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Wiera (Schwalmstadt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wiera
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(604)&title=Wiera 50° 53′ N, 9° 8′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(604) 50° 52′ 54″ N, 9° 8′ 19″ O
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Höhe: 225 m ü. NHN
Fläche: 9,49 km²<ref name="DF">Zahlen/Daten/Fakten. In: Webauftritt. Stadt Schwalmstadt, abgerufen im August 2020.</ref>
Einwohner: 604 (31. Dez. 2025) HW<ref name="EZ">Einwohnerzahlen 31.12.2024. In: Webauftritt. Stadt Schwalmstadt, abgerufen im Mai 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34613
Vorwahl: 06692
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Wiera ist ein Stadtteil der Stadt Schwalmstadt im hessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geographische Lage

Der Ort liegt etwa drei Kilometer südwestlich von Treysa am gleichnamigen Schwalm-Nebenfluss Wiera. Durch Wiera führt der Abschnitt der Bundesstraße 454 zwischen Treysa und Neustadt, von der die Straßen nach Momberg und Mengsberg abzweigen. Darüber hinaus hat Wiera einen Haltepunkt an der Main-Weser-Bahn, der vom Mittelhessen-Express auf der Linie RB41 Treysa–Frankfurt, sowie der Linie RE98 Kassel–Frankfurt bedient wird.

Südöstlich des Ortes liegt das Hügelgrab von Wiera, eine archäologische Fundstätte aus der mittleren Bronzezeit.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Wiera erfolgte unter dem Namen Wirahin im Jahr 1197 in einer Urkunde des Klosters Spieskappel.<ref name="lagis" />

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wiera im Zuge der hessischen Gebietsreform auf freiwilliger Basis als Stadtteil nach Schwalmstadt eingegliedert.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 43. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref><ref></ref> Für die ehemals eigenständigen Städte und Gemeinden von Schwalmstadt wurde je ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (DOCX; 30 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadtverwaltung Schwalmstadt, abgerufen im Januar 2022.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungseinheit.</ref> denen Wiera angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Wiera 657 Einwohner. Darunter waren 16 (2,4 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 105 Einwohner unter 18 Jahren, 261 zwischen 18 und 49, 138 zwischen 50 und 64 und 153 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 297 Haushalten. Davon waren 99 Singlehaushalte, 90 Paare ohne Kinder und 84 Paare mit Kindern, sowie 21 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 69 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 192 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1502: 20 Männer.
• 1585: 37 Hausgesesse
• 1639: 16 Männer, 3 Witwen
• 1681: 16 Hausgesesse, 3 Ausschuss.
• 1747: 35 Wohnhäuser einschließlich 3 Mühlen, 191 Einwohner
Wiera: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2024
Jahr  Einwohner
1834
  
390
1840
  
406
1846
  
420
1852
  
433
1858
  
427
1864
  
442
1871
  
415
1875
  
409
1885
  
432
1895
  
456
1905
  
491
1910
  
500
1925
  
539
1939
  
603
1946
  
926
1950
  
933
1956
  
803
1961
  
742
1967
  
743
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
657
2016
  
659
2021
  
631
2024
  
602
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Schwalmstadt<ref name="EW" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Erwerbstätigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1747: drei Schneider, zwei Wagner, ein Bender, drei Müller, zwei Schmiede, vier Wirte, Branntweinbrenner und -schenken, worunter einer schon als Schneider gezählt, acht Tagelöhner
• 1838 Familien: 34 Ackerbau, 4 Gewerbe, 39 Tagelöhner
• 1961 Erwerbspersonen: 160 Land- und Forstwirtschaft, 153 produzierendes Gewerbe, 47 Handel und Verkehr, 19 Dienstleistungen und Sonstiges

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: 407 evangelisch-lutherische, 4 evangelisch-reformierte und 7 katholische Einwohner
• 1885: 413 evangelische (= 95,60 %), 17 katholische (= 3,94 %), zwei jüdische (= 0,46 %) Einwohner
• 1961: 716 evangelische (= 96,50 %), 26 katholische (= 3,50 %) Einwohner

Politik

Für Wiera besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Wiera) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus sieben Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2026 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 59,22 %. Es erhielten die Liste der "Wierschen für Wiera" (WfW) mit 60,08% vier Sitze, die SPD mit 39,92 % der Stimmen drei Sitze.<ref>Ortsbeiratswahl Wiera. In: Votemanager. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im März 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Andreas Stehl (WfW) zum Ortsvorsteher und Jochen Habich (SPD) zu dessen Stellvertreter.<ref>OrtsvorsteherInnen. In: Webauftritt. Stadt Schwalmstadt, abgerufen im März 2023.</ref>

Kulturdenkmäler

Datei:Schwalmstadt-Wiera, ev. Kirche 01.jpg
Schwalmstadt-Wiera, ev. Kirche

Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe Liste der Kulturdenkmäler in Wiera (Schwalmstadt).

Die evangelische Filialkirche wurde 1828 erbaut. Es handelt sich um eine klassizistische, dreiachsige Saalkirche in sichtbarem Bruchsteinmauerwerk mit Walmdach. Im Inneren befindet sich eine dreiseitig umlaufende Empore und einen Altar und eine dahinter stehende Kanzel aus der Bauzeit. Die Orgel stammt aus der Zeit um 1900.<ref></ref>

Persönlichkeiten

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="EW"> Einwohnerzahlen. Stadtverwaltung Schwalmstadt, abgerufen im Januar 2022. </ref> <ref name="lagis">Wiera (Kirchwiera, Oberwiera), Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 17. Dezember 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 81 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 8,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 40 und 96, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Wiera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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