Deutsche Telekom
| Deutsche Telekom AG
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|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Deutsche Telekom 2022.svg | |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0005557508 |
| Gründung | 1. Januar 1995<ref>Aktiengesellschaften ins Handelsregister eingetragen. Januar – Dezember 1994: Die Postreform II im Bundestag. In: post-und-telekommunikation.de. Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte e. V., abgerufen am 28. März 2026 (zum Gründungsdatum siehe Ende des Artikels): „Deutsche Telekom AG unter HRB Nr. 6794“</ref> |
| Sitz | Bonn, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 198.079 (31. Dez. 2025)<ref name="GB2025">Geschäftsbericht 2025. Deutsche Telekom AG, abgerufen am 28. März 2026.</ref> |
| Umsatz | 119,1 Mrd. Euro (2025)<ref name="GB2025" /> |
| Branche | Telekommunikation |
| Website | telekom.com |
| Stand: 31. Dezember 2025 | |
Die Deutsche Telekom AG (Kurzform Telekom, DT oder DTAG) ist die Dachgesellschaft von Europas größtem Telekommunikationsunternehmen mit Hauptsitz in Bonn.<ref>Annual Economic Report 2015. (PDF; 3,5 MB) Connect Europe (formerly ETNO), Oktober 2015, abgerufen am 28. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Jonas Lohrmann: Neben Apple, Microsoft und Co: Telekom schafft es erstmals ganz weit nach vorn. In: GIGA. 20. Februar 2024, abgerufen am 28. März 2026.</ref> In der Liste der weltgrößten börsennotierten Unternehmen nach Umsatz belegt die Deutsche Telekom Platz 40,<ref name="forbes:0">The World’s Largest Public Companies. In: forbes.com. Forbes, abgerufen am 28. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Ranking Global 2000).</ref><ref name="forbes:1">F-Profile – Deutsche Telekom. Bonn, Germany. In: forbes.com. Forbes, abgerufen am 28. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> nach Umsatzzahlen ist sie das sechstgrößte Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand: 2025).<ref name="statista">Leading telecommunications companies worldwide 2025, by market capitalization. Technology & Telecommunications → Telecommunications. In: statista.com. Statista GmbH, abgerufen am 28. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Ranking der weltweit umsatzstärksten Unternehmen in Telekommunikation).</ref>
Die Telekom betreibt im Wesentlichen Fest- (VDSL, DSL und FTTH) und Mobilfunknetze (5G, 4G, 2G). Die darauf laufenden Dienste wie Internetzugang, Telefonie, das hauseigene Fernsehangebot MagentaTV, Smart Home und weitere IT-Dienstleistungen vertreibt sie an Privat- und Geschäftskunden sowie Wiederverkäufer.
Das Unternehmen ging nach der Privatisierung der Deutschen Bundespost (Postreform) aus deren Bereich für Telekommunikation und Fernmeldewesen hervor. Es ist heute in acht Bereiche gegliedert: Vorstandsvorsitzender, Finanzen, Personal & Recht, Deutschland (Telekom Deutschland), T-Systems, Europa (10 Länder), Technologie & Innovation sowie USA (T-Mobile US) & Group Development (Mobilfunktürme).
Geschichte
Die Deutsche Telekom AG in ihrer heutigen Form ist am 2. Januar 1995 mit dem Inkrafttreten der zweiten Postreform aus der früheren Deutschen Bundespost TELEKOM entstanden – zunächst mit dem Bund als alleinigem Aktionär.
Ära Sommer und Ricke (1995–2006)
Am 16. Mai 1995 wurde Ron Sommer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG. Zuvor war Helmut Ricke, langjähriger Vorstandsvorsitzender der DBP TELEKOM, im Dezember 1994 – angeblich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Postminister Wolfgang Bötsch über die Postreform – von seinem Amt zurückgetreten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rücktritt angeblich aus persönlichen Gründen. Telekom-Chef Helmut Ricke wirft resigniert das Handtuch ( vom 11. März 2007 im Internet Archive). Auf computerwoche.de, 16. Dezember 1994</ref>
Unter Ron Sommer erfolgte am 18. November 1996 der Börsengang der Telekom. In einer bis dahin beispiellosen Werbekampagne wurde der Begriff der T-Aktie geprägt. Der Erstausgabepreis betrug 28,50 DM (14,57 Euro). Das entsprach einem Erlös von 10,0 Mrd. Euro.
Mit dem Inkrafttreten des Telekommunikationsgesetzes im Januar 1998 fiel das im Fernmeldeanlagengesetz (FAG) der Telekom staatlich garantierte Monopol für den Telefondienst in Deutschland. Zur Herstellung von Chancengleichheit für Wettbewerber mit dem ehemaligen Monopolisten wurde die Regulierungsbehörde RegTP (später Bundesnetzagentur, BNetzA) gegründet. Zu ihren Befugnissen gehörte u. a. die Formulierung von Auflagen und die Prüfung und Genehmigung von Tarifänderungen – besonders der marktbeherrschenden Telekom. Ebenfalls aus wettbewerbsrechtlichen Gründen musste die Telekom auf Druck der EU-Kommission ihr deutschlandweites Breitbandkabel-Netz verkaufen.<ref>Deutsche Telekom: Die Qual der Wahl. Auf teltarif.de, 23. August 1999</ref>
Das Breitbandkabelnetz wurde in mehreren Teilen an unterschiedliche Investoren verkauft, nachdem es vorher in die folgenden neun Regionalgesellschaften ausgegliedert worden war: Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Berlin/Brandenburg, Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen, Bremen/Niedersachsen, Rheinland-Pfalz/Saarland sowie Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern. Dieser Prozess zog sich ab 1999 über mehrere Jahre hin, bis 2003 die letzten Anteile verkauft waren. Als erste Regionalgesellschaft wurde im Jahr 2000 die Kabel NRW GmbH an den US-amerikanischen Investor Callahan verkauft, der das Unternehmen 2001 in ish umbenannte. Ebenso im Jahr 2000 verkaufte die Telekom die hessische Regionalgesellschaft Hessen Kabel GmbH an britische Investoren, die sie als iesy weiterführten.<ref></ref>
Das Netz von Baden-Württemberg wurde 2000 als Kabel BW zu 55 % an Callahan verkauft. Im gleichen Jahr wurden die übrigen sechs Regionalgesellschaften als Kabel Deutschland an Investoren um Apax Partners, Providence Equity Partners und Goldman Sachs Capital Partners veräußert. 2005 wurde iesy von ish übernommen und 2007 zu Unitymedia als einheitliche Marke gebündelt, welche schließlich 2007 von der britischen Liberty Global aufgekauft wurde. Liberty Global, deren Kaufinteresse an allen neun Regionalgesellschaften der Telekom im Jahr 2000 vom Bundeskartellamt blockiert worden war, erwarb schließlich 2011 Kabel BW. Seither bilden die Unitymedia GmbH (nur in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen aktiv) und die Vodafone Kabel Deutschland GmbH (in allen 13 Bundesländern aktiv, in denen Unitymedia Kabel BW nicht tätig ist) die beiden größten Kabelnetzbetreiber in Deutschland.
