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Altenau

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Bergstadt Altenau
Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1621)&title=Bergstadt+Altenau 51° 48′ N, 10° 27′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1621) 51° 48′ 13″ N, 10° 26′ 50″ O
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Höhe: 513 (420–570) m ü. NHN
Fläche: 4,66 km²<ref name="destatis2014" />
Einwohner: 1621 (30. Juni 2023)<ref name="Vorlage-132-2023-001">Aktuelle Einwohnerzahlen für den Bereich der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld - Korrektur</ref>
Bevölkerungsdichte: 348 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahlen: 38707, 38667 (Torfhaus)
Vorwahlen: 05320, 05328
Bergstadt Altenau (Niedersachsen)
Bergstadt Altenau (Niedersachsen)
Lage von Bergstadt Altenau in Niedersachsen
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Die ehemals freie Bergstadt Altenau (<phonos file="Altenau.ogg">Aussprache</phonos>/?) hat etwa 1600 Einwohner und ist ein Bestandteil der Ortschaft Bergstadt Altenau-Schulenberg im Oberharz innerhalb der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, welche im Landkreis Goslar in Niedersachsen liegt. Altenau ist ein staatlich anerkannter heilklimatischer Kurort im Oberharz und erhielt im Jahre 1617 Stadtrechte. Von 1972 bis 2014 gehörte die Bergstadt Altenau der Samtgemeinde Oberharz an.

Geografie

Lage

Datei:Mühlenberg Altenau.jpg
Mühlenberg

Die Bergstadt Altenau liegt zentral im Oberharz. Clausthal-Zellerfeld liegt westlich etwa zehn Kilometer, Goslar im Norden etwa 15 km und Osterode am Harz im Südwesten etwa 25 km entfernt. Östlich der Bergstadt befindet sich in zwölf Kilometern Entfernung der Gipfel des Brockens, den man von einigen Stellen Altenaus aus sehen kann. In nördliche Richtung wird das breite Tal Altenaus durch den Verlauf des Schwarzenberges (606 m ü. NHN) entlang des Marktes bis zum Ortsausgang in Richtung Okertalsperre begrenzt. In östlicher Richtung wird der Ort im Bereiches der Kleinen Oker durch die Hänge des Mühlen- (575 m ü. NHN) und des Kunstberges (585 m ü. NHN) und von Westen her vom Rothenberg (560,4 m ü. NHN) und vom Glockenberg (512,5 m ü. NHN) begrenzt. Südlich der Bergstadt erhebt sich der 927 Meter hohe Bruchberg. Altenau wird von Süd nach Nord von der Oker durchflossen. Weitere Bäche wie die Kleine Oker, der Rotenbeek, das Schneidwasser, die Altenau und der Gerlachsbach münden im Stadtgebiet in die Oker und verleihen Altenau ein Stadtbild mit zahlreichen Tälern und Hügelkuppen.

Geologie

Datei:Geologische Karte des Harzes (K Stedingk).pdf
Geologische Karte des Harzes

Altenau liegt innerhalb der Sösemulde. Diese erstreckt sich von Osterode am Harz bis in Richtung Bad Harzburg. Im Devon war das Gebiet des heutigen Altenau vollständig mit Wasser bedeckt und wurde durch tektonische Bewegungen unter Wasser geprägt. Magma und metallhaltige Dämpfe drangen aus der Tiefe in obere Segmente ein, woraus sich Erzgänge erschlossen, die im Altenauer Raum südöstlich und nordwestlich verlaufen. Auch traten eisenhaltige hydrothermale Lösungen in die Segementsschichten ein, aus denen sich die späteren Roteisenlager entwickelten. Die auftretenden Erze beinhalten neben Bleiglanz auch Silber, Zinkblende, Quarz und Kupferkies.<ref>Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 29.</ref> Weiterhin findet sich in der Umgebung Altenaus der selten auftretende Stranskiit. Erste Funde von Eisenerz im Gebiet rund um Altenau soll es schon im 9. Jahrhundert gegeben haben.<ref>E. Schwarzenbartsche: Zentralblatt für Mineralogie: Petrographie, technische Mineralogie, Geochemie und Lagerstättenkunde. Band 2, 1970, S. 720.</ref>

Ortsgliederung

Zu Altenau gehört die etwa zehn Kilometer entfernte Siedlung Torfhaus. Diese liegt am höchsten Punkt der B 4 auf etwa 800 m Höhe und besteht vorwiegend aus Fremdenverkehrsbetrieben. Torfhaus liegt im Nationalpark Harz. Außerdem gehören das Polstertaler Zechenhaus, die Bastesiedlung und Gemkenthal zum Ortsgebiet.

Klima

Datei:Klima-D-ALTENAU AKKST .png
Klimadiagramm für Altenau

Aufgrund seiner Höhenlage ist Altenau für niedersächsische Verhältnisse ein eher kühler Ort. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei +6,2 °C. Die Sonnenscheindauer beträgt im Jahresmittel 3,7 Stunden. Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 1252 mm, wovon ein für niedersächsische Verhältnisse nicht unerheblicher Teil als Schnee fällt.

Geschichte

Datei:Merian Altenau.JPG
Altenau, Stich von Caspar Merian, 1654
Datei:Altenau Stadtschild.jpg
Stadtschild
Datei:Altenau blick 00.jpg
Blick vom Dammgraben auf das Glockenbergviertel

Mittelalter bis 16. Jahrhundert

Altenau wurde erstmals 1227 im Zusammenhang mit dem Bergbau als Altenavium erwähnt.<ref>Altenavium, Stadt auf dem Harz. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Supplement 1, Leipzig 1751, Sp. 1183.</ref> Das Gebiet um Altenau gehörte zum Fürstentum Braunschweig bis 1291 das Fürstentum Grubenhagen gegründet wurde, an dessen nördlicher Grenze das Gebiet von Altenau lag und durch das Schneidwasser begrenzt wurde. 1298 standen in der Umgebung des heutigen Altenaus am Schwarzen Wasser (hutte ton swuarten Worden) und im Tischlertal (hutte tor altena) je ein Verhüttungsbetrieb, die durch Burchard von Wildenstein an den Goslarer Burchard Erhaftig übergeben worden sind. 1310 stand die Hütte im Tischlertal und wurde von Albrecht Colven betrieben.<ref>Franz Rosenhainer: Die Geschichte des Unterharzer Hüttenwesen. 1968, S. 48.</ref> Die Hütte am Schwarzen Wasser wechselte 1311<ref>Franz Rosenhainer: Die Geschichte des Unterharzer Hüttenwesens: Von seinen Anfängen bis zur Gründung der Kommunionsverwaltung 1635. S. 73.</ref> den Besitzer und ging an Hugo Grospesen,<ref>Geschichts- und Heimatschutzverein Goslar e. V. (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte der Stadt Goslar. 1968, S. 73.</ref> der die Hütte 1329 an Burchard von Gadenstedt übergab,<ref>Franz Rosenhainer: Die Geschichte des Unterharzer Hüttenwesens. S. 50.</ref> der wiederum 1381 die Anlagen an den Rat der Stadt Goslar verkaufte. Dieser gab die Hütte am Schwarzen Wasser bei Altenau 1402 an die Herren von Wallmoden zur Pacht.<ref>Franz Rosenhainer: Die Geschichte des Unterharzer Hüttenwesens. S. 76.</ref> 1411 ließ der Herzog zu Braunschweig ein Blockhaus Altenah errichten, das als Rückzugsort für Belagerungen der Harzburg dienen sollte.<ref name=":5">Bernhard von Rohr: Geographische und historische Merckwürdigkeiten des Oberharzes. Michael Blockberger, Frankfurt/Leipzig 1739, S. 272.</ref> Die Hütte am Schwarzen Wasser trat urkundlich 1455 und 1463 (Verkauf von der Stadt Goslar an Albrecht von der Helle) abermals in Erscheinung.<ref>Harz Bergkalender. S. 55.</ref> Weitere Verhüttungsbetriebe befanden sich im 16. Jahrhundert am Lilienwasser und am Kunstberg.<ref>Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde. 1885, S. 32.</ref><ref>Calvör: Acta historico- chronologico- mechanica circa metalllurgiam. S. 217.</ref>

1500–1800

Datei:Altenau Rothenberger Straße, erste Siedlungszelle von 1520.jpg
Erste Siedlungszelle in der Rothenberger Straße
Datei:Altenau (Harz), Niedersachsen - Blick vom Schwarzenberg (Zeno Ansichtskarten).jpg
Altenau alte Ansichtskarte

Im Spätmittelalter zunächst als Forstsiedlung<ref name=":14">Friedrich Jäger: Entwicklung und Wandlung der Oberharzer Bergstädte: ein siedlungsgeographischer Vergleich. 1972, S. 62.</ref> entstanden, gewann der Ort zu Zeiten des Oberharzer Bergbaus (insbesondere des Silberbergbaus) an Bedeutung. Die ersten Siedler erreichten um 1520<ref>Carl Robert Hoffmann: Der belehrende Bergmann: ein faßliches Lese- und Bildungsbuch für Kinder und Erwachsene, Lehrer und Laien, besonders aber für Jünglinge, die sich von den Arbeiten, Festlichkeiten und Gebräuchen des Bergmanns, von der bergmännischen Verfassung und ihren Chargen, den fossilischen Lagerstätten etc. etc. einen deutlichen Begriff verschaffen wollen; mit einer kurzen Geschichte des Bergbaues und einem erklärenden Wörterbuche der gewöhnlichsten bergmännischen Ausdrücke. Friese, 1850 (google.de [abgerufen am 23. Juni 2021]).</ref> Altenau über einen alten Hohlweg aus Richtung des Sösetals.<ref name=":14" /> 1525 schlossen sich Altenauer Bürger zu einer Schützengesellschaft zusammen. Eine Grube, die den Namen Altenau trug, wird 1532 erwähnt und war bis 1542 in Betrieb.<ref>Braunschweigischer Geschichtsverein (Hrsg.): Braunschweigische Anzeige, offizielles Regierungs- und Anzeigenblatt. Band 2, 1746, S. 2415.</ref><ref name=":102">Henning Calvör: Historische Nachricht von den Unter- und gesamten Ober-Harzerischen Bergwerken. Georg Olms Verlag, 1765, S. 157.</ref> Die erste Siedlungszelle des zum Fürstentum Grubenhagen gehörenden Ortes lag an der Rothenberger Straße (Nr. 10–12) in der Nähe der damaligen Eisenhütte und eine zweite Siedlungszelle auf dem oberen Teil der Oberstraße, wo ab 1540 Bergbau auf den Gruben des Schatzkammerganges betrieben wurde. Zunächst nur über schmale Fußwege miteinander verbunden, wuchsen die beiden Siedlungszellen über die Berg und Oberstraße zusammen. 1561 waren bereits die Gruben Schatzkammer, Güldene Schreibfeder und Rose in Betrieb. Zu dieser Zeit waren 20–30 Bergleute mit ihren Familien in den Gruben in Altenau beschäftigt.<ref>Braunschweigischer Geschichtsverein (Hrsg.): Braunschweigische Anzeige, offizielles Regierungs- und Anzeigenblatt. Band 2, 1746, S. 2415.</ref><ref name=":10">Henning Calvör: Historische Nachricht von den Unter- und gesamten Ober-Harzerischen Bergwerken. Georg Olms Verlag, 1765, S. 157.</ref> Die erste Bergfreiheit erhielt der Bergort 1554, die aber erst 1636 für gültig erklärt wurde.<ref>Wilfried Liessmann: Historischer Bergbau im Harz: Kurzführer. 2010, S. 380.</ref> Die beiden Mahlmühlen, Ober- und Untermühlen werden 1568 erstmals genannt.<ref name=":27" /><ref>NLA HA Hann. 84 Nr. 608 - Die Ober- und die Untermühl... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 28. August 2023.</ref> Um 1580 wurde Altenau als Bergflecken bestehend aus 20 Häusern mit ca. 120 Einwohnern<ref name=":22">Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte (Hrsg.): Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte. Band 21-23. Buchdruck W. Rihn, 1916, S. 167.</ref> und Hüttenwerk genannt.<ref name=":0" /> Zwischen den beiden Siedlungen wurde 1588 auf einer Terrasse über der Okerschleife eine erste Kirche errichtet.

