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Aerzen

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Aerzen COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 3′ N, 9° 16′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|03252001}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 3′ N, 9° 16′ O
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Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hameln-Pyrmont
Höhe: 108 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|03252001}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 31855
Vorwahlen: 05154, 05158, 05262
Kfz-Kennzeichen: HM
Gemeindeschlüssel: 03 2 52 001
Fleckengliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Fleckenverwaltung:
Kirchplatz 2
31855 Aerzen
Website: www.aerzen.de
Bürgermeister: Andreas Wittrock (SPD)
Lage des Fleckens Aerzen im Landkreis Hameln-Pyrmont
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Bild:Aerzen in HM.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 152 114 127 81 116 80 107 69 123 58 126 48 142 56 159 26 179 29 186 8 202 11 200 23 213 29 227 63 214 67 217 78 214 96 222 107 224 114 230 133 206 124 194 141 170 132 173 122 154 110 142 92 Bad Münder am Deister poly 238 173 238 201 260 231 307 301 314 293 304 280 313 266 307 247 320 237 314 213 320 201 317 190 326 170 331 168 330 159 295 140 274 137 276 159 286 173 275 183 Salzhemmendorf poly 185 196 183 172 194 172 187 145 206 129 221 142 227 118 237 116 255 105 293 137 263 142 274 157 285 173 275 182 242 176 238 194 252 218 252 229 240 230 241 235 200 215 200 202 Coppenbrügge poly 16 169 46 181 53 168 69 160 80 150 103 142 113 137 134 141 154 113 134 90 114 78 108 63 93 59 34 87 12 89 3 96 31 128 24 133 15 134 18 144 28 145 Hessisch Oldendorf poly 69 156 80 186 95 197 106 207 112 223 127 205 151 222 175 210 184 198 184 174 191 167 197 150 184 137 171 133 170 122 151 114 130 144 111 142 97 146 76 145 Hameln poly 91 272 106 268 115 241 106 233 116 221 125 210 152 220 168 214 184 200 200 204 202 216 245 238 241 245 211 248 209 258 211 263 194 269 175 284 165 285 130 290 123 290 119 303 115 285 Emmerthal poly 18 289 72 266 91 270 105 282 114 291 115 300 125 309 130 312 128 328 114 335 101 341 93 347 73 349 79 338 87 300 74 300 60 283 42 301 35 308 Bad Pyrmont poly 17 282 54 274 67 264 90 266 98 270 107 266 110 250 115 242 108 235 112 222 108 203 95 199 82 192 73 176 66 158 53 178 40 184 26 174 14 170 14 179 30 191 16 215 25 238 32 255 Aerzen poly 115 362 100 349 87 349 75 355 63 358 74 341 86 303 57 289 50 308 36 313 15 292 26 269 29 255 20 226 22 206 25 188 11 178 0 176 4 147 0 358 Nordrhein-Westfalen poly 115 358 103 343 119 333 130 321 133 311 126 304 131 292 147 290 175 286 201 266 221 252 236 244 249 230 265 225 305 295 315 298 334 307 352 287 353 288 347 361 132 360 Landkreis Holzminden poly 353 285 345 288 346 299 335 305 305 279 311 264 311 253 318 243 322 231 316 214 323 199 320 192 329 170 332 159 314 153 307 143 296 145 305 139 317 140 326 147 329 145 344 140 346 129 353 119 Landkreis Hildesheim poly 185 0 203 12 201 21 212 28 223 40 224 55 227 62 227 68 217 102 226 114 242 107 253 105 279 122 289 135 309 140 323 142 330 145 340 128 353 120 354 107 342 97 247 98 247 2 235 0 Region Hannover poly 3 174 12 177 15 168 15 161 24 146 12 136 13 132 26 133 31 130 5 92 11 84 25 90 73 58 88 56 119 61 123 50 158 26 173 26 185 4 180 0 1 1 Landkreis Schaumburg rect 298 56 311 69 Landkreis Hameln-Pyrmont rect 249 3 348 97 Niedersachsen desc bottom-right </imagemap>

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Datei:Rathaus in Aerzen IMG 2090.jpg
Rathaus des Flecken Aerzen
Datei:Osterstr. (Aerzen).jpg
Die Osterstraße in Aerzen

Der Flecken Aerzen ([<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈɛʁˌt͡sn̩], sprich „Ärzen“) liegt im südniedersächsischen Landkreis Hameln-Pyrmont unmittelbar an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.