Die Ausgründung einzelner Geschäftsfelder der Telekom (u. a. DeTeMobil – dann Telekom Mobilfunk – und Online Pro Dienste GmbH – später T-Online) mündete Ende der 1990er-Jahre schließlich in Ron Sommers Vier-Säulen-Strategie (T-Com, T-Mobile, T-Online und T-Systems) mit dem erklärten Ziel, jede der vier Töchter als eigenständige AG an die Börse zu bringen.<ref name="Schwemmle:0">Michael Schwemmle: Von der staatlichen Fernmeldebehörde zum globalen Konzern: Die Transformation der Deutschen Telekom 1995–2005. (PDF; 133 kB) In: input-consulting.com. 9. Oktober 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. März 2016; abgerufen am 28. März 2026.</ref> Umgesetzt wurde das jedoch nur für T-Online (17. April 2000, Stückpreis 27 €, Erlös 2,7 Mrd. €).
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In Sommers Amtszeit fiel auch die Ersteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen im Juli/August 2000 durch T-Mobile für 16,58 Mrd. DM (8,48 Mrd. Euro)<ref>Vgl. UMTS – Wikipedia</ref> und der im Mai 2001 vollzogene Kauf der US-amerikanischen Mobilfunkunternehmen VoiceStream und Powertel für ca. 39,4 Mrd. Euro (inkl. übernommener Schulden).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschäftsbericht der Telekom AG 2001 ( vom 22. Oktober 2007 im Internet Archive; PDF; 2,3 MB), S. 131, bei download-telekom.de</ref> Wegen des hohen Preises und der damit verbundenen hohen Schuldenlast des Konzerns wurde insbesondere das VoiceStream-Engagement öffentlich stark kritisiert. 2005 galt die mittlerweile in T-Mobile USA umbenannte Mobilfunksparte jedoch als sehr erfolgreich und profitabel.<ref name="Schwemmle:1">Michael Schwemmle: Von der staatlichen Fernmeldebehörde zum globalen Konzern: Die Transformation der Deutschen Telekom 1995–2005. (PDF; 133 kB) In: input-consulting.com. 9. Oktober 2005, S. 11, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. März 2016; abgerufen am 28. März 2026.</ref> Anfang 2001 führte eine Wertberichtigung von Immobilienwerten um 2,2 Milliarden Euro in der Bilanz für 2000 zu einer Klagewelle von Privataktionären, die sich betrogen fühlten.<ref>Annette Reisinger: T-Aktionäre machen sich weiter Hoffnung. ZDNet, 15. Juni 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. April 2021; abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Ron Sommer trat am 16. Juli 2002 vom Amt des Vorstandsvorsitzenden zurück.<ref>heise online: Telekom-Chef Ron Sommer zurückgetreten [Update]. Abgerufen am 28. März 2026.</ref> Die Bundesregierung als Hauptanteilseignerin hatte Sommer nach massiven Kursverlusten infolge der Börsenkrise ab 2001 sowie der inzwischen hohen Konzernverschuldung zum Rücktritt gedrängt.
Interimschef wurde Helmut Sihler.<ref>heise online: Helmut Sihler neuer Telekom-Chef. Abgerufen am 28. März 2026.</ref> Unter Sihler wurde im Oktober 2002 bekannt, dass insgesamt 50.000 Stellen im Konzern abgebaut werden sollen.<ref>Sihler: Es bleibt bei Abbau von mehr als 50 000 Telekom-Stellen. Abgerufen am 28. März 2026.</ref> Am 15. November 2002 übernahm Kai-Uwe Ricke, Sohn des einstigen DBP-TELEKOM-Chefs Helmut Ricke, den Telekom-Vorstandsvorsitz von Sihler.<ref>Konstanze Walther: - Kai-Uwe Ricke. Abgerufen am 28. März 2026.</ref> Er vollendete im Oktober 2003 mit der Umbenennung der konzerneigenen Personal-Service-Agentur in Vivento den schon zuvor begonnenen Plan, Mitarbeiter, deren Stellen abgebaut werden, in eine Beschäftigungsgesellschaft zu versetzen.
Der Schwerpunkt von Rickes Geschäftsführung lag zunächst auf dem Abbau mit-privatisierter hoher Schulden. Im April 2005 revidierte er Sommers Vier-Säulen-Strategie, indem er die erst 4½ Jahre zuvor hochpreisig an die Börse gebrachten 20,4-%-Anteile der T-Online wieder günstig zurückkaufte. So sollte die konzerninterne Konkurrenz zwischen T-Online und den DSL-Anschlüssen der T-Com verringert und der Konzern besser an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet werden. Eine Klage von zwangsweise enteigneten Kleinaktionären gegen die zu geringen Abfindungsangebote bei einer Re-Verschmelzung scheiterte im Juni 2006.
Im November 2005 teilte die Telekom mit, dass in den folgenden drei Jahren erneut 32.000 Beschäftigte das Unternehmen verlassen sollten. Im April 2006 verkaufte die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Anteil von 4,5 % an der Telekom für 2,7 Milliarden Euro an die New Yorker Private Equity Blackstone Group.<ref>Von der „Heuschrecke“ zum willkommenen Telekom-Investor, heise newsticker, 25. April 2006</ref> Rickes Rücktritt vom Vorstandsvorsitz am 12. November 2006 wurde auf den (vom Bund erwünschten) Einfluss von Blackstone zurückgeführt. Neben dem augenscheinlich schlechten Aktienkurs, welcher ab 2008 weiter erheblich fiel, wurde ihm auch zu zaghaftes Handeln angesichts eines dramatischen Kundenverlustes beim Festnetz vorgeworfen.
Ära Obermann und Höttges (2006–Gegenwart)
Als neuer Telekom-Vorstandsvorsitzender trat am 13. November 2006 René Obermann an.<ref>Neuer Telekom-Chef Obermann: Härtetest für den "Bulldozer". Der Spiegel, 13. November 2006, abgerufen am 28. März 2026.</ref> Als Schwerpunkte kündigte er die Verbesserung des Service und eine stärkere Verzahnung der Sparten Festnetz und Mobilfunk an. Sein Sanierungsplan führte im Frühjahr 2007 zu einem massiven Tarifkonflikt, in dessen Folge über 50.000 Mitarbeiter ab dem 1. Juli 2007 in drei eigenständige Servicegesellschaften unter der Dachmarke T-Service ausgegliedert wurden.<ref>Konzernstrategie. (PDF; 2,6 MB) Geschäftsbericht 2007. In: telekom.com. Deutsche Telekom AG, S. 57, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Januar 2017; abgerufen am 28. März 2026.</ref><ref name="hb">Telekom darf im großen Stil ausgliedern. In: Handelsblatt online. 28. Februar 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Januar 2017; abgerufen am 28. März 2026.</ref>
In Ergänzung des Sanierungsplanes vollzog Obermann im selben Monat die Einführung eines Billigablegers unter dem Namen congster (heute congstar)<ref name="Congstar">Preis-Offensive: Telekom startet Mitte Juli mit Billig-Ableger. In: Die Welt. 4. Juli 2007, ISSN 0173-8437 (welt.de [abgerufen am 28. März 2026]).</ref> und strebte den Vertrieb des iPhones an,<ref name="T-Mobile verkauft iPhoner">Exklusiv-Vertrieb: T-Mobile verkauft iPhone angeblich für 450 Euro. In: Die Welt. 3. Juli 2007, ISSN 0173-8437 (welt.de [abgerufen am 28. März 2026]).</ref> um die Marke Telekom neu zu positionieren.
