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Skjervøy

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Skjervøy
Skjervøy (Norwegen)
Skjervøy (Norwegen)
Basisdaten
Staat: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Norwegen
Kommunennummer: 5542
Provinz (fylke): Troms
Verwaltungssitz: Skjervøy
Offizieller Name: Skjervøy kommune (no)
Koordinaten: 70° 2′ N, 20° 58′ OKoordinaten: 70° 2′ N, 20° 58′ O
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dim=25000 globe= name= region=NO-55 type=adm2nd
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Fläche: 474,00 km²
Einwohner: 2.802 (1. Jan. 2026)<ref>07459: Population, by region, contents and year. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 7. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref>
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål
Webpräsenz:
Lage in der Provinz Troms
Lage der Kommune in der Provinz Troms

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Skjervøy (nordsamisch Skiervá, kvenisch Kierua<ref>Kierua. In: Kvensk stedsnavndatabase. Abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) ist eine Kommune im norwegischen Fylke Troms. Die Kommune hat 2802 Einwohner (Stand: 1. Januar 2026) und liegt nordöstlich von Tromsø. Verwaltungssitz ist der gleichnamige Ort Skjervøy.

Geografie

Foto einer Ortschaft, dahinter erhebt sich ein teils Schnee bedeckter Berg
Blick auf die Ortschaft Skjervøy

Skjervøy ist eine Inselkommune an der norwegischen Nordwestküste. Die Kommune verteilt sich über mehrere Inseln. Die größte ist im Norden die Insel Arnøya (nordsamisch Árdni) mit einer Fläche von rund 275 km². Südlich davon befindet sich die Insel Kågen (nordsamisch Gávvir) mit etwa 85 km² und südlich davon wiederum die Uløya. Von dieser gehört nur der nördliche Teil zur Kommune Skjervøy, der südliche zur Nachbarkommune Nordreisa. Weitere größere Inseln in der Kommune sind die Laukøya sowie die Skjervøya (nordsamisch Skiervá). Auf letzterer liegt an der Bucht Vågen an der Ostküste die Ortschaft Skjervøy.<ref name="norgeskart" /><ref name="snl" />

Die Grenze zu Nordreisa auf der Insel Uløya ist die einzige Landgrenze der Kommune. In dem im Osten von Skjervøy gelegenen Fjord Kvænangen (nordsamisch Návuonna) besteht im Norden eine Grenze zu Loppa und südlich davon zur Kommune Kvænangen. Südlich von dieser Grenze befindet sich die zur Kommune Nordreisa, die teils in der Meerenge Maursundet und teils auf der Uløya verläuft. Im Südosten verläuft im Lyngenfjord eine Grenze zur Kommune Lyngen. Im Westen der Kommune Skjervøy befindet sich im Fugløysundet zudem eine Meeresgrenze zur Kommune Karlsøy.<ref name="norgeskart">Skjervøy kommune. In: Norgeskart. Abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Gesamtfläche der Kommune beträgt 474,00 km², wobei Binnengewässer zusammen 8,68 km² ausmachen.<ref>09280: Areal (km²), etter arealtype, statistikkvariabel, år og region. In: Statistisk sentralbyrå. Abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die meisten Inseln Skjervøys sind stark von bergigem Terrain geprägt und auf mehreren Inseln befinden sich Berge mit Höhen von über 1000 moh.<ref name="snl" /> Die Erhebung Store Kågtinden auf der Insel Kågen stellt mit einer Höhe von 1229,67 moh. den höchsten Punkt der Kommune Skjervøy dar.<ref>Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, 6. Januar 2022, abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einwohner

Der Großteil der Einwohner der Kommune leben auf der Insel Skjervøya, wo sich auch die Ortschaft Skjervøy befindet. Bis in die 1980er-Jahre wuchs die Zahl der Einwohner der Gemeinde an. Anschließend begann sie einige Zeit zurückzugehen, bevor sie sich um die Jahrtausendwende wieder stabilisierte.<ref name="snl" /> Skjervøy ist der einzige sogenannte Tettsted, also die einzige Ansiedlung, die für statistische Zwecke als eine Ortschaft gewertet wird. Zum 1. Januar 2025 lebten dort 2435 Einwohner.<ref>Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 20. November 2025 (englisch).</ref>

Die Einwohner der Gemeinde werden Skjervøyværing genannt.<ref>Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Offizielle Schriftsprache ist Bokmål, also die weiter verbreitete der beiden norwegischen Sprachformen.<ref>Forskrift om målvedtak i kommunar og fylkeskommunar (målvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Entwicklung der Einwohnerzahl
Jahr Einwohnerzahl<ref>Population. 06913: Population 1 January and population changes during the calendar year (M) 1951 - 2025. In: ssb.no. Abgerufen am 8. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Veränderung
Anzahl Prozent
1960 5178
1970 4951 −227 −4,4 %
1980 3686 −1.265 −25,6 %
1990 3082 −604 −16,4 %
2000 2934 −148 −4,8 %
2010 2881 −53 −1,8 %
2020 2927 +46 +1,6 %

