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Wolfgang Jüttner

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Datei:Landtag Niedersachsen DSCF7302.JPG
Wolfgang Jüttner, 2009

Wolfgang Jüttner (* 21. März 1948 in Lüdersfeld, Landkreis Schaumburg-Lippe) ist ein deutscher Politiker (SPD).<ref name="Simon">Barbara Simon (Bearb.): Jüttner, Wolfgang SPD, in dies.: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch, hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages, Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, S. 186</ref> Er war von 1998 bis 2003 Niedersächsischer Umweltminister, von 2005 bis 2010 Vorsitzender der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag und von 2005 bis 2011 Mitglied des SPD-Parteivorstands.<ref name="SPD-Bez. H.">o. V.: Wolfgang Jüttner / Ehrenvorsitzender auf der Seite spd-bezirk-hannover.de [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 21. Februar 2020</ref>

Der Landesparteitag der niedersächsischen SPD nominierte ihn 2007 zum Spitzenkandidaten der SPD für die Landtagswahl am 27. Januar 2008,<ref name="SPD-Bez. H."/> bei der Jüttner dem damaligen Amtsinhaber Christian Wulff unterlag.

Biografie

Politische Funktionen

Jüttner besuchte die Goetheschule in Hannover.<ref>Welche Schule für mein Kind?, Verlagsbeilage der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 12. Januar 2011, S. 3.</ref> Nach dem Abitur<ref name="Simon"/> leistete er ab 1967 seinen Wehrdienst ab und studierte von 1970 bis 1976 für das Lehramt an Gymnasien<ref name="SPD-Bez. H."/> die Fächer Soziologie, Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Hannover.<ref name="Simon"/> Von 1976 bis 1977 war er Lehrer an der IGS Langenhagen,<ref name="SPD-Bez. H."/> bis 1978 auch in der Verbandsarbeit tätig. Ab 1979 wirkte er in Springe als Dozent an der Heimvolkshochschule mit den thematischen Schwerpunkten Bildungsurlaub und gewerkschaftliche Bildungsarbeit. Dort nahm er von 1983 bis 1986 die Aufgaben des Betriebsrats-Vorsitzenden wahr.<ref name="Simon"/>

Mitglied der SPD ist Jüttner seit 1970.<ref name="Simon"/> 1971 wurde er von den Jungsozialisten in den Juso-Unterbezirksvorstand Hannover gewählt, im Dezember 1973 als Nachfolger von Gerhard Schröder zum Bezirksvorsitzenden der Jungsozialisten im SPD-Bezirk Hannover. Im März 1977 wurde er Mitglied im Juso-Bundesvorstand. 1983 bis 1987 wirkte er als Stellvertretender Vorsitzender, 1987 bis 1991 als Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Hannover. Ab 1991 arbeitete Jüttner als Geschäftsführender Vorsitzender, ab 1993 bis 2009 als Vorsitzender des SPD-Bezirks Hannover. Zeitweilig parallel dazu war er ab 1996 Stellvertretender, 2003 bis 2005 Landesvorsitzender der niedersächsischen SPD.<ref name="SPD-Bez. H."/>

2005 bis 2011 war Jüttner Mitglied des Parteivorstands der SPD.<ref name="SPD-Bez. H."/>

Von 2010 bis 2014 war Wolfgang Jüttner Mitglied der Grundwertekommission und gehört seit 2011 dem Beirat der Parteischule als Vorsitzender an.<ref name="SPD-Bez. H."/>

Parlamentarische Tätigkeiten

Als Abgeordneter in den Niedersächsischen Landtag wurde Jüttner erstmals 1986<ref name="SPD-Bez. H."/> über die Landesliste gewählt.

Ab 1990<ref name="Lindenspiegel Brief">o. V.: Wolfgang Jüttner will nicht mehr in den Landtag, kommentierter Abdruck von Jüttners Schreiben an die SPD-Ortsvereinsvorsitzenden im Landtagswahlkreis 26 auf der Seite lindenspiegel.co.uk vom 16. Dezember 2011</ref> und bis 2013<ref name="SPD-Bez. H."/> war er direkt gewählter Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages für den Wahlkreis Hannover-Linden.<ref name="Lindenspiegel Brief"/> In diesem Zeitraum war er von 1998 bis 2003 Niedersächsischer Umweltminister. Nach der Ministerzeit wurde Jüttner zunächst stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag<ref name="SPD-Bez. H."/> und deren schulpolitischer Sprecher.

Als Nachfolger von Sigmar Gabriel wurde Jüttner im Juni 2005 zum Vorsitzenden der Fraktion gewählt. Das Amt hatte er bis 2010 inne,<ref name="SPD-Bez. H."/> sein Nachfolger als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag wurde Stefan Schostok. Über die Zeit als Fraktionsvorsitzender gab Jüttner 2017 einen reflektierenden Bericht in der Publikation „70 Jahre SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag“.<ref>Wolfgang Jüttner: Die SPD-Landtagsfraktion 2005–2010, in: SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen (Hrsg.): 70 Jahre SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Hannover (o. J., 2017), ohne ISBN, S. 76–79</ref>

Bei der Landtagswahl 2013 trat Jüttner nicht wieder an.<ref name="SPD-Bez. H."/>

Sonstiges

Wolfgang Jüttner ist seit 1972 verheiratet. Er hat eine erwachsene Tochter<ref name="SPD-Bez. H."/> und einen Enkelsohn.

Jüttner ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Metall und der Naturfreunde Hannover.<ref name="Simon"/>

Seit 2003 ist er Vorsitzender des Bildungs- und Tagungszentrums Heimvolkshochschule Springe.<ref name="SPD-Bez. H."/>

Wolfgang Jüttner ist seit 2012 Mitglied im Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks (NDR), war bis 2017 Vorsitzender des Landesrundfunkrates Niedersachsen und ist seit 2017 Mitglied des Programmsbeirats der ARD.<ref name="NDR_">Wolfgang Jüttner (NDR) auf der Seite daserste.de, zuletzt abgerufen am 21. Februar 2020</ref>

Von 1992 bis 1998 wirkte Jüttner als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke AG Hannover. Seit 2016 ist er Mitglied des Kuratoriums der Hannah-Arendt-Tage.<ref name="SPD-Bez. H."/>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Wolfgang Jüttner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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