Wurmb ist der Name eines alten thüringisch-sächsischen Adelsgeschlechtes. Die Namensform wechselte zwischen Worm, Wurm, Wormb und Wurmb.
Geschichte
Das Geschlecht gehörte zu den sächsischen und StolbergerVasallen und wird erstmals mit eques (Ritter) Conradus Worm 1173 urkundlich genannt.<ref>Hauptstaatsarchiv Dresden.</ref> Dieser ritt im Gefolge des Landgrafen Ludwig III. gegen die Askanier. Spätere Erwähnungen waren Bertholdus und Ulricus Worm im Jahr 1212, als Zeugen der Vögte von Weida. Die ununterbrochene Stammreihe beginnt 1250 mit Dietricus Worm.
Die Kinder Conrad III. Worm teilten seine Besitzungen unter sich auf und begründeten die beiden Hauptlinien Heichelheim und Tunzenhausen. Alle heute noch blühenden Linien stammen von letzterer ab. Der Stammvater aller heute noch lebenden Familienmitgliedern ist Lutze I, Urenkel Conrads III. Dieser heiratete Margarethe v. Werthern und war kaiserlich-römischer und kurbrandenburgischer Rat. Er war ebenfalls auch Burgmann und Lehnsherr auf und zu Großfurra, Tunzenhausen, Thamsbrück, Wolkramshausen, Rüxleben, Hopperode und Straußberg.
Spätere Sitze der Familien befanden sich außerdem im merseburgischen St. Ulrich bei Mücheln und Leiha, Kleinfurra (Klein- und Großfurra (1415 bis 1945)), Wolkramshausen, Klettstedt, Crimderode, Wernrode, Sundhausen, Rüxleben, Lausnitz, Porstendorf und Witzschersdorf. Diese Sitze waren Namensgebend für die folgenden Linien, Äste und Zweige der Familie. Im 19. Jahrhundert wanderten einige Zweige der Großfurra Linie nach Südamerika aus, diese werden nach ihrem Land im Familienstammbaum geführt. Der Sitz Wolkramshausen wurde nach dem Aussterben der alten Wolkramshäuser Linie durch die neue Wolkramshäuser Linie besetzt, diese wiederum teilt sich in einen älteren und jüngeren Ast. Vom ersten teilt sich der Lausnitzer Zweig ab.
Seit dem 5. April 1838 nannte sich ein Zweig der Familie auf Grund einer von der preußischen Krone bewilligten Namens- und Wappenvereinigung Wurmb von Zinck (von 1786 bis 1945 auf Witzschersdorf).<ref>Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelige Häuser, A (Uradel), Band XI, Band 49 der Gesamtreihe GHdA, C. A, Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1971, S. 487. {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0435-2408|0}}{{#ifeq:1|0|[!]
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Die Gründung eines Geschlechterverbandes in Porstendorf wurde im Jahr 1889 durch Großherzog Carl Alexander bestätigt.<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|Vorlage:FormatDate/Wartung/Error}}| |}}}}{{#if:|{{{autor}}}: }}{{#if:|{{#if:von Wurmbscher Familienverband|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=von Wurmbscher Familienverband}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://www.vonwurmb.de/start.htm%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=von Wurmbscher Familienverband}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://www.vonwurmb.de/start.htm}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=von Wurmbscher Familienverband}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:{{#if: 2026-02-28 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
Die Familie stellte über die Jahrhunderte wiederholt Offiziere bis hin zu Generälen, Kammerherren und Amtmänner in hessischen, schwarzburgischen und sächsischen Diensten. Gelegentlich schlugen Mitglieder der Familie andere Wege ein, wie der Naturforscher Friedrich v. Wurmb (1742_1781) aus der Wolkramshäuser Linie, ihm zu Ehren benannte der Biologe Carl Peter Thunberg die Pflanzengattung „Wurmbea“. Eine kulturgeschichtlich prominente Familienangehörige ist Luise v. Lengefeld, geb. v. Wurmb (1743–1823), Schwiegermutter Friedrich Schillers. Dieser erwähnte die beiden Gebrüder Wrmb. in seiner kurzen Geschichte, „Eine Großmütige Handlung“.
Rittergut Witzschersdorf um 1860, 1945 durch eine Fliegerbombe zerstört, Sammlung Alexander Duncker
Wappen
Das Stammwappen, von dem die ältesten bekannten Darstellungen aus Wachssiegeln des 14. und 15. Jahrhunderts stammen, zeigt auf blauem Schild einen geflügelten, zum Flug aufsteigenden, rot bewehrten und gezungten, goldenen (gold-grünen) Drachen (Lindwurm); auf dem Helm mit blau-goldenen Decken der Drache.
Der etwa 300 Jahre alte Wappenspruch lautet: „Nil me fatalia terrent“ (Niemals schrecken mich Widerwärtigkeiten).
