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Olaf Lies

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Olaf Lies (2023)

Olaf Karsten Lies (* 8. Mai 1967 in Wilhelmshaven) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist seit Mai 2025 Ministerpräsident von Niedersachsen und Vorsitzender der SPD Niedersachsen.

Seit 2008 ist er Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Er war von 2013 bis 2017 sowie von 2022 bis 2025 Minister für Wirtschaft (bis 2017 zuständig für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und ab 2022 für Wirtschaft, Bauen, Verkehr und Digitalisierung) und von 2017 bis 2022 Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz des Landes Niedersachsen. Bereits von Mai 2010 bis Januar 2012 hatte Lies den Vorsitz der SPD Niedersachsen inne, seitdem war er stellvertretender Vorsitzender, bis er im Mai 2025 wieder Vorsitzender wurde.

Biografie

Olaf Lies besuchte zunächst die Grundschule, Orientierungsstufe und Realschule in Sande. Nach einer Ausbildung zum Funkelektroniker beim Marinearsenal Wilhelmshaven leistete er seinen Grundwehrdienst bei der Deutschen Marine ab. Nach der Fachhochschulreife studierte er Elektrotechnik an der Fachhochschule Wilhelmshaven. Er schloss sein Studium als Diplom-Ingenieur (FH) ab.<ref> Hilke Janssen: Olaf Lies - Niedersachsens Wirtschaftsminister im Porträt NDR vom 10. Februar 2023. Abgerufen am 4. März 2023.</ref> Ab 1995 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Wilhelmshaven und seit 1996 Personalratsmitglied sowie später auch Personalratsvorsitzender.

Olaf Lies ist evangelisch, verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik

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Lies am Tag seiner Ernennung zum Wirtschaftsminister mit Stephan Weil (2013)

Olaf Lies ist seit Januar 2002 Mitglied der SPD. Im Februar 2002 wurde er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Sande sowie Mitglied im Sander Gemeinderat. Im Mai 2003 wurde er stellvertretender Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Friesland und im Mai 2005 Unterbezirksvorsitzender. Im September 2005 folgte die Mitgliedschaft im SPD-Bezirksvorstand Weser-Ems. Seit November 2006 ist er Mitglied im Kreistag des Landkreises Friesland sowie stellvertretender Landrat.

Bei den Landtagswahlen 2008, 2013, 2017 und 2022 zog er jeweils als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Friesland in den Niedersächsischen Landtag ein. Im Landtag war er von 2010 bis 2013 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion und hafenpolitischer Sprecher.

Am 29. Mai 2010 wurde er vom Landesparteitag der SPD Niedersachsen in Stade mit 91,1 Prozent zum neuen Landesvorsitzenden und Nachfolger von Garrelt Duin gewählt.<ref>Olaf Lies zum neuen SPD-Vorsitzenden in Niedersachsen gewählt. In: spdnds.de. 29. Mai 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Mai 2016; abgerufen am 5. August 2019.</ref> Am 16. September 2011 gab Olaf Lies bekannt, sich um die Spitzenkandidatur der SPD Niedersachsen bei der Landtagswahl 2013 zu bewerben. Der Kandidat wurde am 27. November 2011 in einem Mitgliederentscheid bestimmt, bei dem neben Lies auch der damalige Oberbürgermeister Hannovers Stephan Weil kandidierte.<ref>„Ich will Ministerpräsident werden!“ In: ndr.de. 18. September 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Dezember 2016; abgerufen am 5. Mai 2019.</ref> Lies unterlag seinem Herausforderer mit 46,1 Prozent zu 53,3 Prozent der gültigen Stimmen.<ref>Stephan Weil zum SPD-Spitzenkandidaten gewählt. In: spdns.de. 27. November 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Juli 2016; abgerufen am 5. August 2019.</ref> Nach dem Mitgliederentscheid stellte Lies seinen Posten als Vorsitzender zur Verfügung. Am 20. Januar 2012 wurde Weil auf einem außerordentlichen Parteitag in Oldenburg zum neuen Landesvorsitzenden der niedersächsischen SPD gewählt. Lies wurde mit 87,3 Prozent der Stimmen und ausdrücklicher Unterstützung von Weil zu dessen Stellvertreter gewählt.<ref>Julia Spurzem: Nachfolger von Olaf Lies: Weil neuer Vorsitzender der SPD Niedersachsen. In: Welt Online. 20. Januar 2012, abgerufen am 21. Januar 2012.</ref>