Geografie

Lage

Der Flecken liegt im Weserbergland etwa zehn Kilometer südwestlich der Kreisstadt Hameln und etwa sieben Kilometer nördlich von Bad Pyrmont, mitten im Hummetal. Nördlich vom Ort Aerzen befindet sich der Lüningsberg, südlich der Schierholzberg und der Pyrmonterberg. Von Westen nach Osten durchfließen die Humme und der Grießebach, der innerorts in die Humme mündet, den Ort.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Fleckengliederung

Der Flecken Aerzen ist eine Einheitsgemeinde und besteht aus den Ortsteilen

  1. Aerzen (Kernort)
  2. Dehmke mit Dehrenberg
  3. Dehmkerbrock mit Wördeholz
  4. Egge
  5. Gellersen
  6. Grießem
  7. Groß Berkel mit Laatzen
  8. Grupenhagen
  9. Herkendorf mit Pessinghausen
  10. Königsförde mit Schwöbber
  11. Multhöpen
  12. Reher
  13. Reinerbeck mit Reine, Bruch. Duensen und Hilkenbreden
  14. Selxen

Nachbargemeinden

Nachbarstädte und -gemeinden sind die Stadt Hessisch Oldendorf, die Stadt Hameln, die Stadt Rinteln, die Gemeinde Emmerthal, die Stadt Bad Pyrmont sowie die in Nordrhein-Westfalen liegende Stadt Barntrup und die Gemeinde Extertal.

Geschichte

Das ursprüngliche Amt Aerzen ist aus der gleichnamigen Herrschaft, die in ihrem Bereich auch die Gerichtshoheit besaß, hervorgegangen. 1178 starb das Geschlecht der Herren von Aerzen aus. Die Gografschaft Aerzen fiel an die Grafschaft Everstein. Nach einem eversteinischen Kornregister aus der Mitte des 14. Jahrhunderts war Aerzen damals Mittelpunkt eines Verwaltungsbezirkes mit 13 Ortschaften.

Als die Welfen sich nach dem Sturz Heinrichs des Löwen gegen die Hohenstaufen erfolgreich zur Wehr setzten und die Eversteiner bedrängten, suchte Konrad von Everstein 1283 bei Erzbischof Siegfried von Köln Schutz und übertrug ihm den festen Ort Aerzen. Doch auch der Bischof konnte die Einnahme der Burg Everstein durch die Welfen nicht verhindern. Daraufhin schloss Graf Hermann VII. von Everstein Erbverträge mit dem Bistum Paderborn und der Grafschaft Lippe, um sein Land vor den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg zu schützen. Beide Erbverträge bestimmten, dass Gräfin Irmgard von Everstein, die Gattin Graf Hermanns, Schloss Aerzen als Leibzucht erhielt.

Die Schutzbündnisse lösten den Eversteiner Erbfolgekrieg aus, in dessen Verlauf die Welfen weit in lippisches Territorium vordrangen. 1408 kam es zum Friedensschluss: Graf Hermann gab Otto von Braunschweig-Lüneburg das Eheversprechen für seine erst vier Jahre alte Tochter Elisabeth, die Aerzen als Mitgift erhielt. Damit hatten die Welfen den Anschluss der Grafschaft Everstein an Braunschweig-Lüneburg erreicht. Die Welfenherzöge verpfändeten 1433 Aerzen an die Hildesheimer Bischöfe, die Amt und Schloss als Pfand weitergaben. 1508 erhielten Stacius von Münchhausen und Heinrich von Hardenberg Pfandschaften. Als neun Jahre später der Hildesheimer Bischof die Hardenbergsche Pfandschaft nicht erneuerte, kam es Anfang 1518 zwischen den beiden Pfandinhabern in Aerzen zum Kampf. Stats von Münchhausen musste fliehen und wurde kurz vor Hildesheim von Heinrich von Hardenberg erschlagen. Sein Tod führte zu der verhängnisvollen Hildesheimer Stiftsfehde. 1533 ließ Herzog Erich der Ältere, der dem Hochstift Hildesheim das Amt Aerzen wieder aberkannt hatte, das dreigeschossige Amtshaus erbauen.

