadtteile – Vergangenes in Wort und Bild. Horb am Neckar 1990.
- Faßbender: Das Schloß Heimbach und die Grafen und Herren von Hengebach. Bochum 1868, urn:nbn:de:hbz:061:1-64942.
- Christian Quix: Die Grafen von Hengebach. Die Schlösser und Städtchen Heimbach und Niedeggen. Die ehemaligen Klöster Marienwald und Bürvenich und das Collegiatstift nachheriges Minoriten Kloster vor Niedeggen; geschichtlich dargestellt. Hrsg.: Hensen. Aachen 1839 (books.google.de).
- Norbert Saupp: Heimbach – Blens, Düttling, Hausen, Hasenfeld, Hergarten, Vlatten. Heimbach 1993.
- Hans Peter Schiffer: Kirchen, Kapellen und Kreuze im Stadtgebiet Heimbach. Geschichte – Bauart – Ausstattung. Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2008.
- Heimbach. In: Die schöne Eifel. Geschichte – Naturlandschaft – Der Luftkurort / Führer durch die Stadt, Wandervorschläge. Düren 1987.
Weblinks
- Rureifel-Tourismus im Nationalpark-Tor Heimbach
- Das Wasser-Info-Zentrum Eifel
- „Spannungen“ im Kraftwerk Heimbach
- Denkmale in der Stadt Heimbach
Einzelnachweise
<references> <ref name="RurseeSchifffahrt"> Rursee Schifffahrt. Willkommen an Bord. Rursee-Schifffahrt KG, abgerufen am 10. April 2016. </ref> </references>
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Aldenhoven | Düren | Heimbach | Hürtgenwald | Inden | Jülich | Kreuzau | Langerwehe | Linnich | Merzenich | Nideggen | Niederzier | Nörvenich | Titz | Vettweiß
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- Heimbach (Eifel)
- Gemeinde in Nordrhein-Westfalen
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- Ort im Kreis Düren
- Ort in der Eifel
- Katholischer Wallfahrtsort in Nordrhein-Westfalen
- Stadt in Nordrhein-Westfalen
- Gemeindeauflösung 1972
- Gemeindegründung 1972
- Ersterwähnung 673
- Kurort in Nordrhein-Westfalen