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Wejherowo

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Vorlage:Infobox Ort in Polen Wejherowo (deutsch Neustadt in Westpreußen, zuvor Weyersfrey; kaschubisch Wejrowò) ist eine Stadt im Powiat Wejherowski der polnischen Woiwodschaft Pommern.

Der Powiat und die Landgemeinde Wejherowo, zu der die Stadt selbst nicht zählt, haben ihren Verwaltungssitz in der Stadt Wejherowo.

Geographische Lage

Die Stadt liegt in der historischen Landschaft Westpreußen, im breiten Urstromtal der Reda, westlich der Danziger Bucht, auf einer Höhe von 30 m über der Ostsee,<ref name="MeyersGaz" /> etwa zwanzig Kilometer nordwestlich der Hafenstadt Gdynia.

Der nächste Flughafen befindet sich in 40 Kilometern Entfernung in Danzig.

Datei:Wejherowo aerial view.jpg
Stadtgebiet aus der Vogelperspektive

Geschichte

Datei:COA Neustadt in Westpreußen (im alten Rathaus in Danzig).jpg
Wappen von Neustadt in Westpreußen im Plenarsaal des altstädtischen Rathauses in Danzig
Datei:Wejherowo ratusz 11.jpg
Rathaus, erbaut 1729<ref name="HP" />
Datei:Monument of Jakub Wejher in Wejherowo.jpg
Jakob von Weiher – Gründer der Stadt

In der Umgebung der Stadt sind wichtige archäologische Funde gemacht worden, darunter ein prähistorisches Gräberfeld und ein Steinkistengrab mit einer Gesichtsurne sowie Schmuck aus der Bronzezeit.<ref>Abraham Lissauer: Die prähistorischen Denkmäler der Provinz Westpreussen und der angrenzenden Gebiete. W. Engelmann, Leipzig 1887, S. 111, Nr. 127 (Google Books).</ref>

Von 1308 bis 1466 gehörte die Landschaft zum Deutschordensland Preußen und kam dann bei der Zweiteilung Preußens zum westlichen Teil, später auch als autonomes Polnisch-Preußen bekannt, das sich freiwillig unter den Schutz der polnischen Krone begeben hatte.

Durch sein Dekret vom 16. März 1569 auf dem Lubliner Sejm kündigte König Sigismund II. August die Autonomie Westpreußens jedoch unter Androhung herber Strafen einseitig auf, weshalb die Oberhoheit des polnischen Königs in diesem Teil des ehemaligen Gebiets des Deutschen Ordens von 1569 bis 1772 als Fremdherrschaft empfunden wurde.<ref>Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 104.</ref>

1576 kam die Siedlung Schmechau, nahe der späteren Stadt, unter die Herrschaft des Putziger Starosten Ernst von Weiher (aus der seit 1234 bekannten adligen Familie von Weiher).

Am 28. Mai 1643 gründete der Woiwode der Marienburg Jakob von Weiher die nach ihm benannte Siedlung Weyersfrey, Weihersfrei nahe dem Dorf Schmechau und errichtete im selben Jahr die Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit. Während der Belagerung von Smolensk 1633/34 hatte Jakob v. Weiher gelobt, zwei Kirchen zu errichten, wenn er die Belagerung überleben sollte. Die zweite Kirche war die Kirche der Heiligen Anna, die 1648 bis 1651 erbaut wurde. Zudem ließ Weiher einen Kreuzweg und Kalvarienberg mit 19 Kapellen errichten, deren Zahl sich später auf 26 erhöhte. In diesen Jahren kamen hierher auch Franziskaner (OFM). Weihersfrei wurde zu einem bekannten Wallfahrtsort.<ref>G. R. Jaquet: Skizzen aus Ost- und Westpreußen. In: Erheiterungen. Eine Hausbibliothek zur Unterhaltung und Belehrung für alle Stände. Band 36, Stuttgart 1864, S. 332–337, insbesondere S. 336–337.</ref>