Seit Mai 2008 ermittelte die Staatsanwaltschaft Bonn im Fall der Telekom-Überwachungsaffäre. Die Staatsanwaltschaft hatte in diesem Zusammenhang Ermittlungen gegen acht leitende Mitarbeiter und Aufsichtsratsmitglieder der Deutschen Telekom eingeleitet. Den Beschuldigten wurde unter anderem die Bespitzelung von Journalisten, Aufsichtsräten der Arbeitnehmerseite, Betriebsräten und weiteren Telekom-Mitarbeitern sowie des Vizeaufsichtsratschefs der Deutschen Post AG während der Amtszeit Rickes vorgeworfen.
Die US-amerikanische Telekommunikationsgewerkschaft Communications Workers of America und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gründeten im April 2008 eine internationale Gewerkschaft für T-Mobile Beschäftigte gegründet, die T-Mobile Workers Union.
Im Oktober 2008 rückte die Telekom des Weiteren in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, als sie nach einem Spiegel-Artikel einräumte,<ref>Hans-Peter Siebenhaar: Befreiungsschlag von Telekom-Chef Obermann geht ins Leere: Neues Sicherheitsleck bei der Telekom. In: Handelsblatt online. 13. Oktober 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Februar 2013; abgerufen am 28. März 2026.</ref> dass ca. 30 Millionen Kundendaten der Mobilfunktochter T-Mobile über das Internet abgerufen und manipuliert werden konnten. In diesem Zusammenhang ermittelten zwei Staatsanwaltschaften wegen des Datendiebstahls von 17 Millionen Kundendaten.<ref>Der Telekom-Code. In: stern.de. 9. Oktober 2008, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Am 1. April 2010 wurde die Auflösung der T-Mobile Deutschland GmbH und der Konzernschwester T-Home durch den Start der neuen Telekom Deutschland GmbH endgültig vollzogen. Diese Zusammenlegung ging auf den Plan zur One Company zurück, der von Obermann zielstrebig umgesetzt wurde. Damit wurden die Produkte rund um Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV aus einer Hand angeboten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />archivierte Kopie ( vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive) auf telekom.com</ref>
Im Frühjahr 2010 führte die Deutsche Telekom eine Frauenquote von 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen in dem Unternehmen ein, die bis 2015 umgesetzt sein sollte.<ref>Gleichberechtigung: Frauenquote bei der Telekom. In: manager-magazin.de. 15. März 2010, abgerufen am 28. März 2026.</ref> Die ersten beiden Frauen wurden im Juli 2011 vom Aufsichtsrat in den Vorstand berufen. Seit Oktober 2011 war Claudia Nemat als Vorstand für die Region Europa tätig. Die ehemalige baden-württembergische Bildungsministerin Marion Schick war von 2012 bis 2014 Personalchefin.<ref>heise online: Telekom beruft Frauen in den Vorstand. 5. Juli 2011, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
2011 scheiterte ein avisierter Verkauf der US-Mobilfunktochter T-Mobile USA an den amerikanischen Telekommunikationskonzern AT&T wegen umfassender Widerstände von US-Wettbewerbsbehörden.<ref>Deutsche Telekom: Medieninformation: AT&T und Deutsche Telekom lösen Vereinbarung für Verkauf der T-Mobile USA auf vom 20. Dezember 2011</ref>
Am 20. Dezember 2012 gab Obermann bekannt, dass er Ende 2013 von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender zurücktreten werde. Nachfolger Obermanns wurde zum 1. Januar 2014 Timotheus Höttges, der bisherige Finanzvorstand der Deutschen Telekom AG.<ref>n-tv Nachrichten: Obermann geht – Höttges kommt. 20. Dezember 2012, abgerufen am 28. März 2026.</ref> Am 7. April 2022 übernahm der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post Frank Appel den Aufsichtsratsvorsitz von Ulrich Lehner, welcher nicht mehr zur Wiederwahl stand. Er wurde bis 2026 in dieses Amt gewählt.<ref>Deutsche Telekom AG: Aufsichtsrat. In: telekom.com. Abgerufen am 28. März 2026.</ref> Der Konzern hat am 27. Januar 2025 bekanntgegeben, dass der Aufsichtsrat Höttges bis Ende 2026 laufenden Vertrag bis Ende 2028 vorzeitig verlängert hat.<ref>Deutsche Telekom AG: Vorstand: Deutsche Telekom setzt auf Kontinuität und frischen Wind. 27. Januar 2025, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Im Juli 2025 wurde eine Partnerschaft zwischen der Telekom und Nvidia verkündet, um gemeinsam eine industrielle KI-Cloud zu entwickeln. Zu der Zusammenarbeit gehört auch die Errichtung eines Rechenzentrums in München, wobei das Investitionsvolumen auf eine Milliarde Euro geschätzt wird.<ref>Paula Breukel: Telekom und Nvidia planen milliardenschweres Rechenzentrum in München. 30. Oktober 2025, abgerufen am 10. April 2026.</ref>
Auswahl von ehemaligen Einheiten
- Scout-Gruppe, München: 2004 von der Beisheim Holding erworben, gab die Deutsche Telekom 2011 den Jobbörsenbetreiber JobScout24 an CareerBuilder, im Jahr 2013 die übrigen Bereiche (heute Scout24 AG) an die Private-Equity-Gesellschaft Hellman & Friedman ab.
- Strato, Berlin: Mit ca. 500 Mitarbeitern und ca. 20 Mio. betreuter Domains der zweitgrößte europäische Webhosting-Anbieter. Der Verkauf für 600 Mio. Euro an die United Internet AG erfolgte nach Freigabe durch die Kartellbehörden zum 1. April 2017.<ref>STRATO Redaktion: STRATO gehört jetzt zu United Internet – sonst ändert sich nichts. Strato AG, 3. April 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. April 2017; abgerufen am 28. März 2026.</ref>
- DeTeMedien und Tochtergesellschaften wie die solute GmbH mit billiger.de. Der Verkauf erfolgte am 14. Juni 2017 an ein Konsortium aus verschiedenen Verlagen.
- T-Mobile UK, Hatfield: Verschmolz am 1. April 2010 mit Orange SA im Joint-Venture Everything Everywhere Ltd. Mit Wirksamkeit zum 15. Januar 2016 wurden sämtliche Geschäftsanteile an die BT Group verkauft. Das Unternehmen heißt seither EE Limited. Da der Kaufpreis überwiegend in Aktien gezahlt wurde, ist die Deutsche Telekom seither mit etwa 12 % an BT Group beteiligt.
- Telekom Albania, Albanien: 2019 verkauft an den Mehrheitsaktionär der bulgarischen Viacom und einen albanischen Investor.
