Rosi Mittermaier
| Rosi Mittermaier Vorlage:SportPicto | ||||||||||||||||||||||||||||
| Rosi Mittermaier (2014) Rosi Mittermaier (2014) | ||||||||||||||||||||||||||||
| Voller Name | Rosa Anna Katharina Mittermaier-Neureuther | |||||||||||||||||||||||||||
| Nation | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: BR Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 5. August 1950 | |||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | München, BR Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 159 cm | |||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 55 kg | |||||||||||||||||||||||||||
| Sterbedatum | 4. Januar 2023 | |||||||||||||||||||||||||||
| Sterbeort | Garmisch-Partenkirchen, Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Abfahrt, Riesenslalom, Slalom, Kombination | |||||||||||||||||||||||||||
| Verein | WSV Reit im Winkl | |||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 31. Mai 1976 | |||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||
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| Platzierungen im Alpinen Skiweltcup | ||||||||||||||||||||||||||||
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Rosa Anna Katharina „Rosi“ Mittermaier-Neureuther, geborene Mittermaier (* 5. August 1950 in München; † 4. Januar 2023 in Garmisch-Partenkirchen), war eine deutsche Skirennläuferin.
Nach neun Jahren im Alpinen Skiweltcup gewann sie bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck zwei Goldmedaillen in der Abfahrt und im Slalom sowie die Silbermedaille im Riesenslalom. Im selben Winter entschied sie die Gesamtwertung des Weltcups für sich und beendete anschließend ihre aktive Laufbahn.
Auch nach ihrem Karriereende blieb Mittermaier populär und als Werbeträgerin, Sportbotschafterin sowie Sachbuchautorin gemeinsam mit ihrem Ehemann Christian Neureuther in den Medien präsent. Sie trug den Beinamen Gold-Rosi und wurde 2006 als erster Wintersportler in die von ihr mitgegründete Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.
Persönliches
Rosa „Rosi“ Mittermaier wurde 1950 in München als Tochter des Kaufmanns Heinrich Mittermaier (1911–2009) und der Köchin Rosa Mittermaier<ref name="br2015" /><ref>Rosi Mittermaier: Fröhlich bin ich sowieso : mit 11 Rezepten. Nymphenburger, München 2011, S. 54.</ref> geboren. Ihre Zwillingsschwester war bei der Geburt gestorben. Die Eltern bewirtschafteten auf der Winklmoos-Alm zunächst ein Gasthaus und später ein Studentenheim. Sie war römisch-katholisch.<ref>domradio.de: Trauer um verstorbene "Gold-Rosi" Mittermaier, 5. Januar 2023.</ref>
Ihr Vater war staatlich geprüfter Skilehrer, führte ab 1966 eine eigene Skischule<ref>Über 60 Jahre auf der Winklmoosalm auf ovb-online.de. Erschienen am 17. März 2009. Abgerufen am 18. April 2020.</ref> und förderte die Skikarrieren seiner Töchter Heidi, Rosi und Evi Mittermaier. Auch Heidi (* 1941) und Evi (* 1953) zählten als Skirennläuferinnen zur nationalen Spitze und nahmen mehrmals an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teil. Während Heidi Mittermaier ihre Karriere 1966 beendete, bevor Rosi auf internationaler Ebene antrat, starteten die beiden jüngeren Schwestern von 1974 bis 1976 gemeinsam im Weltcup.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 69.</ref>
In Reit im Winkl besuchte Mittermaier die Grund- und Hauptschule, wobei sie in den ersten drei Schuljahren wegen des weiten Schulwegs größtenteils bei einer Pflegefamilie im Ort wohnte. Sie absolvierte anschließend eine Ausbildung als Hotelfachfrau bei ihren Eltern, war aber nie in dem Beruf tätig.<ref name="br2015">BR-alpha: „Alpha-Forum“: Rosi Mittermaier, Doppelolympiasiegerin, im Gespräch mit Corinna Halke-Teichmann. Sendung vom 4. August 2015. Online abrufbar als PDF zum Download unter https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/alpha-forum/rosi-mittermaier-gespraech-100.html.</ref> Am 7. Juni 1980 heiratete sie den Skirennläufer Christian Neureuther, mit dem sie seit den Anfängen ihrer Laufbahn eine Freundschaft verband<ref>Mittermaier lernte den ein Jahr älteren Neureuther im Alter von 15 Jahren kennen. Sie gab später an, sie hätten sich langsam angenähert und ein Verhältnis aufgebaut, das zwar allgemein bekannt gewesen wäre, aber – in ihrem Sinne – nur wenig mediale Beachtung gefunden hätte, vgl. Anne Goebel (Protokoll): Fotoalbum. In: Süddeutsche Zeitung. (18. Januar 2020), Gesellschaft, S. 50. Abgerufen auf Munzinger Online am 17. April 2020. „Wir hatten das große Glück, dass zwar eigentlich alle von unserem Verhältnis wussten, aber kein Journalist groß darüber geschrieben hat. Damals gab es noch Tabus.“</ref> und der sie bereits während ihrer aktiven Zeit beriet.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 142.</ref> Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, die Modedesignerin Ameli Neureuther (* 1981) und Felix Neureuther (* 1984), der als Skirennläufer ebenfalls mehrere WM-Medaillen gewann.