Am 13. Januar 1650 erhielt die Stadt von Johann II. Kasimir das Stadtrecht nach preußischem Kulmer Recht. Sie war damit die einzige von einer Privatperson gegründete Stadt in Pommerellen, abgesehen von Topolno, das sein Stadtrecht bald wieder verlor. Im selben Jahr wurde das Rathaus errichtet, welches aber später mehrfach zerstört wurde. Ende des 17. Jahrhunderts war die Stadt Eigentum der Reichsfürsten-Familie Radziwill und nachfolgend der Sobieskis, unter ihnen auch König Johann III. Sobieski. Später wurde der Graf Przebendowski Eigentümer und nachfolgend der englische Konsul in Danzig, Alexander Gibson.

Im Jahr 1701 fanden in Neustadt Hexenprozesse statt.<ref>Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 151–154.</ref>

1723 wird der nach dem Gründer benannte Ort Weihersfrei, früher auch Weyersfrey<ref>Scriptorum Prutenicorum, David Braun 1723</ref> im Scriptorum Prutenicorum des preußischen Historikers David Braun aufgeführt.

Durch die erste polnische Teilung von 1772 kam das westliche Preußen mit dem Gebiet um Putzig und Neustadt unter Friedrich II. von Preußen zum Königreich Preußen. Im Jahr 1785 wird Neustadt oder Weyersfrey, polnisch Weyherowo oder Nusdz, als ein adliges Mediat-Städtchen mit einer katholischen Filialkirche von Gohra, einem Franziskaner-Reformaten-Kloster an der Rheda und Bialla und mit einer herrschaftlichen Mahl-, Walk- und Schneidemühle bezeichnet, das 130 Feuerstellen (Haushaltungen) aufweist.<ref name="JFG207">Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preußen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom West-Preußischen Cammer-Departement, S. 149.</ref>

1790 verkaufte der Konsul die Stadt an die Familie Keyserling. An der Schule der Stadt erteilten im Jahr 1816 drei Lehrer Unterricht.<ref name="AAM" />

1818 wurde Neustadt Sitz eines eigenen preußischen Landkreises Neustadt (Westpr.). Während dieser Zeit stieg der Anteil der deutschsprachigen Einwohner auf fast 50 % an (bei der preußischen Volkszählung von 1905 gaben 27.358 Bewohner Kaschubisch und 27.048 Deutsch als Muttersprache an). 1870 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen und erhielt eine direkte Verbindung nach Danzig und Stettin.

Nachdem die von Franziskaner-Gegenreformaten 1651 zu Neustadt gegründete Klosterschule 1826 eingegangen war, wurde 1857 in der Stadt ein Progymnasium eröffnet, das 1861 zu einem vollständigen Gymnasium erweitert wurde.<ref>L. Wiese: Das höhere Schulwesen in Preußen. Historisch-statistische Darstellung. Berlin 1864, S. 70–71</ref> In der Stadt gab es am Anfang des 20. Jahrhunderts eine evangelische Kirche, zwei katholische Kirchen, eine Synagoge, ein evangelisches Schullehrerseminar, eine Präparandenanstalt, eine Oberförsterei und ein Amtsgericht.<ref name="MKL">Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 14, Leipzig und Wien 1908, S. 578–580, Ziffer 21.</ref>

Bis 1920 gehörte Neustadt zum Kreis Neustadt im Regierungsbezirk Danzig der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges musste der Kreis Neustadt, wie der größere Teil Westpreußens, aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1920 zum Zweck der Einrichtung des Polnischen Korridors an Polen abgegeben werden, ohne Volksabstimmung und mit Wirkung vom 20. Januar 1920. Neustadt wurde in Wejherowo umbenannt. 1921 erschien dort die Zeitung „Gazeta Kaszubska“ (Zeitung Kaschubiens).

