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Bruchhausen (Höxter)

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Bruchhausen
Stadt Höxter
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(610)&title=Bruchhausen 51° 42′ N, 9° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(610) 51° 42′ 19″ N, 9° 17′ 19″ O
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Höhe: 111 m
Fläche: 10,9 km²
Einwohner: 610 (31. Dez. 2020)<ref name="Ur-Einwohner">Kreis Höxter – Einwohner in den Stadtteilen der 10 kreisangehörigen Städte. In: Kreis Höxter. Abgerufen am 21. September 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 37671
Vorwahl: 05275
Datei:Höxter Ortsteile Bruchhausen.svg
Karte
Lage von Bruchhausen in Höxter

Bruchhausen ist eine Ortschaft in Nordrhein-Westfalen und gehört zur Stadt Höxter.

Geografie

Der bis 2011 staatlich anerkannte Luftkurort Bruchhausen mit seinen 610<ref name="Ur-Einwohner" /> Einwohnern liegt etwa 10 km südwestlich von Höxter.

Der Silberbach fließt durch den Ort und mündet dort in die Nethe.

Geschichte

Im Jahr 963 wurde Bruchhausen erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis 1803 zum Stift Corvey und anschließend bis 1807 zum Fürstentum Corvey. Von 1807 bis 1813 bildete Bruchhausen eine Gemeinde im Kanton Beverungen des Departements der Fulda im Königreich Westphalen und fiel dann an Preußen. 1816 kam die Gemeinde zum neuen Kreis Höxter, in dem sie zum Amt Beverungen gehörte. Am 1. Januar 1970 wurde Bruchhausen durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Höxter mit den elf Gemeinden des Amtes Höxter-Land und der Stadt Höxter zur neuen Stadt Höxter zusammengeschlossen.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 108.</ref>

Im Ort stehen ein Renaissanceschloss von 1582 mit einem Fachwerkflügel von 1687 und ein barockes Herrenhaus von 1777. 1699 wurde die Kapelle auf dem Schlossgelände gestiftet. Besitzer waren die 1450 ausgestorbenen Herren von Bruchhausen als Corveyer Lehnsnehmer, von diesen gelangte das Gut um 1450 an die von Mense gen. von Bruchhausen und 1524/1537 durch eine Erbtochter an die Herren von Kanne zu Lügde. 1884 kauften die Freiherren Wolff-Metternich den Besitz und bewohnen ihn bis heute.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quellen
1821 562 <ref name="topo1821">Statistisch-Topographische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Minden 1821. In: Digitale Sammlungen ULB Münster. S. 34 ff, abgerufen am 3. März 2014.</ref>
1843 837 <ref>Geographisch-statistisch-topographische Übersicht des Regierungsbezirks Minden 1845</ref>
1864 760 <ref>Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Minden 1866</ref>
1871 642 <ref>Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Westfalen 1871</ref>
1885 624 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen 1885. Abgerufen am 16. März 2025.</ref>
1895 711 <ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen: Volkszählung 1895</ref>
01.12.1910 717 <ref>Landkreis Höxter. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. November 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref>
1925 757 <ref name="Verwaltungsgeschichte" />
1933 788 <ref name="Verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1939 809 <ref name="Verwaltungsgeschichte" />
1946 1218 <ref name="vz1946">Volkszählung 1946</ref>
06.06.1961 848 <ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 171.</ref>
31.12.1969 741 <ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 106.</ref>
23.06.1998 736 <ref name="Einwohner"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
31.12.2003 811 <ref name="Einwohner" />
31.12.2005 787 <ref name="Einwohner" />
31.12.2006 782 <ref name="Einwohner" />
31.12.2007 781 <ref name="Einwohner" />
30.06.2008 785 <ref name="Einwohner" />
30.06.2011 729 <ref name="Einwohner" />
31.12.2013 727 <ref name="Einwohner 2013">Stadt Höxter > [1]</ref>
31.12.2015 670
31.12.2016 660 <ref name = "EinwohnerAkt">Zahlen & Fakten 2016</ref>
31.12.2017 627 <ref name = "Einwohner17">Stadtportrait Höxter 2017</ref>
31.12.2020 610 <ref name="Ur-Einwohner" />

Kirchen und Veranstaltungen

Datei:Höxter, Bruchhhausen, katholische Kirche.jpg
Katholische Kirche St. Marien
Datei:Höxter, Bruchhausen, evangelische Kirche.jpg
Evangelische Kirche

Im Zentrum des Ortes befinden sich zwei Kirchen. Die evangelische Laurentiuskirche wurde 1432 errichtet und die katholische Kirche St. Marien wurde 1699 erbaut.

Jeweils am zweiten Wochenende im August findet in Bruchhausen das Laurentiusfest mit Flohmarkt, Volkslauf und Kirmes statt.

Verkehr

Aus südlicher Richtung kommend führt die Landesstraße L 890 durch den Ort und weiter über das benachbarte Ottbergen und Bosseborn nach Ovenhausen.

Der Radweg R 2 führt, von Brakel kommend, durch Bruchhausen und über Amelunxen und Godelheim bis zur Mündung der Nethe in die Weser, wo Anschluss an den Weserradweg (R 99) besteht.

Söhne und Töchter

  • Salomon Ludwig Steinheim (Pseudonym: Abadjah Ben Amos) (1789–1866), jüdischer Mediziner, Religionsphilosoph und Gelehrter

Weblinks

Commons: Bruchhausen (Höxter) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Bruchhausen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Belege

<references />

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