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Seilitz (Diera-Zehren)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Seilitz
Gemeinde Diera-Zehren
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(16)&title=Seilitz 51° 11′ N, 13° 24′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(16) 51° 11′ 3″ N, 13° 23′ 48″ O
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Höhe: 179 m
Fläche: 1,77 km²
Einwohner: 16<ref>Seilitz auf der Website von Diera-Zehren</ref>
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. November 1935
Eingemeindet nach: Zehren
Postleitzahl: 01665
Vorwahl: 035247
Lage von Seilitz in Sachsen

Seilitz ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Diera-Zehren im Landkreis Meißen. Er wurde am 1. November 1935 nach Zehren eingemeindet, mit dem der Ort am 1. Januar 1999 zur Gemeinde Diera-Zehren kam. In Seilitz befindet sich die gegenwärtig für die Meissener Porzellanmanufaktur genutzte Kaolinlagerstätte.

Geographie

Geographische Lage und Verkehr

Seilitz liegt in der Lommatzscher Pflege, links der Elbe südlich der Staatsstraße 32 und nördlich der Kreisstraße 8070 auf einem kleinen Plateau. Der Ort ist etwa zwei Kilometer von Zehren entfernt im südwestlichen Gemeindegebiet von Diera-Zehren gelegen. Der nördlich des Orts entspringende Seilitzbach entwässert über den Priesabach in den Ketzerbach.

Nachbarorte

Schieritz Zehren
Priesa Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Pröda Seebschütz

Geschichte

Datei:20303-Seilitz-1916-Kaolinwerke-Brück & Sohn Kunstverlag.jpg
Seilitz und Kaolinwerke (1916)

Spätmittelalter und Frühe Neuzeit

Der Rundweiler auf Blockflur Seilitz wurde wie viele andere Dörfer der Region 1334 erstmals als Sylicz erwähnt. Die Grundherrschaft übte um 1547 das Rittergut Grödel,<ref>Das Schloss Grödel auf www.sachsens-schloesser.de</ref> später das Rittergut Schieritz aus. Um 1764 unterstand ein Teil von Seilitz als Amtsdorf dem Schulamt Meißen.<ref>Das Schulamt Meißen im Sächsischen Staatsarchiv</ref>

Bekanntheit erlangte der Ort durch die Entdeckung von Kaolin-Vorkommen, die zur Herstellung von Keramik und Porzellan im nahen Meißen, aber auch für die Krister Porzellan-Manufaktur in Waldenburg/Niederschlesien genutzt werden konnten. Die Lagerstätten werden bis heute genutzt. Die Kaolin-Abbaustätte in Seilitz gilt als das „kleinste Bergwerk Europas“<ref>Porzellanherstellung: Kleinstes Bergwerk Europas bei Meißen bekommt neue Fördergrube. In: MDR.de. 27. November 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 15. Januar 2026.</ref>. Am 4. Dezember 2023 begann dort der Abbau aus einem neuen Grubenfeld.<ref>Susann Blum: Neuer Kaolin-Schacht für Meißener Porzellan eröffnet. In: ARD-Mediathek. 4. Dezember 2023, abgerufen am 4. Dezember 2023.</ref>

Seilitz gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Erbamt Meißen.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 46 f.</ref> Lediglich um 1764 unterstand ein Teil des Orts dem kursächsischen Schulamt Meißen.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 44–45.</ref>

19. und 20. Jahrhundert

Bei den im 19. Jahrhundert im Königreich Sachsen durchgeführten Verwaltungsreformen wurden die Ämter aufgelöst. Dadurch kam Seilitz im Jahr 1856 unter die Verwaltung des Gerichtsamts Meißen und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Meißen.<ref>Die Amtshauptmannschaft Meißen im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. März 2023; abgerufen am 16. August 2025.</ref> Im Jahr 1900 betrug die Größe der Gemarkung 177 Hektar. Von 85 Einwohnern im Jahr 1925 waren 77 evangelisch-lutherisch, zwei katholisch und sechs konfessionslos. Seilitz war nach Zehren gepfarrt und gehört heute zur dortigen Kirchgemeinde.

Am 1. November 1935 wurde der Ort nach Zehren eingemeindet.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Seilitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Durch die Kreisreform 1952 wurde Seilitz Teil des Kreises Meißen im Bezirk Dresden, der sich in der Nachwendezeit mehrmals vergrößerte. Diera und Zehren schlossen sich zum 1. Januar 1999 zu Diera-Zehren zusammen, seitdem ist Seilitz ein Ortsteil dieser Gemeinde.<ref name="HOV">Seilitz im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl<ref name="HOV"/>
1551 6 besessene Mann, 1 Gärtner, 8 Inwohner
1764 9 besessene Mann
1834 62
1871 80
1890 86
1910 67
1925 85

Sehenswürdigkeiten

  • Seilitz, kleinstes Bergwerk Europas

Literatur

Weblinks

Commons: Seilitz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende

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