- T-Mobile Netherlands, Niederlande: 2019 für 5,1 Mrd. Euro an Apax Partners and Warburg Pincus verkauft.<ref>T-Mobile Netherlands sells for over €5 billion. (telecoms.com [abgerufen am 10. April 2026]).</ref>
- Die ERP-Sparte der Deutsche Telekom IT GmbH: Am 1. November 2022 von Accenture erworben. Es waren rund 1000 Mitarbeiter betroffen. Im Gegenzug gab es einen Vertrag über eine mehrjährige Zusammenarbeit.<ref name="ERP@Motion">Telekom verkauft Teile der IT, Pressemitteilung der Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center vom 20. Juli 2021</ref>
Unternehmen
Wesentliche Kennzahlen zum Unternehmenskonzern:<ref>Continental Umsatz, Kennzahlen, Bilanz/GuV. Abgerufen am 28. März 2026.</ref>
| Jahr | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz (in Mio. Euro) | 74.947 | 75.656 | 80.531 | 100.999 | 108.794 | 114.197 | 111.970 | 115.769 | 119.103 |
| Ergebnis vor Steuern (in Mio. Euro) | 4.918 | 5.682 | 7.173 | 8.689 | 8.020 | 11.501 | 14.734 | 20.424 | 13.088 |
| Bilanzsumme (in Mio. Euro) | 149.132 | 154.387 | 184.542 | 282.306 | 299.471 | 321.030 | 313.442 | 328.294 | 289.845 |
| Eigenkapital (in Mio. Euro) | 42.470 | 43.437 | 46.231 | 72.550 | 81.469 | 87.320 | 91.237 | 98.640 | 92.179 |
| Dividende je Aktie | 0,65 | 0,70 | 0,60 | 0,60 | 0,64 | 0,70 | 0,77 | 0,90 | 1,00 |
| Anzahl Mitarbeiter | 217.349 | 215.675 | 210.533 | 226.291 | 216.528 | 206.759 | 199.652 | 198.194 | 196.532 |
Aktionärsstruktur
(Stand: 31. Dezember 2025):<ref name="GB2025" />
Die Bundesrepublik Deutschland ist durch direkte sowie indirekte (durch die KfW) Beteiligungen der größte Aktionär der Telekom.
| Anteilseigner | Anteil |
|---|---|
| Kreditanstalt für Wiederaufbau | 14,2 % |
| Bundesrepublik Deutschland | 14,1 % |
| Institutionelle Anleger | 54,5 % |
| Privatanlegende | 17,2 % |
| Gesamt | 100,00 % |
Aktie
Die Aktien des Unternehmens (WKN 555750, ISIN DE0005557508) werden von der Deutschen Börse unter dem Kürzel DTE notiert und sind Bestandteil des DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse. Wegen ihrer konstant überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite ist die T-Aktie seit September 2005 auch im DivDax vertreten.<ref>Aktienindizes: DivDax mit neuem Gesicht. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. September 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. April 2023; abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Bei der Gründung der AG am 2. Januar 1995 war die Aktie nicht börsennotiert. Der Börsengang erfolgte am 18. November 1996. Im Zuge des damaligen Internet-Booms investierten viele Privatpersonen in die „T-Aktie“, die schon bei ihrer Einführung als Volksaktie bezeichnet wurde. Vom im Bookbuilding-Verfahren ermittelten Ausgabekurs von 14,57 Euro stieg der Wert bis auf 104,90 Euro (6. März 2000) an, um dann aber wieder zeitweise unter den Ausgabekurs zu rutschen. Die Bundesrepublik Deutschland hält direkt rund 14,5 Prozent und indirekt über die KfW weitere 17,5 Prozent der Aktien.<ref>Unternehmensangaben der Deutschen Börse, abgerufen am 5. April 2024.</ref> Rund 68 Prozent befinden sich im Streubesitz.
Im Oktober 2006 wurde bekannt, dass der russische Mischkonzern Sistema Großaktionär bei der DTAG werden wollte.<ref>Kaufinteresse: Russen liebäugeln mit Deutscher Telekom. In: Spiegel Online. 31. Oktober 2006 (spiegel.de [abgerufen am 28. März 2026]).</ref> Im Gegenzug sollte von Sistema die russische Telekommunikationssparte, zu der auch Russlands größtes Mobilfunkunternehmen MTS (knapp 60 Mio. Kunden, ehemalige Minderheitsbeteiligung der DTAG) als Mehrheitsbeteiligung (50,6 %) gehört, in den Konzern eingebracht werden. Beraten wurde Sistema unter anderem von Ron Sommer, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der DTAG. Der Einstieg wurde aber wegen Sicherheitsbedenken durch die Bundesregierung abgeblockt.<ref>capital.de, capital.de, aufgerufen am 6. Juli 2011</ref>
Unternehmensauftritt
Farbcode: #E20074
Das Erscheinungsbild der Deutschen Telekom wird geprägt durch das in der Konzernfarbe „Tele(kom)magenta“ (RAL 4010)<ref>Farbrausch trifft RAL 4010. Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, 20. November 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Februar 2015; abgerufen am 28. März 2026.</ref> geschriebene „T“, das durch mehrere Punkte, in der Markensprache der Telekom als Digits bezeichnet, eingeschlossen wird. Die Telekom führte mehrere Prozesse, auch bis vor den Bundesgerichtshof, in denen es um die Schutzwürdigkeit der Farbe Magenta und des Buchstabens T ging. So wurden von der DENIC auch Domainnamen wie T-Wurst.de und T-Beutel.de für die Deutsche Telekom registriert.<ref>WebWhois. DENIC eG, 1. September 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. September 2009; abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Entsprechend wurden Produkte der Tochterunternehmen auch mit dem Buchstaben T versehen und mit Digits geschrieben. Typische Beispiele für diese Kunstbegriffe waren T-NetBox und T-DSL. In der aktuellen Ausrichtung der Markenstrategie wird das „T“ Zug um Zug aus den Produktbezeichnungen entfernt. Das Symbol wurde von der Deutschen Bundespost übernommen, die als Zeichen für den Geschäftsbereich TELEKOM, ein ähnliches Symbol verwendete. Es bestand aus dem Wort „TELEKOM“, das seit den 1980er Jahren (und der Einführung telefonnetzbasierter Kommunikationsdienste wie BTX) für den Fernmeldedienst der Deutschen Bundespost verwendet wurde, mit grauen Quadraten zwischen den Buchstaben und dem Posthorn. Die Farbe hat sich seit damals nicht geändert. Allgemeine Hausschrift war lange Zeit eine modifizierte ITC Century Book, die TeleAntiqua. Mittlerweile wurde sie von der serifenlosen Schrift TeleGrotesk bzw. (seit Ende 2020) von der TeleNeo<ref>Deutsche Telekom AG: Telekom macht Marke fit für die Zukunft. In: telekom.com. Abgerufen am 28. März 2026.</ref> abgelöst.
Im Frühjahr 2023 rückte die Telekom im Ranking der weltweit erfolgreichsten Marken von Brand Finance Global 500 auf Platz 11 auf und gilt damit auch als wertvollste Marke für Deutschland im internationalen Vergleich.<ref>teltarif.de: Erfolgreich: Marke "Telekom" rückt weltweit auf Rang 11 vor; abgerufen am 19. Januar 2023</ref>
Konzernstruktur
- Gliederung bis 2004
Die Deutsche Telekom gliederte sich bis Ende 2004 in vier Hauptgeschäftsbereiche (die „4 Säulen“), die jeweils einen eigenen Vorstand hatten und weitgehend autonom agierten. Es handelte sich im Einzelnen um:
- T-Com, die Festnetzsparte. Sie bot Sprachtelefonie über das analoge Telefonnetz (ehemalige Markenbezeichnung: T-Net) und das digitale Telefonnetz (ISDN) und Datendienste über DSL und das Hochleistungsinternetbackbone auf Glasfaserbasis (siehe Backbone) mit insgesamt 39 Mio. Telefonkanälen (2004: davon 2 Mio. an Wettbewerber vermietet).
- T-Mobile, die Mobilfunksparte. Sie bot mobile Sprach- und Datendienste über ihr GSM-Netz an (seit Ende 2007 flächendeckend EDGE), ebenso über ihr UMTS-Netz.
