Sachinvestition
Sachinvestitionen (auch Realinvestitionen genannt; {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}) sind in der Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre Investitionen in körperliche Vermögenswerte. Gegensatz sind die immateriellen Investitionen.
Allgemeines
Der Begriff der Sachinvestition wird in der Fachliteratur nicht einheitlich beschrieben, aber in der Regel mit materialisierten Gegenständen des Anlagevermögens und Umlaufvermögens in Verbindung gebracht.<ref>Andreas Rühle, Die Beurteilung strategischer Personalinvestitionen, 1999, S. 52</ref> Es gibt hinsichtlich der Art des Investitionsobjektes Sach-, Finanz- und immaterielle Investitionen. Die Sachinvestitionen gehören zu den (materiellen) Realgütern.
Arten
Zu den Sachinvestitionen zählen in Unternehmen in erster Linie Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, welches aus Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten (bebaut oder unbebaut), technischen Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fahrzeugen, geleisteten Anzahlungen hierauf und Anlagen im Bau besteht. Nach der Investitionsabsicht lassen sich Sachinvestitionen als Erweiterungsinvestition (Erweiterung der Kapazität), Ersatzinvestition oder Rationalisierungsinvestition einteilen.
Ausgaben für Bilanzpositionen im Umlaufvermögen werden in der Literatur meist nicht als Sachinvestitionen angesehen, weil ihnen die Eigenschaft der Langfristigkeit einer Investition fehlt.
Bilanzierung
Für die Bilanzierung sieht {{#switch: juris
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Volkswirtschaftslehre
Steigt das Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt, nehmen Sachinvestitionen ab und umgekehrt.<ref>Alfred Stobbe, Volkswirtschaftslehre III: Makroökonomik, 1987, S. 18</ref> Das liegt an der Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals, die die eigentliche Grundlage von Investitionsentscheidungen bildet. Die Unternehmen investieren nur dann, wenn die Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals den aktuellen Marktzins übersteigt.<ref>Bernhard Felderer/Stefan Homburg, Makroökonomik und neue Makroökonomik, 1989, S. 110 f.</ref> Erzielt eine Investition eine höhere Rendite als eine alternative Geldanlage, wird investiert und umgekehrt. Steigt jedoch der Marktzins, verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Grenzleistungsfähigkeit höher liegt als der Marktzins. Zudem erhöhen sich bei fremdfinanzierten Sachinvestitionen durch den erhöhten Kreditzins auch die Kapitalkosten und damit die Fixkosten, so dass sich Gewinne verringern oder Verluste erhöhen.
Bei erwarteter Lebensdauer einer zu erwerbenden Maschine von 2 Jahren ergibt sich folgende Formel:
- <math>AK = Q_1 + \frac{Q_2}{1+R}</math>
Hierin sind
<math>AK</math> Anschaffungskosten der Investition
<math>Q_1</math> Nettoeinnahmen der Investition im ersten Jahr
<math>Q_2</math> Nettoeinnahmen der Investition im zweiten Jahr
<math>R</math> Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals (Investitionsrendite)
Während in der Finanzstatistik die Ausgaben im Straßenbau für Um-, Ausbau und Instandhaltung unter Sachinvestitionen verbucht werden, schlagen sie sich in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung als Staatsverbrauch nieder.
Einzelnachweise
<references />