1594 erhielt Altenau, das damals 35 Häuser und 210 Einwohner<ref name=":24">Allgemeiner Harz Bergkalender. Band 1983-1990, S. 46.</ref> zählte, die Richtbarkeit samt Stadtbuch durch den Herzog Wolfgang von Braunschweig-Grubenhagen. Erster Stadtrichter (Bürgermeister) war Simon Hensch.<ref name=":10" /> Zuvor unterstand der Ort den Oberförstern Barthold Gümpell und Zacharias Hennings<ref name=":0">Georg Marx: Geschichte des Fürstentums Grubenhagen. Band 2, Nr. 2, 1863, S. 235.</ref> zu Osterode. Das erste Pfarrhaus stammt von 1601 und ersetzt ein altes Zechenhaus, das um 1520 gebaut wurde. Eine bis dahin etwa 100 Jahre alte Mühle musste 1602 vom Gericht in Clausthal gepfändet und abgerissen werden, weil der Eigentümer, Hans von Hagen, das baufällige Gebäude aufgrund seiner Schulden nicht mehr unterhalten konnte.<ref>Henning Calvör: Historische Nachricht von der Unter- und gesamten Ober-Harzischen Bergwerke: überhaupt, auch verschiedene zu den letztern gehörigen, insonderheit, ersten Aufkunft, deren Auflaß- und Wiederaufnehmungen, wie auch von der wieder aufgenommenen Ober-Harzischen Bergwerke Beschaffenheit seit den ersten Zeiten bis zum Schluß des Jahres 1760 : mit einem Anhang von andern besondern Nachrichten ..., unter ... Beziehung auf die ohnlängst herausgegebenen Acta Historico-Chronologico-Mechanica Circa Metallurgiam In Hercynia Superiori. Fürstl. Waysenhausbuchhandlung, 1765 (google.de [abgerufen am 2. August 2021]).</ref> 1603 zählt Altenau bereits 50 Häuser und 350 Bewohner.<ref name=":24" /> 1606 ist das erste Rathaus zusammen mit der Silberhütte entstanden. Im selben Jahr gingen die Bergwerke an Christoph Sander d. J. über.<ref name=":0" /> Mit dem Tode Philipps II., des jüngsten Sohnes Philipps I., im Jahre 1596 starb die Linie Grubenhagen aus. Das Fürstentum Grubenhagen wurde daraufhin von Herzog Heinrich Julius aus Wolfenbüttel besetzt, womit Altenau nun im Gebiet von Braunschweig-Wolfenbüttel lag. Nachdem die Lüneburger Linie der Welfen gegen den Anschluss an Wolfenbüttel protestierten bekamen diese 1617 vor dem Reichskammergericht Recht. Herzog Friedrich Ulrich, musste das Grubenhagener Erbe an Christian den Älteren, Fürst von Lüneburg, übertragen. Am 30. Oktober 1617 wurde Altenau vom Herzog Christian zu Braunschweig-Lüneburg zur Stadt erhoben.<ref name=":9">Leerstandskataster Markt 2 38707 Altenau, als PDF-Dokument</ref> 1618 wurden eine Vielzahl von Christoph Sander betriebenen Gruben an seine Gläubiger Pancratius Müller aus Astfeldt und Bernhard Fromknecht aus Goslar unterstellt und kamen somit unter die Aufsicht des Bergamtes Clausthals.<ref name=":13" /> 1620 zeigt ein Verzeichnis der Hausvorstände 56 Hauseigentümer und 14 Mieter auf.<ref>Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 23.</ref> 1621 wurde eine Eisenhütte am Rothenberg eingerichtet, die Waffen und Eisenrohre herstellte.<ref name=":13" /> Im selben Jahr wurde erstmals eine Schützenordnung erlassen.<ref>Schützengesellschaft Altenau e V. von 1525: sgaltenau-harz - Chronik. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Mai 2021; abgerufen am 1. Mai 2021.</ref>

Datei:Rothenberger Straße 12.jpg
Ehemalige Mahlmühle in der Rothenberger Straße

Mit der Vergabe des Stadtrechts erhielt Altenau auch das Braurecht. Ein städtisches Brauhaus errichtete man 1622 unterhalb der Klippe. Als kommunale Einrichtung stand es unter der Leitung des Richters, dem Bürgermeister. Jeder Straßenzug erhielt einen separaten Brautag, an dem die Bürger beim städtischen Braumeister ihr Bier (Gose und Süßbier) brauen lassen konnten. Die Erlöse aus dem Verkauf des Bieres flossen in eine Bierakzise, die der Kirchengemeinde und der ab 1637 gegründeten Volksschule zugutekamen.<ref name=":12">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 25.</ref> Während des Dreißigjährigen Krieges erkaufte die Stadt Altenau teure Schutzbriefe. Allein im Jahr 1626 boten vier solcher Briefe der Bergstadt Schutz. Der Schutzbrief vom General Johann T’Serclaes von Tilly wurde Altenau am 30. März 1626 auf der Harzburg ausgestellt.<ref>Dreißigjähriger Krieg. Schutzbrief des kaiserlichen General-Leutnants und Rates Johann Graf T’Serclaes von Tilly für die Bergstadt Altenau. Abgerufen am 1. Juni 2021.</ref> Der Schutzbrief von Hauptmann Wolf zu Wildenstein kostete der Bergstadt 336 Gulden und wurde ihr am 15. März 1626 verbrieft. Weitere Schutzbriefe erhielt die junge Bergstadt von Generaloberst Wallenstein am 31. Mai 1626 und vom König Christian zu Dänemark am 11. Juni 1626.<ref>Vaterländische Geschichten und Denkwürdigkeiten.</ref> In einem Zeitraum von 1620 bis 1630 kam aufgrund des Krieges der Bergbau zum Erliegen, so dass zur Finanzierung der Schutzbriefe in dieser Zeit am Rothenberg eine Öl- und Mahlmühle, sowie ein Bohr- und Schleifwerk errichtet wurden. Auch existierte in Altenau zu dem Zeitpunkt eine Münzstätte am Marktplatz, die von Herzog Christian betrieben wurde, um die private Gruben von Müller und Fromknecht aufkaufen zu können.<ref name=":13">Heinrich Morich: Altenau einst blühende Bergstadt. In: Harz Bergkalender. 1950, S. 33–35.</ref> Die Münzstätte bestand von April bis Juni 1621 und produzierte unter dem Münzmeister Claus Oppermann<ref>Oppermann, Claus (1589–1626), Münzmeister – MMLO. Abgerufen am 30. September 2024.</ref> insgesamt 4800 Reichstaler.<ref>Ekkehard Henschke: Landesherrschaft und Bergbauwirtschaft: Zur Wirtschafts- und Verwaltungsgeschichte des Oberharzer Bergbaugebietes im 16. und 17. Jahrhundert. In: Schriften zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Band 23. Duncker und Humblot, Berlin 1974, S. 291.</ref> 1630 wurden die Gruben wieder in Betrieb genommen.<ref name=":13" />

Nach der Aufteilung des Fürstentums Grubenhagen kamen der Herzog August von Braunschweig und Wolfenbüttel, sein Statthalter Julius von Bülow, der Kanzler Dr. Goswin von Merkelbach und der Landdrost Heinrich von Dannenberg nach Clausthal um die Huldigung der Stadt einzuholen. Dem wohnten auch die Vertreter der Bergstadt Altenau bei, die ebenfalls den Huldigungseid leisteten, womit Altenau am 20. Mai 1636 durch den Herzog August von Braunschweig und Wolfenbüttel<ref name=":9" /><ref>Vaterländische Geschichten und Denkwürdigkeiten der Vorzeit, mit vielen Abbildungen von Städten... der Lande Braunschweig und Hannover: 1845. Meinecke, 1845 (google.de [abgerufen am 7. September 2024]).</ref> den Titel einer freien Bergstadt erhielt, wodurch die Bürger von bestimmten Steuern befreit waren und zusätzliche Rechte erhielten. Ein Jahr später bestätigte am 12. September 1637 Herzog Friedrich die Stadtrechte.<ref name=":11" /> 1638 sind sämtliche Gruben in Besitz der Stadt gelangt. 1639 wurden die Gruben Sankt Michel am Bruchberg und die Grube Sankt Nikolaus unterhalb der Kirche gemuthet. Den Bergbau stellte man in den Jahren 1645 bis 1647 ein, nahm jedoch Contributszahlungen für den Betrieb der Gruben vom Bergamt Clausthal für die entsprechenden Jahre entgegen, so dass Altenau von 1648 für vier Jahre lang Rückzahlungen leisten musste.<ref>Henning Calvör: Historische Nachricht von der Unter-und gesamten Ober-Harzerischen Bergwerke. 1765, S. 163 - 164.</ref> Herzog Christian zu Braunschweig-Lüneburg bestätigte die Rechte der Bergstadt am 7. Juni 1649 erneut.<ref name=":11">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 21.</ref>

1651 bestand Altenau laut Stadtbuch am 28. Juni aus 74 Wohnhäusern<ref name=":12" /> und 500 Einwohner, die 173 Milchkühe und 15 Rinder hielten.<ref>Altenauer Heimatfest vom 09. bis 12. September 2005 Festschrift. 2005, S. 13.</ref> Ab 1652 erhob man eine Stollensteuer, um die Gewerke weiter betreiben zu können.<ref name=":13" /> Im Jahr 1656 hielten 82 Haushalte mit 664 Personen 198 Kühe und 90 Rinder.<ref name=":27">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 73.</ref> 1669 baute man die heutige Sankt-Nikolai-Kirche, nachdem der Vorgängerbau baufällig und zu klein geworden ist. 1670 muthete man die Grube Wilde Fluth, deren Verlauf von der Altenauer Hütte bis zur Grenze ans Zellerfelder Gebiet reicht.<ref>Henning Calvör: Historische Nachricht von der Unter-und gesamten Ober-Harzerischen Bergwerke. 1765, S. 165.</ref> Am 5. Juni 1671 bestätigte Herzog Johann Friedrich zu Braunschweig-Calenberg die Stadtrechte Altenaus erneut.<ref name=":11" /> Seit 1673 steht das damalige Rathaus der Bergstadt am Marktplatz. Im Verlauf der Stadterweiterung im 17. Jahrhundert wurde das Tal bebaut. Die ersten Siedler hatten es aufgrund der Hochwassergefahr durch die dort fließende Oker vermieden, dort zu bauen. Vor der Bebauung war das Tal mit Geröll bedeckt.<ref>Voruntersuchung Altstadt Altenau, 1. Juli 2014, Seite 10–2</ref> Den Namen verdankt der Ort dem Bach „Alte Aue“ oder „Altenah“, der das am Lilierkopf anstehende Wasser aufnimmt und sich durch das Tischlertal fortsetzt. Etwas unterhalb des Parkplatzes im Tischlertal an der Landesstraße L 504 nimmt die Altenau das Wasser des Schneidwassers auf und durchfließt das Schultal, bis sie sich am Marktplatz mit der Oker vereinigt.