- T-Online, die Internetsparte. T-Online bot als Internetdienstanbieter Zugang zum Internet über Analogmodem, ISDN und DSL an. Eine neue Einnahmequelle sollte im sogenannten Non-Access-Geschäft durch Anbieten von bezahlpflichtigen Inhalten erschlossen werden.
- T-Systems, das Systemhaus (aus ehemals debis Systemhaus und diversen Teilbereichen der Deutschen Telekom – zum Beispiel T-Nova, DeTeCSM, DeTeSystem etc.). T-Systems übernimmt die Betreuung der Großkunden der Telekom und realisiert Projekte. Weiterhin ist dort die konzernweite Forschung & Entwicklung (F&E) angesiedelt.
- Gliederung ab 2005
Ab Anfang 2005 entstanden aus den „vier Säulen“ der Telekom drei strategische Geschäftsfelder. Die Säulen „T-Com“ und „T-Online“ wurden unter der Marke T-Com zum strategischen Geschäftsfeld Breitband/Festnetz zusammengeführt.<ref>Ricke (Deutsche Telekom): T-Com soll Umsätze stabil halten – FTD. In: finanznachrichten.de. 27. Dezember 2004, abgerufen am 28. März 2026.</ref> Bis zum 6. Juni 2006 war die T-Online International AG noch ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen. Nach der Genehmigung durch den Bundesgerichtshof wurde am 6. Juni 2006 die Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom AG in das Handelsregister eingetragen. Durch die Umstrukturierung soll dem Privatkunden die Bereitstellung von Telefon und Internet erleichtert werden, da diese beiden Produkte nun aus einer Hand angeboten werden können.
T-Mobile bildete weiterhin das Geschäftsfeld Mobilfunk und T-Systems war zuständig für die Geschäftskunden, was zur Folge hatte, dass die Geschäftskundenniederlassungen von T-Com zu T-Systems wechselten. Im Jahr 2005 wurden die beiden Tochtergesellschaften DeTeLine und T-Data, die bereits 2003 zur „Deutsche Telekom Network Projects and Services GmbH“ fusionierten, ebenfalls in die T-Systems integriert.
Neben den strategischen Geschäftsfeldern verblieben unter dem Dach der Deutschen Telekom AG verschiedene Geschäftseinheiten, die als sogenannte „shared services“ zentrale Funktionen übernehmen. Dazu gehören u. a. das Personalwesen, Telekom Training (Berufsausbildung und Weiterbildung), die Commundo Tagungshotels, die F&E-Einheit T-Labs sowie die konzerneigene Personal-Service-Agentur Vivento. An die Querschnittsbereiche angeschlossen sind auch einzelne Tochtergesellschaften wie DeTe Immobilien und DeTe Medien, Deutsche Funkturm. DeTe Immobilien wurde 2008 an den österreichischen Baukonzern Strabag verkauft.<ref>DeTe-Immobilien: Telekom verkauft Tochterfirma an Österreicher. In: Spiegel Online. 23. Juli 2008 (spiegel.de [abgerufen am 28. März 2026]).</ref>
- Gliederung ab 2007
Im Mai 2007 wurde das Kerngeschäft erneut umstrukturiert und auf die beiden Marken „T-Home“ und „T-Mobile“ konzentriert. Anfang Juli 2007 verschmolzen T-Com und T-Online zu T-Home, wobei die Marke T-Online aber weiterhin für das Internetportal (nicht jedoch für das Internet-Zugangsgeschäft) des Konzerns genutzt wird.
Mitte Juli 2007 wurde die bereits bestehende Zweitmarke congster, unter der günstige DSL-Internetzugänge vermarktet worden waren, in congstar umgewandelt. congstar bietet auch Mobilfunkdienstleistungen an und steht damit in direktem Wettbewerb sowohl zu T-Home als auch zu T-Mobile. Künftig sollte nicht mehr der technische Aspekt für die Zuordnung zu den Geschäftsbereichen entscheidend sein. Unter den Produktmarken T-Home und congstar sollten alle Privatkundenangebote für zu Hause gebündelt werden. Einzelne Produkte wie T-DSL wurden nicht mehr als separate Marke (mit vorangestelltem „T-“) beworben. Für System- und Großkunden ist weiterhin T-Systems zuständig.
- Gliederung ab 2010
Die Telekom Deutschland GmbH ging aus der Geschäftseinheit T-Home und der ehemaligen T-Mobile Deutschland GmbH hervor. Die Geschäftseinheit T-Home wurde am 30. März 2010 von der Deutschen Telekom AG ausgegliedert und an die Tochtergesellschaft T-Mobile Deutschland GmbH übertragen, die seit 1. April 2010 unter Telekom Deutschland GmbH firmiert. Die Telekom Deutschland GmbH bietet nun die Dienstleistungen der Marken T-Home und T-Mobile „aus einer Hand“ an und bündelt nun alle Privat- und Geschäftskundengeschäfte in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Internet und IPTV. Die Marken T-Mobile und T-Home sind nahezu komplett vom deutschen Markt verschwunden.
T-Systems blieb von der Neuausrichtung des Konzerns unberührt. Damit hat die Telekom aus drei Kernsäulen zwei gemacht und investiert laut Pressemitteilung vermehrt in Online-Dienste und neue Wachstumsfelder.<ref>telekom.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Alles aus einer Hand. ( vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive)</ref>
Tochtergesellschaften und Beteiligungen
Die Deutsche Telekom AG hat Tochtergesellschaften und Beteiligungen auf fünf Kontinenten.<ref>Hier eine aktuelle Auflistung der Beteiligungen: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutsche Telekom weltweit. ( vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive)</ref>
Telekom Deutschland
Die Telekom Deutschland GmbH bündelt das Geschäft mit Privatkunden sowie kleinen und mittleren Geschäftskunden in Deutschland auf den Gebieten Mobilfunk, Festnetz, Internet und IPTV. In ihr ging am 1. April 2010 durch Umfirmierung und Eingliederung der Geschäftseinheit für Festnetz T-Home der Deutschen Telekom AG und die T-Mobile Deutschland GmbH auf.
Telekom Europa
Zum operativen Segment Europa zählen folgende Mobilfunk- und Festnetzanbieter:<ref>Deutsche Telekom: Standorte und Beteiligungen im Überblick, abgerufen am 12. November 2017</ref>
- Hrvatski Telekom – Kroatien
- HT ERONET (HT Mostar) – Bosnien und Herzegowina
- Crnogorski Telekom – Montenegro
- Magenta Telekom – Österreich
- Magyar Telekom – Ungarn
- Makedonski Telekom und T-Mobile Macedonia – Nordmazedonien
- Novatel – Bulgarien
- Novatel – Ukraine
- OTE (Hellenic Telecommunications Organization S.A.) – Griechenland
- Cosmote (Cosmote Mobile Telecommunications S.A.) – Griechenland
- Telekom Romania (Telekom Romania Mobile Communications S.A.) – Rumänien
- Slovak Telekom – Slowakei
- T-Mobile Czech Republic – Tschechien
- T-Mobile Polska – Polen
Zum österreichischen Telekommunikationsunternehmen Telekom Austria AG besteht keine Verbindung.
T-Mobile US
Die T-Mobile US Inc. ist für das Mobilfunkgeschäft in den Vereinigten Staaten zuständig. Das Unternehmen entstand 2001 durch die Übernahme von VoiceStream.
T-Systems
Die T-Systems International GmbH verkauft Produkte und Dienstleistungen an mittlere bis sehr große Geschäftskunden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermarktung komplexer Dienstleistungen und Branchenlösungen.