Neben dem Skifahren verfolgte Mittermaier weitere Sportarten als Hobbys. In ihrer Autobiographie von 1976 nannte sie dabei das Fallschirmspringen an erster Stelle, gefolgt vom Tauchen.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 199.</ref> Im Frühjahr 1973 verletzte sie sich auf Hawaii beim Surfen und verpasste dadurch den Saisonabschluss und den möglichen Sieg im Slalom-Weltcup.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 100–101. Mittermaier hatte zuvor nie gesurft und bei einer Zwischenlandung auf dem Rückflug von den Weltcuprennen in Japan in Hawaii die Möglichkeit genutzt. Dabei wurde sie von einem anderen Surfbrett getroffen.</ref> Später wandte sie sich dem Nordic Walking zu und gehörte in den 2000er Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann zu den prominentesten Vertretern der Sportart.<ref>Achim Achilles: Walker-Auflauf in der Frittenbude auf spiegel.de. Erschienen am 18. September 2007. „Eine Bewusstseinsmaschine, mit dem Duo diabolo Rosi Mittermaier/Christian Neureuther im Führerhaus […].“</ref>
Rosi Mittermaier starb nach schwerer Erkrankung im Januar 2023 im Alter von 72 Jahren in Garmisch-Partenkirchen.<ref>Wintersport: Trauer – „Gold-Rosi“ Mittermaier ist tot. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. Januar 2023. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Ihre Urne wurde rund ein halbes Jahr nach ihrem Tod auf dem Friedhof im Ortsteil Garmisch beigesetzt.<ref>Klaus Nerger: Das Grab von Rosi Mittermaier. In: knerger.de. Abgerufen am 30. August 2023.</ref> Neben ihrem Grabstein – einem Felsbrocken, dessen Form an einen Berg erinnert – mit der Aufschrift Rosi Mittermaier-Neureuther befindet sich ein zweiter Grabstein, der offensichtlich für ihren Mann vorgesehen ist.
Laufbahn
Anfänge und Weltcupsiege (bis 1975)
Mittermaier wuchs auf der Winklmoos-Alm in den Chiemgauer Alpen auf und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Skifahren.<ref>Bezüglich der Angabe, sie habe mit drei Jahren begonnen, gibt Mittermaier in ihrer Autobiographie an, sie sei vielleicht „da ein bissl gerutscht, aber nicht mehr“. Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 70.</ref> Während der Schulzeit wurde sie von ihrem Vater trainiert und gewann lokale Schüler- und Jugendrennen. Bei zwei Skiunfällen mit zwölf Jahren brach sie sich erst einen Knöchel, kurz vor der Verheilung den Unterschenkel am selben Bein und konnte mehrere Monate nicht Ski fahren.<ref>Rosi Mittermaier: Fröhlich bin ich sowieso : mit 11 Rezepten. Nymphenburger, München 2011, S. 38–40. Der erste Bruch resultierte aus der Kollision mit einem anderen Skifahrer. Nach Abnahme des Gipsverbandes trainierte Mittermaier trotz eines entsprechenden Verbotes heimlich wieder und zog sich bei einem Sturz einen Skischuhrandbruch zu.</ref> In den folgenden Wintern nahm sie an deutschen Jugendmeisterschaften teil und trainierte im Herbst 1965 erstmals mit der Nationalmannschaft.
Ab der Saison 1966/67 startete Mittermaier international und trat auch bei Wettbewerben des erstmals ausgetragenen Alpinen Skiweltcups an. Im selben Jahr gewann sie ihre erste Deutsche Meisterschaft in der Kombination, der bis 1973 dreizehn weitere nationale Titel in der Kombination sowie in den technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom folgten.<ref>An mehreren Stellen wird eine abweichende Zahl von insgesamt 16 deutsche Meistertiteln angegeben. Das Munzinger-Archiv führt sie etwa als Slalommeisterin von 1971; in diesem Jahr gewann aber gemäß der Statistik des Deutschen Skiverbandes (DSV) Pamela Behr den Titel. Die Zahl von insgesamt 14 Meisterschaften basiert auf ebendieser DSV-Statistik, vgl. DSV-Jahrbuch 2017/2018 – Statistik OWS, WM, DM, DDR (PDF, 0,72 MB).</ref> Auch im Weltcup etablierte sich Mittermaier als beste Sportlerin in dem von Klaus Mayr trainierten deutschen Team: In der höchsten Wettkampfserie des alpinen Skisports kam sie im Slalom von Aspen im März 1968 erstmals unter die ersten drei und gewann mit dem Slalom von Schruns im Januar 1969 (Goldschlüsselrennen) ihr erstes Weltcup-Rennen. In der Gesamtwertung erreichte sie von 1968 bis 1975 konstant Platzierungen unter den vorderen fünfzehn, ab 1972 gehörte sie stets zu den besten sieben Athletinnen (mit einem dritten Rang im Winter 1974/75 als vorerst bestem Ergebnis). Sie entschied weitere Slalomwettkämpfe für sich und belegte in der Slalomwertung 1973 und 1974 den zweiten Rang.