Datei:Hüttenteich bei Altenau (August 2019).jpg
Hüttenteich

In der Mitte des 17. Jahrhunderts standen im Tal die Häuser am Brauhaus, am Mühlenberg (wo namensgebend eine Mühle stand), am Markt, in der Breiten Straße, sowie eine geschlossene Häuserreihe vor dem Schwarzenberg, zwischen Schneidwasser und Oker.<ref name=":2">Lars Michel, Samtgemeinde Oberharz: Voruntersuchung Bergstadt Altenau zur städtebaulichen Eigenart und Gestalt sowie Erhaltungsmöglichkeiten der historischen Altstadt. 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2021; abgerufen am 8. März 2020.</ref> Herzog Ernst August von Hannover bestätigte am 26. Dezember 1680 Altenaus Rechte.<ref name=":11" /> 1686 wurde die Bebauung der Marktstraße abgeschlossen, es wurden keine neuen Bauplätze mehr in dieser Straße vergeben.<ref name=":4" /> Zu einem Streit zwischen den Bergstädten Sankt Andreasberg und Altenau kam es beim Schützenhof 1688 in Sankt Andreasberg. Es konnte zunächst nicht geklärt werden, welche der beiden Städte das Recht aufs Vorschießen hat. Der Streit musste beim Berghauptmann in Ditfurt gerichtlich geklärt werden, wobei Sankt Andreasberg mit Gründung vor 1500 als Gewinner hervorging, da Altenau erst nach 1500 gegründet wurde.<ref>Ein eitler Streit zwischen zwei Oberharzer Bergstädten Anno 1688 – Wikisource. Abgerufen am 7. August 2024.</ref> Ein Neubau der während des Dreißigjährigen Krieges stillgelegten Silberhütte erfolgte 1691. Von 1692 gehörte Altenau zu Kurhannover.<ref name=":9" /> Im Jahr 1697 wurde der Schatzkammer Gang von Richter und Rat der Bergstadt Altenau auf Drängen des Berghauptmannes von Busche wieder aufgenommen. Busche drohte allenfalls mit der Entziehung der Bergfreiheiten, wenn nicht alsbald wieder Bergbau betrieben werde.<ref>Wilhelm Schnell: Der Altenauer Bergbaubezirk. 1953.</ref> Somit begann der wichtigste Abschnitt des Altenauer Bergbaus, der folglich aufblühte, so dass man bald 20 Gewerke in Betrieb nahm. Darunter die Gruben auf dem Schultaler, dem Kirchberger und dem Schatzkammergang. Weitere Gruben befanden sich am Rand des Altenauer Bergbaubezirk auf dem Burgstätter Gangzug und dem Bockswieser Gangzug. Man findet in Altenau heute noch an vielen Stellen Zeugen des einstigen Bergbaus in alten Gruben und Schächten sowie Pingen und Halden. 1699 war die Bebauung der Breite Straße in ihrer heutigen Form fertig gestellt.<ref name=":4" /> Kurfürst Georg Ludwig erkannte am 9. Mai 1708 abermals die Stadtrechte an.<ref name=":11" /> Zur Versorgung der Altenauer Gruben und Hüttenanlagen entstand 1711 der Hüttenteich und 1714 der Kleine Okerteich. Weiterhin versorgten 1750 insgesamt 14 Köhler die Hütten zu Altenau.<ref name=":16" />

Mit der Fertigstellung des Sperberhaier Dammes 1734 konnten mit dem Großen und Kleinen Gerlachsbach ergiebigere Gewässer östlich von Clausthal erschlossen werden. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Dammgraben, welcher das Wasser zu den Clausthaler Bergwerken umleitete, immer weiter in Richtung Osten verlängert: Die erste Verlängerung erfolgt 1736 bis zur Kleinen Oker, bis 1774 hatte man die Wiege des Dammgrabens erreicht. Dies hatte zur Folge, dass den ohnehin nicht so ergiebigen Bergwerken in Altenau deutlich weniger Aufschlagwasser zur Verfügung stand und dürfte mit dazu beigetragen haben, dass der Altenauer Bergbau ab den 1740er Jahren kontinuierlich abnahm. Daraus resultierten Abwanderungen aus Altenau, so dass die Einwohnerzahl ab 1740 von 1488 Einwohnern auf 1007 im Jahr 1780 abnahm.

Eine Pochknabenschule für Lehrlinge im Bergbau (Pochknaben) wurde 1768 auf Bestreben des Pastors Ritter gegründet. Im Dezember 1777 übernachtete Goethe auf dem Weg zum Brocken in der Stadt. Mit der Grube Georg der Dritte schloss 1789 das letzte Bergwerk in Altenau.<ref name=":13" /> 1794 wurde eine Eisenhütte unterhalb der Silberhütte errichtet, was einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung für die Bergstadt bedeutete.

1800–1950

Datei:Wiese am Mühlenberg Altenau.jpg
Wiese am Mühlenberg

Während der französischen Besatzung von 1806 bis 1813 gehörte die Bergstadt innerhalb des Departement des Harzes zum Königreich Westphalen.<ref name=":9" /> 1813 zählt Altenau 1174 Einwohner und 165 Häuser.<ref name=":6">Georg Hassel: Statistisches Reporium über das Königreich Westphalen. Hrsg.: Friedrich Vieweg. 1813, S. 3.</ref> Hüttenarbeiter Altenaus gründeten 1837 ein Hornistencorps. Eine Blaskapelle der Waldarbeiter stellten dagegen die 1847 gegründeten Janitscharen dar.<ref>Geschichte. In: Heimatstube Altenau. Abgerufen am 8. Januar 2021.</ref><ref>Axel Wellner: Altenau in alten Ansichten. Band 2. Europäische Bibliothek, 1997, S. 18.</ref> Die Stadt entwickelte sich weiter, so dass in der Breiten Straße oberhalb des Rathauses 1841 eine neue Schule gebaut wurde. Der örtliche Maurermeister Beermann errichtete 1850 unterhalb der Eisenhütte eine Zementfabrik, ab 1863 wurde diese als Holzmehlfabrikationsstätte genutzt.<ref name=":15">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 72.</ref> 1866 wurde der Ort Preußen zugehörig.<ref name=":9" /> Für das Jahr 1867 werden 2210 Einwohner gezählt, die in 575 Haushalten leben, die sich auf 188 Wohnhäuser verteilen. Pro Haus leben im Schnitt 10 Personen.<ref name=":23">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 65.</ref> Aufgrund von Unrentabilität schloss 1871 die Eisenhütte und 1911 die Silberhütte. 1872 errichtete der Tischlermeister Mügge eine Kurbadeanstalt, die später zum Mehrzweckgebäude Altenauer Hof mit Hotelbetrieb, Rathaus, Kurverwaltung und Polizeistation wurde.<ref>Giessener geographische Schriften. 25. Auflage. 1972, S. 125.</ref> Die Auflösung der Pochknabenschule erfolgte 1877, als die Beschäftigung von Kindern in der Erzaufbereitung verboten wurde und die Kinder nun die Volksschule besuchen mussten.<ref name=":15" /> Ab 1885 war die Stadt Teil des Landkreises Zellerfeld. Die meisten Bewohner Altenaus lebten hauptberuflich vom Bergbau, der Forstwirtschaft und dem Hüttenwesen. Sie hielten nebenbei aber auch bescheidene Vieh- und Milchwirtschaft, so dass praktisch jeder Haushalt in der Stadt drei bis vier Kühe, Schweine und Geflügel hielt. Geweidet wurde das Vieh auf städtischen Weiden im Umland von Altenau. Für 1886 sind 314 Kühe und 69 Pferde vermerkt, deren Zahl jedoch abnahm, so dass 19 Jahre später 239 Kühe und 89 Pferde gezählt wurden.<ref name=":16">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 74/75.</ref> Auch setzte ein bescheidener Tourismus ein. Für 1895 werden 581 Haushalte genannt, die sich auf 216 Häuser verteilen.<ref name=":23" /> 1914 erhielt Altenau mit dem Bahnhof Anschluss an die Innerstetalbahn. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges befand sich in Altenau ein Offizierskriegsgefangenenlager sowie ein Flüchtlingsheim des Deutschen Roten Kreuzes.<ref name=":17" /> Ab den 1920er Jahren setzte man verstärkt auf den ganzjährigen Fremdenverkehr; Pensionen und Hotels entstanden mit dem passenden Angebot in der ganzen Stadt, die 1927 über 5761 Besucher zählen konnte, womit sich die Besucherzahlen gegenüber 1913 verdoppelt haben.<ref>Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 116.</ref> Trotzdem blieb für viele Altenauer die wirtschaftliche Situation schlecht. Bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 erhielt die NSDAP in Altenau 716 von insgesamt 1338 abgegebenen Stimmen. Auch bei den Kommunalwahlen im selben Jahr wurde die NSDAP mit acht Sitzen stärkste Kraft im Stadtrat, was zur Folge hatte, dass der Stadtrat auf einer Sitzung am 27. April 1933 einstimmig die Umbenennung der Straßen Kleine Oker in Franz-Seldte-Straße und Breite Straße in Adolf-Hitler-Straße beschloss. Weiterhin wurde Hitler, wie vielerorts damals üblich, Ehrenbürger. Baulich betrachtet, wurden zwischen den beiden Kriegen 80 neue Gebäude errichtet.<ref name=":17">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. S. 126–128.</ref> Für das Jahr 1938 konnte Altenau 125.729 Übernachtungen in rund 1100 Gästebetten vorweisen.<ref>Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 142.</ref> Durch die Einberufung von Wehrpflichtigen sank ab 1939 die Einwohnerzahl Altenaus ab.<ref name=":25" /> Während des Zweiten Weltkrieges befand sich das Arbeitskommando 3302 „Am Grassstieg“, in dem ab 1942 zwischen 12 und 50 Zwangsarbeiter als Arbeitskräfte im Forstamt Altenau eingesetzt wurden.<ref>Peter-Michael Steinsiek: Zwangsarbeit in den staatlichen Forsten des heutigen Landes Niedersachsen 1939-1945. Hrsg.: Niedersächsische Landesforsten. Husum, 2017, ISBN 978-3-89876-902-0, S. 160.</ref> Weitere Lager im Gebiet Altenaus befanden sich auf dem Gelände der ehemaligen Eisenhütte, auf Torfhaus, an der Oker- und Eckertalsperre und Unterschulenberg, wo die Häftlinge zum Bau der Talsperren eingesetzt wurden,<ref name=":17" /> wodurch die Einwohnerzahl wieder über 2000 steigt.<ref name=":26" /> Auch existierten ein Müttererholungslager (Hotel Waldgarten) sowie ein NSV-Jugendlager, in dem auch Loki Schmidt Teile ihrer Kindheit von 1944 bis zum Kriegsende verbrachte.<ref>Archiv für Wohlfahrtspflege (Hrsg.): Einrichtung des Wohlfahrts-und Gesundheitswesen. Selbstverlag des Herausgebers, Berlin 1941, S. 249,254.</ref><ref>Helmut Schmidt, Loki Schmidt: Kindheit und Jugend unter Hitler. S. 1929.</ref>

