Seeburg (Mansfelder Land)
Seeburg Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(535)&title=Seeburg 51° 29′ N, 11° 42′ O
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| Höhe: | 90 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 14,84 km² | |||||
| Einwohner: | 535 (31. Dez. 2015)<ref>Ortsteile der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land. Abgerufen am 9. Oktober 2022.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 36 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 06317 | |||||
| Vorwahl: | 034774 | |||||
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Seeburg ist ein Ortsteil der Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt und staatlich anerkannter Erholungsort.
Geografie
Der Ort Seeburg liegt am Ostufer des Süßen Sees, ca. 12 Kilometer südöstlich von Eisleben. Der Ort hat eine direkte Anbindung an die B 80 in Richtung Halle (17 Kilometer) und Eisleben.
Das etwa zwei Kilometer östlich am Bindersee liegende Rollsdorf ist ein Ortsteil von Seeburg.
Geschichte
In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld (Hersfelder Zehntverzeichnis) wird Seeburg als zehntpflichtiger Ort Seoburc im Friesenfeld genannt. Der erste Abschnitt, der auf 830 bis 850 datiert wird, enthält den Ort, der zweite Abschnitt die Burg, so dass beide über 1.100 Jahre alt sind.
Noch immer nicht endgültig geklärt ist der Streit, ob Seeburg auch die für die Jahre 743, 744 und 748 erwähnte Burg in Sachsen ist, deren Namensvielfalt (Fränkische Reichsannalen: Hoohseoburg, Einhards Annalen: Hohseoburg, Metzer Annalen: Hocsioburg, Hocseburgh, Reginos Chronik: Hocseoburch) viele Deutungsmöglichkeiten bietet. Da Seeburg zentral im Hosgau – an der Schnittstelle zwischen dessen Nord- und Südbereich – lag, und dieser in seiner Ersterwähnung Hohsegowe hieß, hat man einen Zusammenhang zwischen Gau- und Burgnamen vermutet. Archäologische Nachgrabungen haben aber keine Belege für eine Burg des achten Jahrhunderts offenbart und heute wird eher die Hünenburg bei Watenstedt in Betracht gezogen. (Näheres im Artikel über Schloss Seeburg (Hassegau).)
Durch diese Bodenuntersuchungen ist aber der alte Umfang der Burg offenbart worden: sie reichte von der heutigen Dorfkirche, der Fleckenkirche St. Nicolai im Osten bis zur Westspitze der Halbinsel, auf der das heutige Schloss liegt. In der Burg befand sich eine romanische Kapelle im Westen, die im Mittelalter zur Propsteikirche St. Petrus und Lambert erhoben wurde, und heute als unscheinbarer romanischer Sakralbau erhalten ist, eine gotische Schlosskirche im Zentralteil, und die heutige Dorfkirche in der westlichen Vorburg, die „Fleckenkirche“ St. Nikolaus. Mit der Schlosskapelle besitzt Seeburg daher vier Sakralbauten. Dass es ein Flecken war, ist anzunehmen. Zeitweise war die Seeburg Sitz eines eigenen Grafengeschlechts Querfurter Ursprungs, aus dem u. a. der Gründer des Klosters Kaltenborn Wichmann I. von Seeburg, und dessen Enkel, der Erzbischof von Magdeburg Wichmann von Seeburg entstammen.
Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Rollsdorf eingegliedert.
Seit Dezember 2008 trägt Seeburg das Prädikat als „staatlich anerkannter Erholungsort“.<ref>Erholungsorte. (PDF) In: lvwa.sachsen-anhalt.de. Landesportal Sachsen-Anhalt, Januar 2023, abgerufen am 16. Dezember 2025.</ref>
Verwaltungsstruktur
Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Seeburg, Amsdorf, Aseleben, Erdeborn, Hornburg, Lüttchendorf, Neehausen, Röblingen am See, Stedten und Wansleben am See zur Einheitsgemeinde Seegebiet Mansfelder Land zusammen.<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010</ref> Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Seegebiet Mansfelder Land, zu der Seeburg gehörte, aufgelöst.