In ihrer Autobiographie schrieb Mittermaier später, sie habe sich zu Beginn ihrer Karriere vor allem an der etwas jüngeren Französin Michèle Jacot gemessen.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 93. „In diesen Jahren kämpfte ich im Grunde nur gegen eine einzige Läuferin, die Französin Michèle Jacot. […] Im Ziel fragte ich immer zuerst nach ihren Zeiten.“</ref> Jacot, die 1970 den Gesamtweltcup gewann und Kombinationsweltmeisterin wurde, zählte wie die 1,63 Meter große und 54 Kilogramm schwere Mittermaier<ref>„Gold-Rosi ist eine absolut heiße Type“. In: Der Spiegel. Nr. 8, 1976, S. 72–74 (online).</ref> zu den zierlichen und leichten Skirennläuferinnen im Feld. Unter anderem auf die Körpergröße führte Mittermaier die unterschiedlichen Fahrstile unter den Weltcupläuferinnen zurück. Als charakteristisch für den eigenen Stil betrachtete Mittermaier das parallele Fahren bei geschlossener Skiführung. Mit dem vergleichsweise engen Anfahren der Torstangen sei sie ein höheres Ausfallrisiko durch Einfädler eingegangen als die eher breitbeinig laufenden Sportlerinnen, zu denen sie etwa die Österreicherin Annemarie Pröll (ab ihrer Hochzeit 1973: Moser-Pröll) zählte.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 157–159.</ref> Pröll folgte als Gesamtweltcupsiegerin auf Jacot, gewann diese Wertung von 1971 bis 1975 fünfmal in Serie und wurde von Mittermaier als „geborene[r] Typ der Siegerin“ angesehen.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 150.</ref> In der Saison 1975 galt Mittermaier als einzige größere Rivalin für Moser-Pröll, brach sich aber im Februar bei einem Trainingsunfall in der Axamer Lizum (einem Zusammenstoß mit einem Touristen) den linken Arm und fiel für den Großteil der restlichen Saison aus.<ref>«Moser: Weltcupsieg». In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 6. Februar 1975, S. 8.</ref><ref>Spalte 3 und 4, unten: «Die Absperrung war zu teuer». In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 7. Februar 1975, S. 8.</ref>
Während Mittermaier im Weltcup regelmäßig – bis 1975 in 28 Rennen – Plätze unter den ersten drei erreichte, verpasste sie zunächst durchgehend die Medaillenränge bei den Großereignissen. Bei Olympischen Winterspielen ging sie erstmals im Alter von 17 Jahren 1968 in Grenoble an den Start, wo sie als bestes Ergebnis den 20. Platz im Riesenslalom belegte. Vier Jahre später in Sapporo erreichte sie ausschließlich in der Abfahrt (der Teildisziplin, in der sie im Weltcup die schwächsten Ergebnisse erzielte) als Sechste die vorderen zehn. Bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften 1970 in Gröden schied sie im zweiten Slalomdurchgang aus, nachdem sie im ersten Lauf den dritten Zwischenrang belegt hatte; in St. Moritz 1974 wurde sie Slalomsechste. Später führte Mittermaier ihre ausbleibenden Erfolge bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen in erster Linie auf Konzentrationsschwächen zurück.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 101.</ref>
Erfolg im Gesamtweltcup und Doppelolympiasieg (1975/76)
Mit 25 Jahren zählte Mittermaier zu Beginn der Saison 1975/76, deren Höhepunkt die Olympischen Winterspiele in Innsbruck bildeten, zu den ältesten und erfahrensten Athletinnen im Weltcup. Nach den Spielen sagte sie, angesichts des nahenden Karriereendes habe sie „es endlich zu mehr bringen“ wollen und daher erstmals ein intensives Sommertraining verfolgt.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 103–104. „Ich gab mich ja auch keiner Illusion hin: meine Tage in der Nationalmannschaft waren gezählt. […] Im Sommer vor den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck hat mir keiner unserer Trainer mehr Faulheit im Training vorwerfen können.“</ref> Zu ihrer Hauptkonkurrentin entwickelte sich die sechs Jahre jüngere Lise-Marie Morerod aus der Schweiz, nachdem Moser-Pröll am Anfang des Winters ihren Rücktritt vom aktiven Sport erklärt hatte. Bis Ende Januar gewann Morerod sechs der zwölf Wettkämpfe im Slalom und Riesenslalom, in denen Mittermaier jeweils den zweiten Rang belegte. Mittermaier gewann die Kombination von Cortina im Dezember sowie am 22. Januar den Slalom in Bad Gastein, wo sie einen Tag zuvor in der Abfahrt den letzten Platz unter 54 Teilnehmerinnen belegt hatte.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 111.</ref> Da ihre Ergebnisse in der Abfahrt insgesamt dennoch besser waren als die Morerods, übernahm Mittermaier frühzeitig die deutliche Führung im Gesamtweltcup vor der Schweizerin. Nach zwei weiteren Siegen beim Saisonabschluss im März gewann sie die Wertung mit 281 gegenüber Morerods 214 Punkten.
Bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck im Februar 1976 gewann Mittermaier bei allen drei alpinen Ski-Wettbewerben eine Medaille: Am 8. Februar entschied sie die Abfahrt mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Brigitte Totschnig für sich und gewann damit als erste deutsche Skirennläuferin seit Heidi Biebl 1960 eine olympische Goldmedaille – zuvor hatte Mittermaier im Weltcup nie in einem Abfahrtsrennen gesiegt. Drei Tage später gewann sie auch im Slalom mit der Laufbestzeit im zweiten Durchgang, nachdem zunächst ihre Teamkollegin Pamela Behr in Führung gelegen hatte. Im abschließenden Riesenslalom am 13. Februar belegte sie den zweiten Rang mit zwölf Hundertstelsekunden Rückstand auf die Kanadierin Kathy Kreiner. Die olympischen Erfolge Mittermaiers zählten gleichzeitig auch als WM-Medaillen, da die Olympiarennen zwischen 1948 und 1980 auch als Alpine Skiweltmeisterschaften galten. Hier gewann sie zusätzlich den Titel in der nichtolympischen Kombination, die sich aus den Ergebnissen der anderen drei Rennen zusammenrechnete. Aus dem gesamten bundesdeutschen Olympiateam von 1976 war Mittermaier die einzige Goldmedaillengewinnerin und hatte die Ehre bei der Schlussfeier als Fahnenträgerin die bundesdeutschen Mannschaft ins Bergisel-Stadion zu führen. Gemeinsam mit der sowjetischen Skilangläuferin Raissa Smetanina hatte sie die erfolgreichste Medaillenbilanz aller Teilnehmer.<ref>Die sowjetische Eisschnellläuferin Tatjana Awerina gewann mit vier Medaillen eine mehr als Mittermaier und Smetanina, mit zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen wird sie aber nach der üblichen lexikographischen Ordnung hinter den beiden eingereiht.</ref>
Als letztes Skirennen fuhr Mittermaier zwei Monate nach ihren Olympiasiegen und einen Monat nach dem Gewinn des Gesamtweltcups im April 1976 einen Riesenslalom im schwedischen Tärnaby.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 114.</ref> Am 31. Mai 1976 erklärte sie anlässlich einer Pressekonferenz ihren Rücktritt vom aktiven Skisport.<ref>«Skispektakel: Rosi-Annemarie». In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 1. Juni 1976, S. 13.</ref>
Werbeauftritte und gesellschaftliches Engagement
Gleichzeitig mit ihrem Karriereende gab Mittermaier einen Vertragsabschluss bei der US-amerikanischen Sportagentur International Management Group von Mark McCormack bekannt.<ref>Ihren Schritt in die Werbung und damit weg vom Amateurstatus, der für die Teilnahme an Olympischen Spielen unerlässlich war, begründete Mittermaier damit, dass sie die Rechte an ihrer Persönlichkeit wahren wollte, vgl. Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 193–194. Gleich nach ihren Olympiaerfolgen 1976, somit noch während ihrer aktiven Karriere, hatten Fanartikelhersteller damit begonnen, mit ihrem Namen Figuren und Poster ohne Genehmigung durch die Läuferin zu verkaufen.</ref> Sie stand damit als einzige Deutsche in einer Reihe mit Sportlern wie dem Skifahrer Jean-Claude Killy, dem Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart oder dem Wimbledonsieger Björn Borg.<ref>Ulrich Kaiser: Ich habe ja nichts Großes vollbracht auf zeit.de. Erschienen am 17. Dezember 1976. Abgerufen am 16. April 2020.</ref> Während der drei Jahre laufenden und mit zwei Millionen Mark dotierten Vertragszeit entwarf sie eine Wintersportkollektion, warb unter anderem für Skiartikel<ref>Die Millionen der Slalome. In: Der Spiegel. Nr. 48, 1976, S. 194–196 (online).</ref> und verbrachte einen Großteil der Zeit mit teils internationalen Werbeterminen.
Rosi Mittermaier und ihr Ehemann Christian Neureuther waren auch Mitglied im Team der Fernsehshow Dalli Dalli.
Medial war Mittermaier in den späten 1970er Jahren außerdem an der Skigymnastik-Serie Tele-Ski des Bayerischen Rundfunks beteiligt, später co-kommentierte sie 1992 und 1994 die olympischen Skirennen für den Sportsender Eurosport.<ref>Biographische Angaben auf br.de. Erschienen am 21. Juli 2015. Abgerufen am 18. April 2020.</ref> Gemeinsam mit ihrem Ehemann Christian Neureuther betrieb sie zwischenzeitlich ein Sportgeschäft in Garmisch-Partenkirchen sowie ein Landgasthaus in Reit im Winkl.<ref>Volker Kluge: Olympische Winterspiele – Die Chronik. Sportverlag, Berlin 1999, S. 502.</ref> Das Paar veröffentlichte verschiedene Bücher, unter anderem 2006 einen Nordic-Walking-Ratgeber und 2012 einen Führer mit Schneeschuhtouren.
1997 wurde Mittermaier zur nationalen Botschafterin für Sport, Toleranz und Fair Play ernannt. Sie engagierte sich vielseitig für gute Zwecke, übernahm 1999 die Schirmherrschaft der neu gegründeten Deutschen Kinderrheuma-Stiftung und war Botschafterin der Initiative gegen Knochenschwund. Als Unterstützerin der Christoffel-Blindenmission reiste sie mit ihrem Mann unter anderem nach Nepal und Tansania.<ref>Rosi Mittermaier: Fröhlich bin ich sowieso : mit 11 Rezepten. Nymphenburger, München 2011, S. 160.</ref><ref name="AA">Andrea Kümpfbeck: Die Gold-Rosi wird 65 auf augsburger-allgemeine.de. Erschienen am 5. August 2015. Abgerufen am 17. April 2020.</ref> Zudem warb das Paar für die letztlich gescheiterten Bewerbungen Münchens um die Winterspiele 2018 und 2022.<ref>dpa: „Gold-Rosi“ wird 60 auf merkur.de. Erschienen am 30. Juli 2010. Abgerufen am 18. April 2020.</ref><ref>Berthold Mertes: Die Ski-Ikonen über den Wandel ihrer Sportart auf general-anzeiger-bonn.de. Erschienen am 31. Januar 2014. Abgerufen am 18. April 2020.</ref>
