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Schwarzenstein (Schwarzenbach am Wald)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schwarzenstein
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(232)&title=Schwarzenstein 50° 16′ N, 11° 36′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(232) 50° 16′ 18″ N, 11° 36′ 23″ O
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Höhe: 587 (512–609) m ü. NHN
Einwohner: 232 (31. Dez. 2020)<ref name="Einwohner">Schwarzenbach am Wald – Einwohnerzahlen. In: schwarzenbach-wald.de. Abgerufen am 7. September 2021.</ref>
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 95131
Vorwahl: 09289
Datei:Schloss Unterschwarzenstein Schwarzenbach (01).jpg
Das Baudenkmal

Schwarzenstein ist ein Gemeindeteil der Stadt Schwarzenbach am Wald im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Schwarzenstein hat eine Fläche von 7,456 km². Sie ist in 318 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2344,64 m² haben.<ref>Gemarkung Schwarzenstein (091921). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Rauschengrund und Rauschenhammermühle.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>

Geografie

Das Pfarrdorf bildet mit Rauschenhammermühle im Süden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt im tief eingeschnittenen Tal der Wilden Rodach und des Rosenbachs, der dort als rechter Zufluss in die Wilde Rodach mündet, und ist allseits von Waldgebieten umgeben. Der Rodachsrangen im Süden musste neuerdings wegen des Borkenkäfers abgeholzt werden. Die Staatsstraße 2211 führt nach Schwarzenbach am Wald (2 km nordöstlich) bzw. nach Löhmarmühle (2,6 km südwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Löhmar (2,5 km südwestlich), die Bundesstraße 173 unterquerend nach Gottsmannsgrün (0,6 km westlich), nach Schwarzenbach zur St 2211 (1,7 km nordöstlich) und nach Schönbrunn (1 km südwestlich). Ein Anliegerweg führt nach Dorschenmühle (0,3 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Mai 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Eine Erbteilung unter den Reitzensteinern führte 1519 zu einer Teilung in Oberschwarzenstein und Unterschwarzenstein. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde zwischen den beiden Orten unterschieden.<ref>O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 610.</ref>

Zur Realgemeinde Schwarzenstein gehörte Rauschenhammermühle. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schwarzenstein aus 47 Anwesen, zwei Schlössern und einem Brauhaus. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das Rittergut Schwarzenstein, das Rittergut Schwarzenbach am Wald und das Rittergut Lippertsgrün gemeinschaftlich. Grundherren waren

  • das Rittergut Schwarzenstein, Oberes Schloss: 33 Häuser, 2 halbe Häuser, 3 Tropfhäuser;
  • das Rittergut Schwarzenstein, Unteres Schloss: 7 Häuser, 1 Tropfhaus, 1 Wirtshaus.<ref name="Kö306">M. Körner: Naila, S. 306.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand Schwarzenstein dem Justiz- und Kammeramt Naila. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Schwarzenstein dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Schwarzenbach zugewiesen.<ref name="OV 1820"/> Zugleich entstand die Ruralgemeinde Schwarzenstein, zu der Rauschengrund und Rauschenhammermühle gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Schwarzenstein zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 0,713 km²<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Schwarzenstein am 1. Mai 1978 nach Schwarzenbach am Wald eingemeindet.<ref> </ref><ref>Schwarzenbach am Wald > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>

Baudenkmäler

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ehemalige Baudenkmäler
  • katholische Pfarrkirche St. Josef, Neubau 1962/63 nach Plänen von Franz Raith. Von der Vorgängerkirche sind Holzfiguren und Gemälde erhalten.<ref name="L66">K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 66. Denkmalschutz aufgehoben, ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
  • Haus Nr. 2: Ehemaliges zum Schloss Oberschwarzenstein gehörige Schmiede. Eingeschossiges, verputzt massives Satteldachhaus; reich profiliertes Granittürgewände mit Wappen von Reitzenstein, bezeichnet „1795“.<ref name="L66"/>

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Schwarzenstein

Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 199 383 423 403 476 471 485 489 509 488 479 484 497 480 512 513 593 656 657 742 745 743 602 591
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> 59 61 48 65 72 91 106
Quelle <ref name="OV 1820">Vorlage:Ober-Mainkreis 1820 Für Oberschwarzenstein und Unterschwarzenstein (S. 130).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 920, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 144 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1094, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1042 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1092–1093 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1128 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 975 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 717 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 157 (Digitalisat).</ref>

Ort Schwarzenstein

Jahr 001819 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002020
Einwohner <templatestyles src="FN/styles.css" /> 1199 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 2459 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 3373 <templatestyles src="FN/styles.css" /> 4479 484 545 648 546 533 429 232
Häuser<ref name="Häuser" /> <templatestyles src="FN/styles.css" /> 459 63 67 83 98 113
Quelle <ref name="OV 1820" /> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref name="OV 1970" /> <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 308 (Digitalisat).</ref> <ref name="Einwohner" />
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1 
Oberschwarzenstein: 136 Einwohner, Unterschwarzenstein: 63 E.
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2 
Oberschwarzenstein: 366 Einwohner, Unterschwarzenstein: 93 E.
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3 
Oberschwarzenstein: 293 Einwohner, Unterschwarzenstein: 80 E.
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4 
Oberschwarzenstein: 394 Einwohner, 50 Wohngebäude; Unterschwarzenstein: 85 E., 9 Wgb.

Religion

Schwarzenstein ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten sind nach Schwarzenbach am Wald gepfarrt,<ref name="Kö306"/> die Katholiken nach St. Josef (Schwarzenstein).<ref name="OV 1961" />

Literatur

Weblinks

Commons: Schwarzenstein (Schwarzenbach am Wald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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