1557 erwarb der Obrist Hilmar von Münchhausen (1512–1573), der jüngste Sohn des erschlagenen Stats, Aerzen für 24.000 Taler als Pfandschaft auf Lebenszeit (wie zur selben Zeit sein Vetter und „Obristenkollege“ Georg von Holle die seit 1491 Münchhausen’sche Pfandschaft Grohnde). Hilmar, als Söldnerführer zu einem der reichsten Männer seiner Zeit geworden, ließ 1561 auf dem Amtshof die 50 m lange und 16 m hohe Zehntscheune errichten, die 1980 im Museumsdorf Cloppenburg wieder aufgebaut wurde. Er zog mit seiner Frau Lucia, geborenen von Reden (1525–1583) und vier Kindern nach Aerzen (weitere drei Kinder sollten noch folgen.) Lucia war ausdrücklich in die Belehnung mit aufgenommen worden, was sonst nicht üblich war. Sie fing sogleich an, in den Amtsdörfern Schulen zu gründen und sich um die Kirchen zu kümmern, wobei ihr der Feldprediger ihres Mannes, Philipp Nagel, half, der jetzt in Aerzen als Pfarrer wirkte.

1570 beauftragte Hilmar den Hamelner Baumeister Cord Tönnies, in Schwöbber ein dreiflügeliges Schloss zu planen, das nach seinem Tode 1573 von seiner Witwe Lucia errichtet und vom Sohn Hilmar dem Jüngeren ab 1588 um die Seitenflügel erweitert wurde. 1593 vergab Herzog Heinrich Julius das Amtsschloss in Aerzen als Pfandbesitz an Hilmar den Jüngeren, der 1617 in Schwöbber starb und als erster seine Ruhestätte im Erbbegräbnis der Aerzener Marienkirche fand. Sein Sohn Börries übernahm nach dem Tode des Vaters die Pfandschaft, aus der ihn 1630 das Hochstift Hildesheim mit Waffengewalt vertrieb. Erst als nach der Landung des Schwedenkönigs Gustav Adolf in Deutschland das Restitutionsedikt aufgehoben wurde, erhielt Börries Aerzen als Pfand zurück. Der zweite Schicksalsschlag traf ihn 1642, als durchziehende weimarische Reiterei den Ort brandschatzte und Börries von seinem Hab und Gut nur die goldene Gnadenkette seines Vaters retten konnte, die Hilmar der Jüngere 1578 in Heidelberg erhalten hatte. Nach einer alten Hausinschrift brannten in jener Nacht 66 Wohnhäuser, das Schloss, die Kirche, die Schule und viele Scheunen und Speicher nieder. 1660 mussten die Herren von Münchhausen nach über 160 Jahren Pfandherrschaft Aerzen für immer verlassen.

Der Amtshof wurde Staatsgut. Amtmänner und Amtsschreiber bestimmten bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts das Verwaltungs- und Gerichtsgeschehen in Aerzen. 1823 wurde das Amt Aerzen aufgehoben, 1854 neben dem Amtsgericht aber wieder eingerichtet. Die endgültige Auflösung erfolgte 1858.

1864 gründete Adolph Meyer die Aerzener Maschinenfabrik, die ab 1907 als GmbH firmierte und Drehkolbenmaschinen und später auch Aufladegebläse für Dieselmotoren produzierte.

Im Zweiten Weltkrieg kam es in Aerzen zu keinen Kampfhandlungen, allerdings führte die Reichsstraße 1 durch den Kernort und diente den Truppenbewegungen der Wehrmacht. Als am 4. April 1945 die Amerikaner in das Hummetal vorstießen, floh der für Aerzen zuständige SS-Sturmbannführer Sempf und übergab das Kommando an Erich Mestmäcker und Erich Kropp. Auf ihren Befehl hin stießen die Alliierten auf keinerlei Widerstand, woraufhin sie nach Hameln weiterzogen.

Ortsname

Frühere Ortsnamen von Aerzen waren um 1200 Artelessen, vom 12. bis ins 13. Jahrhundert Artlissen, etwa 1237–47 Arteldessen, in der Mitte 13. Jahrhundert Ardlesen, Arteldessen, 1283 Arthesloin, 1293 Artelsen, 1310 Artldissen und 1317 Aartlessen.