Öffentliches Bild und Würdigung
Die Olympiasiege Mittermaiers begründeten eine große öffentliche Popularität, die weit über ihre aktive sportliche Laufbahn hinaus andauerte. Als vielfach von Medien und Fans verwendeter Beiname etablierte sich Gold-Rosi.<ref name="br2015" /> Nach ihren Erfolgen von Innsbruck erhielt sie nach eigener Angabe innerhalb eines Monats 40.000 Fanbriefe.<ref>BR-alpha: „Alpha-Forum“: Rosi Mittermaier, Doppelolympiasiegerin, im Gespräch mit Corinna Halke-Teichmann. Sendung vom 22. September 2000. Online abrufbar als PDF zum Download unter https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/alpha-forum/rosi-mittermaier-gespraech100.html.</ref> Das Elternhaus Mittermaiers auf der Winklmoos-Alm erfuhr so hohe Besucherzahlen, dass die Familie in den ersten Stock zog, um ihre Privatsphäre zu schützen.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 68.</ref>
Mittermaier galt als ausgesprochen bodenständig und erhielt in ihrer Biographie die Zuschreibung, sie sei „wahrscheinlich der natürlichste [Superstar], den es je im Sportbereich gegeben hat“.<ref>Jupp Suttner: Rosi Mittermaier. Sonderausgabe. Copress-Verlag, München 1976, S. 116.</ref> Ihr Ehemann bezeichnete sie als „Leistungssportlerin ohne Ehrgeiz“, sie selbst erklärte, sie möge „[d]ieses ganze Verbissene, Extreme“ nicht gern.<ref>dpa: Die Bodenständige auf tagesspiegel.de. Erschienen am 4. August 2015. Abgerufen am 17. April 2020.</ref> In ihrer aktiven Zeit sah Mittermaier ihre Mitläuferinnen als Freundinnen und betrachtete gegenseitige Unterstützung und Hilfestellungen als selbstverständlich.<ref>Rosi Mittermaier: Ski-Zirkus. Ullstein 1977, S. 153.</ref> Im Rückblick beschrieb Herbert Riehl-Heyse in der Süddeutschen Zeitung sie als „freundliche[s] bayerische[s] Dorfmädchen“ mit natürlichem Charme und Ausstrahlung, das sich zu „so etwas wie [die] Miss Bundesrepublik“ entwickelt habe.<ref>Herbert Riehl-Heyse: Helden der Nation. Folge 1: das Ehepaar Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. In: Süddeutsche Zeitung. (22.01.1999), Magazin. Abgerufen auf Munzinger Online am 17. April 2020.</ref> Der Spiegel stellte die „immerfrohe“ Mittermaier als Kontrast dar zu dem von „nüchterne[m] Professionalismus“ geprägten Athletentyp im Skisport späterer Jahrzehnte.<ref>„Immer voll reingehen“. In: Der Spiegel. Nr. 8, 1992, S. 230–232 (online).</ref> Das vielfach – beispielsweise in Fernsehshows – gemeinsam auftretende Ehepaar Mittermaier-Neureuther gilt als skandalfreies „Musterpaar“<ref>Hermann Unterstöger: Garmischer Glückseligkeit. In: Süddeutsche Zeitung. (08.01.2007), Bayern, S. 51. Abgerufen auf Munzinger Online am 17. April 2020.</ref> und „eingespieltes Team“, in dem Neureuther den Part des Unterhalters übernehme und Mittermaier eher ruhig auftrete.<ref name="AA" />
Die bundesdeutschen Sportjournalisten wählten Mittermaier zur Sportlerin des Jahres 1976<ref>zweite Spalte, Mitte: «Titel für „Goldrosi“». In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 16. Dezember 1976, S. 10.</ref>, die Internationale Vereinigung der Ski-Journalisten (AIJS) zeichnete sie im selben Jahr mit dem Skieur d’Or aus. Als Nachfolgerin Ulrike Meyfarths erhielt sie zudem ebenfalls 1976 den Bravo Otto in Gold in der Kategorie Sportlerin. Schon 1974 hatte sie hinter Meyfarth den zweiten Rang in dieser Kategorie belegt. Der 1982 eröffnete höchstgelegene Straßentunnel Europas in den Ötztaler Alpen wurde nach ihr Rosi-Mittermaier-Tunnel benannt. Ebenso ist sie Namenspatin des 1988 eröfftenten, 975 Meter langen Rosi-Tunnels zum Bahnhof Zugspitzplatt an der Bayerischen Zugspitzbahn.
2004 nahm Mittermaier für die CSU als Mitglied der 12. Bundesversammlung an der Wahl des Bundespräsidenten teil. Sie erhielt ferner mehrere vom Freistaat Bayern verliehene Orden und Medaillen – darunter den Bayerischen Verdienstorden 2007 – und 2019 gemeinsam mit ihrem Ehemann die Ehrenbürgerwürde von Garmisch-Partenkirchen.<ref>Tanja Brinkmann: Rosi Mittermaier und Christian Neureuther werden Ehrenbürger auf merkur.de. Erschienen am 20. Juni 2019. Abgerufen am 18. April 2020.</ref> Bereits acht Jahre zuvor hatte sie als zentrale Botschafterin für die in der Gemeinde stattfindenden Alpinen Skiweltmeisterschaften fungiert.
Die Stiftung Deutsche Sporthilfe ehrte Mittermaier 2001 mit der zweiten verliehenen Goldenen Sportpyramide und hob dabei insbesondere ihr gesellschaftliches Engagement hervor. Als eines von 40 Gründungsmitgliedern – und als zunächst einzige Wintersportlerin – wurde sie 2006 in die neu gegründete Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Der Sportjournalist Wolfgang Uhrig zählte sie anlässlich dessen zu den „Volkshelden, die den Menschen und damit dem Volk einen gewissen Stolz auf ihre Nation gaben oder geben“.<ref>Porträt, Daten und Biografie von Rosi Mittermaier in der Hall of Fame des deutschen Sports</ref>
Erfolge
Olympische Spiele (auch WM)
- Grenoble 1968: 20. Riesenslalom, 25. Abfahrt
- Sapporo 1972: 6. Abfahrt, 12. Riesenslalom, 17. Slalom
- Innsbruck 1976: 1. Abfahrt, 1. Slalom, 2. Riesenslalom, 1. Kombination (nur WM)
Weltmeisterschaften
- Gröden 1970: 5. Kombination, 7. Riesenslalom
- St. Moritz 1974: 6. Slalom
Weltcupwertungen
Rosi Mittermaier gewann in der Saison 1975/76 den Gesamtweltcup sowie die Disziplinenwertungen in Slalom und Kombination.
