Zum Inhalt springen

Tunnel Höhnberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Tunnel Höhnberg
Tunnel Höhnberg
Tunnel Höhnberg
Südportal 2017
Ort Grub am Forst
Länge 824 m
Anzahl der Röhren 1
Bau
Bauherr DB Netz AG
Baukosten 23 Mio. Euro<ref name="db-2012-08-03" />
Baubeginn 2011
Fertigstellung 2013
Betrieb
Freigabe Dezember 2017
Nordportal 2016
Datei:Tunnel-Höhnberg-Nordportal-2016.jpg
Lagekarte
Koordinaten
Nordportal 50° 13′ 13″ N, 11° 0′ 22″ O
 {{#coordinates:50,220277777778|11,006111111111|
dim=100 globe= name=Nordportal Tunnel Höhnberg region=DE-BY type=building
  }}
Südportal 50° 12′ 43″ N, 11° 0′ 16″ O
 {{#coordinates:50,211944444444|11,004444444444|
dim=100 globe= name=Südportal Tunnel Höhnberg region=DE-BY type=building
  }}

Der Tunnel Höhnberg ist ein 824 Meter langer Eisenbahntunnel der Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt im Bereich der oberfränkischen Gemeinde Grub am Forst zwischen den Streckenkilometern 100,301 und 101,125.<ref name="Strecke">@1@2Vorlage:Toter Link/fahrweg.dbnetze.comSchüßler-Plan: Streckenprospekt Neubaustrecke VDE 8.1 Breitengüßbach–Erfurt. Herausgegeben von DB Netz AG Regionalbereich Südost. Stand 1. Juni 2017. S. 47 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )</ref>

Das Bauwerk nimmt zwei Gleise auf einer Festen Fahrbahn auf, die mit 300 km/h befahren werden können.

Verlauf

Das Bauwerk unterquert den südlich von Grub am Forst gelegenen Höhnberg.<ref>Ohne Quelle</ref> Es hat eine maximale Überdeckung von 25 Meter. Der Tunnel überquert den Tunnel Füllbach der Verbindungskurve Niederfüllbach.<ref name="db-06-2011">DB ProjektBau GmbH (Hrsg.): Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt, Anbindung Coburg Süd und Ost: Tunnel Höhnberg, Tunnel Rennberg Tunnel Füllbach und Tunnel Feuerfelsen. Broschüre, Juni 2011 (PDF-Datei, 833 kB).</ref> Der Abstand zwischen den beiden Tunneln beträgt dabei 16 m.<ref name="ct-2011-06-08">Kreuz und quer nur wegen Coburg. In: Coburger Tageblatt, 6. August 2011, S. 17.</ref>

Unmittelbar nördlich schließt die Füllbachtalbrücke an. Südlich folgt nach der Abzweigung Niederfüllbach die Talbrücke Weißenbrunn am Forst. Der Geländeeinschnitt vor dem südlichen Tunnelportal wurde eingezäunt.

Die Entwurfsgeschwindigkeit beträgt 300 km/h, die Gradiente weist Längsneigungen von bis zu 9,7 Promille auf.<ref name="db-06-2011"/>

Bau

Der Tunnel Höhnberg gehört mit dem Tunnel Füllbach sowie der Füllbachtalbrücke zum knapp zwei Kilometer langen Bauabschnitt Füllbachtalbrücke/Anbindung Coburg Süd.

Der Tunnel wurde am 27. September 2011 als letzter der insgesamt 25 Tunnel der Neubaustrecken feierlich angeschlagen. Tunnelpatin ist Katja Hessel, die Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Die Investitionskosten wurden Anfang 2011 mit 23 Millionen Euro angegeben.<ref name="db-2011-09-30">Anschlag für den Tunnel Höhnberg, den letzten von 25 Tunneln auf den Neubaustrecken des Projektes Nürnberg-Berlin. Pressemeldung vom 30. November 2011.</ref> Im November 2011 waren 100 m vorgetrieben.<ref name="ft-2011-11-23">Tunnel-Durchstich. In: Fränkischer Tag Obermain, 23. November 2011, S. 1.</ref>

Nach 309 Vortriebstagen<ref name="ft-2012-08-04">56 Kilometer nichts als Löcher. In: Fränkischer Tag, 4. August 2012, S. 14.</ref> und Verbrauch von 59 t Sprengstoff war am 2. Juli 2012 der Durchschlag am Nordportal.

Die offizielle Durchschlagsfeier folgte am 3. August 2012. Es war der 25. und letzte Tunneldurchschlag des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8.<ref name="nn-2012-08-04">Das Tor durch den Thüringer Wald ist offen. In: Nürnberger Nachrichten, 4. August 2012, S. 16.</ref><ref>Roland Granzer: Durchschlag am Höhnbergtunnel. In: Elektrische Bahnen. Band 110, Nr. 10, 2012, ISSN 0013-5437, S. 531.</ref> Aus diesem Anlass wurde ein „Tag der offenen Baustellentür“ am benachbarten Tunnel Füllbach gefeiert.<ref name="ft-2012-08-04"/><ref name="db-2012-08-03">Letzter Tunneldurchschlag für Neubaustrecken des Bahnprojekts Nürnberg-Berlin (VDE8) bei Coburg vollzogen. Deutsche Bahn, 3. August 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Januar 2013; abgerufen am 6. August 2012.</ref>

Die zweigleisige Röhre wurde in bergmännischer Bauweise von Süd nach Nord erstellt. Insgesamt fielen ungefähr 199.000 m³ Ausbruchsmaterial an. Dieses wurde auf der Deponie Pfarr<ref name="ct-2011-08-07">Tunnel & Strecken. In: Coburger Tageblatt, 8. Juli 2011, S. 17.</ref> gelagert, die über dem nördlichen Tunnelende liegt (50° 13′ 6″ N, 11° 0′ 21″ O

 {{#coordinates:50,218333333333|11,005833333333|
   |dim=25
   |globe=
   |name=Deponie Pfarr
   |region=DE-BY
   |type=landmark
  }}). Die Herstellung der inneren Tunnelschale erfolgte vom Südportal Richtung Nordportal.

Am 6. Mai 2013 wurden 211 Kubikmeter Beton des letzten Gewölbesegmentes eingebaut. Zu den Gästen der Feierlichkeiten zählten Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bahnchef Rüdiger Grube. Damit war gleichzeitig das letzte Segment für alle 25 Tunnel der Neubaustrecken des Projektes Nürnberg–Berlin hergestellt.<ref>http://www.vde8.de/#&desc=Pressemeldung+Archiv+-+Details&t&vde_pm=218&nav=3&siteid=71</ref> Der Rohbau sollte Ende 2013 fertiggestellt sein (Stand: August 2012).<ref name="nn-2012-08-04" /> Freigegeben wurde der Tunnel 2017 zur Eröffnung der Neubaustrecke.

Baustände

Literatur

Weblinks

Commons: Tunnel Höhnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Tunnel Eierberge | Tunnel Kulch | Tunnel Lichtenholz | Tunnel Höhnberg | Tunnel Füllbach | Tunnel Rennberg | Tunnel Feuerfelsen | Tunnel Reitersberg | Tunnel Müß | Tunnel Baumleite | Tunnel Bleßberg | Tunnel Goldberg | Tunnel Rehberg | Tunnel Masserberg | Tunnel Fleckberg | Tunnel Silberberg | Tunnel Brandkopf | Tunnel Lohmeberg | Tunnel Tragberg | Tunnel Sandberg | Tunnel Behringen | Tunnel Augustaburg Vorlage:Klappleiste/Ende