Beim Grundwort kann es sich um „-husen“ oder „-hem“ handeln. Davor steht ein Personenname, dessen Grundform allerdings nicht ganz sicher zu bestimmen ist. Wahrscheinlich liegt „arth, ard“, wie „Ardulf, Artold“, hier wohl Verkleinerung „Arthili“ vor, also aus „Arthilis-husun“ entstanden. Der Personennamen-Stamm „Arth-, Ard-“ gehört zu altenglisch „earth“ und bedeutet „Stammgut“, altsächsisch „arth“, also „Wohnort“.<ref name="Ortsnamenforscher" />

Eingemeindungen

Der heutige Flecken Aerzen entstand im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen vom 1. Januar 1973 durch die Zusammenlegung des damaligen Fleckens Aerzen mit den Gemeinden Dehmke, Dehmkerbrock, Egge, Gellersen, Grießem, Groß Berkel, Grupenhagen, Herkendorf, Königsförde, Multhöpen, Reher, Reinerbeck und Selxen.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1885 1.424 <ref name="Rademacher" />
1910 1.715 <ref name="Gemeindeverzeichnis1910" />
1925 1.773 <ref name="Rademacher" />
1933 1.844
1939 1.906
1950 3.185 <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
1956 2.919
1961 02.970 ¹ <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /><ref name="Gemeindeverzeichnis1971" />
1970 03.614 ²
1973 11.2630 <ref name="destatis1973" />
Jahr Einwohner Quelle
1975 11.279 ³ <ref name="destatis" />
1980 11.035 ³
1985 10.578 ³
1990 11.050 ³
1995 12.057 ³
2000 12.198 ³
2005 11.794 ³
2010 11.239 ³
2015 10.693 ³
2020 10.557 ³
2025 10.677 ³

¹ Volkszählungsergebnis vom 6. Juni (mit den später eingegliederten Gemeinden vom 1. Januar 1973 = 10.899 Einw.)<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
² Volkszählungsergebnis vom 27. Mai (mit den später eingegliederten Gemeinden vom 1. Januar 1973 = 11.214 Einw.)<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
³ jeweils zum 31. Dezember

Einwohner
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Politik

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Kommunalwahl 2021
Wahlbeteiligung: 57,16 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,10 %
34,63 %
11,81 %
4,59 %
4,22 %
3,65 %
DIE LINKE
DUf
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f Die Unabhängigen (DU)
Sitzverteilung im Rat des Fleckens Aerzen seit 2021
      
Insgesamt 26 Sitze

Rat

Der Rat des Fleckens Aerzen besteht aus 26 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.001 und 11.000 Einwohnern.<ref name="Abgeordnete" /> Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Stimm- und sitzberechtigt im Rat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Nach der Kommunalwahl 2021 bildeten sich folgende Gruppen bzw. Fraktionen:

Parteien Gruppe / Fraktion Zahl der Sitze Bemerkungen
SPD Gruppe 1 Bürgermeister Wittrock (SPD)
SPD 11
Grüne 3
Linke 1
CDU Fraktion 9
DU/FDP Gruppe 2

Die SPD/Grüne/Linke – Gruppe verfügt über eine Mehrheit im Rat des Fleckens Aerzen.<ref>Ergebnis. Abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref>

Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister des Fleckens Aerzen ist seit 1. November 2019 Andreas Wittrock (SPD). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 wurde er als Nachfolger von Bernhard Wagner, welcher vorzeitig seine Amtszeit aus Altersgründen beendete, gewählt.Seien Amtszeit endet am 31. Oktober 2026. Als Gegenkandidat trat Andreas Breitkopf (parteilos) an. Andreas Wittrock wurde mit 54,7 % der Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 64 %.<ref name="Direktwahl" />

Ortsrat Aerzen

Der Ortsrat des Kernortes Aerzen setzt sich aus folgenden Parteien zusammen:

(Stand: Kommunalwahl 2021)

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister des Kernortes Aerzen ist Jürgen Schwitzer (SPD). Seine Stellvertreter sind Karl-Heinz Frevert (CDU) und Michael Schlie (SPD).