Deutsche Telekom IT
Die Deutsche Telekom IT GmbH ist der interne IT-Dienstleister des Konzerns. Sie entstand im April 2017 durch Übergang des bis dahin zur T-Systems International zählenden Geschäftsbereichs in ein neues Unternehmen.<ref>Johannes Klostermeier: Peter Leukert wird Telekom-CIO. In: CIO. 5. Dezember 2016, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
| Deutsche Telekom | |
|---|---|
| Autonomes System | 3320 |
| Geografischer Geltungsbereich | Global |
| Traffic Levels | 10+ Terabit/s |
| Website | https://globalcarrier.telekom.com/ |
Deutsche Telekom Global Carrier
Deutsche Telekom Global Carrier (ehemalig Deutsche Telekom International Carrier Sales and Solutions oder ICSS) ist die internationale Wholesale-Sparte der Deutschen Telekom und betreibt ein globales Internet-Backbone-Tier-1-Netzwerk.<ref>Welcome to Deutsche Telekom Global Carrier. In: globalcarrier.telekom.com. Abgerufen am 28. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Deutsche Telekom Capital Partners
Bereits die T-Venture Holding GmbH zählte bei ihrer Gründung im Jahr 1997 zu den größten Corporate-Venture-Capital-Gesellschaften in Europa. Sie beteiligte sich an neuen Gesellschaften, die Synergien zu T-Home, T-Mobile oder T-Systems aufwiesen und Wachstumspotenzial versprachen. Zum Ende des Jahres 2014 wurde der T-Venture-Fonds für neue Investitionen geschlossen<ref>Alex Hofmann: DT Capital Partners: Telekom startet neuen 500-Millionen-Fonds für Startups. In: businessinsider.de. Business Insider, Axel Springer SE, 11. November 2014, abgerufen am 28. März 2026.</ref> und die Holding durch Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) ersetzt. Deutsche Telekom Capital Partners führt die Aufgaben fort und war Anfang 2015 mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro ausgestattet.<ref>Telekom-Tochter T-Systems muss sich neu erfinden. The Wall Street Journal (deutsche Ausgabe), 10. Oktober 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Oktober 2014; abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Deutsche Funkturm
Die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) wurde 2002 gegründet. Sie ist zuständig für Planung, Errichtung, Umbau, Betrieb und Vermarktung von Antennenträgern- und Technikflächen an Turm-, Mast- und Dach-Standorten. Seit 2023 hält die DT nur noch 49 % der Anteile des Unternehmens.<ref>DFMG: Neue Eigentümer für Deutsche Funkturm. In: dfmg.de. DFMG, 1. Februar 2023, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Deutsche Telekom Assekuranz
Die Deutsche Telekom Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mbH ist der interne Versicherungsmakler im Konzern Deutsche Telekom. Seit Gründung im Oktober 1994 umfasst das Angebot individuelle Versicherungslösungen für konzerneigene wie auch konzernfremde Firmen und Privatpersonen.
Telekom MobilitySolutions
Die Telekom MobilitySolutions (DeTeFleetServices GmbH) betreut herstellerneutral den Fuhrpark der Deutsche-Telekom-Gruppe sowie weiterer gewerblicher Kunden.<ref>Telekom MobilitySolutions: Internetauftritt der Telekom MobilitySolutions. Abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Glasfaser-Unternehmen
Im Januar 2020 haben die Deutsche Telekom und die EWE die Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG gegründet, um den Glasfaserausbau im Nordwesten Deutschlands voranzutreiben.<ref>Johannes Maisack: Glasfaser Nordwest startet durch. Deutsche Telekom AG, 15. Januar 2020, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Im November 2020 haben die Deutsche Telekom und der australische Infrastrukturfonds Industry Funds Management (IFM Global Infrastructure Fund) das Gemeinschaftsunternehmen GlasfaserPlus GmbH mit Sitz in Köln gegründet. Das Unternehmen steht im direkten Mitbewerb mit der Deutsche Glasfaser und baut deutschlandweit Glasfaserleitungen inklusive -anschlüsse auf.<ref>Henning Gajek: Netzausbau: Deutsche Glasfaser patzt, GlasfaserPlus baut. 18. Februar 2025, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Deutsche Telekom MMS
Das Unternehmen wurde 1995 unter dem Namen Multimedia Software GmbH Dresden gegründet. Nach diversen Umfirmierungen gehört das Unternehmen wieder der Deutschen Telekom und versteht sich als Dienstleister, der als Begleiter von Großkonzernen und mittelständischen Unternehmen bei der digitalen Transformation fungiert. Das Unternehmen beschäftigt über 2000 Mitarbeiter und betreibt mehrere Standorte in Deutschland.<ref>Unsere Standorte. Abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Kooperationen und Partnerschaften
Bereits seit einiger Zeit arbeitet die Deutsche Telekom AG mit den Livestreaming-Anbietern Sky und maxdome zusammen. Im August 2017 einigte man sich mit Sky auf eine neue Kooperation bei Bundesliga- und Sportpaketen. In deren Rahmen erhalten Telekom-Kunden einen vergünstigten Zugang auf die von Sky übertragenen Live-Konferenzen und Spiele der Fußball-Bundesliga oder UEFA Champions League.<ref>Alexander Krei: Telekom bündelt Sport-Angebot mit Sky-Konferenzen auf: dwdl.de, 27. Juli 2017, abgerufen am 1. September 2017.</ref>
Die Deutsche Telekom ist Gründungsmitglied der Freemove Alliance, die im April 2003 als Mobile Alliance entstand und ihren heutigen Namen im Jahr 2004 erhielt.<ref>FreeMove Business | Telekom Geschäftskunden. Abgerufen am 28. März 2026.</ref>
European Aviation Network
Gemeinsam mit Inmarsat und Nokia entwickelt die Deutsche Telekom das Hybrid-Netzwerk, um Flugzeuge über Europa mit schnellem Internet zu versorgen.<ref>Niels Held: Internet im Flugzeug: Telekom und Co. gehen längst überfälligen Schritt. CHIP, 23. September 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Februar 2022; abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Europäische Cloud- und KI-Infrastruktur
Ein von acatech koordinierter Verbund aus Unternehmen und Wissenschaft arbeitet seit 2025 an Handlungsempfehlungen für eine souveräne Cloud- und KI-Infrastruktur in Deutschland und Europa. Beteiligt sind die Deutsche Telekom, Fraunhofer Institute, IONOS, SAP und Schwarz Digits.<ref>Zusammen für eine souveräne Cloud- und KI-Infrastruktur: Ein Vorschlag aus Unternehmen und Wissenschaft, Acatech, abgerufen am 5. November 2025</ref> Der Verbund unterstützt die europäische Dachinitiative „8ra“.
Gesellschaftliches Engagement
Die Deutsche Telekom investiert in Bildungsförderung, indem sie in rund 17.500 Schulen in Deutschland einen kostenlosen Internetzugang zur Verfügung stellt.<ref>25 Jahre Telekom@School: Kostenfreies Internet für Schulen. Deutsche Telekom AG, 20. November 2024, abgerufen am 28. März 2026.</ref> Sie unterstützt die Nutzung von Online-Rechnungen, um Papier und Kosten zu sparen, und hat eine Handy-Rücknahme-Aktion gestartet, die nach eigenen Angaben die Rückgewinnung von Wertstoffen aus alten, nicht genutzten Handys zum Ziel hat.