Linien
Ottstedt, Buttelstedt und Heichelheim (Stammlinie)
Ulrich III. Worm (gen. 1378–1424), mit seinen Brüdern Ritter auf Buttelstedt, Heichelheim und Tunzenhausen, Erbe von Heichelheim, Stammvater der ebenfalls erloschenen Linien Stedten, Heilsberg, Olbersleben und Vippach-Edelhausen
Conrad IV. von Wurmb (gen. 1348–1406), weiterer Sohn Conrads III. zu Heichelheim, mit seinen Brüdern Ritter auf Buttelstedt, Heichelheim und Tunzenhausen, Erbe von Tunzenhausen
Heinrich von Wurmb (1390–1442), Herr auf Tunzenhausen und seit 1415 eines Teils der Burg Furra ⚭ Elisabeth von Tunzenhausen
Lutze I. von Wurmb (1418–1473), Herr auf Tunzenhausen und Großfurra ⚭ Margaretha von Werthern
Lutze II. von Wurmb (1450–1502), Herr auf Tunzenhausen und Großfurra ⚭ Anna von Hanstein
Hans von Wurmb (1483–1549), Herr auf Großfurra ⚭ Dorothea von Worbis
Volkmar von Wurmb (1520–1569), Herr auf Großfurra ⚭ Martha von Tettenborn
Johann August Ludwig (gen. Lutze) von Wurmb (1730–1799), Herr auf Großfurra, Infanterie-Kapitän in Braunschweig-Lüneburg, 1771 Ritter des kaiserlichen St. Josephorden ⚭ am 2. Oktober 1765 mit Philippine Dorothea Christiane von Bila (geb. am 3. Juni 1739 in Hainrode, gest. am 16. Februar 1827), zwei Söhne Carl Friedrich Ernst und Johann Carl Friedrich
Johann Carl Friedrich von Wurmb (geb. 18. Februar 1775 in Großfurra; gest. 1837), Herr auf Großfurra, fürstlicher Amtshauptmann ⚭ Wilhelmine von Selchow
Georg Viktor von Wurmb (1832–1896), Herr auf Großfurra, Offizier
Hans von Wurmb (1866–1919), Herr auf Großfurra ⚭ Frieda von Stabbert
Dietrich von Wurmb (1899–1963) ⚭ Anni von Harling, Joachim (1902–1956), ⚭ Waltraut Allolio und Gerhard (1903–1986), ⚭ Frieda Marie Brenneke, Besitzer von Großfurra bis 1945
Otto Heinrich von Wurmb (1631–1676), weiterer Sohn von Andreas Sigismund von Wurmb zu Wolkramshausen, Erbherr auf Hopperode, Herr auf Kleinfurra, Mörbach, Hainrode ⚭ am 2. November 1668 in Wolkramshausen mit Sidonia von Bila (* 13. September 1641, † 1693), älteste Tochter Anna Magdalena Wurmb, geb. 19 Nov 1670 in Hopperode, † 1734, ⚭ am 4. Juni 1694 August Hermann Francke (1663–1727), evangelischer Theologe, Hauptvertreter Hallischer Pietismus
Carl Friedrich Ernst von Wurmb, geb. 4. Juli 1769 in Hopperode, gest. 22. November 1828 in Sondershausen, kursächsischer Leutnant a. D., erster Sohn von Johann August Ludwig von Wurmb und Philippine Dorothea Christiane von Bila<ref>Carl Friedrich Ernst von Wurmb, Hopperode, in: DAG (Hrsg.): Jahrbuch des Deutschen Adels, Band 3 (III), Verlag von W. T. Bruer, Berlin 1899, S. 892.</ref>, ⚭ am 24. Juni 1794 mit Wilhelmine Güntherine von Wilcke in Wolkramshausen<ref>Carl Friedrich Ernst von Wurmb, Heirat mit Wilhelmine Güntherine von Wilcke in Wolkramshausen, in: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel. 1917, Achtzehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1916, S. 1000.</ref>
Ludwig von Wurmb (1740–1811), Landeshauptmann und Major in Rudolstadt, Sohn des Gottfried von Wurmb, ⚭ Christiane von Werthern (1750–1778), Eine großmütige Handlung
Friedrich von Wurmb (1742–1781), Botaniker in Batavia, Sohn Gottfried von Wurmbs, Vater des Missionars Theobald von Wurmb
Carl Ludwig Friedrich von Wurmb (1755–1828), königlich sächsischer Major, ⚭ Amalie Eleonore Sophie von Mader, Tochter der Christine Wilhelmine Sofia Luise Gräfin von Lewenhaupt auf Lausnitz und Neunhofen<ref>Adelsvapen Genealogi Wiki, Tab 28. Grevliga ätten Lewenhaupt Nr. 2. Stand: Sidan ändrades senast den 15 september 2020 kl. 18.06.</ref> (verwitwete Gräfin von Ellrodt)
Friedrich Ludwig Adolph von Wurmb (1794–1854), königlich sächsischer Oberst, Kommandant und Direktor der Dresdener Kasernen, ⚭ Liddy von Prenzel<ref>Adolph von Wurmb, in: Stadtwiki Dresden, Stand 10. Dezember 2023.</ref>
