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Amt Beverungen

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Wappen Deutschlandkarte
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Basisdaten (Stand 1969)
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Bestandszeitraum: 1843–1969
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: HöxterVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Fläche: 108,51 km²
Einwohner: 15.083 (30. Jun. 1968)
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Amtsgliederung: 13 Gemeinden
Adresse der
Amtsverwaltung:
Beverungen

Das Amt Beverungen war ein bis 1969 bestehendes Amt im ostwestfälischen Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen. Seine historischen Vorgänger waren das gleichnamige Amt im Hochstift Paderborn sowie der Kanton Beverungen.

Geographie

Das Amt Beverungen lag im Südosten des alten Kreises Höxter. An das Amt grenzten im Uhrzeigersinn beginnend im Westen die Ämter Brakel und Höxter-Land (Kreis Höxter), die niedersächsischen Landkreise Holzminden und Northeim, der hessische Landkreis Hofgeismar sowie der Kreis Warburg.

Vorgeschichte

Das Amt Beverungen im Hochstift Paderborn

Das erste Amt Beverungen war bis zu den Napoleonischen Kriegen eine Verwaltungseinheit im Hochstift Paderborn. Es umfasste die Stadt Beverungen sowie die Orte Dalhausen, Haarbrück, Herstelle und Würgassen.<ref>Jakobsberg auf beverungen.de</ref><ref>Neue Sammlung geographisch-historisch-statistischer Schriften. Band 4. Jacobi, Weißenburg 1786, Das Hochstift Paderborn, S. 468 (google.de).</ref><ref>Johann Dietrich von Steinen: Kurzgefaßte Historie des Hochstifts Paderborn. In: Westphälische Geschichte. Band 2. Meyers, Lemgo 1755, S. 554 (google.de).</ref> 1779 kam noch Jakobsberg dazu, das bis dahin zum Stift Corvey gehört hatte.

Der Kanton Beverungen

Nachdem das Gebiet des Hochstifts 1807 an das Königreich Westphalen gefallen war, wurden neue Verwaltungsstrukturen nach französischem Vorbild geschaffen; meistens ohne Berücksichtigung historischer Gebietsgrenzen. Zum Kanton Beverungen gehörten die Stadt Beverungen sowie die Gemeinden Amelunxen, Blankenau, Bruchhausen, Dalhausen, Drenke, Haarbrück, Herstelle, Jakobsberg, Rothe, Tietelsen und Wehrden.<ref>Christian Daniel Voß: Die Zeiten. Archiv für die neueste Staatengeschichte und Politik. Band 13. Halle/Saale 1808, S. 371 (google.de).</ref> Im Jahre 1810 hatte der Kanton Beverungen 6136 Einwohner.<ref>Friedrich Justin Bertuch (Hrsg.): Allgemeine geographische Ephemeriden. Landes-Industrie-Comptoir, Weimar 1811, S. 30 (google.de).</ref> Der Kanton gehörte zum Distrikt Höxter im Departement der Fulda des Königreichs und fiel 1813 an Preußen. 1816 wurden der Kanton dem neuen Kreis Höxter zugeschlagen und bestand in diesem als Verwaltungsbezirk fort.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1816, S. 178 f.</ref> 1836 erhielt die Stadt Beverungen die preußische revidierte Städteordnung und wurde dadurch ein eigener Verwaltungsbezirk.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1836, S. 206</ref>

Das Amt Beverungen im Kreis Höxter

Im Rahmen der Einführung der westfälischen Landgemeinde-Ordnung von 1841 wurden aus den unterhalb der Kreisebene bestehenden Verwaltungsbezirken, sofern es sich nicht um Städte gemäß der revidierten Städteordnung handelte, Ämter gebildet. Im Kreis Höxter wurde dadurch aus dem Verwaltungsbezirk Beverungen das Amt Beverungen. Zum Amt gehörten bis auf die Stadt Beverungen alle Gemeinden des alten Kantons Beverungen.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1843: Bildung des Amtes Beverungen. Abgerufen am 3. März 2014.</ref> Die Stadt Beverungen war Verwaltungssitz des Amtes. Sie wurde am 1. April 1937 in das Amt Beverungen eingegliedert und verlor damit ihre Amtsfreiheit.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1937, S. 69</ref>

Das Amt gliederte sich seitdem in die 13 Gemeinden Amelunxen, Beverungen, Bruchhausen, Blankenau, Dalhausen, Drenke, Haarbrück, Herstelle, Jakobsberg, Rothe, Tietelsen, Wehrden und Würgassen, von denen Beverungen das Stadtrecht besaß und auch Verwaltungssitz war.

Das Amt hatte bei der letzten Volkszählung vor seiner Auflösung am 6. Mai 1961 eine Wohnbevölkerung von 14.115 Einwohnern. Der Fortschreibung der Volkszählungsergebnisse zufolge stieg diese Zahl bis Ende 1967 auf 15.124 Einwohner. Bei einer Fläche von 108,51 km² ergibt sich eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von 139 Einwohnern pro Quadratkilometer, die recht genau dem Kreisdurchschnitt von 140 Einwohnern pro Quadratkilometer entsprach. Die folgende Übersicht zeigt die 13 Gemeinden mit Bevölkerungs- und Gebietsstand vom 31. Dezember 1967:

Name Einwohner Fläche in km²
Amelunxen 1.275 14,31
Beverungen, Stadt 5.622 29,59
Bruchhausen 365 4,76
Blankenau 768 10,90
Dalhausen 2.295 7,15
Drenke 359 4,28
Haarbrück 618 5,79
Herstelle 1.326 7,04
Jakobsberg 337 3,03
Rothe 191 4,09
Tietelsen 293 6,13
Wehrden 949 8,25
Würgassen 726 3,19
Amt Beverungen 15.124 108,51

Aufgrund eines Gebietsänderungsvertrages vom 2. Januar 1969 und § 2 des „Gesetzes zur Neugliederung des Kreises Höxter“ vom 2. Dezember 1969, das in § 8 Abs. 2 auch den Gebietsänderungsvertrag bestätigte, schlossen sich die Gemeinden des Amts mit Ausnahme von Bruchhausen zum 1. Januar 1970 zur neuen Stadt Beverungen zusammen. Bruchhausen schloss sich gemäß § 1 mit den elf Gemeinden des Amtes Höxter-Land und der Stadt Höxter zur neuen Stadt Höxter zusammen. Das Amt Beverungen wurde aufgelöst. Rechtsnachfolgerin ist die Stadt Beverungen.

Einwohnerentwicklung

Jahr Amt Beverungen Stadt Beverungen Quelle
1864 6.416 1.825 <ref name="handbuch1866">Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Minden, 1866</ref>
1871 5.857 1.659 <ref>Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871</ref>
1885 5.517 1.868 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885</ref>
1895 5.807 1.983 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1895</ref>
1910 6.974 2.534 <ref>Regierungsbezirk Münster. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2022;.</ref>
1925 7.692 2.716 <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
Amt Beverungen
1939 10.851 <ref name="demand"/>
1950 15.087 <ref>Volkszählung 1950</ref>
1961 14.115 <ref>Volkszählung 1961</ref>
1968 15.083 <ref>Statistische Rundschau für den Landkreis Höxter, Düsseldorf 1968</ref>

Einzelnachweise

<references />

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