Schieritz (Diera-Zehren)
Schieritz Gemeinde Diera-Zehren
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(222)&title=Schieritz 51° 12′ N, 13° 24′ O
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| Höhe: | 109 m | |||||
| Fläche: | 1,74 km² | |||||
| Einwohner: | 222 (31. Dez. 2019)<ref name="Einwohner">Gemeinde Diera-Zehren – Ortsteile – Schieritz. Abgerufen am 27. September 2021.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 128 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. November 1935 | |||||
| Eingemeindet nach: | Zehren | |||||
| Postleitzahl: | 01665 | |||||
| Vorwahl: | 035247 | |||||
Lage von Schieritz in Sachsen
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Schieritz ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Diera-Zehren im Landkreis Meißen. Er wurde am 1. November 1935 nach Zehren eingemeindet, mit dem der Ort am 1. Januar 1999 zur Gemeinde Diera-Zehren kam.
Geographie
Geographische Lage und Verkehr
Schieritz liegt in der Lommatzscher Pflege, links der Elbe an der Staatsstraße 32 direkt westlich von Zehren. Durch den Ort verläuft der Ketzerbach, der bei Zehren in die Elbe mündet.
Nachbarorte
| Ickowitz | ||
| Piskowitz | Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | Zehren |
| Priesa | Seilitz |
Geschichte
Die mittelalterliche Turmhügelburg am Schieritzer Dragonerberg, welche nicht identisch ist mit dem Vorgängerbau des Schlosses Schieritz, existierte nach historisch ungesicherten Vermutungen bereits im Zeitraum zwischen 1200 und 1250. Als gesichert gilt, dass die Burg im frühen 13. Jahrhundert aufgegeben wurde.<ref>Die Turmhügelburg Schieritz auf www.sachsens-schloesser.de</ref> Der Vorgängerbau der Burg Schieritz von Dominus Conradus wurde bereits um 1260 erwähnt.
Im Jahr 1360<ref name="stift1">Ernst Gotthelf Gersdorf: Urkundenbuch des Hochstifts Meißen Band 2. Giesecke & Devrient, Leipzig, 1865, (online), abgerufen am 28. Juni 2011, Seiten: XV, 27.</ref> wurde ein Herrensitz erwähnt, dessen Inhaber Ulrich von Gorenzk als dicti de Schyricz und seine Frau Agnes mit ihren fünf Söhnen war. Später entwickelte sich daraus ein Vorwerk und später ein Rittergut und das Schloss Schieritz. Die Grundherrschaft über die Gutssiedlung Schieritz auf Block- und Streifenflur übte 1551 das Rittergut Seerhausen<ref>Schloss Seerhausen auf www.sachsens-schloesser.de</ref> aus, um 1696 und später wird das Schieritzer Rittergut als Grundherr erwähnt.
Schieritz gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Erbamt Meißen.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 46 f.</ref> Bei den im 19. Jahrhundert im Königreich Sachsen durchgeführten Verwaltungsreformen wurden die Ämter aufgelöst. Dadurch kam Schieritz im Jahr 1856 unter die Verwaltung des Gerichtsamts Meißen und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Meißen.<ref>Die Amtshauptmannschaft Meißen im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. März 2023; abgerufen am 16. August 2025.</ref> Im Jahr 1900 betrug die Größe der Gemarkung 174 Hektar. Der Ort war nach Zehren gepfarrt und gehörte wie heute noch zur dortigen Kirchgemeinde. Von 304 Einwohnern im Jahr 1925 waren 285 evangelisch-lutherisch, vier katholisch und 15 konfessionslos.
Am 1. November 1935 wurde Schieritz nach Zehren eingemeindet.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Schieritz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Durch die Kreisreform 1952 wurde der Ort Teil des aus der Amtshauptmannschaft gebildeten Kreises Meißen im Bezirk Dresden, der sich in der Nachwendezeit mehrmals vergrößerte. Diera und Zehren schlossen sich zum 1. Januar 1999 zu Diera-Zehren zusammen, seitdem ist Schieritz ein Ortsteil dieser Gemeinde.<ref name="HOV">Schieritz im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
Entwicklung der Einwohnerzahl
| Jahr | Einwohnerzahl<ref name="HOV"/> |
|---|---|
| 1551 | 9 besessene Mann, 4 Inwohner |
| 1764 | 8 Gärtner, 12 Häusler |
| 1834 | 235 |
| 1871 | 256 |
| 1890 | 260 |
| 1910 | 280 |
| 1925 | 304 |
| 2011 | 227 |
| 2019 | 222 |
Sehenswürdigkeiten
- Schloss Schieritz
- Mühle Schieritz
Literatur
- Vorlage:Landschaften in Deutschland
- Cornelius Gurlitt: Schieritz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 41. Heft: Amtshauptmannschaft Meißen-Land. C. C. Meinhold, Dresden 1923, S. 457.
- Schloss Schieritz, In: Dr. Helmuth Gröger: Burgen und Schlösser in Sachsen, Verlag Heimatwerk Sachsen, 1940, S. 122–123
Weblinks
- Schieritz im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Schieritz auf der Website von Diera-Zehren
Einzelnachweise
<references />
Diera | Golk | Hebelei | Karpfenschänke | Keilbusch | Kleinzadel | Löbsal | Mischwitz | Naundörfel | Naundorf | Niederlommatzsch | Niedermuschütz | Nieschütz | Oberlommatzsch | Obermuschütz | Schieritz | Seebschütz | Seilitz | Windorf | Wölkisch | Zadel | Zehren