Heinrich von Wurmb (1800–1863), kaiserlich-österreichischer Major
Alfred Ludwig von Wurmb (1846–1915) Herr auf Lausnitz, königlich sächsischer Oberst und Bataillonskommandeur im 2. Grenadier-Regiment. Nr. 101<ref>Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Königlichen Residenz- und Hauptstadt Dresden für das Jahr 1888. 34. Ausgabe, Bearbeitet durch das Einwohnermeldeamt der Königlichen Polizeidirektion, Druck E. Blochmann und Sohn, Dresden 1888, S. 620.</ref>, Großherzoglicher Kammerherr ⚭ Marie Luise Pauline Rosa von Breitenbuch
Curt Ernst von Wurmb (1633–1674), 4. Sohn von Andreas Sigismund Wurmb auf Wolkramshausen, 1665 Erwerber des Gutes Crimderode, ⚭ Anna Elisabeth von Rüxleben,
Friedrich Wilhelm von Wurmb (1732–1806), Neffe Ludwig Alexanders, 1757–1792 in Diensten des Königreichs Großbritannien, zuletzt als Generalleutnant, Erbauer des Herrenhauses in Krimderoda (1786–1787), ⚭ (I.) Henriette von Stammer ⚭ (II.) Louise Elisabeth von Bötticher
Günther Karl Wolf Wurmb von Zinck (1822–1852), geboren in Kölleda, preußischer Premierleutnant, tödlich verunglückt durch Sturz vom Pferd, ⚭ Freiin Helene Marie von Brenn, Tochter von Gustav von Brenn
Eckart von Wurmb (1864–1946), 5. Sohn Lothar von Wurmbs, preußischer Oberst und Militärschriftsteller
Wilhelm Wurmb von Zinck<ref>Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch des Uradels. 1893, Band 2, v. Wurmb u. Wurmb v. Zink. I. Grußfurraer Linie. A. Aelterer Ast. Majorat Witzschersdorf, Druck und Verlag von Friedrich Irrgang, Brünn / Rudolstadt 1893, S. 614.</ref> (1885–1930), Erbe von Witzschersdorf, Schloss Lagow, Neumark, geisteskrank, kinderlos, gefolgt von seinem Cousin Volkmar Wurmb von Zinck (1892–1945), jüngerer Enkel des Günther Karl Lothar von Wurmb, geboren in Kassel, Oberleutnant der Reichswehr, gestorben beim Bombenangriff auf Witzschersdorf
Friederike von Wurmb (1754–1828), Tochter Caspar Walrabs von Wurmb<ref>C. M. von Hammer: Friederike von Wurmb Ein Zeit und Lebensbild, Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1929</ref>, Erzieherin der Auguste von Bayern (⚭ Eugène de Beauharnais)
Karl Friedrich Ernst von Wurmb (1769–1828), weiterer Sohn des kursächsischen Kabinettsministers Friedrich Ludwig von Wurmb, Herr auf Großfurra und Hoppenrode, Oberlandeshauptmann, schwarzburg-sonderhausischerKammerjunker
Robert von Wurmb (1835–1911), Sohn des Moritz von Wurmb (1804–1864), preußischer Generalleutnant, Regierungsrat
Karl von Wurmb (1838–1902), preußischer Generalleutnant und Ehrenritter des Johanniterordens
Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Teil A (Uradel). 1942, Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. 41. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 630 ff.
Gerhard von Wurmb: Geschichte der Familie von Wurmb, publiziert in drei Bänden, Zusammengestellt auf Grund eigener Forschungen unter Benutzung der Forschungsergebnisse anderer Wurmb’scher Ahnenforscher, Gerlingen 1955 bis 1957. Digital erfasst in KIT (KVK-Volltitel, Bayrische Staatsbibliothek)
Band 1: Die Heichelheimer Hauptlinie mit ihren Unterzweigen.
Band 2: Die Großfurraer Linie und die alte Wolkramshäuser Linie.
Band 3: Die Thamsbrück-Clettstedter Linie mit ihren Untergliedern.
Conrad v. Witzleben-Wurmb: Familiengeschichte, Band 4, 2006.
Christoph Franke: Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band XVI, Band 137 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2005. {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0435-2408|0}}{{#ifeq:1|0|[!]
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