Die T-Labs sind die Forschungs- und Entwicklungs-Einheit der Telekom, die sich darauf konzentriert, neue Technologien zu kreieren und Innovationen voranzutreiben. An den Standorten in Bonn, Berlin, Beʾer Scheva und Budapest sind die T-Labs von führenden Universitäten, Start-ups, Investoren, und industriellen Innovationseinrichtungen umgeben, um mit diesen gemeinsam die Zukunft der Kommunikationsgesellschaft zu gestalten.<ref>Deutsche Telekom eröffnet eigenes Labor für Quantentechnik, VDI Nachrichten, abgerufen am 30. Oktober 2025.</ref>
Das Unternehmen ist Mitglied der Initiative „econsense“,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />econsense-Mitgliedsunternehmen ( vom 25. April 2016 im Internet Archive)</ref> ein Zusammenschluss von 28 international agierenden deutschen Unternehmen, die sich gemeinsame Ziele für nachhaltige Entwicklung in der deutschen Wirtschaft setzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nachhaltigkeitsrating der DAX-30 Unternehmen. ( vom 19. November 2010 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sustainalytics – Die Nachhaltigkeitsleistungen deutscher Großunternehmen. ( vom 30. Januar 2012 im Internet Archive; PDF; 974 kB)</ref> Um Vergleichbarkeit des Nachhaltigkeitsberichts der Deutschen Telekom zu gewährleisten, verpflichtet sie sich zur Einhaltung der „Global Reporting Initiative“-Richtlinien.<ref>Corporate Responsibility Bericht 2010. Deutsche Telekom AG, Mai 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. November 2019; abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Im Geschäftsjahr 2024 verursachte die Deutsche Telekom konzernweit CO2e-Emissionen in Höhe von insgesamt 11,2 Millionen Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr 2023, in dem die Emissionen bei 12,1 Millionen Tonnen lagen, entspricht dies einer Reduktion von rund 7,5 Prozent.<ref name="TelekomCR2024">Downloads: Berichte und Publikationen 2024. Deutsche Telekom AG, 27. Mai 2025, abgerufen am 28. März 2026 (Daten entnommen aus dem Corporate Responsibility Bericht 2024.).</ref>
Kritik
Korruptionsaffäre
Die US-Börsenaufsicht SEC warf der ungarischen Telekom-Tochter Magyar vor, gegen das Anti-Korruptionsgesetz verstoßen zu haben und sich in den Jahren 2005 und 2006 durch Schmiergelder in Montenegro und Mazedonien einen Vorteil verschafft zu haben. Gegen drei Magyar-Manager reichte die SEC Klage ein. Die Ermittlungen wurden Ende 2011 gegen eine Geldzahlung eingestellt: Magyar zahlte 90 Millionen Dollar Strafe, die Deutsche Telekom knapp 4,4 Millionen Dollar.<ref>Telekom beendet Schmiergeldaffäre mit Vergleich. In: Süddeutsche Zeitung. 29. Dezember 2011, abgerufen am 28. März 2026.</ref> Die SEC und das amerikanische Justizministerium begründeten die Strafzahlung der Telekom damit, dass der Konzern sein 60-prozentiges Tochterunternehmen nicht ausreichend kontrolliert habe. Außerdem wurden der Telekom die Verletzung von Buchführungs- und Berichtspflichten vorgeworfen. Den Bestechungsvorwurf gab es nur gegen Magyar.<ref>Telekom kauft sich frei. taz.de, 30. Dezember 2011, abgerufen am 28. März 2026.</ref><ref>Telekom zahlt Millionen an US-Justiz. spiegel.de, 30. Dezember 2011, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Zugriff von Geheimdiensten auf die DT-Netze
Geheime Unterlagen der NSA und des britischen GCHQ, die von Edward Snowden veröffentlicht wurden, sollen belegen, dass die Geheimdienste der USA und Großbritanniens über verdeckte Zugänge in die Netze der Deutschen Telekom und des Kölner Anbieters NetCologne verfügt haben.<ref>Enthüllung NSA hat Zugriff auf Netze der Deutschen Telekom. In: derstandard.at. 13. September 2014, abgerufen am 28. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In einem Schreiben des Bundeskanzleramtes an den Vorstandsvorsitzenden Ricke, soll dieser aufgefordert worden sein „fortlaufende Massenüberwachung deutscher und internationaler Internet- und Telekommunikationsdaten am Frankfurter Knotenpunkt der Deutschen Telekom AG zuzulassen und zu unterstützen“.<ref>NSA Untersuchungsausschuss. WikiLeaks, 12. Mai 2015, abgerufen am 28. März 2026: „Zum Beispiel stellte sich in der 26. Sitzung heraus, dass vom Bundeskanzleramt ein Brief direkt an Kai-Uwe Ricke, den damaligen (2002–2006) Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Telekom AG, geschickt wurde. In diesem Schreiben wurde die Deutsche Telekom AG dazu angehalten, fortlaufende Massenüberwachung deutscher und internationaler Internet- und Telekommunikationsdaten am Frankfurter Knotenpunkt der Deutschen Telekom AG zuzulassen und zu unterstützen.“</ref>
Netzzusammenschaltung im Internet
Wiederholt steht die Deutsche Telekom in der Kritik, ihre Netzzusammenschaltungskapazitäten im Internet nicht von sich aus ausreichend und nur gegen Zahlung durch die Online-Dienste selbst zu erweitern, obwohl die Telekom bereits von den Endkunden für ihre Dienstleistungen bezahlt werde. Dies äußert sich für Endkunden unter Umständen in langsamen Geschwindigkeiten bei denjenigen Online-Diensten, die die Telekom nicht für eine Erweiterung der Kapazitäten bezahlt haben. Dies verstoße gegen das Gebot der Netzneutralität.<ref name=":0" />
Bereits 2014 warf der Telekommunikations-Anbieter Level 3 der Deutschen Telekom vor, ihre Netzzusammenschaltungskapazitäten nicht hinreichend auszubauen.<ref>Anna Biselli: Netzneutralität zwischen den Großen: Level 3 beschuldigt andere ISPs der absichtlichen Drosselung. In: netzpolitik.org. 12. Mai 2014, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Init7, ein Schweizer Telekommunikationsanbieter, beschwerte sich 2015 darüber, dass zu bestimmten Uhrzeiten ein Paketverlust von nahezu 100 % stattfinde, was quasi einem kompletten Blockieren der Peering-Verbindung entspricht.<ref>Tomas Rudl: Peering: Init7 wirft der Deutschen Telekom Verstöße gegen Netzneutralität vor. In: netzpolitik.org. 2. April 2015, abgerufen am 28. März 2026.</ref> Laut Init7 wurde die Behebung des Problems erschwert, da sich die Deutsche Telekom nicht kooperativ zeigen würde. Die Deutsche Telekom habe für den direkten Bezug von IP-Transit Preise gefordert, die über denen der Mitbewerber gelegen haben.<ref>Routing zur Deutschen Telekom AS3320 – die aktuelle Situation für Init7 und ihre Kunden. In: netzneutral.init7.net. Init7 (Schweiz) AG, 9. Februar 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. März 2016; abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Von 2015<ref>Andreas Sebayang: Hetzner und Netzneutralität: Extrakosten für bessere Anbindung an Telekom-Kunden. In: Golem.de. 30. November 2015, abgerufen am 28. März 2026.</ref> bis 2020<ref>Ab sofort direktes Peering mit der Deutschen Telekom. Hetzner Online GmbH, 8. März 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. März 2020; abgerufen am 28. März 2026.</ref> bot der deutsche Hosting-Anbieter Hetzner eine sogenannte „Double Paid Traffic“ Option für Kunden an, die auf eine performante Anbindung in das Netz der Telekom angewiesen waren. Hintergrund waren laut Hetzner mangelhafte Kapazitäten zwischen anderen Tier‑1 Carriern und dem Netz der Telekom, von denen Hetzner IP-Transit bezog. Diese Option war für jeden Server für 5,00 € im Monat zubuchbar und bewirkte eine Aufschaltung der IP-Adresse auf einen Uplink zum Netz der Telekom über den deutschen Carrier Core Backbone.