- Ortsbürgermeister der Ortschaft Seeburg mit dem Ortsteil Rollsdorf: Günther Saken (seit 2010)<ref>Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land: Seeburg. Abgerufen am 3. April 2025.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Veranstaltungen
Früher fand jährlich „See in Flammen“ (im Juli) und das „Siedlerfest“ statt.<ref>Gemeinde Seegebiet Mansfelder Land: Über uns. Abgerufen am 28. Juni 2012.</ref>
Schloss Seeburg
Siehe Hauptartikel: Schloss Seeburg
Die alte Volks- und Fluchtburg Seeburg fand bereits im Jahre 743 in den Metzer Annalen des Fränkischen Reiches als „Hochseeburg“ Erwähnung. Das Schloss war die Hauptburg des Hassegaus. Die Burg gilt als eine der ältesten und größten Burganlagen Mitteldeutschlands. Sie erstreckte sich von den heutigen Gebäuden bis hinüber zur Dorfkirche, wo noch begrenzende Böschungen und der Graben zu erkennen sind.<ref> Meyers Naturführer, Harz, Mannheim 1992, Seite 94f </ref> Danach diente es als mittelalterliche Grafenburg und Renaissance-Schloss. Nach einem Verfall im 19. Jahrhundert wurde die beeindruckende Befestigungsanlage in malerischer Umgebung in den 1920er-Jahren wieder aufgebaut.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Zur Bundesstraße 80, die Eisleben und Halle (Saale) verbindet, sind es in südlicher Richtung ca. 600 Meter. Ihr Vorgänger, die F 80, führte früher direkt durch die Orte und somit auch durch Seeburg und Rollsdorf. Sie ist Teil der in den 1820er-Jahren erbauten Chaussee Berlin–Halle–Kassel und wurde im Abschnitt zwischen Halle und Eisleben oft Eislebener Chaussee genannt. An dieser hat sich im Ortsteil Rollsdorf ein Chausseehaus erhalten, das unter Denkmalschutz steht. Das gilt auch für die Meilensteine östlich (Halbmeilenstein) und südwestlich (Viertelmeilenstein) von Seeburg.<ref>Die Beschreibung und Erforschung der Meilensteine und der Chaussee erfolgte durch die Forschungsgruppe Meilensteine, in deren Veröffentlichungen immer wieder Berichte und Untersuchungen zur Chaussee erschienen sind. So in der Reihe Arbeitsmaterial in den Ausgaben Nr. 38 (1999) und Nr. 39 (2000) oder im Meilenstein-Journal Nr. 50 (2005).</ref>
Zur Bundesautobahn 38, der sog. Südharzautobahn, Abfahrt Lutherstadt Eisleben, gelangt man über die B 80 nach etwa 9 Kilometern.
Persönlichkeiten
- Graf Wichmann I. von Seeburg (vor 1067-um 1115), Gründer des Klosters Kaltenborn
- Graf Wichmann II. von Seeburg (vor 1116–1192), Bischof von Naumburg, Erzbischof von Magdeburg
- Levin Ludwig I. von Hahn (1579–1635), Hofbeamter, Soldat
- Ludwig Stats von Hahn (1657–1730), deutscher Hofbeamter in dänischen Diensten, zuletzt Geheimer Rat, Oberlanddrost in Oldenburg und Delmenhorst und Hofmarschall
Literatur
- Willi Ule: Die Mansfelder Seen und die Vorgänge an denselben im Jahre 1892. Dingsda-Verlag, Querfurt 1994, ISBN 3-928498-29-0
- Hermann Größler: Sagen der Grafschaft Mansfeld und ihrer nächsten Umgebung. Dingsda-Verlag, Querfurt 1992, ISBN 3-928498-02-9
- Hermann Größler: Nachlese von Sagen und Gebräuchen der Grafschaft Mansfeld und ihrer nächsten Umgebung. Dingsda-Verlag, Querfurt 1991, ISBN 3-928498-07-X
- Hartmut Lauenroth: Zur Geschichte Seeburgs – Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Herausgeber: Gemeinde Seeburg, 2009, ISBN 978-3-938642-47-4
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Amsdorf | Aseleben | Erdeborn | Dederstedt | Hornburg mit Äbtischrode und Holzzelle | Lüttchendorf mit Wormsleben | Neehausen mit Elbitz und Volkmaritz | Röblingen am See mit Neue Siedlung, Oberröblingen und Unterröblingen | Seeburg mit Rollsdorf | Stedten | Wansleben am See Vorlage:Klappleiste/Ende