Am 29. März 1945 starben 10 Zivilisten bei einem alliierten Luftangriff auf die Bergstadt.<ref>Kriegsgräberstätte Altenau. In: Volksbund. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. Oktober 2020; abgerufen am 26. Oktober 2020.</ref> Am Freitag, den 13. April 1945 wurde Altenau von amerikanischen Truppen eingenommen. Dabei kam es zu kleineren Gefechten zwischen Deutschen und Alliierten.<ref name=":18">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. S. 131.</ref>

Nach dem Krieg war die Stadt Zufluchtsort von über 800 Flüchtlingen sowie Heimatlosen und befand sich in der britischen Besatzungszone.<ref>Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. S. 135.</ref> Anfang der 1950er Jahre wurden Wohngebäude an der Silberhütte und an der Rose gebaut, um die vielen Neubürger beherbergen zu können.<ref>Die Gebäude an der Silberhütte und auf der Rose sind mündlichen Überlieferungen nach zu diesem Zweck errichtet worden.</ref> Nach der Währungsreform begann sich der Fremdenverkehr wieder zu erholen. Insbesondere Werktätige und Schüler aus den Großstädten Hannover und Braunschweig kamen zur Erholung nach Altenau. Es entstanden das Panther Erholungsheim (ab 1950er Jahren VW Erholungsheim) am Hüttenteich, das Polizeiheim Hannover an der Schwefelquelle, das Polizeiheim Braunschweig im Schultal und das Tempoheim (ab den 1960er Jahren Hotel Sachsenross) in der Kleinen Oker. Weiterhin gab es das Kurheim der Stadt Hannover in der Großen Oker, das Schullandheim der Stadt Braunschweig in der Oberstraße und das Müttererholungsheim Annenhöh (heute AWO Kurklinik).<ref>Rolf Glaß: Altenau damals, Olle Fuch, Kindheitsjahre 2. 2025, S. 98.</ref> Daher konnte 1948 schon 24.520 Übernachtungen und 1950 insgesamt 94.527 Übernachtungen gezählt werden konnten.<ref name=":19" />

1950 bis heute

Datei:Altenau Wohngebiet Kleine Oker.jpg
Wohngebiet Kleine Oker

Anfang der 1950er Jahre wurde der Landkreis Zellerfeld in das Förderprogramm für Kommunen im Zonenrandgebiet aufgenommenen. Durch das damit zur Verfügung stehende Geld begann man damit, die Stadt wieder touristisch aufzubauen. Park und Grünanlagen wurden neu errichtet und die Infrastruktur optimiert. Wesentlich dazu beigetragen hat der 1953 gegründete Verkehrsverein.<ref name=":19">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 145.</ref> 1956 errichtete die Stadt in der Oberstraße das erste Feuerwehrhaus, das ein zu kleines Spritzenhaus auf dem Gelände der Brauerei ablöste.<ref name=":3" /> 1957 eröffnete die neue Schule in der Rothenberger Straße.<ref name=":18" /> Erste Beratungen für den Bau eines Ferienparks auf dem bis dahin unbebauten Glockenberg fanden am 4. Juni 1968 statt und sollten eine Antwort auf den steigenden Bedarf an Ferienwohnungen in der Stadt stellen. Altenau konnte zu diesem Zeitpunkt über 428.121 Übernachtungen aufgeteilt auf 3.000 Gästebetten verbuchen<ref name=":20">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 149.</ref> 1970–1972 ließ die Engelhardt-Gruppe aus Hannover für 100 Millionen DM den Ferienpark Glockenberg durch die Frankfurter Firma Philipp Holzmann errichten. Hierfür wurde eigens ein Wohnlager für rund 100 jugoslawische Bauarbeiter eingerichtet, das bis zum März 1972 bestand.<ref name=":20" /> Baubeginn war am 1. April 1970 bei 80 Zentimeter Schneelage und die Grundsteinlegung erfolgte am 28. Oktober desselben Jahres. Der Ferienpark umfasst neun Hochhäuser mit bis zu 14 Stockwerken, in denen sich über 1200 Wohnungen und verschiedene Einzelhandelsgeschäfte befinden.<ref>Manhattan im Harz. In: Der Spiegel. 1. Mai 1972.</ref> Neben den Hochhäusern errichtete man auch weitere Ringstraßen mit Wohngebäuden sowie ein Wellenbad, eine Eissporthalle und einen Kindergarten auf dem Glockenberg. Bereits ein Jahr nach der Eröffnung 1973 konnten schon etwa 900 der 1200 Appartements vermittelt werden. Die Übernachtungszahlen beliefen sich auf 558.000 Übernachtungen, verteilt auf 5400 Fremdenbetten. Pläne zur Errichtung einer Seilbahn mit Skigebiet vom Mühlenberg auf den Bruchberg wurden aus Gründen des Naturschutzes nicht umgesetzt.<ref>Susanne Ude-Koellner: Auf gebahnten Wegen. S. 234.</ref> Am 10. Februar 1972 erhielt die Stadt vom Hildesheimer Regierungspräsidenten die Anerkennung zum Heilklimatischen Kurort.<ref name=":19" /> Im selben Jahr wurde Altenau Teil der Samtgemeinde Oberharz. 1976 verkehrte ein letzter Zug auf der Innerstetalbahn, die Strecke wurde anschließend demontiert. 1979 nahm man das heutige Feuerwehrhaus in der Großen Oker in Betrieb, nachdem seit der Anschaffung einer Drehleiter der Platz im alten Feuerwehrhaus in der Oberstraße nicht mehr ausreichte. Bis in die 1980er Jahre entstand das Wohnviertel im Tal der Kleinen Oker, das von alten Kurvillen der 1920er Jahre, aber auch von modernen Gebäuden der 1970er und 1980er Jahre geprägt wird. Es erstreckt sich über die Straße Kleine Oker, den Bergmannsstieg und die Straße „Am Kunstberg“

Datei:Altenau Kristall-Saunatherme.jpg
Kristall-Saunatherme Heißer Brocken auf dem Glockenberg in Altenau

Heute ist Altenau durch den Tourismus bekannt, bedingt durch seine Lage inmitten des Harzes und seine Angebote an Freizeitmöglichkeiten, wie zahlreichen Wanderwegen, Loipen und Seen, die im Sommer zum Schwimmen einladen. Der Fremdenverkehr begann mit der Fortführung der Innerstetalbahn nach Altenau im Jahre 1913. Von 1914 bis 1970 stiegen die Zahlen der Kurgäste und der Übernachtungen beständig an; davon entfielen 30 Prozent auf Kurhäuser und 70 Prozent auf Privatvermieter. Seit Anfang der 1990er Jahre leidet die Region Westharz unter dem Rückgang der Touristenzahlen, der vielfältige Ursachen hat. 1992 wurde der Altenauer Hof abgerissen und anstelle dessen für 13 Millionen DM bis 1995 ein Kurgastzentrum errichtet.<ref>Angelika Potthast: Kurgastzentrum in Altenau wird 25 Jahre alt. Goslarsche Zeitung, 17. August 2020.</ref> Sehr hohe Kosten entstanden der Samtgemeinde Oberharz jedes Jahr durch den Betrieb des Gebäudekomplexes Aqua-Polaris, bestehend aus Wellenschwimmbad und Eissporthalle, der in den 1970er Jahren erbaut und an die hohen Touristenzahlen der 1970er und 1980er Jahre angepasst war. Er wich im März 2007 dem Neubau der Thermen- und Saunalandschaft Kristall Heißer Brocken, der rund 8,6 Millionen Euro gekostet hat.<ref>Heinz Steinhart ist tot: Oberharzer Schlaglichter auf eine schillernde Figur. Abgerufen am 16. März 2025.</ref> 2009 wurde die Grundschule Altenau geschlossen.<ref>Rabenschwarzer Tag für Altenau: Rat beschließt Ende der Grundschule. In: Goslarsche Zeitung. Goslarsche.de, 13. Mai 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 15. Dezember 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.goslarsche.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Am 1. Januar 2015 wurde die Samtgemeinde Oberharz sowie die ihr angehörenden Gemeinden Bergstadt Altenau, Bergstadt Clausthal-Zellerfeld, Bergstadt Wildemann und Schulenberg im Oberharz aufgrund eines Konsolidierungsvertrages mit dem Land Niedersachsen aufgelöst und aus den bisher selbständigen Gemeinden die neue Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld gebildet.<ref name="Neubildung" /> Zuvor hatten sich in einer Bürgerbefragung 62 Prozent der abstimmenden Altenauer dagegen ausgesprochen; das Ergebnis war jedoch für den Rat – gemäß einer Klausel in der Satzung – nicht bindend.<ref name="Satzung" /> Seitdem bilden die bisherige Bergstadt Altenau und die bisherige Gemeinde Schulenberg im Oberharz die gemeinsame Ortschaft Bergstadt Altenau-Schulenberg im Oberharz mit einem Ortsrat.