Eine Studie des Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) im Auftrag der Bundesnetzagentur listet weitere Konflikte u. a. mit Deutschem Forschungsnetz, bei der Umstellung des Routings für T-Mobile NL und europäischen CDN-Betreibern bei der Netzzusammenschaltung mit der Deutschen Telekom.<ref>Karl-Heinz Neumann, Lukas Wiewiorra, Dajan Baischew, Peter Kroon: Wettbewerbsverhältnisse auf den Transit- und Peeringmärkten: Auswirkungen für die digitale Souveränität Europas. In: WIK-Consult Bericht. WIK-Consult GmbH, 28. Februar 2022, S. 98–101, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Das Landgericht Köln urteilte im Mai 2024 zugunsten der Deutschen Telekom im Rechtsstreit um Zahlungsverpflichtungen von Meta Platforms aus einem IP-Transit-Abkommen. Meta kündigte nach ergebnislosen Preisverhandlungen im Jahr 2020 den IP-Transit-Vertrag aus dem Jahr 2010 zum 1. März 2021, nutzte die Leistungen jedoch weiter.<ref>Erfolgreiche Klage gegen die Werbung der Deutschen Telekom als „klimaneutral“ (Pressemitteilung zum Urteil 33 O 178/23). (PDF) Landgericht Köln, 17. Januar 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. August 2024; abgerufen am 28. März 2026.</ref> Im Gegensatz dazu erfolgt die Netzzusammenschaltung von Meta mit den Netzen der Telekom-Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen in den Niederlanden, Griechenland und in den USA abrechnungsfrei und ohne Vergütungsströme.<ref>Volltext des Urteils Az. 33 O 178/23. Landgericht Köln, 14. Mai 2024, abgerufen am 28. März 2026: „Die Beklagte schaltet bzw. schaltete ihr Netz mit den Netzen der X.F.AG-Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Griechenland und auch E. in den USA abrechnungsfrei und ohne Vergütungsströme zusammen.“</ref> In der Nacht vom 24. auf den 25. September 2024 hat Meta das Routing seines Datenverkehrs von den direkten Schnittstellen mit dem Netz der Telekom auf das Netz eines Transitanbieters umgestellt.<ref>Why We're Having to End Our Direct Peering Relationship With Deutsche Telekom. Meta Platforms, 25. September 2024, abgerufen am 28. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Meta steht nicht über dem Recht. Deutsche Telekom AG, 25. September 2024, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Die Bürgerrechtsorganisation Epicenter.works, die Gesellschaft für Freiheitsrechte, der Bundesverband der Verbraucherzentralen und die Informatikerin Barbara van Schewick erhoben im Januar 2025 erneut Vorwürfe: „Die Telekom schafft künstliche Engpässe an den Zugängen zum Telekom-Netz“. Sie gründeten die „Kampagne Netzbremse“, die weitere Erfahrungen oder Informationen von Whistleblowern sammeln möchte. Ziel ist eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur.<ref name=":0">heise online: Peering: Verbraucherschützer machen gegen "Netzbremse" der Telekom mobil. 16. Januar 2025, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Auszeichnungen
- 2012: Max-Spohr-Preis des Berufsverbands VK
Siehe auch
- Liste der Fernsehtürme und Sendeanlagen der Deutschen Telekom
- Liste privatrechtlicher Unternehmen mit Bundesbeteiligung in Deutschland
- Deutsche Telekom ist Mitglied der Europäischen Bewegung Deutschlands.<ref>Mitglieder: Übersicht der Mitgliedsorganisationen. Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland, abgerufen am 28. März 2026.</ref>
Weblinks
- Literatur von und über Deutsche Telekom im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- telekom.com
- Jubiläum: 30 Jahre Deutsche Telekom AG - eine Zeitreise bei teltarif.de
Einzelnachweise
<references responsive />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Adidas | Adyen | Ahold Delhaize | Air Liquide | Airbus | Allianz | Anheuser-Busch InBev | Argenx | ASML | Axa | Banco Santander | BASF | Bayer | BBVA | BMW | BNP Paribas | Danone | Deutsche Bank | Deutsche Börse | Deutsche Post | Deutsche Telekom | Enel | Eni | EssilorLuxottica | Ferrari | Hermès | Iberdrola | Inditex | Infineon | ING Groep | Intesa Sanpaolo | L’Oréal | LVMH | Mercedes-Benz Group | Münchener Rück | Nordea | Prosus | Rheinmetall | Safran | Saint-Gobain | Sanofi | SAP | Schneider Electric | Siemens | Siemens Energy | TotalEnergies | Unicredit | Vinci | Volkswagen | Wolters Kluwer
Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang| Konzernzentrale | ||
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| USA (Mobilfunk) | ||
| Europa (Festnetz und Mobilfunk) |
OTE mit ihrer Tochter Cosmote | |
| Systemgeschäft (IKT-Dienste, Rechenzentren) |
T-Systems mit ihren Töchtern Detecon, ITENOS, T-Systems GEI, T-Systems on site services, Satellic, rola Security Solutions und Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions einschließlich deren Tochter Deutsche Telekom Clinical Solutions sowie ca. 100 weitere weltweit | |
| Servicegesellschaften und Sonstige |
congstar | DeTeAssekuranz | DeTeFleetServices | Deutsche Funkturm | Deutsche Telekom Außendienst | Deutsche Telekom Capital Partners | Deutsche Telekom IT | Deutsche Telekom MMS | Deutsche Telekom Service | Deutsche Telekom Services Europe | Deutsche Telekom Training | Deutsche Telekom Vertrieb | Vivento | |
| Ehemalige Tochtergesellschaften |
Strato, Telekom Albania, Telekom Romania, T-Mobile Netherlands |
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Ehemalige Mitglieder: Adel Al-Saleh (T-Systems) | Manfred Balz (Datenschutz) | Josef Brauner (Vertrieb) | Detlev Buchal (Produktmarketing) | Reinhard Clemens (T-Systems) | Karl-Gerhard Eick (Finanzen) | Jeffrey A. Hedberg (Internationales) | Max Hirschberger (Operating Office) | Hagen Hultzsch (Technik/Dienste) | Guido Kerkhoff (Südosteuropa) | Heinz Klinkhammer (Personal) | Edward Kozel (CTIO) | Joachim Kröske (Finanzen) | René Obermann (Vorsitzender, USA) | Walter Raizner (T-Com) | Konrad Reiss (T-Systems) | Kai-Uwe Ricke (Vorsitzender) | Thomas Sattelberger (Personal) | Marion Schick (Personal) | Helmut Sihler (Vorsitzender) | Ron Sommer (Vorsitzender) | Helmut Ricke (Vorsitzender) | Gerd Tenzer (Technik/Netze)
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