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Pulversheim

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Pulversheim
Datei:Blason de la ville de Pulversheim (68).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Mulhouse
Kanton Wittenheim
Gemeindeverband Mulhouse Alsace Agglomération
Koordinaten 47° 50′ N, 7° 18′ OKoordinaten: 47° 50′ N, 7° 18′ O
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Höhe 222–243 m
Fläche
Einwohner 3.069 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 68840
INSEE-Code 68258
Website http://www.pulversheim.fr/

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Pulversheim ist eine französische Gemeinde mit 3.069 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Geografie

Pulversheim liegt etwa 13 km nördlich von Mülhausen. Dort verläuft die Départementsstraße D 2, die im Ort je nach Abschnitt Route d'Ensisheim (nordöstlich) oder Route de Cernay (südwestlich) heißt. Nachbargemeinden von Pulversheim sind Ungersheim im Norden, Ensisheim im Osten, Ruelisheim im Südosten, Wittenheim und Wittelsheim im Süden, Staffelfelden im Westen und Bollwiller im Nordwesten. Das Gemeindegebiet wird vom Fluss Thur durchquert, vom dem hier die Vieille Thur nach links abzweigt.

Geschichte

Auf der Gemarkung wurde die römische Straßenstation Urunci entdeckt.

Der Ort wechselte wiederholt seinen Namen. Im 8. Jahrhundert hieß er „Wolfrigesheim“ respektive „Wolfriegeshaim“ – die Orthografie war nicht einheitlich. Wiederholt wurde die Schreibweise abgeändert – aus „Wolf“ wurde auch „Wulf“. Bekannt ist, dass das spätere Pulversheim von 1369 bis 1506 „Bulffersheim“ und um 1544 Wulfersheim hieß und um 1725 schon seinen heutigen Namen trug.

Der Ort war im Mittelalter im Besitz der Grafen von Egisheim, kam dann an die Herrschaft Horburg und von diesen an das Herzogtum Württemberg. 1406 vergaben die Württemberger Pulversheim als Lehen an die Herren von Rappoltstein. Unter Ludwig XIV. kamen Bollwiller und Pulversheim als Lehen an die Herren von Rosen.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Gemeinde ein Bauerndorf. Inzwischen ist Pulversheim zu einer kleinen Stadt mit rund 2900 Einwohnern – sie nennen sich Pulversheimois oder Pulversheimoises – angewachsen, was zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem dem Kaliabbau zu verdanken war.

Im Jahr 1904 wurden im südlichen Elsass bei Erkundungsbohrungen nach Erdöl in etwa 600 Meter Tiefe umfangreiche Kalivorkommen entdeckt. Nachdem im Grenzgebiet zwischen Pulversheim und Ungersheim die erste Grube Rudolph 1" (Rodolphe 1) 1913 in Betrieb genommen worden war, begann 1928 auch die Grube Rudolph II (Rodolphe 2) die Förderarbeit und es wurde auf der Straße in Richtung Bollwiller die Arbeitersiedlung Cité Alex errichtet. Im Jahr 1950 wurden in den zwei Rudolph-Minen ca. 1600 Arbeiter beschäftigt. Nach 1976 wird der Kaliabbau jedoch nach und nach eingeschränkt, ab 1980 werden die Gruben stillgelegt. 1987 wird das Areal an das ebenfalls dort sich befindliche Freilichtmuseum Écomusée d’Alsace abgegeben, das eine Rekonstruktion als historische Kaliminenstätte in Angriff nimmt, was ab 1994 durch die Groupe Rodolphe fortgesetzt wird.<ref name="carreau" /><ref name="basel" />

Die Industrie hat sich vor allem im 20. Jahrhundert mit verschiedenen Wirtschaftszweigen angesiedelt. Nach dem Ende des Kalibergbaus hat insbesondere die Automobilindustrie (Peugeot) größere Bedeutung.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1790 1830 1913 1936 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2011 2014
Einwohner 150 347 260 675 1729 1856 2130 2006 2021 2266 2819 2910 2929

Bauwerke

Sankt-Stefans-Kirche (Église Saint-Étienne): 1887 wurde ein Vorgängerbau von 1827 durch eine neuromanische Kirche ersetzt. Nach dem Bau einer größeren, Sankt Johann geweihten Kirche im Jahr 1968 wurde sie als Gotteshaus aufgegeben. Pulversheim gehörte einst zusammen mit Bollwiller und Raedersheim zur Pfarrei Feldkirch.

Industriedenkmale: Baulichkeiten und technische Einrichtung der Zechen Rudolf 1 (1911–13) und 2 (1925–27). Stilllegung 1976

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 377–379.

Einzelnachweise

<references>

<ref name="carreau"> Le carreau Rodolphe: son histoire, online auf: carreau-rodolphe.com/... </ref>

<ref name="basel"> Jürg-Peter Lienhard: Besuch im salzigen Hades, in: webjournal.ch, 8. September 2005, online auf: webjournal.ch/... </ref>

</references>

Weblinks

Commons: Pulversheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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