Ereignisse

Im Mai 1584 ereignete sich im Bereich Altenaus und der Wolfswarte ein Waldbrand, der nur mit Hilfe auswärtiger Löschmannschaften gelöscht werden konnte.<ref>NLA WO 2 Alt Nr. 8493 - Der große Waldbrand in Herz... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 18. Februar 2023.</ref> Ein heftiges Unwetter ereignete sich in der Nacht vom 4. August 1678 zum 5. August 1678, wobei mehrere Menschen und Tiere zu Tode kamen.<ref>Caspar Schneider: Saxonia vetus et magna in parvo oder, Beschreibung des alten Sachsen Landes und darinn gelegener Fürstenthümer, Graf-und Herrschaften. Hrsg.: Zimmermann und Gerlach. 1727, S. 166.</ref>

Aufgrund der Lage Altenaus an der Oker besteht seit jeher Hochwassergefahr. Die Bewohner der Häuser an der Oker hatten die Ufer zunächst mit Holzwänden befestigt, den Zwischenraum dahinter aufgefüllt und den dadurch entstandenen Platz für einen kleinen Hinterhof oder Garten genutzt.<ref>Friedrich Jäger: Entwicklung und Wandlung der Oberharzer Bergstädte: ein siedlungsgeographischer Vergleich. Grosse’sche Buchhandlung, 1972 (google.de [abgerufen am 11. Oktober 2025]).</ref> Dokumentiert wurde ein Hochwasser am 18. Dezember 1729 verzeichnet, ein weiteres ereignete sich am 20. Dezember 1740. Die Ufer der Oker wurden daraufhin mit Trockensteinmauern versehen.<ref name=":1">Voruntersuchung Altstadt Altenau, Seite 10 fort Folgende</ref> Ebenfalls 1740 brannten das Stuffpochwerk und ein Kohleschuppen der Silberhütte.<ref name=":3">Festschrift 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Altenau. S. 18.</ref> 1752 kam es erneut zu einem Hochwasser. Drei Gebäude in der Bergstraße fielen einem Brand am 3. November 1758 sowie 1771 drei Häuser an der Schützenklippe zu Opfer. 1776 brannten acht Häuser und 1778 ein Haus auf der Oberstraße.<ref name=":3" /> In den 1780er Jahren kam es im Harz zu einer Wurmtrocknis, der viele Fichten zum Opfer fielen, darunter auch im Altenauer Bereich.<ref>Johann Friedrich Gmelin: Abhandlung über die Wurmtroknis. Verlag der Crusiussischen Buchhandlung, Leipzig 1787, doi:10.5962/bhl.title.151381.</ref> Am 6. Juli 1794 zerstörte ein Feuer in der Breiten Straße 29 Gebäude. Im Verlauf des Siebenjährigen Krieges kam es in der Nacht vom 20. Oktober auf den 21. Oktober 1761 zu einem Raubüberfall einer französischen Patrouille auf das Altenauer Hüttenhaus.<ref>G. C. Salz: Die Beraubung des Altenauer Hüttenhauses in der Nacht vom 20. auf den 21. October 1761. In: G.H. Spiel (Hrsg.): Neues vaterländisches Archiv oder Beiträge zur allgemeinen Kenntniß des Königreiches Hannover wie es war und ist. 1873, S. 155.</ref> Auch von 1807 bis 1899 wurde die Bergstadt von Brandkatastrophen nicht verschont. So brannten in Folge von Blitzschlag 1807 in der Straße „Am Schwarzenberg“ drei Häuser ab. 1810 ein Haus in der Bergstraße und eines an der Silberhütte, 1839 brannten zwei Häuser in der Marktstraße und 1884 vier Häuser auf der Oberstraße.<ref name=":3" />

Zu einer Kollision zweier Züge kam es am 18. September 1950 im Bahnhof Altenau. Dabei rollte ein Bauzug aus Richtung Clausthal-Zellerfeld kommend aufgrund defekter Bremsen bergab nach Altenau und stieß mit einem im Bahnhof stehenden Personenzug, der nur mit Dienstpersonal besetzt war, zusammen. Der Unfall forderte ein Todesopfer und mehrere Schwerverletzte.<ref>Großer Bahnhof. In: Lebensmittel Zeitung. Band 73, Nr. 8, 2021, ISSN 0947-7527, S. 1–1, doi:10.51202/0947-7527-2021-8-001-5.</ref>

Am 25. Juni 1953 wurde Altenau von einem Hochwasser der Oker heimgesucht, welches das Waldschwimmbad Okerteich und weitere Gebäude beschädigte.<ref>Wetterversicherungen-Auf Regen folgt Geld. In: Der Spiegel. 1953.</ref> 98 Millimeter Regen fielen innerhalb von zwei Stunden. Im Niederschlagsgebiet Altenaus insgesamt 6 Millionen m3.<ref>Albert Humm: Altenau Hochwasser. In: Harz Bergkalender. 1954, S. 51.</ref> 1970 löste sich eine Schneelawine am Rothenberg und begrub zwei Menschen unter sich.<ref>75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Altenau.</ref> 1974 bis 1976 kam es zu einer Reihe Brandstiftungen in Altenau. Dabei brannte auch das Sägewerk in der Rothenberger Straße.<ref>Goslarsche Zeitung (Hrsg.): 1976- ein Jahr der großen Einsätze, Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altenau. 17. Januar 1977.</ref> Bei der eintretenden Schneeschmelze am 22. Februar 2010 wurde die Innenstadt von Altenau überflutet und Gebäude durch das durchfließende Eis der Oker beschädigt.<ref>Aufgestaute Oker schiebt Schnee und Eismassen durch die Stadt Altenau. Goslarsche Zeitung, 23. Februar 2010.</ref> Ein weiteres Hochwasser ereignete sich im Juli 2017, als das Schneidwasser im Bereich der Brücke zum Kräuterpark und die Oker im Bereich der Hüttenstraße über die Ufer traten. Es mussten ein Hotel und ein Wohngebäude evakuiert sowie die Holzbrücke zum Kräuterpark abgerissen werden.<ref>Überschwemmungen in Bad Harzburg, Evakuierungen in Goslar. In: Spiegel. 26. Juli 2017, abgerufen am 28. Mai 2024 (deutsch).</ref>

Ortsname

Frühere Ortsnamen von Altenau waren in den Jahren 1298 Altena, 1311 Altena, im 16. Jahrhundert altena, 1542 Altenau, 1587 Altenaw, 1677 Altenau und 1679 Altenauer Weg.<ref name="Ortsnamenforscher" /> Der Name Altenaus tritt 1298 auf, als der Ritter Burchard von Wildenstein dem Bürger Burchhard Ehrhaftig zu Goslar eine casam que Altena dicitur zum Lehen übergab.<ref name="Bode" /> Die Herkunft von Altena bezieht sich dabei im Stamm a, althochdeutsch aha, acha, ach auf das Wort Wasser. Bereits im Gotischen lautet es ahva und ist desselben Ursprungs die das lateinische aqua. Der erste Teil des Namens Altenau verweist auf das gotische alan, was aufwachsen bedeutet und wiederum mit dem lateinischen alere (großziehen) verwandt ist. Zusammengenommen bezeichnen die beiden Wortteile Altenaus daher einen Fluss, der durch Zuflüsse verstärkt wird. So wird dem Bach Altena, von der Wolfswarte kommend, durch die Kleine Altena, das Lilierwasser und andere Nebenbäche, beträchtliche Wassermengen zugeführt.<ref name="Gründung" />

Einwohnerentwicklung

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Einwohnerentwicklung von Altenau nach nebenstehender Tabelle. Oben von 1688 bis 2018. Unten ein Ausschnitt ab 1871

Die Geschlechter verteilen sich auf 808 männliche und 813 weibliche Bewohner (Stand 2023).

In Altenau gibt es rund 1100 Zweitwohnsitze.

Jahr Einwohner Quelle
1540 45 <ref name=":7x">Berichte zur deutschen Landeskunde, Bände 51 – 52, S. 212, 1978</ref>
1560 70 <ref name=":7x" />
1580 0120 <ref name=":24" />
1594 0210 <ref name=":24" />
1603 0350 <ref name=":24" />
1620 0420 <ref name=":24" />
1651 0500 <ref name=":22" />
1656 0664
1688 0924 <ref name=":4">Friedrich Jäger: Entwicklung und Wandlung der Oberharzer Bergstädte: Ein Siedlungsgeographischer Vergleich. 1972.</ref>
1698 0930 <ref name=":4" />
1740 1488 <ref name=":4" />
1750 1317 <ref name=":4" />
1770 1156 <ref name=":4" />
1780 1106 <ref name=":4" />
1786 1007 <ref name=":4" />
1791 1060 <ref name=":4" />
1812 1184 <ref name=":4" />
1821 1244<ref group="einwohner" name="stadt" />
1830 1609
1835 1649
1848 1963<ref group="einwohner" name="stadt" />
Jahr Einwohner Quelle
1852 1910
1861 2089
1871 2179<ref group="einwohner" name="stadt" />
1875 2039
1885 2145<ref group="einwohner" name="stadt" />
1890 2146 <ref name="Rademacher" />
1895 2162 <ref>Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 65.</ref>
1905 2091<ref group="einwohner" name="stadt" />
1910 1823 <ref name="Gemeindeverzeichnis" />
1916 1675 <ref name="Bergkalender" />
1917 1437 <ref name="Bergkalender" />
1925 1903 <ref name="Rademacher" />
1933 1947 <ref name="Rademacher" />
1935 1899 <ref>Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 124.</ref>
1937 1747 <ref name=":25">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 124.</ref>
1940 2088 <ref name=":26">Manfred Klaube: Altenau und Torfhaus im Oberharz. 2011, S. 124.</ref>
1946 2744<ref group="einwohner" name="stadt" />
1950 2697 <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
Jahr Einwohner Quelle
1956 2434 <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
1961 2304<ref group="einwohner" name="stadt" />
1968 2209<ref group="einwohner" name="stadt" /><ref group="einwohner" name="dez" />
1970 2250<ref group="einwohner" name="stadt" /><ref group="einwohner" name="dez" />
1973 2322 <ref name="destatis1973" />
1975 2500<ref group="einwohner" name="dez" /> <ref name="destatis" />
1980 2522<ref group="einwohner" name="dez" /> <ref name="destatis" />
1985 2541<ref group="einwohner" name="dez" /> <ref name="destatis" />
1990 2405<ref group="einwohner" name="dez" /> <ref name="destatis" />
1995 2287<ref group="einwohner" name="dez" /> <ref name="destatis" />
2000 2146<ref group="einwohner" name="dez" /> <ref name="destatis" />
2005 1980<ref group="einwohner" name="dez" /> <ref name="destatis" />
2010 1789<ref group="einwohner" name="dez" /> <ref name="destatis" />
2011 1615 <ref name="Anfrage08.09.2020">Wortprotokoll der Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Bergstadt Altenau-Schulenberg i.O. am 8. September 2020</ref>
2012 1648 <ref name="Anfrage08.09.2020" />
2013 1643 <ref name="Anfrage08.09.2020" />
2014 1626<ref group="einwohner" name="dez" /> <ref name="destatis2014" />
2015 1601 <ref name="Anfrage08.09.2020" />
2016 1587 <ref name="Anfrage08.09.2020" />
2017 1538 <ref name="Anfrage08.09.2020" />
2018 1559 <ref name="Anfrage08.09.2020" />
2019 1576 <ref name="Anfrage08.09.2020" />
2020 1601 <ref name="Goslarsche-518588">[1]</ref>
2021 1562
2022 1616
2023 1621 <ref name="Vorlage-132-2023-001" />

Quellen

<references group="einwohner"> <ref group="einwohner" name="stadt"> ¹ laut Versionsgeschichte der Stadt </ref> <ref group="einwohner" name="dez"> ² jeweils zum 31. Dezember </ref> </references>

Religion

Datei:AltenauHolzkirche.jpg
St.-Nikolai-Kirche

Die evangelische Mehrheit der Bevölkerung ist in der Gemeinde St. Nikolai organisiert, deren Mittelpunkt die 1669 errichtete St.-Nikolai-Kirche im Zentrum Altenaus ist. Die Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenkreis Harzer Land, zu ihr gehört auch die St.-Petrus-Kapelle in Schulenberg.