| Saison | Gesamt | Abfahrt | Riesenslalom | Slalom | Kombination | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Platz | Punkte | Platz | Punkte | Platz | Punkte | Platz | Punkte | Platz | Punkte | |
| 1967 | 27. | 6 | – | – | – | – | 19. | 6 | – | – |
| 1968 | 12. | 47 | – | – | 8. | 29 | 11. | 18 | – | – |
| 1968/69 | 7. | 98 | 5. | 20 | 11. | 27 | 4. | 51 | – | – |
| 1969/70 | 11. | 74 | 12. | 7 | 10. | 25 | 8. | 42 | – | – |
| 1970/71 | 14. | 59 | 15. | 5 | 9. | 29 | 13. | 25 | – | – |
| 1971/72 | 6. | 110 | 10. | 12 | 7. | 32 | 4. | 66 | – | – |
| 1972/73 | 4. | 131 | 9. | 23 | 8. | 40 | 2. | 80 | – | – |
| 1973/74 | 7. | 116 | 11. | 10 | 13. | 18 | 2. | 87 | – | – |
| 1974/75 | 3. | 166 | 6. | 49 | 7. | 36 | 7. | 52 | – | – |
| 1975/76 | 1. | 281 | 9. | 30 | 3. | 91 | 1. | 110 | 1. | 45 |
Weltcupsiege
Mittermaier errang insgesamt 41 Podestplätze im Alpinen Skiweltcup, darunter 10 Siege:
| Datum | Ort | Land | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 16. Januar 1969 | Schruns | Österreich | Slalom |
| 14. März 1970 | Voss | Norwegen | Slalom |
| 2. Februar 1973 | Schruns | Österreich | Slalom |
| 27. Februar 1974 | Abetone | Italien | Slalom |
| 8. März 1974 | Vysoké Tatry | Tschechoslowakei | Slalom |
| 13. Dezember 1974 | Cortina d’Ampezzo | Italien | Slalom |
| 17. Dezember 1975 | Cortina d’Ampezzo | Italien | Kombination |
| 22. Januar 1976 | Bad Gastein | Österreich | Slalom |
| 5. März 1976 | Copper Mountain | USA | Riesenslalom |
| 6. März 1976 | Copper Mountain | USA | Slalom |
Die Datenbank des Internationalen Skiverbandes (Fédération Internationale de Ski, FIS) vermerkt darüber hinaus 67 weitere Top-Ten-Platzierungen Mittermaiers in der höchsten Wettkampfserie.<ref>Rosi Mittermaier in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)</ref>
Außerhalb des Weltcups siegte Mittermaier im Slalom am 8. Dezember 1971 in Val-d’Isère, womit sie sich dort auch den Kombinationssieg des „Kriteriums des ersten Schnees“ holte.<ref>Ein Schock für das Damenteam. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 10. Dezember 1971, S. 15.</ref><ref>Rouvier schlug Pröll – letzter Absatz. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 12. Dezember 1971, S. 14.</ref> Hinzu kommen Erfolge beim vorolympischen Slalom in Sapporo am 13. Februar 1971 (wo sie zuvor bereits am 8. und 11. Februar jeweils Zweite in der Abfahrt und im Riesenslalom geworden war)<ref>Japan missachtet Fis-Anweisung. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 9. Februar 1971, S. 15.</ref><ref>Annie Famose nicht zu schlagen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 12. Februar 1971, S. 15.</ref><ref>Rosi Mittermaier siegte im Sturzslalom. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 14. Februar 1971, S. 15.</ref> sowie am 17. Februar 1974 beim Holmenkollenrennen am Kirkerudbakken im Riesenslalom und in der Kombination.<ref>zeiten – weiten – resultate. In: Arbeiter-Zeitung. 19. Februar 1974, S. 11, abgerufen am 11. April 2015.</ref>
Preise und Auszeichnungen (Auswahl)
- 1974: Bravo Otto in Silber
- 1976: Bravo Otto in Gold
- 1976: Deutschlands Sportlerin des Jahres
- 1976: Skieur d’Or
- 1976: Ehrenlöwe von Radio Luxemburg
- 1977: Bambi in der Kategorie „Packendste Sportszene“
- 1981: Goldene Kamera in der Leserwahl zur besten Sportlerin (verliehen 1982)
- 1999: Olympischer Orden
- 2000: Georg von Opel-Preis in der Kategorie „Sportler in sozialer Verantwortung“
- 2007: Bayerischer Verdienstorden
- 2008: Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um Umwelt und Gesundheit
- 2009: Bayerischer Sportpreis
- 2013: Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste
- 2014: Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa
- 2018: Bayerischer Jahrhundert-Sportpreis
- 2022: Hans-Rosenthal-Ehrenpreis zusammen mit ihrem Ehemann Christian Neureuther
- 2025: FrauenOrt in Reit im Winkl<ref>Starke Frauen Bayern: Rosi Mittermaier. In: bayerns-frauen.de. Starke Frauen Bayern, abgerufen am 14. Oktober 2025.</ref>
Literatur
Eigene Werke
- Ski-Zirkus – Meine 10 Jahre im Hochleistungssport. Ullstein, Frankfurt am Main, Berlin, Wien 1977, ISBN 978-3-550-17672-2.
- mit Christian Neureuther: Unser Skibuch. Mosaik-Verlag, München 1983, ISBN 978-3-570-00735-8.
- Gewinnen mit Walking – Das Original-Rosi-Mittermaier-Walking-Buch. Rau, Düsseldorf 1994, ISBN 978-3-7919-0531-0.
- mit Christian Neureuther: Nordic Walking. Knaur-Ratgeber-Verlag, München 2004, ISBN 978-3-426-64139-2.
- Stabile Knochen, mobiles Leben: Osteoporose aktiv begegnen, vermeiden, behandeln und beweglich bleiben. Knaur, München 2005, ISBN 978-3-426-64277-1.
- mit Christian Neureuther und Andreas Wilhelm: Nordic-Walking-Praxisbuch – Leichter Einstieg in 7 Schritten mit der Nordic-ALFA-Technik. Knaur, München 2006, ISBN 978-3-426-64341-9.
- mit Christian Neureuther: Neuer Schwung – Für alle, die die Freude am Skifahren (wieder) entdecken wollen. Nymphenburger, München 2008, ISBN 978-3-485-01146-4.
- mit Christian Neureuther und Bernd Wohlfahrt: Die Heilkraft des Sports – mit Spaß und Freude mehr Gesundheit. Nymphenburger, München 2008, ISBN 978-3-485-01130-3.
- mit Christian Neureuther: Sicher durch den Skiwinter. Nymphenburger, München 2009, ISBN 978-3-485-01189-1.
- Fröhlich bin ich sowieso. Nymphenburger, München 2011, ISBN 978-3-485-01321-5.
- mit Christian Neureuther: Die schönsten Schneeschuhtouren – Bayern, Tirol, Salzburger Land. Belser Reich, Luzern 2012, ISBN 978-3-7243-1043-3.
- mit Barbara Mauerer und Christian Neureuther: Kraftort Alpen. Herbig, München 2013, ISBN 978-3-7243-1050-1.
- mit Christian Neureuther: Mit Rosi und Christian in Südtirol – Kulinarische Begegnungen. Edition Raetia, Bozen 2016, ISBN 978-88-7283-555-5.
Biographien
- Kurt Lavall: Gold-Rosi, Skikönigin von Innsbruck. Arena, Würzburg 1976, ISBN 3-401-01288-6.
- Jupp Suttner: Rosi Mittermaier. Sonderausgabe. Copress-Verlag, München 1976, ISBN 3-7679-0103-X.
Weblinks
- Rosi Mittermaier im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
- Literatur von und über Rosi Mittermaier im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Rosi Mittermaier in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
- Rosi Mittermaier in der Datenbank von SKI-DB.com (englisch)
- Vorlage:Olympedia
- Vorlage:IMDb/1
- Porträt, Daten und Biografie von Rosi Mittermaier in der Hall of Fame des deutschen Sports
- Corinna Halke-Teichmann: alpha-Forum: Rosi Mittermaier, Doppel-Olympiasiegerin. Erschienen am 4. August 2015.
- BR Fernsehen: Porträt: Rosi Mittermaier zum 65. Geburtstag. Erschienen am 5. August 2015.
Einzelnachweise
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1948: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Hedy Schlunegger |
1952: Österreich Trude Jochum-Beiser |
1956: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Madeleine Berthod |
1960: Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Heidi Biebl |
1964: Österreich Christl Haas |
1968: Österreich Olga Pall |
1972: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Marie-Theres Nadig |
1976: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Rosi Mittermaier |
1980: Österreich Annemarie Moser-Pröll |
1984: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Michela Figini |
1988: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Marina Kiehl |
1992:
Kerrin Lee-Gartner |
1994: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Katja Seizinger |
1998: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Katja Seizinger |
2002: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Carole Montillet |
2006: Österreich Michaela Dorfmeister |
2010: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Lindsey Vonn |
2014: Datei:Flag of Slovenia.svg Tina Maze und Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Dominique Gisin |
2018: Italien Sofia Goggia |
2022: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Corinne Suter |
2026: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Breezy Johnson
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1948: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Gretchen Fraser |
1952: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Andrea Mead-Lawrence |
1956: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Renée Colliard |
1960: Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg Anne Heggtveit |
1964: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Christine Goitschel |
1968: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Marielle Goitschel |
1972: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Barbara Ann Cochran |
1976: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Rosi Mittermaier |
1980: Datei:Flag of Liechtenstein (1937-1982).svg Hanni Wenzel |
1984: Vorlage:ITA-1946 Paoletta Magoni |
1988: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Vreni Schneider |
1992: Österreich Petra Kronberger |
1994: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Vreni Schneider |
1998: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Hilde Gerg |
2002:
Janica Kostelić |
2006: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Anja Pärson |
2010: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Maria Riesch |
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2018: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Frida Hansdotter |
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2026: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Mikaela Shiffrin
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1931: Esmé MacKinnon | 1932: Paula Wiesinger | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Anny Rüegg | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz | 1938: Lisa Resch | 1939: Christl Cranz | 1948: Hedy Schlunegger | 1950: Trude Jochum-Beiser | 1952: Trude Jochum-Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Lucille Wheeler | 1960: Heidi Biebl | 1962: Christl Haas | 1964: Christl Haas | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Olga Pall | 1970: Annerösli Zryd | 1972: Marie-Theres Nadig | 1974: Annemarie Moser-Pröll | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Annemarie Moser-Pröll | 1982: Gerry Sorensen | 1985: Michela Figini | 1987: Maria Walliser | 1989: Maria Walliser | 1991: Petra Kronberger | 1993: Kate Pace | 1996: Picabo Street | 1997: Hilary Lindh | 1999: Renate Götschl | 2001: Michaela Dorfmeister | 2003: Mélanie Turgeon | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson | 2009: Lindsey Vonn | 2011: Elisabeth Görgl | 2013: Marion Rolland | 2015: Tina Maze | 2017: Ilka Štuhec | 2019: Ilka Štuhec | 2021: Corinne Suter | 2023: Jasmine Flury | 2025: Breezy Johnson Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1931: Esmé MacKinnon | 1932: Rösli Streiff | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Christl Cranz | 1935: Anny Rüegg | 1936: Gerda Paumgarten | 1937: Christl Cranz | 1938: Christl Cranz | 1939: Christl Cranz | 1948: Gretchen Fraser | 1950: Dagmar Rom | 1952: Andrea Mead-Lawrence | 1954: Trude Klecker | 1956: Renée Colliard | 1958: Inger Bjørnbakken | 1960: Anne Heggtveit | 1962: Marianne Jahn | 1964: Christine Goitschel | 1966: Annie Famose | 1968: Marielle Goitschel | 1970: Ingrid Lafforgue | 1972: Barbara Ann Cochran | 1974: Hanni Wenzel | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Lea Sölkner | 1980: Hanni Wenzel | 1982: Erika Hess | 1985: Perrine Pelen | 1987: Erika Hess | 1989: Mateja Svet | 1991: Vreni Schneider | 1993: Karin Buder | 1996: Pernilla Wiberg | 1997: Deborah Compagnoni | 1999: Zali Steggall | 2001: Anja Pärson | 2003: Janica Kostelić | 2005: Janica Kostelić | 2007: Šárka Záhrobská | 2009: Maria Riesch | 2011: Marlies Schild | 2013: Mikaela Shiffrin | 2015: Mikaela Shiffrin | 2017: Mikaela Shiffrin | 2019: Mikaela Shiffrin | 2021: Katharina Liensberger | 2023: Laurence St-Germain | 2025: Camille Rast Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1932: Rösli Streiff | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Christl Cranz | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz | 1938: Christl Cranz | 1939: Christl Cranz | 1948: Trude Jochum-Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Frieda Dänzer | 1960: Anne Heggtveit | 1962: Marielle Goitschel | 1964: Marielle Goitschel | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Nancy Greene | 1970: Michèle Jacot | 1972: Annemarie Moser-Pröll | 1974: Fabienne Serrat | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Hanni Wenzel | 1982: Erika Hess | 1985: Erika Hess | 1987: Erika Hess | 1989: Tamara McKinney | 1991: Chantal Bournissen | 1993: Miriam Vogt | 1996: Pernilla Wiberg | 1997: Renate Götschl | 1999: Pernilla Wiberg | 2001: Martina Ertl | 2003: Janica Kostelić | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson | 2009: Kathrin Zettel | 2011: Anna Fenninger | 2013: Maria Höfl-Riesch | 2015: Tina Maze | 2017: Wendy Holdener | 2019: Wendy Holdener | 2021: Mikaela Shiffrin | 2023: Federica Brignone Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1967–1968: Nancy Greene | 1969: Gertrud Gabl | 1970: Michèle Jacot | 1971–1975: Annemarie Moser-Pröll | 1976: Rosi Mittermaier | 1977: Lise-Marie Morerod | 1978: Hanni Wenzel | 1979: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Hanni Wenzel | 1981: Marie-Theres Nadig | 1982: Erika Hess | 1983: Tamara McKinney | 1984: Erika Hess | 1985: Michela Figini | 1986–1987: Maria Walliser | 1988: Michela Figini | 1989: Vreni Schneider | 1990–1992: Petra Kronberger | 1993: Anita Wachter | 1994–1995: Vreni Schneider | 1996: Katja Seizinger | 1997: Pernilla Wiberg | 1998: Katja Seizinger | 1999: Alexandra Meissnitzer | 2000: Renate Götschl | 2001: Janica Kostelić | 2002: Michaela Dorfmeister | 2003: Janica Kostelić | 2004–2005: Anja Pärson | 2006: Janica Kostelić | 2007: Nicole Hosp | 2008–2010: Lindsey Vonn | 2011: Maria Riesch | 2012: Lindsey Vonn | 2013: Tina Maze | 2014–2015: Anna Fenninger | 2016: Lara Gut | 2017–2019: Mikaela Shiffrin | 2020: Federica Brignone | 2021: Petra Vlhová | 2022–2023: Mikaela Shiffrin | 2024: Lara Gut-Behrami | 2025: Federica Brignone | 2026: Mikaela Shiffrin Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Deutschlands Sportlerin des Jahres
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mittermaier, Rosi |
| ALTERNATIVNAMEN | Mittermaier-Neureuther, Rosa Anna Katharina (vollständiger Name); Mittermaier, Rosa Anna Katharina (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Skirennläuferin und Olympiasiegerin |
| GEBURTSDATUM | 5. August 1950 |
| GEBURTSORT | München, Bayern, Deutschland |
| STERBEDATUM | 4. Januar 2023 |
| STERBEORT | Garmisch-Partenkirchen, Bayern, Deutschland |
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- Deutscher Meister (Ski Alpin)
- Olympiateilnehmer (Deutschland)
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1968
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1972
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1976
- Sportler des Jahres (Deutschland)
- Träger des Bayerischen Verdienstordens
- Mitglied der Hall of Fame des deutschen Sports
- Träger des Silbernen Lorbeerblattes
- Träger der DOSB-Ehrennadel
- Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- Träger der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Umwelt und Gesundheit
- Träger der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste
- Träger des Fair Play Preises des Deutschen Sports
- Geehrte des Projekts Frauenorte
- Mitglied der Familie Neureuther
- Sportler (Chiemgau)
- Person (Reit im Winkl)
- Person (Deutscher Olympischer Sportbund)
- Deutscher
- Geboren 1950
- Gestorben 2023
- Frau