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Village-Neuf

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich

Village-Neuf ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=de|SCRIPTING=Latn|SERVICE=deutsch}}, elsässisch Neidorf) ist eine französische Gemeinde mit Vorlage:Str replace Einwohnern (Stand {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}) im Département Haut-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse und zum Kanton Saint-Louis.

Geografie

Die Gemeinde Village-Neuf liegt rechts des Canal de Huningue und links des Rheines rund 9 km nördlich der Schweizer Stadt Basel. Sie grenzt im Norden an Rosenau, im Osten an den Rhein, im Süden an Hüningen und im Westen an Saint-Louis (Ortsteil Neuweg).

Geschichte

Datei:Village-Neuf, Eglise Saint-Nicolas.jpg
Kirche Saint-Nicolas in Village-Neuf

Das Fischerdorf Groß-Hüningen musste der Festung Hüningen weichen und die Bewohner wurden in das 1684 durch königliches Dekret wenige Kilometer rheinabwärts auf der Rheininsel Aoust gegründete Bourg Neuf d’Aoust (seit 1704 Village-Neuf (le village neuf de Grand-Huningue)<ref>später unter deutscher Herrschaft Neudorf</ref>) umgesiedelt.<ref>Stocker, S. 21</ref> 1687 wurde das alte Dorf vollständig abgebrochen. Aufgrund der Grenzlage und der Nähe zur Festung litt das Dorf unter den vielen deutsch-französischen Kriegen. Insbesondere während der Belagerung der Festung im Winter 1813/1814 gab es schwere Schäden. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Einwohner im September 1939 in den Südwesten Frankreichs evakuiert (hauptsächlich ins Département Gers). Nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 war eine Rückkehr in das von den Deutschen besetzte Elsass möglich. Village Neuf wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Februar 1945 durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Endoffensive der Alliierten gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).

Die Nähe zum Rhein brachte Hochwassergefahren mit sich – erst 1838 wurde ein Hochwasserdamm gebaut. Endgültige Sicherheit brachte die Tullasche Rheinkorrektion. 1855 starben 150 Einwohner an der Cholera.<ref>Eugen A. Meier: Rund um den Baselstab. Band 3 Markgräflerland - Sundgau, S. 284</ref> Schon immer war Neudorf als Gemüselieferant für Basel wichtig. Die Belieferung der Stadt war durch ein besonderes Grenzabkommen geregelt.

Wappen

Das Wappen zeigt eine silberne Eule auf rotem Grund und wurde vom alten Dorf Groß-Hüningen übernommen. Das alte Dorf Groß-Hüningen wurde von Bernhard von Weimar seinem Bankier Henri Herwart aus Lyon geschenkt. Wie viele Dörfer übernahm Groß-Hüningen das Wappen seines Grundherrn in veränderter Form. Das Wappen der Familie Herwart zeigte eine rote Eule auf weißem Grund.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2018
Einwohner 2517 2729 2811 2922 2920 3108 3529 4356

Verkehr

Beim Rheinhafen endet das vom Bahnhof Saint-Louis kommende Bahngleis, das nur mit Güterzügen befahren wird.

Partnerstädte

Seit 1982 besteht eine Partnerschaft zur südfranzösischen Stadt Geaune und seit 1988 zur früheren Gemeinde und heutigem Lörracher Stadtteil Haagen.<ref>Badische Zeitung: Städtetreffen Village Neuf, Lörrach und Geaune</ref> Zahlreiche gegenseitige Schulbesuche und Vereinsaktivitäten sind das Zeichen dieser lebendigen Partnerschaft. Auch Gedenktage wie der Volkstrauertag werden gemeinsam begangen.<ref>Badische Zeitung: Gedenken über Grenzen hinweg. Feiern zum Volkstrauertag, 14. November 2008</ref>

Bauwerke

Die Sankt Nikolaus-Kirche (Église Saint Nicholas) ist ein neugotisches Bauwerk von 1902–07. Sie hatte einen Vorgängerbau von 1771, der seinerseits die Gründungskirche von 1687 ersetzt hatte.

Die Ecole Vauban ist ein stattlicher Schulhausbau aus der Zeit des Zweiten Kaiserreichs (1855). Die Fassadenmitte unter einem Dreiecksgiebel ist betont durch einen Rundbogeneingang, einen Balkon, eine mit Pilastern gegliederte Fenster/Tür/Fenster-Gruppe, diese mit einem ädikulaartigen Aufbau über der Balkontür.

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 638.

Weblinks

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Einzelnachweise

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