Wappen

Am 14. Oktober 1930 beschloss die Gemeindevertretung Aerzen die Einführung von Kommunalwappen und Siegel, die vom Preußischen Staatsministerium drei Jahre später bestätigt und verliehen wurden.<ref name="Wappen" />

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Aerzen]] Blasonierung: „In Blau über einem silbernen Wellenbalken ein rot gekrönter, rot bewehrter goldener Löwe.“<ref name="Wappen">Klemens Stadler: Deutsche Wappen Bundesrepublik Deutschland. Die Gemeindewappen der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Band 5. Angelsachsen-Verlag, Bremen 1970, S. 15.</ref><ref name="Hauptsatzung">Hauptsatzung des Fleckens Aerzen. (PDF; 248 kB) § 2; Wappen, Flagge, Dienstsiegel; Absatz 1 und 2. In: Webseite Stadt Aerzen. 15. Dezember 2011, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref>
Wappenbegründung: Klemens Stadler meint hierzu in seinem Buch:<ref name="Wappen" />

„Das 1933 vom Preußischen Staatsministerium verliehene Gemeindewappen lehnt sich weitgehend an das Wappensiegel des ehemaligen welfischen Amts Aerzen an, das ebenfalls einen Löwen aufweist. Dieser erinnert an das Stammwappen der Grafen von Everstein, die 1425 erloschen und von den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg beerbt wurden. Das Dynastengeschlecht der Eversteiner besaß den Ort seit 1033 und machte ihn wohl schon im 13. Jahrhundert zum Verwaltungsmittelpunkt eines großen Sprengels und zum Sitz eines Gogerichts. 1653 erhielt Aerzen die Fleckenbezeichnung mit Markgerechtigkeit. Der Wellenbalken versinnbildlicht die Flüsse Humme und Grieße. Die Farben des Löwen im kommunalen Wappen weichen von denen des golden gekrönten silbernen der Eversteiner ab.“

Flagge

Die Flagge ist blau-weiß, belegt mit dem Gemeindewappen.<ref name="Hauptsatzung" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Bauwerke

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  • Die von Wassergräben umgebene Domänenburg Aerzen wurde bereits früher errichtet, jedoch 1293 erstmals urkundlich erwähnt. Heute befindet sich ein Kulturzentrum in den Gebäuden.
  • Das Schloss Schwöbber errichtete das niedersächsische Adelsgeschlecht der Münchhausen im 16. Jahrhundert. Es wird heute als 5-Sterne Hotel genutzt.
  • Das Rittergut Posteholz im Ortsteil Posteholz wurde im 17. Jahrhundert von dem Geheimen Rat Arnold Ludwig von Post errichtet.
  • Die evangelisch-lutherische Marienkirche wurde 1643 errichtet. Der große und helle Raum wird durch die barocke Ausstattung belebt. Die Kirche befindet sich an der Osterstraße, ihre Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Hameln-Pyrmont.
  • Die katholische St.-Bonifatius-Kirche befindet sich am Hainebuchenweg. Sie wurde 1962/1963 errichtet und gehört seit 2006 zur Pfarrgemeinde St. Elisabeth in Hameln.<ref name="Kirche" />

Sport

  • Männer-Turn- und Sportverein MTSV Aerzen 04. der neben einer Fußball-, Volleyball- und Judo- unter anderem auch eine Faustballsparte sowie die Gründungssparte Männerturnen unterhält.
  • Reit- und Fahrverein „St. Georg“ 1949 e. V. gegründet 1949,
  • Aerzener Schwimmverein e. V. gegründet 1971,
  • Handballverein Handballfreunde Aerzen e. V. gegründet 1972,
  • Modellfluggruppe Aerzen e. V. gegründet 1975,
  • Tennis-Club Aerzen gegründet 1976,
  • Hamelner Golfclub e. V. Schloß Schwöbber gegründet 1985,
  • Ballettverein Aerzen e. V. gegründet 1989
  • Verein für Rollsport Aerzen von 1989 e. V. gegründet 1989

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 logierte die französische Nationalmannschaft vom 8. Juni bis 8. Juli im Aerzener Schloßhotel Münchhausen im Schloss Schwöbber. Während dieser Zeit fanden öffentliche Trainings im Weserberglandstadion in Hameln und im Veilchenbergstadion in Aerzen statt, das Pressezentrum befand sich in Hameln in der Rattenfängerhalle. Das Team kehrte nach dem Finale am 9. Juli als Vize-Weltmeister nach Frankreich zurück.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