Am 19. Februar 2013 wurde Lies als Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in das Kabinett Weil I berufen.<ref>Umweltminister Olaf Lies. Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, 24. Oktober 2018, abgerufen am 5. August 2019.</ref> Aufgrund seiner Tätigkeit als Wirtschaftsminister wurde er ab 19. Februar 2013 auch Mitglied des Aufsichtsrates der Volkswagen AG.<ref>Organe: Aufsichtsrat. In: volkswagenag.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. April 2016; abgerufen am 5. August 2019.</ref> Am 16. November 2017 wurde er als Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in das Kabinett Weil II berufen, weil das Wirtschaftsressort an den neuen Koalitionspartner CDU überging. Am 8. November 2022 wurde er als Minister für Wirtschaft, Bauen, Verkehr und Digitalisierung in das Kabinett Weil III berufen.

Am 1. April 2025 gab Stephan Weil bekannt, sein Amt als niedersächsischer Ministerpräsident und Vorsitzender der SPD Niedersachsen aufzugeben.<ref>Machtwechsel in Niedersachsen: Ministerpräsident Stephan Weil zieht sich zurück – Nachfolger steht fest. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 1. April 2025]).</ref><ref>Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil will zurücktreten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1. April 2025, abgerufen am 1. April 2025.</ref> Die SPD Niedersachsen beschloss bei einem außerordentlichen Landesparteitag am 16. Mai 2025, Olaf Lies für das Amt des Ministerpräsidenten zu empfehlen. Am 20. Mai 2025 wählte der Landtag Olaf Lies im ersten Wahlgang mit 80 von 144 Stimmen zum Ministerpräsidenten.<ref>Olaf Lies zu Niedersachsens neuem Ministerpräsidenten gewählt. In: Norddeutscher Rundfunk. 20. Mai 2025, abgerufen am 20. Mai 2025.</ref> Damit gilt Olaf Lies auch als voraussichtlicher Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Niedersachsen 2027.<ref name=":0">Machtwechsel in Niedersachsen: Ministerpräsident Stephan Weil zieht sich zurück – Nachfolger steht fest. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 1. April 2025]).</ref> Beim ordentlichen Landesparteitag am 24. Mai 2025 wurde Lies auch zum Vorsitzenden der SPD Niedersachsen gewählt.

Weblinks

Commons: Olaf Lies – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg) | Markus Söder (Bayern) | Kai Wegner (Berlin) | Dietmar Woidke (Brandenburg) | Andreas Bovenschulte (Bremen) | Peter Tschentscher (Hamburg) | Boris Rhein (Hessen) | Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) | Olaf Lies (Niedersachsen) | Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen) | Alexander Schweitzer (Rheinland-Pfalz) | Anke Rehlinger (Saarland) | Michael Kretschmer (Sachsen) | Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) | Daniel Günther (Schleswig-Holstein) | Mario Voigt (Thüringen)

Präsidium des Bundesrats:
Andreas Bovenschulte (Präsident) | Anke Rehlinger (Erste Vizepräsidentin) | Hendrik Wüst (Zweiter Vizepräsident)

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Kabinett Lies

Ministerpräsident: Lies (Stellvertreterin: Hamburg)

Landesminister: Staudte (Ernährung) | Heere (Finanzen) | Behrens (Inneres) | Wahlmann (Justiz) | Hamburg (Kultus) | Philippi (Soziales) | Meyer (Umwelt) | Tonne (Wirtschaft) | Mohrs (Wissenschaft) | Walter (Europa und Regionale Landesentwicklung)

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Baden-Württemberg: Andreas Stoch | Bayern: Ronja Endres | Berlin: vakant | Brandenburg: Dietmar Woidke | Bremen: Falk-Constantin Wagner | Hamburg: Melanie Leonhard, Nils Weiland | Hessen: Sören Bartol | Mecklenburg-Vorpommern: Manuela Schwesig | Niedersachsen: Olaf Lies | Nordrhein-Westfalen: Sarah Philipp, Achim Post | Rheinland-Pfalz: Sabine Bätzing-Lichtenthäler | Saarland: Anke Rehlinger | Sachsen: Kathrin Michel, Henning Homann | Sachsen-Anhalt: Juliane Kleemann, Andreas Schmidt | Schleswig-Holstein: Ulf Kämpfer | Thüringen: Georg Maier

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