Auf dem Glockenberg befindet sich die katholische St.-Oliver-Kirche aus dem Jahr 1979. Sie wurde im Juni 2025 profaniert. Heute gehören die Katholiken in Altenau zur Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Clausthal-Zellerfeld.

Politik

Ortsrat (vor 2015 Stadtrat)

Seit der Eingemeindung bildet der Ortsteil Altenau zusammen mit Schulenberg im Oberharz die Ortschaft Bergstadt Altenau-Schulenberg im Oberharz mit einem gemeinsamen Ortsrat. Dieser wurde am 26. April 2015 erstmals gewählt.

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Kommunalwahl SPD CDU Einzelbewerber Trenke FDP Gesamt
11. September 2016 8
(72,67 %)
2
(21,76 %)
1
(3,89 %)

(1,66 %)
11 Sitze
11. September 2011 6
(54,77 %)
5
(45,23 %)
11 Sitze
10. September 2006 7
(54,16 %)
6
(45,84 %)
13 Sitze

Ortsbürgermeister

Datei:Banner of Altenau Mining City.gif
Banner der ehemals freien Bergstadt Altenau

Der Ortsbürgermeister ist Alexander Ehrenberg (SPD).

Ehemalige Bürgermeister

Bis 1853 Stadtrichter

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  • 1594 S. Hensch (Stadtrichter)<ref>Max, G. (1863). Geschichte des Fürstenthums Grubenhagen. Deutschland: Schmorl & Seefeld.</ref>
  • 1618 C.Hensch (Stadtrichter)<ref>Honemann, R. L. (1754). Die Alterthümer des Harzes: Aus Zeugnissen bewährter Schriftsteller gröstentheils aber aus ungedruckten Urkunden zusammen getragen. Deutschland: Wendeborn.</ref>
  • 1635 C.Hensch (Stadtrichter)<ref>Honemann, R. L. (1754). Die Alterthümer des Harzes: Aus Zeugnissen bewährter Schriftsteller gröstentheils aber aus ungedruckten Urkunden zusammen getragen. Deutschland: Wendeborn.</ref>
  • 1638 Hansen (Stadtrichter)<ref>https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5567131.</ref>
  • 1651 Hansen (Stadtrichter)<ref>https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5558360.</ref>
  • 1688 Hindreich (Hintrich), Stadtrichter<ref>Honemann, R. L. (1754). Die Alterthümer des Harzes: aus Zeugnissen bewährter Schriftsteller, grösstentheils aber aus ungedruckten Urkunden zusammen getragen. Deutschland: Gedruckt bey J.H. Wendeborn.</ref>
  • 1693 Hintrich (Stadtrichter)<ref>https://de.wikisource.org/wiki/Oberharzer_Glockeninschriften.</ref>
  • 1716 Stock (Stadtrichter)<ref>Torsten Schröpfer: Fundgrube: Wissenswertes über den Westharzer Bergbau und das Hüttenwesen. 1. Auflage. Pieper, Clausthal-Zellerfeld 2000, ISBN 3-923605-08-0.</ref>
  • 1763 Sandhagen (Stadtrichter)<ref>Calvör, H. (1763). Acta historico-chronologico-mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori, oder, Historisch-chronologische Nachricht und theoretische und practische Beschreibung des Maschinenwesens: und der Hülfsmittel bey dem Bergbau auf dem Oberharze : darin insbesondere gehandelt wird von denen Maschinen und Hülfsmitteln, wodurch der Bergbau befördert wird : als von dem Markscheiden, Schacht- und Grubenbau von Bohren und Schiessen, von den Maschinen und Vorrichtungen, das gewonnene Erz zu Tage zu bringen, von den Maschinen wodurch das Erz su Sand gestossen wird, oder von Puchwerken und Pucharbeit, von den Maschinen in der Hütte, aus den Erzen Silber, Bley, Glötte und Kupfer zu schmelzen, und von der gesammten Hütten-Arbeit nach einander Münzmaschinen, das Silber fein zu brennen, und zu Geld zu vermünzen. Deutschland: Waysenhaus Buchhandlung.</ref>
  • 1779 Calvör (Stadtrichter)<ref>Königl.-Grossbrittannischer und Churfürstl.-Braunschweig-Lüneburgscher Staatskalender: auf das ... Jahr Christi, worin das Staats-Verzeichniss der königlichen Regierungen und übrigen hohen Civil- und Militair-Bedienten in den deutschen Ländern nebst einem genealogischen Verzeichniss aller durchlauchtigsten hohen Häuser in Europa befindlich. 1779. (1779). (n.p.): (n.p.).</ref>
  • 1782 Calvör (Stadtrichter)
  • 1796 nicht besetzt
  • 1801 Cramer von Clausbruch (Stadtrichter)<ref>Königl.-Grossbrittannischer und Churfürstl.-Braunschweig-Lüneburgscher Staatskalender: auf das ... Jahr Christi, worin das Staats-Verzeichniss der königlichen Regierungen und übrigen hohen Civil- und Militair-Bedienten in den deutschen Ländern nebst einem genealogischen Verzeichniss aller durchlauchtigsten hohen Häuser in Europa befindlich. 1801. (1801). (n.p.): (n.p.).</ref>
  • 1808 Breitkopf (Stadtrichter)<ref>Le Moniteur westphalien: gazette officielle. 1808,2/3. (1808). Deutschland: Impr. Royale.</ref>
  • 1816 Kast (Bergamts Assesor, Stadtrichter)
  • 1843 Friedrich Adolph Roemer (Bergamts Assesor, Stadtrichter)
  • 1851 Hunäus (Bergamts Assesor, Stadtrichter)<ref>Allgemeiner Harz-Berg-Calender für das Jahr 1851. Schweigersche Buchhandlung, Clausthal 1850, Seite 30.</ref>
  • 1853 Quensell<ref>Bürgermeister Quensell in Altenau</ref>
  • 1856 Tolle<ref name=":8">Karl Fieke: Altenau im Harz und Umgebung in Poesie, Sage und Geschichte. In: Françoise Lartillot/Rémy Colombat (Hrsg.): Poésie et Histoire(s) en Europe aux XX e et XXI e siècles – Poesie und Geschichte(n) in Europa im 20. und im 21. Jahrhundert. Peter Lang, Bern, Berlin, Bruxelles, Frankfurt/M., New York, Oxford, Wien 2013, ISBN 978-3-0343-1227-1, S. 396–397, doi:10.3726/978-3-0352-0202-1/1.</ref>
  • 1878 Rössing<ref name=":8" />
  • 1879 Jordan<ref name=":8" />
  • 1890 Hodann<ref name=":8" />
  • 1894 Aderhold<ref name=":8" />
  • 1896 König<ref name=":8" />
  • 1904 Schmidt<ref name=":8" />
  • 1908 Johann Ernst Robert Engel<ref name=":8" />
  • 1913 Engel<ref>Beamtenverzeichnis. In: Allgemeiner Harz Berg Kalender 1913. Piepersche Buchdruckerei, Clausthal-Zellerfeld 1912, S. 61.</ref>
  • 1915 Sitte<ref>Beamtenverzeichnis. In: Allgemeiner Harz Berg Kalender 1915. Piepersche Buchdruckerei, Clausthal-Zellerfeld 1914, S. 53.</ref>
  • 1918 Unbesetzt<ref>Beamtenverzeichnis. In: Allgemeiner Harz Bergkalender 1918. Piepersche Buchdruckerei, Clausthal-Zellerfeld 1917, S. 47.</ref>
  • 1919 Böttcher<ref>Beamtenverzeichnis. In: Allgemeiner Harz Berg Kalender 1919. Piepersche Buchdruckerei, Clausthal-Zellerfeld 1918, S. 38.</ref>
  • 1931 August Breyel<ref>Beamtenverzeichnis. In: Allgemeiner Harz Bergkalender 1931. Pieperschere Buchdruckerei, Clausthal-Zellerfeld 1930, S. 87.</ref>
  • 1946–1948 Tosch<ref name=":7">13. Altenauer Heimatfest 1995 Festschrift.</ref>
  • 1948–1953 Heins<ref name=":7" />
  • 1950 Heins (Bürgermeister), Breyel (Stadtdirektor)<ref>Beamtenverzeichnis. In: Allgemeiner Harz Bergkalender. Piepersche Buchdruckerei, Clausthal-Zellerfeld 1950, S. 81.</ref>
  • 1953–1956 Knappe<ref name=":7" />
  • 1956–1971 Förster<ref name=":7" />
  • 1971–1976 Biegholdt<ref name=":7" />
  • 1976–1981 Loikkasek<ref name=":7" />
  • 1981–1986 Biegholdt<ref name=":7" />
  • 1986–1991 Schierloh<ref name=":7" />
  • 1991–2005 Gerhard Lindemann
  • seit 2005 Alexander Ehrenberg

Wappen

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Altenau]] Blasonierung: „Im von Grün und Silber gespaltenen Schild drei braune Bärentatzen (1 : 2 angeordnet); die vordere hält ein schwarzes Eisen, die hintere einen ebensolchen Schlägel; die obere Tatze umklammert eine schwarze Wolfsangel.“<ref name="Wappen">Arnold Rabbow: Braunschweigisches Wappenbuch. Die Wappen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Hrsg.: Braunschweiger Zeitung, Salzgitter Zeitung und Wolfsburger Nachrichten. Eckensberger & Co Verlag, Braunschweig 1977, DNB 780686667, S. 48–49.</ref>
Wappenbegründung: Obwohl Bären den Harz heutzutage nicht mehr bevölkern, sind noch drei Bärentatzen im Wappen der Bergstadt Altenau zu finden. Auf heraldischen Wegen kommen sie allerdings von ganz woanders her, nämlich aus der Grafschaft Hoya. Als die Grafen von Hoya 1582 ausstarben, beerbten die Welfen sie und fügten die Bärengliedmaßen in ihr mehrfeldriges Staatswappen ein. Wenn die Welfenherzöge ihren Städten Wappen verliehen, dann schenkten sie ihren getreuen Untertanen zuweilen Einzelstücke aus ihrem eigenen Wappen, beispielsweise den Altenauern, denen Herzog Christian von Braunschweig-Lüneburg-Celle am 30. Oktober 1617 ein grün-silbern gespaltenes Wappen übergab, das drei braune Bärentatzen enthielt – vielleicht wegen des hier naheliegenden Bezuges zum einstigen Vorkommen von Bären im Harz. Schlägel und Eisen waren zusammen die damaligen Werkzeuge des hier einst bedeutenden Silber- und Erzbergbaus. Die Wolfsangel versinnbildlicht als Forstsymbol den Waldreichtum und die Holzwirtschaft.
Datei:Altenau Marktplatz.jpg
Marktplatz
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Am Schwarzenberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:AltenauKlippe.jpg
Schützenklippe
Datei:Altenau Blick auf Schwarzenberg.jpg
Aussicht von der Schützenklippe über die Altstadt
Datei:Altenau Oberstraße Richtung Kirche.jpg
Altenau Bergmannshäuser in der Oberstraße

Altenau ist heute ein heilklimatischer Kurort, der eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten bietet.