  • Aerzener Maschinenfabrik GmbH, ein international tätiger Hersteller von Gebläse, Verdichter, Drehkolbenverdichter, Turbogebläse.
  • Lenze SE, ein international tätiger Hersteller für Antriebs- und Automatisierungstechnik mit Hauptsitz im Ortsteil Groß Berkel.
  • Kendrion (Aerzen) GmbH, ehemals Intorq und Magneta, stellt in Aerzen Bremsen und Kupplungen, Elektromagnetkupplungen und -bremsen für die elektrische Antriebstechnik her.
  • Aerzener Brot und Kuchen GmbH. Dies ist ein Unternehmen der Mestemacher Gruppe.
  • Gebrüder Garvens GmbH & Co KG fertigt und vertreibt seit den 1960er Jahren Kamine, Elektrokamine.
  • Seit Juni 2002 ist nach der Übernahme von Wesertal die Westfalen Weser Netz AG für die Stromversorgung des Orts zuständig. Am 13. Oktober 2011 hat der Gemeinderat beschlossen, mit den Stadtwerken Hameln zusammenzuarbeiten. Die Gasversorgung liegt bei der Westfalen Weser Netz AG.
  • Seit 1956 gibt es in Aerzen ein Wasserversorgungsnetz, das mit seinem Wasserwerk, Brunnen und Hochbehälter oberhalb von Aerzen am Wülmser Weg liegt. Das Wassereinzugsgebiet ist als Wasserschutzgebiet mit Schildern gekennzeichnet. Die Wasserversorgung wird vom Eigenbetrieb Wasser des Flecken Aerzen betrieben.
  • Seit 1992 befindet sich eine der zwei deutschen Bodenstationen für den satellitenbasierten Internetzugang der Firma CET Teleport in Aerzen.

Verkehr

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Triebwagen der Baureihe 515 im Bahnhof Aerzen, um 1979

Aerzen liegt direkt an der Bundesstraße 1. Am 21. November 2013 wurde die 4,3 km lange Ortsumgehung für den Verkehr freigegeben.

Bis 1980 war Aerzen über die Lager Bahn an den SPNV in Richtung Hameln und Bielefeld angebunden. Der Güterverkehr über die Schiene wurde 1994 aufgegeben und die Strecke abgebaut.

Feuerwehr

Im Flecken Aerzen gibt es insgesamt 13 Freiwillige Feuerwehren und zwei Werkfeuerwehren. Davon sind die Ortsfeuerwehren Aerzen und Groß Berkel Stützpunktwehren. Die Ortsfeuerwehren Dehmke, Dehmkerbrock, Egge, Gellersen, Grießem, Grupenhagen, Herkendorf, Königsförde/Selxen, Multhöpen, Reher und Reinerbeck sind Feuerwehren mit Grundausstattung. Die Lenze SE und die Aerzener Maschinenfabrik unterhalten jeweils eine Werkfeuerwehr.<ref>Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont. Abgerufen am 4. Januar 2023.</ref>

Die Ortsfeuerwehr Aerzen ist mit dem Gründungsdatum 16. August 1885 die älteste im Flecken Aerzen. Die Feuerwehr Aerzen besteht aus der Kinderfeuerwehr „Flammenhopser“, der Jugendfeuerwehr, der Einsatzabteilung und der Ehrenabteilung (ehem. Altersabteilung). Der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Aerzen ist Heinz Brand mit seinen Stellvertretern Sebastian Bohne und Lars Hylmer (Stand 2021).<ref>Feuerwehr Aerzen. Abgerufen am 4. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Fleckens

