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Zottige Primel

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Zottige Primel
Datei:Primula villosa IMG 5596.jpg

Zottige Primel (Primula villosa)

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Primuloideae
Gattung: Primeln (Primula)
Art: Zottige Primel
Wissenschaftlicher Name
Primula villosa
Wulfen

Die Zottige Primel (Primula villosa) ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Primeln (Primula) innerhalb der Familie der Primelgewächse (Primulaceae) gehört.

Beschreibung

Datei:Primula villosa (Östliche Rotdrüsen-Primel) IMG 5399.jpg
Blattrosette und knospiger Blütenstand
Datei:Atlas de la flora alpine (Pl. 314) (6389255587).jpg
Illustration aus Atlas de la flora alpine, Tafel 314; mit unter- und oberirdischen Pflanzenteilen
Datei:Primula villosa Atlas Alpenflora.jpg
Illustration in Anton Hartinger: Atlas der Alpenflora, 1882

Vegetative Merkmale

Die Zottige Primel ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 15 Zentimetern. Stängel und Laubblätter sind dicht mit klebrigen, rotköpfigen und bis zu 1 Millimeter langen Drüsenhaaren bedeckt.

Alle Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Die einfache, fleischige Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 17 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 4 Zentimetern<ref name="Hegi1966" /> schmal- bis breit-eiförmig und gegen das obere Ende hin meistens schwach gezähnt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von April bis Juni. In einem endständigen, doldigen Blütenstand sitzen zwei bis fünf gestielte Blüten zusammen. Die Tragblätter sind grün oder häutig, breit-eiförmig und kürzer als die Blütenstiele. Die Blütenstiele sind 2 bis 7 Millimeter lang.<ref name="Hegi1966" />

Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf 3 bis 6,5 Millimeter langen Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Die fünf Kelchzähne sind kurz und dreieckig. Die Kronröhre ist 8 bis 12 Millimeter lang und damit zwei- bis dreimal so lang wie der Kelch. Die Krone weist einen Durchmesser von 15 bis 30 Millimeter auf und ist rosa- bis lilafarben mit einem weißen Schlund sowie ausgerandeten, trichterförmig ausgebreiteten Kronlappen.<ref name="Hegi1966" />

Die [Kapselfrucht] ist 5 bis 7 Millimeter lang.<ref name="Hegi1966" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 62 oder 64.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Das disjunkte Areal besteht aus den beiden weit auseinander liegende Gebieten, die Norischen Alpen und die Cottischen Alpen. Die Zottige Primel gedeiht überwiegend subalpinen Höhenstufe in Höhenlagen von 1500 bis 2200 Meter auf Felsen und steinigen Rasen über Silikat.<ref name="Hegi1966" /><ref name="Hegi1966" />

Taxonomie und Systematik

Die Erstveröffentlichung von Primula villosa erfolgte 1778 durch Franz Xaver von Wulfen in Nikolaus Joseph von Jacquins Flora Austriaca, Band 5, S. 41.<ref name="Tropicos" /> Ein Synonyme für Primula villosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Wulfen ist Primula cottia <templatestyles src="Person/styles.css" />Widmer.<ref name="Euro+Med" />

Nach Zhang und Kadereit gibt es die folgenden Unterarten<ref name="Zhang2004" />:

  • Primula villosa subsp. villosa: Die längsten Drüsenhaare auf der Oberseite der Blätter sind länger als 0,5 Millimeter.<ref name="Zhang2004" />
  • Primula villosa subsp. commutata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Schott) Widmer (Syn.: Primula commutata <templatestyles src="Person/styles.css" />Schott): Die Blätter sind bis 17 Zentimeter lang und bis 4 Zentimeter breit.<ref name="Zhang2004" />
  • Primula villosa subsp. irmingardis <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Kress: Die längsten Drüsenhaare der Blätter sind kürzer als 0,3 Millimeter. Diese Unterart ist nur von der Stubalpe in der Steiermark bekannt. Kress hat sie 1981 nach seiner Frau Irmingard Kress benannt.<ref name="Zhang2004" />
  • Primula villosa subsp. infecta <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Kress: Sie kommt nur in Italien bei Vercelli vor.<ref name="Zhang2004" />

Literatur

  • Gunter Steinbach (Hrsg.): Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.
  • Felix J. Widder: Umfang und Areal von Primula villosa. In: Jahrbuch des Vereins zum Schutze der Alpenpflanzen und -Tiere, Band 36, 1971, 74–109 (Vorlage:ZOBODAT).

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Primula villosa bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Primula villosa bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Hegi1966"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3, Verlag Carl Hanser, München 1966, S. 1771–1772. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Primulaceae.: Datenblatt Primula villosa In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Zhang2004"> Li-Bing Zhang, J. W. Kadereit: Classification of Primula sect. Auricula (Primulaceae) based on two molecular data sets (ITS, AFLPs), morphology and geographical distribution. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 146, Nr. 1, 2004, S. 1–26, doi:10.1111/j.1095-8339.2004.00301.x </ref> </references>

Weblinks

Commons: Zottige Primel (Primula villosa) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien