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Volksrepräsentantenhaus

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Das Volksrepräsentantenhaus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), transkribiert Yehizbtewekayoch Mekir Bet, oder auch kurz Parlama; auch Rat der Vertreter der Völker beziehungsweise Haus der Vertreter der Völker) ist das Unterhaus der Parlamentarischen Bundesversammlung Äthiopiens ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), dem Zweikammer-Parlament Äthiopiens. Die zweite Kammer bildet das Bundeshaus Äthiopiens.

Das Haus der Vertreter der Völker befindet sich in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba und wurde 1995 eingerichtet. Seither fanden regelmäßig Mehrparteien-Wahlen zum Parlament statt: 1995, 2000, 2005<ref>African Elections Database: Wahlen zum Volksrepräsentantenhaus Äthiopiens 2005, abgerufen am 14. Juni 2010</ref>, 2010 und 2015. Die geplanten Wahlen 2020 wurden wegen der Corona-Pandemie auf Juni 2021 verschoben, was jedoch auf Kritik stieß und den Reformkurs von Premierminister Abiy Ahmed infrage stellt.<ref>Martina Schwikowski: Äthiopien: Wahlen verschoben, Krise imminent. In: Deutsche Welle. 15. Juni 2020, abgerufen am 11. Februar 2021.</ref> Stattdessen war vom "Einstieg in die Diktatur" und dem "Abbau der Demokratie" die Rede.<ref>Shuwa Kifle: Äthiopien: Einstieg in eine Diktatur? In: heise.de. Abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>

Arbeit

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Die Arbeitssprache ist Amharisch. Jeder einzelne Abgeordnete hat jedoch das Recht, seine jeweiligen Meinungen und Ansichten in der eigenen Sprache auszudrücken.<ref>Äthiopisches Parlament, Artikel 25 der Regulation Nummer 3/1998.</ref> Das Volksrepräsentantenhaus hat maximal 550 Parlamentsabgeordnete (zurzeit sind es 546), welche zumeist vom Volk direkt auf 5 Jahre für eine Legislaturperiode gewählt werden, und von denen 22 für Vertreter kleinerer nationaler Minderheiten reserviert sind.

Zu seinen Befugnissen zählen die Wahl des Staatspräsidenten auf sechs Jahre und die Einberufung vorgeschlagener Kandidaten für die Regierungsmitglieder in den Ministerrat. Zudem hat sie die Ernennungsbefugnis für den Präsidenten und den Vizepräsidenten des Obersten Bundesgerichtshofes sowie die sonstigen Richter für Angelegenheiten des Bundes.

Sprecher des Volksrepräsentantenhauses
Name von bis
Dawit Yohannes<ref>Quelle: Vips. World Parliaments</ref> 1995 2005
Teshome Toga Chanaka<ref>Quelle: Offizielle Webseite des Volksrepräsentantenhauses</ref> 10. Oktober 2005 3. Oktober 2010
Abadula Gemeda 4. Oktober 2010 19. April 2018
Muferiat Kamil 19. April 2018 16. Oktober 2018
Tagesse Chafo 18. Oktober 2018 amtierend

Wahlen 2021

Die Wahlen am 21. Juni 2021 standen unter dem Eindruck des Zweiten Äthiopischen Bürgerkriegs in der Region Tigray, weshalb dort auch nicht gewählt wurde. Insgesamt wurde in 102 von 547 Wahlkreisen die Wahl wegen der kritischen Sicherheitslage abgesagt.<ref name=":0">Bundeszentrale für politische Bildung: Parlamentswahl in Äthiopien. Abgerufen am 24. April 2022.</ref> Die Opposition hat die Wahlen teilweise boykottiert. Dementsprechend gewann die 2019 gegründet Wohlstandspartei von Premier Ahmed 410 von 436 Sitzen.<ref>tagesschau.de: Äthiopiens Regierungspartei gewinnt Parlamentswahl. Abgerufen am 24. April 2022.</ref> Die Wohlstandspartei ging aus der Revolutionären Demokratischen Front der Äthiopischen Völker hervor, nachdem Ahmed die Zusammenarbeit mit der Volksbefreiungsfront von Tigray beendete.<ref name=":0" /> Die Partei ist nunmehr ein Zusammenschluss aus der National-Demokratischen Bewegung der Amhara, der Demokratischen Organisation des Oromovolkes und der Demokratischen Front der Südäthiopischen Völker.

Wahlen 2015

Bei den Wahlen 2015 gewann die Revolutionäre Demokratische Front der Äthiopischen Völker 500 der 547 Sitze. Verbündete Parteien gewannen die restlichen Sitze. De facto besteht das gesamte Parlament damit aus regierungstreuen Parteien. Die Opposition verlor ihren einzigen Sitz. Nur 5,1 % der gültigen Stimmen entfielen auf die Opposition.<ref>Madelaine Meier: 100-Prozent-Regierung in Äthiopien. In: Deutsche Welle. 23. Juni 2015, abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>

Partei oder Koalition Sitze
Revolutionäre Demokratische Front der Äthiopischen Völker 500
Demokratische Partei des Somalischen Volkes 24
Demokratische Einheitsfront der Völker von Benishangul-Gumuz 9
Nationale Demokratische Partei der Afar 8
Demokratische Einheitsbewegung der Völker Gambellas 3
Nationalliga der Harari 1
Demokratische Bewegung des Argobba-Volkes 1
Gesamt 547

Die Revolutionäre Demokratische Front der Äthiopischen Völker sowie drei der vier Mitgliedsparteien der politischen Koalition, die seit dem Sturz des Derg-Regimes 1991 die äthiopische Politik dominiert hatten, nämlich die National-Demokratische Bewegung der Amhara, Demokratische Organisation des Oromovolkes und die Demokratische Front der Südäthiopischen Völker wurde am 1. Dezember 2019 aufgelöst. Die meisten ihrer Mitgliedsparteien wurden zur Wohlstandspartei (Prosperity Party) zusammengeschlossen, die die Rolle des EPRDF als Regierungspartei erbte. Der letzte Vorsitzende der EPRDF, Premierminister Abiy Ahmed, wurde der erste Vorsitzende der neuen Partei.

Siehe auch

Weblinks

Quellen

<references />

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1987

§ = indirekte Wahl
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