Personen, die mit dem Flecken in Verbindung stehen

  • Stacius von Münchhausen (um 1460–1518), Pfandherr zu Aerzen
  • Erich I., „der Ältere“ (1470–1540), 1530 nahm er Aerzen wieder in Besitz für die Welfen (sein Wappen ist über der Tür im Nordflügel der Burg Aerzen angebracht)
  • Hilmar der Jüngere von Münchhausen (1558–1617), er besaß die Domänenburg Aerzen als kündbares Pfand
  • Börries von Münchhausen (1587–1646), Geheimer Kammerrat, Pfandinhaber des Amts Aerzen, in Aerzen verstorben
  • Johann Gottlieb Brauns (1713–1785), Vater des königlich-dänischen Amtmanns Gottlieb Johann August Brauns, verstarb in Aerzen
  • Johann Carl Leonhart (1720–1777), Verwaltungsjurist, er war von 1749 bis 1756 Amtschreiber in Aerzen
  • Günther Nicol (1806–1858), Dichter und Jurist, wuchs in Aerzen auf und war dort Advokat
  • Adolph Meyer (1807–1866), Bankier in Hannover, Unternehmer, 1860 verlagerte er seine expandierende Landmaschinenfabrik nach Aerzen und gründete dort 1864 die Aerzener Maschinenfabrik
  • August Seidensticker (1820–1899), Forstwissenschaftler und Sachbuchautor, er war ab 1841 u. a. Förster in Aerzen
  • Oscar Wichtendahl (1860–1933), Kirchenmaler des Historismus, er schuf 1922/23 die Wandbemalungen im Rittersaal des Schlosses Schwöbber (Aerzen)
  • Adelheid Cramer (1874–1962), Ehefrau des Kaffeehändlers Ludwig Cramer, sie verstarb in Aerzen
  • Otto Heider (1896–1960), Politiker (NSDAP), verstarb im Ortsteil Groß Berkel
  • Heinrich Schwieger-Uelzen (1902–1976), Graphiker und Maler, verstarb in Flakenholz (Aerzen)
  • Anneliese Hager (1904–1997), Lyrikerin des Surrealismus, Übersetzerin und Fotokünstlerin, sie lebte von 1945 bis 1950 im Ortsteil Königsförde
  • Karl Naumann (1905–1976), SS-Standartenführer, niedersächsischer Politiker (GB/BHE) und Mitglied des Niedersächsischen Landtages, verstarb in Aerzen
  • Karl Otto Götz (1914–2017), Maler und Lyriker, Hauptvertreter der abstrakten Kunst und des Informel in Deutschland, er lebte von 1945 bis 1950 im Ortsteil Königsförde
  • Ulrich Getsch (* 1949), Pädagoge, Politiker (parteilos), er wurde beim Stahlkontor Weser Lenze im Ortsteil Groß Berkel zum Industriekaufmann ausgebildet
  • Sigmar Stopinski (1954–2023), deutscher Erziehungs- und Politikwissenschaftler, wuchs in Aerzen auf
  • Achim Schwekendiek (* 1965), Koch, seit 2004 ist er Küchendirektor im „Schlosshotel Münchhausen“ in Aerzen
  • Kristina Schnüll (* 1977), Fußballspielerin und -trainerin, sie wuchs in Aerzen auf

Literatur

  • Vorlage:MerianTopo
  • Horst-Rüdiger Marten: Die Entwicklung der Kulturlandschadt im alten Amt Aerzen des Landkreises Hameln-Pyrmont. Verlag Erich Goltze, Göttingen 1969.
  • Heinz Georg Armgardt: Aerzen im Wandel der Zeit. Band 1–4. Geiger-Verlag, Horb a. N. 1985.
  • Heinrich Schwitzer: Artelem – Heimatchronik Aerzen. 1994.
  • Jens Hallemann: Aerzen-Chronik. Buch 2: Die gute alte Zeit bis heute. Bilderchronik, 2019.

Weblinks

Commons: Aerzen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="Abgeordnete"> Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. 17. Dezember 2010, S. 29–31, abgerufen am 31. Mai 2023.

</ref>

<ref name="destatis">

Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). Statistisches Bundesamt, abgerufen am 8. Januar 2020.

</ref> <ref name="destatis1973">

Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Hannover 1. Januar 1973, S. 23, Landkreis Hameln-Pyrmont (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 23. Oktober 2021]).

</ref> <ref name="Direktwahl">

Einzelergebnisse der Direktwahlen in Niedersachsen. (PDF; 235 kB) In: landeswahlleiter.niedersachsen.de. 26. Mai 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Januar 2020; abgerufen am 8. Januar 2020.

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1910">

Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Hameln. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 14. März 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juni 2023; abgerufen am 23. Oktober 2021.

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">

Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1971">

Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1971 (Bevölkerungsstand: 27. Mai 1970, Gebietsstand 1. Januar 1971). W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1971, S. 65 (Digitalisat).

</ref> <ref name="Kirche">

Willi Stoffers: Patronatskirchen zum Gedenken an den Hl. Bonifatius, den Apostel der Deutschen, im Bistum Hildesheim. Hildesheim 2004, S. 40–41.

</ref> <ref name="Ortsnamenforscher">

Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Dezember 2015; abgerufen am 2. August 2019.

</ref>

<ref name="Rademacher">

Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de

</ref> </references>

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