Geschichte

Foto einer in der Dunkelheit beleuchteten, weiß gestrichenen Holzkirche
Skjervøy kirke

Die Gründung der Kommune Skjervøy erfolgte im Zuge der Einführung der lokalen Selbstverwaltung im Jahr 1837. Im Jahr 1863 wurde die Kommune Kvænangen von Skjervøy abgespalten. Skjervøy verblieb dabei mit 2785 Einwohnern, die neue Kommune Kvænangen hatte bei ihrer Gründung 1677 Einwohner. Drei Jahre später wurde von Skjervøy zudem die Kommune Nordreise mit 1057 Einwohnern abgespalten. Skjervøy verblieb nun mit 2096 Einwohnern. Zum Beginn des Jahres 1890 ging ein mit 32 Personen bewohntes Gebiet an Nordreisa über. Im Januar 1965 wurde ein Areal mit zwölf Einwohnern an Kvænangen übertragen. Zum 1. Januar 1972 ging ein Gemeindeteil Skjervøys mit 1556 Einwohnern an Nordreisa über. An Nordreisa ging erneut im Jahr 1982 ein Gebiet mit 128 Einwohnern über.<ref>Dag Juvkam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. (PDF) In: Statistisk sentralbyrå. 1999, abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In der Kommune gibt es Funde von aus der Steinzeit stammenden samische Siedlungsstätten. Der Handelsplatz Skjervøy befand sich in der Vergangenheit lange in dem Besitz der Familie des Christen Michelsen Heggelund. Heggelunds Handelsmethoden wurden auch vom Schriftsteller Petter Dass beschrieben. Bekannt wurde der Ort Skjervøy am Ende des 19. Jahrhunderts durch das Anlegen der Fram mit Fridtjof Nansen nach einer dreijährigen Expedition im Polarmeer. Während des Zweiten Weltkriegs wurden im Oktober 1943 acht auf der Insel Arnøya stationierte Norweger, die Informationen über den Schiffsverkehr an die Alliierten schickten, hingerichtet.<ref name="hurtig" /><ref name="snl" />

In der Kommune befinden sich die Skjervøy kirke sowie die Arnøy kirke. Erstere ist eine Holzkirche aus dem Jahr 1728. Damit ist sie eine der ältesten noch bestehenden Kirchen der Region. Ihr Bau erfolgte auf Initiative des Missionars Thomas von Westen, der eine Kirche für die Missionierung von in der Gegend ansässigen Samen und Kvenen haben wollte.<ref>Skjervøy kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Arnøy kirke wurde 1978 fertiggestellt und ist ebenfalls eine Holzkirche.<ref>Arnøy kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Foto mehrerer kleinerer Boote in einem Hafen, teils umgeben von Häusern. In etwas Entfernung verschneite Berge.
Hafen von Skjervøy

Vom Festland und der dort verlaufenden Europastraße 6 (E6) führt der Fylkesvei 866 durch den Straßentunnel Maursundtunnelen unter der Meerenge Maursundet auf die Insel Kågen und damit in die Gemeinde Skjervøy. Dort verläuft er an der Ostküste der Insel entlang, bis der Fylkesvei über eine Brücke auf die Skjervøya und in die Ortschaft Skjervøy führt. Zwischen den Inseln der Kommune bestehen zudem Fährverbindungen.<ref name="norgeskart" />

Der Hafen von Skjervøy wird von Schiffen der Hurtigruten angefahren.<ref name="hurtig">Skjervøy – Im Herzen des nördlichen Teils der Provinz Troms. In: hurtigruten.de. Abgerufen am 15. Juni 2022.</ref>

Wirtschaft

Von wirtschaftlich größerer Bedeutung für Skjervøy ist die Fischerei sowie die Fischverarbeitung. Die Lebensmittelindustrie, zu der die Fischverarbeitung zählt, ist der Industriezweig mit der mit Abstand größten Zahl an Arbeitsplätzen. Die Ortschaft Skjervøy gilt als wichtiger Fischereihafen in der Region Nord-Troms. Nur eine geringe Rolle spielt hingegen die Landwirtschaft. Mit der Zeit nahm die Bedeutung des Tourismus für die Kommune zu.<ref name="snl">Geir Thorsnæs, Erik Bolstad: Skjervøy. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2020 arbeiteten von über 1400 Arbeitstätigen rund 1190 in Skjervøy selbst, jeweils über 50 Personen pendelten in die Kommunen Tromsø und Nordreisa.<ref>Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Name und Wappen

Das seit 1987 offizielle Wappen der Kommune zeigt den Kopf eines schwarzen Komoran auf silbernem Hintergrund.<ref name="snl" /> Skjervøy wurde etwa im Jahr 1520 als Skerffø und Skerfføenn erwähnt. Der Name setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, wobei „-øy“ im Deutschen „Insel“ bedeutet. Der erste Teil leitet sich vom altnordischen Wort *skerfr ab und bedeutet etwa „nackter Boden“ oder „nacktes Gestein“.<ref>Skjervøy. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 15. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Skjervøy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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