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Konsumausgaben des Staates

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(Weitergeleitet von Staatsverbrauch)

Die Konsumausgaben des Staates (auch Staatsverbrauch oder Staatskonsum genannt) sind ein Aggregat des Bruttoinlandsprodukts in der Verwendungsrechnung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und eine volkswirtschaftliche Kennzahl, welche die Staatsausgaben für Konsumzwecke umfasst.

Allgemeines

Zusammen mit dem privaten Konsum bildet der Staatskonsum den gesamten Konsum einer Volkswirtschaft. Der gesamte Konsum <math>C</math> wiederum ist Teil der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage <math>D</math><ref>Peter Eisenhut, Aktuelle Volkswirtschaftslehre 2018/2019, 2018, S. 110</ref>, zu der auch noch der Export <math>Ex</math> und die Bruttoinvestitionen <math>I</math> gehören:

<math>D = C + Ex + I</math>.

Der Staatskonsum wiederum setzt sich aus dem Staatskonsum im engeren Sinne (etwa Personalkosten in der öffentlichen Verwaltung), also einem echten Verbrauch, und den Staatsinvestitionen zusammen.<ref>N. Gregory Mankiw/Klaus Dieter John, Makroökonomik, 2017, S. 32</ref>

Das Statistische Bundesamt definiert ihn als „den Wert der Güter, die vom Staat selbst produziert werden - abzüglich selbst erstellter Anlagen und Verkäufe - sowie Ausgaben für Güter, die als soziale Sachtransfers den privaten Haushalten für ihren Konsum zur Verfügung gestellt werden.“<ref>Statistisches Bundesamt, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen: Konsumausgaben des Staates, 2020, abgerufen am 16. Dezember 2020</ref>

Bestandteile

Der Staatskonsum ist im Einzelnen im ESVG 2010 definiert. Der Staatskonsum (auch „Eigenverbrauch des Staates“) besteht aus Staatsausgaben, die für Verwaltungsleistungen, die der Allgemeinheit ohne entsprechende unmittelbare Gegenleistung zur Verfügung gestellt werden. Hierzu zählt insbesondere der Individualkonsum:<ref>Hermann May, Lexikon der ökonomischen Bildung, 2012, S. 197</ref>

Teilweise fließt der Staatskonsum in

Kollektivkonsum

Die restlichen Konsumausgaben des Staates bilden den Kollektivkonsum:

Staatsquote

Die Staatsausgaben fließen auch in die Staatsquote ein, die das Verhältnis zwischen den Staatsausgaben und dem Bruttoinlandsprodukt wiedergibt. Die Staatsausgaben <math>G</math> setzen sich dabei aus dem Staatskonsum <math>C_G</math>, den Investitionen des Staates <math>I_G</math>, den Zinsausgaben <math>Z</math> und den Ausgaben für Sozialtransfers und Subventionen <math>S</math> zusammen:

<math>G = C_G + I_G + Z + S</math>.

Die Staatsquote ist ein Indikator für die Staatstätigkeit in einer Volkswirtschaft, gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Erhöht der Staat dem Staatskonsum bei sonst konstanten Verhältnissen, so erhöht sich auch die Staatsquote.

Einzelnachweise

<references />