Bauwerke

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Clausthal-Zellerfeld#Altenau

Die Altstadt Altenaus wird von alten, holzverschalten Bergmannshäusern geprägt, die zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert errichtet wurden und aus der Zeit stammen, als Altenau eine freie Bergstadt war. Das Gebiet der Altstadt erstreckt sich von der ersten Siedlungszelle in der „Rothenberger Straße“, über die zweite Siedlungszelle, mit der am Hang des Glockenberges verlaufenden Berg- und Oberstraße. Beide Siedlungszellen entstanden in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und verwuchsen bis Mitte des 17. Jahrhunderts miteinander. Über Verbindungswege, die sogenannten Brinke, gelangt man von der Oberstraße und der Bergstraße zu den im Tal an der Oker befindlichen Teilen der Altstadt mit den Straßenzügen Breite- und Marktstraße und den weiterhin zur Altstadt gehörenden Straßen „Am Schwarzenberg“ und „Am Mühlenberg“. Die Straßen im Tal wurden ab der Mitte des 17. Jahrhunderts bebaut, da es immer weniger Bauplätze auf den bisher bestehenden Straßen gab. Im Zentrum der Stadt verlaufen die Breite Straße, sowie die Marktstraße, die seit Ende des 17. Jahrhunderts als Haupt- und Geschäftsstraße fungieren und somit die Innenstadt innerhalb der Altstadt Altenaus darstellen. In der Breiten Straße stehen viele Häuser, die nach dem Stadtbrand 1794 neu errichtet werden mussten. Das Feuer zerstörte 29 Gebäude auf der Straße. Lediglich die Häuser auf Höhe der Brauerei (Haus Nummer 20, 24 und 26) und das Rathaus am Marktplatz sind verschont geblieben. Diese Häuser sind entsprechend älter. Am Marktplatz befinden sich die barocke Holzkirche St. Nikolai von 1669 und das ehemalige Rathaus von 1673, in dem sich heute ein Museum befindet. Die Häuser innerhalb der Altstadt sind Fachwerkhäuser, die zusätzlich mit einem Holzbeschlag verkleidet wurden, um die Balken und Gefache vor Witterung, insbesondere Nässe zu schützen. Südlich der Ortsmitte liegt die Schützenklippe, von der aus sich ein Panoramablick über den Ort bietet.

Parks und Naherholung

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Altenau Herzweg
Datei:Würzel des Kräuterparks Altenau.jpg
Würzel, die Maskottchen von Altenau
Datei:03.1-Gewürzpagode, 18-05-2022.jpg
Gewürzpagode des Kräuterpark
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Kurpark

2004 wurde in Altenau der größte Kräuterpark Deutschlands eröffnet. Viele tausend Touristen besuchen jährlich den ganzjährig gepflegten botanischen Garten, der eine Vielzahl an Varietäten zeigt. Hinter dem Kurgastzentrum in der Hüttenstraße befindet sich der Kurpark, der als Veranstaltungsort und Ausgangspunkt für Wanderungen sowie Mountainbiketouren dient. Weitere Sehenswürdigkeiten erreicht man über Wanderwege zu Fuß. So gelangt man über den Harzer Hexenstieg zum Dammgraben mit dem Dammhaus sowie zum Polsterberger Hubhaus. Der Nationalpark Harz hat am Rand von Altenau einen 800 Meter langen Wildniserlebnispfad eingerichtet, auf dem Besucher die vorhandenen Lebensräume im Nationalpark Harz erleben können. Weitere Wanderwege führen zum Kellwassertal an der Vorsperre zur Okertalsperre oder zum Ahrendsberg. Vom Marktplatz aus führt der Goetheweg<ref>Offizielle Eröffnung des Goethewegs von Altenau nach Torfhaus. Abgerufen am 2. September 2021.</ref><ref>Volker Jung: Bergstadt weiht Goetheweg festlich ein. In: Goslarsche Zeitung. 30. August 2021, S. 17.</ref> nach Torfhaus und zum Brocken im Nationalpark Harz. Durch Altenau führen der Fernwanderweg E6 und der Weser-Harz-Heide-Radfernweg. Der Herzwanderweg ist ein Themenwanderweg und wurde 2023 angelegt, er führt auf 12 Kilometer rund um Altenau und behandelt auf 17 Etappen verschiedene Aspekte zum Thema Herz.<ref>Altenauer Herzweg. Abgerufen am 7. August 2023.</ref>

Museen

Im Kurgastzentrum in Altenau finden regelmäßig Veranstaltungen wie Kongresse, Ausstellungen und Theateraufführungen statt. Die Heimatstube im Kellergeschoss des Kurgastzentrums bietet einen Einblick in die Geschichte des Oberharzes. Die dortige Ausstellung widmet sich besonders der Darstellung der Lebensumstände im Oberharz, die stark durch den Bergbau und die von ihm abhängigen Berufszweige – Hüttenwesen, Waldarbeit, Köhlerei und Fuhrwesen – geprägt waren. Weitere wichtige Schwerpunkte des Heimatmuseums stellen die Innerstetalbahn und die Lebenswerke der Künstler Karl Reinecke-Altenau und Henry Göhmann dar.

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Ehemaliges Rathaus der Bergstadt Altenau

Das ehemalige Rathaus am Marktplatz wird seit 2023 als Goethehaus betrieben. Der Fachwerkbau war einst Hotel und Amtssitz der Verwaltung der Stadt. Zu den Räumlichkeiten gehören heute: Gäste- und Logierappartment, ein standesamtliches Trauzimmer, der Ratssaal mit Wintergarten, die „Alte Küche“ mit den drei Ausstellungen „Goethe im Harz“, „Historie des Amts- & Rathauses zu Altenau“, „Kapelles Handschriften-Cabinett“. Für die Dauerausstellung Goethe im Harz gibt es einen Audioguide sowie ganzjährig Gruppen- und Jugend-Literaturprogramme.

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Holzschnitzerei Meier

Die von dem Volkskünstler Richard Meier 1958 eingerichtete Holzschnitzerwerkstatt in der Hüttenstraße bietet harztypische und erzgebirgische Holzprodukte sowie mehrere Dioramen mit bewegten Figuren.

Die 1622 gegründete Altenauer Brauerei kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Dabei wird gezeigt, wie dort seit über 400 Jahren das Bier handwerklich hergestellt wird.

Vereine

In Altenau gibt es einige Vereine und Organisationen, die in verschiedenen Sparten vertreten sind. (Auszug)

  • Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde der Bergstadt Altenau-Schulenberg: Unterhaltung des Heimatmuseums
  • Fußballverein FC Altenau
  • Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr
  • Harzklub Zweigverein Altenau: Wander und Naturpflege
  • Harziger: Bildungsverein für Kommunalpolitik
  • Heimatbund: Pflege Harzerischem Brauchtums
  • Tennisclub
  • Schützengesellschaft von 1525
  • Skiclub Altenau 1898
  • Verkehrsverein: Pflege und Verschönerung des Ortsbilds

Musik

Der 1928 von Karl Reinecke-Altenau gegründete Heimatbund gibt regelmäßig Konzerte und veranstaltet Hüttenabende mit Jodelgesang und Peitschenknallerei.

Die evangelische Kirchengemeinde Sankt Nikolai verfügt seit 1996 mit den St.-Nikolai-Gospel-Singers über einen Gospelchor, der zu besonderen Anlässen singt.<ref>St. Nikolai-Gospel-Singers, abgerufen am 28. Mai 2024</ref>

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Walpurgisnacht im Kurgastzentrum (jährlich am 30. April)
  • Datei:Lasershow Lichterfest Altenau.jpg
    Lasershow beim Lichterfest am Okerteich
    Lichterfest am Okerteich (jährlich im August)
  • Osterfeuer
  • Fackelwanderungen am Schwarzenberg
  • Altenauer Heimatfest (alle fünf Jahre)
  • Oktoberfest der Feuerwehr
  • Hinterstraßenfest
  • Gesamtharzer Jodlerwettstreit des Oberharzer Heimatbundes (fand bis 2019 in Clausthal-Zellerfeld statt)<ref name="Jodlerwettstreit" />
  • Die Bergstadt ist eine der acht Orte, in denen das seit 2014 als Immaterielles Weltkulturerbe anerkannte Brauchtum des Finkenmanövers im Harz noch gepflegt wird.
  • Wintermarkt

Sport

Datei:Altenau-im-Harz-Panorama.jpg
Panorama vom Schwarzenberg aus über Altenau
Datei:Panorama-Altenau-Harz-Wolfswarte.jpg
Panorama Altenaus von der Wolfswarte aus ca. 4,5 km Entfernung

In Altenau findet jährlich der Altenauer Nordic Walking Cross statt. Teilnehmer walken dabei Strecken von 4,7 km bis 18,7 km rund um Altenau. Auch außerhalb der jährlich stattfindenden Veranstaltung ist das Nordic Walking auf diesen Strecken möglich.

Altenau liegt zudem direkt an der Volksbank-Arena Harz, einem 1800 km und 62 Routen umfassenden Streckennetz für Geländetouren mit dem Mountainbike. Hier finden jährlich die Sportveranstaltungen Harzer Mountainbike Event, die größte norddeutsche MTB-Veranstaltung immer am 3. Mai-Wochenende, MTB Endurorennen (seit 2014), MTB Marathon (seit 2002) und der Kids-, Schüler- und Jugendcup (seit 2000) statt. Auf dem Gelände des ehemaligen Wellenbades befindet sich seit 2007 die zur Kristall Bäder AG aus Stein gehörende Thermalsole- und Saunalandschaft „Heißer Brocken“ bestehend aus 5 Saunen (75 bis 100 °C) sowie einem Innen- und fünf Außenbecken (1,5 % bis 12 % Solegehalt). Der Kleine Okerteich dient als Waldbad.

In Altenau selbst existieren an Sportvereinen ein Schützenverein von 1525, ein Skiclub von 1898, ein Tennisclub, ein Fußballverein sowie ein Dartclub.<ref>Homepage der Stadt Clausthal-Zellerfeld/Vereine Altenau</ref> Auch hat Altenau einen Discgolf Parcours.

Wintersport

Datei:Ehemalige Skisprungschanze am Glockenberg in Altenau.jpg
Ehemalige K50 Schanze am Glockenberg
Datei:Altenau Skiewiese Rose.jpg
Skiwiese Rose

1948 entstand im Schultal die große Schanze (K70) und 1965 die kleine K50 Schanze am Försterkopf, von der seit 1991 nur noch das Betongerüst steht.<ref>Geschichte. In: Heimatstube. Abgerufen am 26. Oktober 2020.</ref> Die Deutschen Nordischen Skimeisterschaften 1957 und 1968 fanden in Altenau statt. Für die Deutschen Nordischen Skimeisterschaften 1996 war die Bergstadt Austragungsort der Skilanglauf Meisterschaften.

Im Winter finden sich in Altenau und Torfhaus zahlreiche Möglichkeiten für alpinen und nordischen Wintersport sowie eine Rodelbahn mit Lift.

