Amt Büren-Land
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Wappen amt bueren.png |
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| Basisdaten (Stand 1974) | ||||||
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| Bestandszeitraum: | 1844–1974 | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |||||
| Regierungsbezirk: | Detmold | |||||
| Kreis: | Büren | |||||
| Fläche: | 146 km² | |||||
| Einwohner: | 11.097 (31. Dez. 1973) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 76 Einwohner je km² | |||||
| Amtsgliederung: | 11 Gemeinden | |||||
Das Amt Büren-Land war bis 1974 ein Amt im ostwestfälischen Kreis Büren in Nordrhein-Westfalen. Seine historischen Vorgänger waren die Herrschaft Büren im Hochstift Paderborn sowie der Kanton Büren.
Vorgeschichte
Die Herrschaft Büren
Die Herrschaft Büren war bis zu den Napoleonischen Kriegen eine Verwaltungseinheit im Hochstift Paderborn. Ihre Inhaber waren die Edelherren von Büren und als ihre Nachfolger zur Hälfte die Herrn von Büren-Schenckinck. 1662 wurde Wilhelm von Schenckinck, Herr zu Bevern, als „Freiherr und Edler Herr zu Bühren und Ringelstein von Schenckhing, Herr zu Beuern“ erhoben. Die Herrschaft umfasste die Stadt Büren sowie die Orte Barkhausen, Eickhoff, Harth, Hegensdorf, Keddinghausen, Siddinghausen, Steinhausen, Weiberg und Weine.<ref>Neue Sammlung geographisch-historisch-statistischer Schriften. Band 4. Jacobi, Weißenburg 1786, Das Hochstift Paderborn, S. 461 (google.de).</ref><ref>Johann Dietrich von Steinen: Kurzgefaßte Historie des Hochstifts Paderborn. In: Westphälische Geschichte. Band 2. Meyers, Lemgo 1755, S. 511 (google.de).</ref>
Der Kanton Büren
Nachdem das Gebiet des Hochstifts 1807 an das Königreich Westphalen gefallen war, wurden neue Verwaltungsstrukturen nach französischem Vorbild geschaffen; meistens ohne Berücksichtigung historischer Gebietsgrenzen. Zum Kanton Büren gehörten die Stadt Büren sowie die Gemeinden Ahden, Barkhausen, Brenken, Eickhoff, Harth, Hegensdorf, Keddinghausen, Siddinghausen, Steinhausen, Weiberg, Weine und Wewelsburg.<ref>Christian Daniel Voß: Die Zeiten. Archiv für die neueste Staatengeschichte und Politik. Band 13. Halle/Saale 1808, S. 373 (google.de).</ref> Im Jahre 1810 hatte der Kanton Büren 5490 Einwohner.<ref>Friedrich Justin Bertuch (Hrsg.): Allgemeine geographische Ephemeriden. Landes-Industrie-Comptoir, Weimar 1811, S. 31 (google.de).</ref> Der Kanton gehörte zum Distrikt Paderborn im Departement der Fulda des Königreichs und fiel 1813 an Preußen. 1816 wurden der Kanton dem neuen Kreis Büren zugeschlagen und bestand in diesem als Verwaltungsbezirk fort.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1816, S. 177</ref> Auch in den Folgejahren wurde der Verwaltungsbezirk manchmal noch als Kanton bezeichnet.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1840, S. 239</ref>
Das Amt Büren
Im Rahmen der Einführung der westfälischen Landgemeinde-Ordnung von 1841 wurden aus den unterhalb der Kreisebene bestehenden Verwaltungsbezirken, sofern es sich nicht um Städte gemäß der revidierten Städteordnung handelte, Ämter gebildet. Im Kreis Büren wurde dadurch aus dem Kanton Büren das Amt Büren. Zum Amt gehörten zunächst alle Gemeinden des alten Kantons Büren.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1844: Bildung des Amtes Büren. Abgerufen am 3. März 2014.</ref> Am 17. September 1895 erhielt die Stadt Büren die westfälische Städteordnung und schied dadurch aus dem Amt Büren aus, das in der Folgezeit Amt Büren-Land genannt wurde.<ref>Amtsblatt der Regierung Minden 1895, S. 289</ref>
Das Amt Büren-Land
Im Amt Büren-Land, dessen Sitz sich in der Stadt Büren befand, wurde die Gemeinde Keddinghausen 1939 nach Hegensdorf eingemeindet.<ref></ref> Das Amt umfasste seitdem elf Gemeinden. Die folgenden Daten stammen vom 31. Dezember 1973:
- Ahden: 844 E, 10 km², 179 m ü. NN
- Barkhausen: 154 E, 6 km², 331 m ü. NN
- Brenken: 1.948 E, 27 km², 201 m ü. NN
- Eickhoff: 111 E, 8 km², 332 m ü. NN
- Harth: 997 E, 18 km², 349 m ü. NN
- Hegensdorf: 858 E, 15 km², 265 m ü. NN
- Siddinghausen: 925 E, 10 km², 303 m ü. NN
- Steinhausen: 2.221 E, 14 km², 240 m ü. NN
- Weiberg: 617 E, 5 km², 350 m ü. NN
- Weine: 522 E, 7 km², 228 m ü. NN
- Wewelsburg: 2.000 E, 26 km², 219 m ü. NN
Das Amt wurde durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz zum 1. Januar 1975 aufgelöst. Alle Gemeinden wurden Stadtteile der vergrößerten Stadt Büren.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| Amt Büren | ||
| 1818 | 6.139 | <ref name="nrw1">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816–1871. Düsseldorf 1966</ref> |
| 1843 | 7.976 | <ref name="nrw1" /> |
| 1871 | 7.620 | <ref name="nrw1" /> |
| Amt Büren-Land | ||
| 1910 | 6.133 | <ref>Landkreis Büren. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 19. Januar 2022.</ref> |
| 1939 | 6.924 | <ref name="nrw2">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Düsseldorf 1966</ref> |
| 1950 | 10.435 | <ref name="isys">Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)</ref> |
| 1961 | 9.870 | <ref name="isys" /> |
| 1970 | 11.020 | <ref name="isys" /> |
Wappen
Blasonierung: Schild von silber und rot geteilt; oben ein Rautensparren, unten eine dreitürmige Burg in verwechselten Farben.
Der Rautensparren steht für die Edelherren von Büren, die Burg ist eine stilisierte Darstellung der Wewelsburg. Das Wappen wurde am 7. Januar 1936 verliehen.<ref>Meyer, Eugen, Wappenbuch der westfälischen Gemeinden, Münster 1940</ref>
Literatur
- Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Kreisverwaltung Büren (Hg.), Paderborn 1974, ISBN 3-506-73840-2.
- Friedrich Keinemann: Das Hochstift Paderborn am Ausgang des 18. Jahrhunderts. 1996, ISBN 3-8196-0405-7.
Einzelnachweise
<references />