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Wallernhausen

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Wallernhausen
Stadt Nidda
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(977)&title=Wallernhausen 50° 24′ N, 9° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(977) 50° 23′ 38″ N, 9° 1′ 5″ O
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Höhe: 168 m ü. NHN
Fläche: 9,56 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 977 (2022)<ref name="EW2022">Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2023; abgerufen im April 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1970
Postleitzahl: 63667
Vorwahl: 06043

Wallernhausen ist ein Stadtteil von Nidda im hessischen Wetteraukreis.

Geographische Lage

Wallernhausen liegt südöstlich von Nidda an der Landesstraße 3184 von Nidda nach Bobenhausen, der Kreisstraße 202 in den Niddaer Ortsteil Fauerbach sowie der „K 203“, die direkt zur westlich Wallernhausens verlaufenden Bundesstraße 457 führt. Am Ortsende in Richtung Ranstadt / B 457 befinden sich das Bürgerhaus und der Sportplatz mitsamt Sportlerheim des FC Wallernhausen.

Die nächsten Autobahnanschlüsse sind an der Bundesautobahn 45 im Norden die Anschlussstelle Wölfersheim und im Süden die Anschlussstelle Florstadt.

Geschichte

Datei:Wallernhausen Kirche Nordwesten.jpg
Evangelische Kirche

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Wallernhausen erfolgte im Jahr 1187 unter dem Namen Wanoldeshusen.<ref name="lagis" /> Eine weitere Erwähnung als Waldradehusen erfolgte am 5. April 1299.<ref>Stephan Alexander Würdtwein, Dioecesis Moguntina in Archidiaconatus distincta I-IV, Bd. III, S. 232 f.</ref> Im Jahr 1299 wird ein Pleban erwähnt. 1359 besaß der Ort eine eigene Pfarrei. 1493 schenkten die Landgrafen von Hessen den Ort der Johanniterkommende in Nidda. Ab 1787 gehörte der Ort zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und zum Amt Nidda. Die barocke Kirche ersetzte 1740 den mittelalterlichen Vorgängerbau.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Wallernhausen:

„Wallernhausen (L. Bez. Nidda) evangel. Pfarrdorf; liegt 12 St. von Nidda, hat 132 Häuser und 682 Einwohner, die alle evangelisch sind, so wie 1 Kirche, 1 neues Schulhaus und 2 Höfe, nemlich Bieberberg und Finkenloch. Von den Einwohnern gehören 126 zum Bauernstand und 12 treiben bürgerliche Gewerbe. – Wallernhausen hatte schon im 14. Jahrhundert eine Pfarrkirche.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten am 1. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Bad Salzhausen, Borsdorf, Fauerbach bei Nidda, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Ober-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Wallernhausen und die Stadt Nidda zur neuen Stadt Nidda.<ref>Zusammenschluß der Stadt Nidda und der Gemeinden Bad Salzhausen, Borsdorf, Fauerbach, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Ober-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Wallernhausen im Landkreis Büdingen zur neuen Stadt „Nidda“ vom 24. November 1970. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 49, S. 2290, Punkt 2281 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref><ref></ref> Für die ehemals eigenständigen Gemeinden sowie für die Kernstadt Nidda wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 101 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Nidda, abgerufen im März 2021.</ref>

Am 13. Juli 2014 wurden durch ein Unwetter Straßen und Häuser so stark beschädigt, dass für den Ort Finanzhilfen beim Land beantragt wurden.<ref>Schäden in Wallernhausen. hr-online am 14. Juli 2014.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Wallernhausen angehört(e): <ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref name="lagis" /><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Wallernhausen 1044 Einwohner. Darunter waren 48 (4,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 177 Einwohner unter 18 Jahren, 411 waren zwischen 18 und 49, 213 zwischen 50 und 64 und 246 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 399 Haushalten. Davon 108 Singlehaushalte, 111 Paare ohne Kinder und 117 Paare mit Kindern, sowie 48 Alleinerziehende und 18 Wohngemeinschaften. In 72 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 276 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

• 1791: 469 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 469 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 595 Einwohner, 119 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 382 Einwohner, 132 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 620 Einwohner, 136 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref>
• 1875: 589 Einwohner, 132 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref>
Wallernhausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2022
Jahr  Einwohner
1791
  
469
1800
  
469
1806
  
595
1829
  
620
1834
  
673
1840
  
680
1846
  
715
1852
  
633
1858
  
675
1864
  
644
1871
  
612
1875
  
589
1885
  
579
1895
  
564
1905
  
605
1910
  
617
1925
  
626
1939
  
596
1946
  
902
1950
  
904
1956
  
782
1961
  
758
1967
  
780
1970
  
781
1980
  
?
1990
  
?
1996
  
1.204
2000
  
1.186
2006
  
1.127
2010
  
1.123
2011
  
1.044
2016
  
1.044
2019
  
988
2022
  
977
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Nidda<ref name="EW" /><ref name="EW2022" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1829: 682 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1961: 666 evangelische (= 87,86 %) und 85 katholische (= 11,21 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Ortsvorsteher ist Kai Könnecke (Stand April 2024).<ref>Ortsbeirat Wallernhausen. Stadt Nidda, abgerufen im April 2024.</ref>

Kulturdenkmäler

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Wallernhausen

Wirtschaft und Infrastruktur

ÖPNV

Nahversorgung

In Wallernhausen existieren u. a.

Söhne und Töchter des Ortes

Literatur

  • Historisches Ortsverzeichnis Großherzogtum und Volksstaat Hessen, S. 209.
  • Denkmaltopographie Wetteraukreis I, S. 354–357.
  • Kleinfeldt/Weirich, Kirchenorganisation, S. 35.
  • Yvonne Taddeo: Die Stadtteile der Großgemeinde Nidda. Humorvolles – Geschichtliches – Dorfporträts. Wort im Bild, [Altenstadt] / Ortenberg 2020, ISBN 978-3-88654-792-0.
  • Vorlage:HessBib

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 203 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 222 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 268 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="EW"> Nidda in Zahlen. In: Webauftritt (aus Webarchiv). Stadt Nidda, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Oktober 2011; abgerufen im April 2024. </ref> <ref name="lagis"> Wallernhausen, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. November 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 421 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 106, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021; abgerufen im März 2021. </ref> </references>

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