Durch den Überfall auf Polen 1939 trat das Gebiet des Polnischen Korridors zum Deutschen Reich, und am 26. Oktober 1939 wurde die bisher polnische Stadt Wejherowo vorläufig in Neustadt umbenannt.<ref name=terr >Stadt Neustadt (Westpr.) (Territorial.de)</ref> Am 21. Mai 1941 erfolgte die Umbenennung der Stadt Neustadt in Neustadt (Westpr.).<ref name=terr /> Das Kreisgebiet mit der Stadt Neustadt in Westpreußen wurde in den Reichsgau Danzig-Westpreußen eingegliedert, zu dem Neustadt bis 1945 gehörte.

Noch vor dem 27. September 1939 wurden in Neustadt die Psychiatriepatienten der Provinzial-Irrenanstalt durch die deutschen Besatzer ermordet. Anschließend wurde in der betroffenen Klinik ein deutsches Lazarett eingerichtet.<ref>Ute Gerlant: Vorlage:Webarchiv pdf, S. 4, abgerufen am 10. Oktober 2015.</ref>

In der Stadt waren ab 1940 mehrere Ersatztruppenteile der Wehrmacht untergebracht. Während der Zeit der Eingliederung der Stadt in den Reichsgau Danzig-Westpreußen war die polnische Untergrundorganisation Gryf Pomorski in der Gegend aktiv.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte am 12. März 1945 die Rote Armee die Stadt, die damit wieder Teil Polens wurde. Die deutsche Minderheit wurde in der darauf folgenden Zeit größtenteils vertrieben.

Bei einer Verwaltungsreform 1975 verlor die Stadt den Sitz des Powiats, erhielt ihn aber bei einer erneuten Reform 1999 wieder.

Demographie

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1776 Vorlage:0Vorlage:0789 in 129 Wohnhäusern<ref name="HP">Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 197–204.</ref>
1783 ≈700 sämtlich Deutsche, evangelischer oder katholischer Konfession, in 130 Wohnhäusern<ref name="JFG">Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil II, Marienwerder 1789, S. 53–54, Nr. 4.</ref>
1802 Vorlage:0Vorlage:0921 <ref name="AAM">Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 5: T–Z, Halle 1823, S. 346–347, Ziffer 482.</ref>
1810 Vorlage:01107 <ref name="AAM" />
1816 Vorlage:01021 davon 297 Evangelische, 693 Katholiken und 31 Juden<ref name="AAM" />
1821 Vorlage:01380 <ref name="AAM" />
1827 Vorlage:0 1363 <ref name="Prutz171">Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreussen, Danzig 1872, S. 171.</ref>
1831 Vorlage:01690 <ref name="AEP">August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde. Königsberg 1835, S. 411–412, Nr. 27.</ref>
1845 Vorlage:01800 <ref>Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit (H. A. Pierer, ed.), 2nd edition, Vol. 19, Altenburg 1845, S. 407, Nr. 14.</ref>
1852 Vorlage:02699 <ref>Kraatz (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Decker, Berlin 1856, S. 423 (Google Books).</ref>
1867 Vorlage:03715 am 3. Dezember<ref name="StatBüro" />
1871 Vorlage:04144 am 1. Dezember, davon 1677 Evangelische, 2282 Katholiken, 17 sonstige Christen und 168 Juden<ref name="StatBüro" > Königliches Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Preussen und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt. Berlin 1874, S. 388–389, Ziffer 1.

</ref>

1875 Vorlage:04506 <ref name="VWG">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1880 Vorlage:04715 <ref name="VWG" />
1890 Vorlage:05546 davon 2336 Protestanten, 3039 Katholiken und 160 Juden<ref>Brockhaus’ Konversations-Lexikon, 14. Auflage, Band 12, Berlin und Wien 1894, S. 289, Nr. 32</ref> (240 Polen<ref name="VWG" />)
1905 Vorlage:08389 davon 3044 Protestanten, 5171 Katholiken, 26 andere Christen und 148 Juden;<ref name="HHS">Handbuch der historischen Stätten, Ost und Westpreußen, Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X, S. 157.</ref> nach anderen Angaben 8390 Einwohner, darunter 3160 Evangelische und 149 Juden<ref name="Meyers">Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 14, Leipzig/Wien 1908, S. 578–580, Ziffer 21.</ref>
1910 9804 am 1. Dezember, davon 6970 mit deutscher Muttersprache (3195 Evangelische, 3610 Katholiken, 142 Juden), 394 mit polnischer Muttersprache (393 Katholiken) und 2421 mit kaschubischer Muttersprache (drei Evangelische, 2418 Katholiken)<ref name="KöPrStat" > Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Heft 2: Provinz Westpreußen, Regierungsbezirk Danzig. Berlin 1912, S. 36–37, Ziffer 1 </ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref name="MeyersGaz" >Neustadt in Westpreußen, in: Meyers Gazetteer (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, und alter Landkarte der Umgebung von Neustadt).</ref>
1921 Vorlage:08786 <ref name="HHS" />, davon 1800 Deutsche<ref>Der Große Brockhaus, 15. Auflage, Band 13, Leipzig 1932, S. 329, Nr. 19.</ref>
1943 16.490 <ref name="HHS" />
Bevölkerungsentwicklung seit 1945
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1948 13.400
1960 24.500
1980 42.400
2000 46.200
2012 50.258 Stand vom 30. Juni 2012<ref>http://www.stat.gov.pl/cps/rde/xbcr/gus/l_ludnosc_stan_struktura_30062012.pdf</ref>

Stadtgliederung

Die Stadt Wejherowo besteht aus folgenden Stadtteilen:

Polnischer Name Kaschubischer Name Deutscher Name
Dzielnica Zachodnia
Nanice Nańc Nanitz
Śmiechowo Smiechòwò Schmechau
Śródmieście Stadtmitte

Politik

Stadtpräsident

An der Spitze der Stadtverwaltung steht der Stadtpräsident. Seit 1998 dies Krzysztof Hildebrandt, der mit seinem eigenen Wahlkomitee antritt. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 führte zu folgenden Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 17. Juli 2024.</ref>

  • Krzysztof Hildebrandt (Wahlkomitee „Ich bevorzuge Krzysztof Hildebrandt für Wejherowo“) 43,5 % der Stimmen
  • Marcin Bulczak (Koalicja Obywatelska) 39,0 % der Stimmen
  • Wojciech Wasiakowski (Wahlkomitee „Gerechtigkeit für die Menschen von Wejherowo“) 17,5 % der Stimmen
  • Tomir Ponka (Prawo i Sprawiedliwość) 11,1 % der Stimmen

In der damit notwendigen Stichwahl wurde Amtsinhaber Hildebrandt mit 52,3 % der Stimmen gegen den KO-Kandidaten Bulczek wiedergewählt.

Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 führte zu folgenden Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. September 2020.</ref>

  • Krzysztof Hildebrandt (Wahlkomitee „Ich bevorzuge Krzysztof Hildebrandt für Wejherowo“) 55,7 % der Stimmen
  • Rafał Szlas (Koalicja Obywatelska) 18,3 % der Stimmen
  • Arkadiusz Szczygieł (Wahlkomitee für Wejherowo) 15,0 % der Stimmen
  • Tomir Ponka (Prawo i Sprawiedliwość) 11,1 % der Stimmen

Damit wurde Amtsinhaber Hildebrandt bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.

Stadtrat

Der Stadtrat umfasst 21 Mitglieder, die direkt gewählt werden. Die Wahl im April 2024 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 17. Juli 2024.</ref>

  • Wahlkomitee „Ich bevorzuge Krzysztof Hildebrandt für Wejherowo“ 41,9 % der Stimmen, 10 Sitze
  • Koalicja Obywatelska (KO) 40,9 % der Stimmen, 9 Sitze
  • Wahlkomitee „Gerechtigkeit für die Menschen von Wejherowo“ 17,9 % der Stimmen, 2 Sitze

Die Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. September 2020.</ref>

  • Wahlkomitee „Ich bevorzuge Krzysztof Hildebrandt für Wejherowo“ 39,5 % der Stimmen, 10 Sitze
  • Koalicja Obywatelska (KO) 26,3 % der Stimmen, 5 Sitze
  • Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 19,7 % der Stimmen, 4 Sitze
  • Wahlkomitee für Wejherowo 14,5 % der Stimmen, 2 Sitze

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Schloss Neustadt Sammlung Duncker.jpg
Schloss Neustadt um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Datei:Wejherowo palac.jpg
Schloss der Familien Przebendowski und Keyserling. Heute Sitz des kaschubischen Literatur- und Musikmuseums
Datei:Boleca.jpg
Altes Krankenhaus und Obdachlosenheim

Wejherowo nennt sich selbst die Geistige Hauptstadt der Kaschuben. Ein Ziel von Pilgern ist die Schutzheilige Wejherowos und seiner Umgebung, die Muttergottes, deren Heiligenbild 1999 von Johannes Paul II. gekrönt wurde.

Bauwerke

  • der Kalvarienberg
  • das Schloss der Familie Keyserling
  • das Rathaus, welches 1650 errichtet wurde, aber nach Zerstörungen seine heutige Architektur im Jahr 1908 erhielt
  • die Stiftskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit, welche 1643 errichtet wurde und bis 1972 vielfach umgebaut wurde
  • die Klosterkirche St. Anna (17. Jahrhundert), deren Innenausstattung aus dem 18. Jahrhundert stammt

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben

  • Jakob von Weiher (1609–1657), gründete 1643 die Stadt Weyersfrey (Weihersfrei)
  • Matthäus Prätorius (* um 1635 vermutlich in Memel; † um 1704 in Weyherstadt), evangelischer Pfarrer, später katholischer Geistlicher, Historiker und Ethnograph
  • Friedrich Gütte (1779–1843), wurde 1811 zum Bürgermeister gewählt, war seit 1819 Initiator der Gründung des Seebads Zoppot bei Danzig
  • Stanislaus Maronski (1825–1907), Historiker, arbeitete von 1857 bis 1872 als Gymnasiallehrer in Neustadt
  • Clara Quandt (1841–1919), deutsche Schriftstellerin, leitete ab 1869 in Neustadt eine private höhere Lehranstalt für Mädchen
  • Otto Herweg (1849–1921), deutscher Pädagoge und Botaniker, verbrachte den Großteil seines Berufslebens in Neustadt
  • Paul Gottlieb Nipkow (1860–1940), deutscher Techniker und Erfinder, besuchte von 1880 bis 1882 das Königliche Gymnasium in Neustadt und begann hier mit praktischen Experimenten der Telefonie
  • Edmund Roszczynialski (1888–1939), polnischer Priester, Chronist und Gründer der Untergrundorganisation Polska Żyje („Polen lebt“)
  • Ottomar Schreiber (1889–1955), deutscher Politiker und Landespräsident des Memellandes, wuchs in Neustadt auf

Ehrenbürger

Landgemeinde Wejherowo

Die Landgemeinde Wejherowo, zu der die Stadt selbst nicht gehört, umfasst eine Fläche von 194,08 km² und hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD). Vorlage:Hauptartikel

Denkmal und Massengräber

Ein zwölf Meter hohes Denkmal am nördlichen Gemeinderand in der Nähe von Wielka Piaśnica an der Hauptstraße zwischen Wejherowo und Krokowa erinnert an die Massaker von Piaśnica ab September 1939.

Literatur

Weblinks

Vorlage:Commons

Fußnoten

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Wejherowski

Vorlage:Normdaten