Altenau war jahrzehntelang Austragungsort für Eishockeymeisterschaften in der örtlichen Eissporthalle.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Datei:Altenauer Brauerei 2025.jpg
Altenauer Brauerei
Datei:Altenau Geschäftsstraße.jpg
Breite Straße mit Einzelhandel in Altenau
Datei:Altenau Supermarkt.jpg
Supermarkt in Altenau

Die 1622, als Kommunbrauhaus, gegründete Altenauer Brauerei wurde von 1919 bis 2012 als Paul Kolberg KG geführt und 2012 nach Insolvenz von der Klostergutsbrauerei Wöltingerode GmbH übernommen. Deren Alleingesellschafter war die Klosterkammer Hannover. Das Unternehmen wurde 2021 verkauft und privatisiert. Die Altenauer Brauerei GmbH stellt somit wieder die letzte mittelständische Brauerei im Oberharz dar.

Der Hallenberger Media Verlag wurde 2010 gegründet und hat seinen Sitz in Altenau. Er publiziert Print und E-Books verschiedener Themen (Thriller und Romane, aber auch Schul und Sachbücher). Es werden Werke von Autoren wie: Ingo Blisse, Horst Bosetzky oder Serena Murray vom Verlag veröffentlicht.

Tourismus

Datei:Altenau Hotel Alte Aue.jpg
Hotellerie in Altenau

Der Tourismus ist in Altenau, wie in vielen Orten im Harz, der Hauptwirtschaftszweig. 2019 zählte Altenau knapp 103.000 Gäste bei rund 415.000 Übernachtungen in 4300 Gästebetten.<ref>Berg und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, Wirtschaftspläne und Beteiligungsberichte für das Haushaltsjahr 2021. Seite 145 PDF Dokument</ref> In der Bergstadt sind zahlreiche Beherbergungsternehmen wie Hotels, Pensionen, Campingplätze und Ferienwohnungen vorhanden. Die meisten Ferienwohnungen befinden sich im Ferienpark Glockenberg, der aus mehreren mehrgeschossigen Gebäuden besteht. Weiterhin gibt es Restaurants, Dienstleistungsgeschäfte, Handwerker sowie mehrere Einzelhandelsgeschäfte.

Einzelhandel

Der vorhandene Einzelhandel befindet sich größtenteils im Bereich der Altstadt und erstreckt sich über die Breite-Straße, Schultal und Marktstraße. Er umfasst einen Supermarkt, zwei Fleischereien, Bäcker, Kioske, Florist, Friseur und weitere auf den Tourismus ausgelegte Geschäfte wie Souvenir- und Andenkengeschäfte. Auf dem Glockenberg befindet sich kleinteiliger Einzelhandel mit Kiosk, Bäcker und Friseur.

Medizinische Versorgung

Als Kurort verfügt Altenau über eine Kurklinik, die durch die AWO betrieben wird und auf Mutter-Kind-Kuren spezialisiert ist. Eine allgemeinmedizinische Arztpraxis, eine Physiotherapie, Heilpraktiker, sowie eine Apotheke sind in der Bergstadt vorhanden.

Datei:Altenau Touristinformation.jpg
Touristinformation Altenau

Öffentliche Einrichtungen

An öffentlichen Einrichtungen sind die Touristinformation, ein Kindergarten, ein Jugendraum und der kommunale Bauhof vorhanden. Auch die 1975 gegründete Kurbetriebsgesellschaft Oberharz, heute eine 100 %ige Tochter der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, hat ihren Hauptsitz in Altenau. Ziel und Zweck des Unternehmens ist die Unterhaltung und Stellung touristischer Infrastruktur innerhalb der Berg und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld sowie Sicherstellung des Kurortstatus Altenaus. Das Forstamt Clausthal (Niedersächsische Landesforsten) betreibt in Altenau eine Försterei.

Sicherheit

Datei:Feuerwehr Altenau.jpg
Feuerwehr Altenau

Für den abwehrenden Brandschutz und die technische Hilfeleistung ist die Freiwillige Feuerwehr Altenau zu nennen. Gegründet wurde die Wehr 1901, die Jugendabteilung gilt mit Gründungsjahr 1949 als zweitälteste ihrer Art in Deutschland. Die Feuerwehr Altenau ist als Stützpunktfeuerwehr eingestuft und deshalb mit einem erweiterten Löschzug, bestehend aus: Einsatzleitwagen, Tanklöschfahrzeug, Drehleiter, Löschgruppenfahrzeug und Gerätewagen ausgestattet. Die 45 aktiven Mitglieder fahren pro Jahr in etwa 50 Einsätze.

Des Weiteren verfügt Altenau über eine Polizeistation, die innerhalb der Polizeiinspektion Goslar eine Außenstelle des Polizeikommissariats Clausthal-Zellerfeld darstellt.

Wasser- und Energieversorgung

Die Stadtwerke Altenau versorgen die Stadt mit jährlich rund 130.000 m³<ref>Daten und Fakten – Stadtwerke Altenau GmbH. Abgerufen am 29. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Trinkwasser. Hierfür werden im Bereich von Altenau 23,5 Kilometer Versorgungsleitungen, zwei Speicheranlagen und mehrere Druckerhöhungsstationen betrieben. Im Bereich Torfhaus und der Bastesiedlung stehen drei Tiefenbrunnen mit Druckerhöhungsstation und Speicheranlagen zur Verfügung.<ref>Daten und Fakten – Stadtwerke Altenau GmbH. Abgerufen am 27. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Erdgas und Strom werden durch die Harz Energie gestellt, die am nördlichen Stadtrand auch ein Umspannwerk betreiben.

Verkehr

Durch Altenau führt die Bundesstraße 498, die von Goslar nach Osterode führt und Teil der Deutschen Alpen - Ostsee Ferienroute ist. Vom Marktplatz in Altenau führt eine etwa acht Kilometer lange und bis zu neun Prozent steile Landstraße, die „Steile Wand Straße“ nach Torfhaus, von der man Anschluss an die B 4 hat. Am Ortsausgang Richtung Okertalsperre zweigt von der B 498 die K 38 durch das Hellertal ab und führt in das neun Kilometer entfernte Clausthal-Zellerfeld.

Omnibusse der HarzBus fahren stündlich nach direkt nach Goslar<ref name="Bus" /> und Clausthal-Zellerfeld und von Altenau aus über Torfhaus nach Sankt Andreasberg.

Datei:Bahnhof Altenau (Oberharz).jpg
Ehemaliges Empfangsgebäude des ehemaligen Bahnhof Altenau

Bis 1976 war der Bahnhof Altenau der Endbahnhof der Innerstetalbahn, deren anderes Streckenende sich in Langelsheim befand. 1977 befuhr ein letzter Zug die Strecke. Aus Kostengründen wurde diese Strecke stillgelegt. Die Gleise wurden vollständig entfernt, die Trasse dient jetzt als Radweg und Langlauf-Loipe.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • August Breyel, (1886–1952) ehemaliger Bürgermeister und Stadtdirektor und seit 1951 Ehrenbürger.<ref>Homepage Clausthal-Zellerfeld (Hrsg.): August Breyel und seine Bergstadt Altenau.</ref>

Söhne und Töchter des Ortes

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Claus Oppermann (1589–1626), Münzmeister in Altenau
  • Caspar Calvör (1650–1725), Theologe, wirkte als Stadtrichter in Altenau.<ref>Königl.-Grossbrittannischer und Churfürstl.-Braunschweig-Lüneburgscher Staatskalender: auf das ... Jahr Christi, worin das Staats-Verzeichniss der königlichen Regierungen und übrigen hohen Civil- und Militair-Bedienten in den deutschen Ländern nebst einem genealogischen Verzeichniss aller durchlauchtigsten hohen Häuser in Europa befindlich. 1784. 1784 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 25. Mai 2021]).</ref>
  • Henning Calvör (1686–1766), Theologe, Lehrer und Gelehrter im Bereich der Bergbautechnik und Mechanik
  • Georg August Beermann (1782–1865), Hüttenmeister der Silberhütte, Münzmeister in Clausthal
  • Georg Schulze (1807–1866), Theologe, Germanist, Autor, Herausgeber und Dichter, er wirkte von 1842 bis 1863 als Pfarrer in Altenau
  • Johann Georg Stünkel, Hüttenschreiber an der Silberhütte
  • Johann Ernst Robert Engel (1857–1914), Bürgermeister und Abgeordneter des Provinziallandtages
  • Richard Meier (1888–1964), Volkskünstler
  • Karl Theodor Uhlisch (1891–1958), Komponist des Köhlerliesel
  • Heinz Hauser (1920–1996), Skispringer, lebte in Altenau<ref>Rolf Glaß: Kindheitsjahre in Altenau, Erinnerungen 1950er/1960er Jahre. 2023, S. 98.</ref>
  • Richard Reckewerth (1897–1970), Politiker (NSDAP), starb hier
  • Hans Joachim Müller-Eberhard (1927–1998), Immunologe, lebte Ende der 1940er Jahre mehrere Jahre in Altenau
  • Markus Gründel (* 1972), Geocacher und Autor, lebt in Altenau

Literatur

Weblinks

Commons: Altenau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="Bergkalender">

Einwohnerzahl. In: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender für das Jahr 1918. Pieper’sche Buchdruckerei, Clausthal-Zellerfeld 1917, S. 36 (Digitalisat auf Wikisource [abgerufen am 2. März 2020]).

</ref> <ref name="Bode">

Georg Bode: Urkundenbuch der Stadt Goslar 2. Nr. 535.

</ref> <ref name="Bus">

Regionalverband Großraum Braunschweig (Hrsg.): Linienbus fährt wieder durch das Okertal. (Digitalisat [abgerufen am 9. August 2018]).

</ref> <ref name="destatis">

Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 9. November 2019.

</ref> <ref name="destatis1973">

Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 56, Landkreis Goslar (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 9. November 2019]).

</ref> <ref name="destatis2014">

Gemeinden in Deutschland nach Fläche, Bevölkerung und Postleitzahl. (XLS; 4,8 MB) Siehe unter: Niedersachsen, Nr. 1437. In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 2014, abgerufen am 9. November 2019.

</ref>

<ref name="Gemeindeverzeichnis">

Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Zellerfeld. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. April 2023; abgerufen am 2. März 2020.

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">

Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956

</ref> <ref name="Gründung">

Friedrich Günther: Die Gründung der Bergstadt Altenau und ihr Bergbau. In: Harz-Zeitschrift. Band 31, 1979, S. 41.

</ref> <ref name="Jodlerwettstreit">Jodlerwettstreit zieht nach Altenau. In: Webseite Goslarsche Zeitung. 25. Oktober 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2019; abgerufen am 9. November 2019.</ref> <ref name="Neubildung">

Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Gesetz über die Neubildung der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, Landkreis Goslar. Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 21/2014. Hannover 22. Oktober 2014, S. 299, S. 13 (niedersachsen.de [PDF; 1,2 MB; abgerufen am 9. November 2019]).

</ref> <ref name="Ortsnamenforscher">

Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Dezember 2015; abgerufen am 2. August 2019.

</ref> <ref name="Rademacher">

Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de

</ref> <ref name="Satzung">

Satzung: Vorlage 5/2-1/2014 und Vorlage 3/40/2013.

</ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein