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Gunda Niemann-Stirnemann

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Gunda Niemann-Stirnemann Vorlage:SportPicto
Gunda Kleemann 1988 bei den DDR-Einzelstreckenmeisterschaften
Nation Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Deutsche Demokratische Republik
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag 7. September 1966
Geburtsort Sondershausen, DDR
Karriere
Verein SC Turbine Erfurt
ESC Erfurt
Trainer Gabriele Fuß (1985–1994)
Stephan Gneupel (1994–2000)
Klaus Ebert (2000–2005)
Status zurückgetreten
Karriereende 27. Oktober 2005
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 3 × Goldmedaille 4 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 19 × Goldmedaille 5 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltcup-Medaillen 98 × Goldmedaille 24 × Silbermedaille 9 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 8 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Nationale Medaillen 34 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 6 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Gold 1992 Albertville 5000 m
Gold 1992 Albertville 3000 m
Silber 1992 Albertville 1500 m
Silber 1994 Lillehammer 5000 m
Bronze 1994 Lillehammer 1500 m
Silber 1998 Nagano 5000 m
Gold 1998 Nagano 3000 m
Silber 1998 Nagano 1500 m
 Mehrkampfweltmeisterschaften
Silber 1989 Lake Placid Mehrkampf
Gold 1991 Hamar Mehrkampf
Gold 1992 Heerenveen Mehrkampf
Gold 1993 Berlin Mehrkampf
Gold 1995 Tynset Mehrkampf
Gold 1996 Inzell Mehrkampf
Gold 1997 Nagano Mehrkampf
Gold 1998 Heerenveen Mehrkampf
Gold 1999 Hamar Mehrkampf
Silber 2000 Milwaukee Mehrkampf
 Einzelstreckenweltmeisterschaften
Gold 1996 Hamar 3000 m
Gold 1997 Warschau 5000 m
Gold 1997 Warschau 3000 m
Gold 1997 Warschau 1500 m
Gold 1998 Calgary 5000 m
Gold 1998 Calgary 3000 m
Silber 1998 Calgary 1500 m
Gold 1999 Heerenveen 5000 m
Gold 1999 Heerenveen 3000 m
Silber 1999 Heerenveen 1500 m
Gold 2000 Nagano 5000 m
Silber 2000 Nagano 3000 m
Gold 2001 Salt Lake City 5000 m
Gold 2001 Salt Lake City 3000 m
 Mehrkampfeuropameisterschaften
Silber 1988 Kongsberg Mehrkampf
Gold 1989 Berlin Mehrkampf
Gold 1990 Heerenveen Mehrkampf
Gold 1991 Sarajevo Mehrkampf
Gold 1992 Heerenveen Mehrkampf
Gold 1994 Hamar Mehrkampf
Gold 1995 Heerenveen Mehrkampf
Gold 1996 Heerenveen Mehrkampf
Silber 1997 Heerenveen Mehrkampf
Silber 2000 Hamar Mehrkampf
Gold 2001 Baselga di Piné Mehrkampf
Platzierungen im Eisschnelllauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 22. November 1987
 Weltcupsiege 98
 Gesamt-WC 1500 1. (1990/91, 1991/92,
1992/93, 1994/95,
1995/96, 1997/98,
1998/99, 1999/2000)
 Gesamt-WC 3000/5000 1. (1989/90, 1991/92,
1992/93, 1993/94,
1994/95, 1995/96,
1997/98, 1998/99,
1999/2000, 2000/01)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 1000 Meter 2 2 0
 1500 Meter 39 9 4
 3000 Meter 42 11 4
 5000 Meter 15 2 1
 

Gunda Niemann-Stirnemann (* 7. September 1966 in Sondershausen, geb. Kleemann) ist eine ehemalige deutsche Eisschnellläuferin, die in den 1990er Jahren die international erfolgreichste Athletin ihrer Sportart war. Zwischen 1991 und 2001 gewann sie 19 Weltmeistertitel und drei olympische Goldmedaillen. Seit September 2020 ist sie Co-Bundestrainerin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft.

Die in der DDR aufgewachsene Thüringerin feierte ihre ersten Erfolge in der Leichtathletik und wechselte 1983 zum Eisschnelllaufen. Im Winter 1987/88 debütierte sie im Weltcup und stieß schnell in die Weltspitze vor: 1988 nahm sie erstmals an Olympischen Spielen teil, 1989 errang sie als Mehrkampfeuropameisterin ihren ersten internationalen Titel. In der Folge gewann sie auf den längeren Distanzen über 1500, 3000 und 5000 Meter einen Großteil der Rennen, an denen sie teilnahm. Dieser Stärke, die sie mehr als ein Jahrzehnt beibehielt, verdankte sie 98 erste Plätze im Weltcup, 16 Goldmedaillen bei den jährlich ausgetragenen Welt- und Europameisterschaften im Mehrkampf sowie drei Olympiasiege. Ab Mitte der 1990er Jahre stand Niemann-Stirnemann in teaminterner Konkurrenz zu Claudia Pechstein, von der sie bei den Olympischen Winterspielen 1994 und 1998 jeweils über 5000 Meter geschlagen wurde. Nach einer zweijährigen Babypause konnte sie bei ihrer Rückkehr in das internationale Wettkampfgeschehen 2003 nicht an ihre vorherigen Siegesserien anknüpfen und beendete ihre Karriere im Herbst 2005 wegen anhaltender Rückenbeschwerden. Sie übernahm in der Folge Aufgaben als Trainerin vor allem im deutschen Nachwuchsbereich.

Niemann-Stirnemann, deren Erfolge in erster Linie ihrer Willensstärke und ihrer Trainingsdisziplin zugeschrieben wurden, erfuhr in Deutschland wie auch international große Anerkennung. Von 1995 bis 1997 erhielt sie als erste Frau dreimal in Folge die als Eis-Oscar bezeichnete Oscar Mathisen Memorial Trophy. Für die 2001 als Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle eröffnete Eisschnelllaufbahn des Eissportzentrums Erfurt war sie Namensgeberin. 2019 wurde sie als erste Eisschnellläuferin in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Sportlicher Werdegang

Anfänge in der Leichtathletik, Wechsel zum Eisschnelllauf und Olympiadebüt (bis 1988)

Datei:Gunda Niemann.JPG
Porträtfoto (undatiert)

In ihrer Kindheit und frühen Jugend in Sondershausen übte Gunda Kleemann verschiedene Sportarten parallel aus, darunter Radfahren, Schwimmen und Tischtennis. 1981 wechselte sie als Leichtathletin auf die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) in Erfurt – ihre ursprüngliche Bewerbung als Volleyballspielerin war mit Verweis auf ihre geringe Körpergröße abgelehnt worden.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 26–27.</ref> Sie gewann in ihrer jeweiligen Altersklasse bei nationalen Wettkämpfen mehrere Medaillen in Laufdisziplinen, darunter 1982 den Titel der DDR-Meisterin über 300 Meter Hürden. Im Sommer 1983 bescheinigte ihr der Leiter ihrer Trainingsgruppe, sie habe ihre körperlichen Leistungsgrenzen erreicht und könne als Leichtathletin nicht weiter gefördert werden. Um auf der Sportschule bleiben zu können, wechselte Kleemann zum Eisschnelllauf, wobei ihr diese Sportart unvertraut war und sie zunächst das Laufen auf Schlittschuhen lernen musste.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 36. „[…], als ich ihnen [Journalisten] erzählte, dass ich vier Jahre zuvor [1983] noch nicht einmal für den Hausgebrauch Schlittschuh laufen konnte.“</ref> Anfangs startete sie für den SC Turbine Erfurt, ab 1989 für den aus dessen Eislaufsparten hervorgegangenen ESC Erfurt. Nachdem sie 1985 bei der Kinder- und Jugendspartakiade sowohl über 1000 Meter als auch über 3000 Meter den ersten Platz belegt hatte, kam sie in die von Gabriele Fuß betreute Gruppe, der mit Heike Schalling und Constanze Scandolo zwei Sportlerinnen der DDR-Nationalmannschaft angehörten. In ihrer Biographie äußerte Kleemann später Bewunderung für die „beeindruckende Technik“ von Schalling und Scandolo. Sie habe zu ihren Mitläuferinnen aufgeblickt, während sie ihre eigenen technischen Mängel im Gleiten mit „Kampfgeist“ ausgeglichen habe.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 34–35.</ref>

Am 22. November 1987 debütierte die 21-jährige Kleemann im Eisschnelllauf-Weltcup. Die ostdeutschen Athletinnen um die dreifache Olympiasiegerin Karin Kania prägten die Rennen mit Dreifachsiegen. Kleemann lief über 3000 Meter auf den zweiten Platz: Im direkten Duell mit Kania hatte sie eine knappe Sekunde Rückstand auf die Siegerin. Rückblickend bezeichnete sie diesen Wettkampf als ihren Durchbruch.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 35.</ref> Einen Monat später wurde Kleemann auf der gleichen Distanz erstmals DDR-Meisterin vor der 3000-Meter-Olympiasiegerin Andrea Ehrig. Bei der darauffolgenden Mehrkampfeuropameisterschaft, ihrer ersten Teilnahme an einem internationalen Großereignis, gewann sie hinter Ehrig die Silbermedaille. Sie lief dabei auf allen zum Vierkampf der Frauen gehörenden Strecken von der 500-Meter- bis zur 5000-Meter-Distanz die zweitschnellste Zeit und qualifizierte sich für die Berufung in das DDR-Olympiaaufgebot für die Winterspiele 1988 in Calgary. Dort ging sie in zwei Rennen an den Start und platzierte sich sowohl über 1500 Meter als auch über 5000 Meter auf Rang sieben. Auf der längeren, von ihr präferierten Strecke stürzte sie wegen eines lauftechnischen Fehlers in der vierten Runde<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 64.</ref> und beendete den Wettkampf mit knapp 13 Sekunden Rückstand auf die Podestränge. Nach der olympischen Saison erklärten Kania und Ehrig, die in Calgary weitere Medaillen gewonnen hatten, ihren Rücktritt vom Leistungssport. Kleemanns Betreuerin Gabriele Fuß wurde als neue Trainerin der insgesamt deutlich verjüngten Nationalauswahl eingesetzt.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 65.</ref>

Erste Mehrkampftitel und Olympiasiege (1988 bis 1994)

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1989-1125-014, Gunda Kleemann.jpg
Noch als Gunda Kleemann beim Eisschnelllauf-Weltcup am 25. November 1989 in Berlin

Kleemann (nach ihrer ersten Hochzeit 1991: Niemann) zählte ab dem Winter 1988/89 zu den weltweit führenden Eisschnellläuferinnen. Zu Beginn der Saison feierte sie in Ost-Berlin über 1500 und 3000 Meter die ersten beiden Weltcupsiege ihrer Karriere. Im Westteil der Stadt gewann sie im Januar 1989 bei der Mehrkampfeuropameisterschaft ihren ersten internationalen Titel. Weltmeisterin im Vierkampf wurde Kleemann 1991 bei ihrer dritten WM-Teilnahme: 1989 schlug ihre Erfurter Teamkollegin Constanze Moser (frühere Scandolo) sie um gut einen Punkt, 1990 disqualifizierten sie die Kampfrichter, da sie ihre Mitläuferin Wang Xiuli beim Bahnwechsel behindert hatte.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 69.</ref> Mit diesen Ausnahmen entschied Niemann bis zu den Olympischen Winterspielen 1992 sämtliche Großereignisse im Mehrkampf für sich. Ihre besten Ergebnisse erzielte sie auf den Mittel- und Langdistanzen ab 1500 Meter – hier triumphierte sie auch bei einem Großteil der Weltcuprennen und stand am Saisonende mehrmals auf dem ersten Rang der Gesamtwertung. Über 3000 Meter stellte sie am 9. Dezember 1990 im Rahmen des Weltcups in Calgary mit einer Zeit von 4:10,80 Minuten erstmals einen Weltrekord auf, den sie mit einer kurzen Unterbrechung mehr als zehn Jahre innehatte.

Im Zuge der Wiedervereinigung trat Niemann ab der Saison 1990/91 für das gesamtdeutsche Team an, das unter der Leitung der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) stand. Personell prägten ostdeutsche Sportlerinnen die vereinte Mannschaft: Alle acht Eisschnellläuferinnen im deutschen Aufgebot für die Olympischen Winterspiele 1992 in Albertville waren in der DDR aufgewachsen. Auch Gabriele Fuß war von der DESG als Bundestrainerin übernommen worden.<ref name="Gunda Niemann-Stirnemann 2000">Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 71.</ref> Niemann gewann bei Olympia 1992 sowohl über 3000 Meter als auch über 5000 Meter die Goldmedaille vor Heike Warnicke (frühere Schalling) – der 3000-Meter-Erfolg bedeutete die erste Goldmedaille einer deutschen Athletin nach der Wiedervereinigung – und zudem hinter Jacqueline Börner die Silbermedaille im 1500-Meter-Rennen. Die Athletin geriet während der Spiele jedoch auch in die Kritik, da sie entgegen den üblichen Gepflogenheiten während Interviews ihren Sponsor grüßte.<ref>Frank Schober: Zufriedene Sponsoren. In Naumburger Tageblatt vom 24. Februar 1992, S. 12.</ref>

In der Folge entschied Niemann die Mehrkampfweltmeisterschaften der Jahre 1992 und 1993 ebenso für sich wie die EM 1994. Bei der Europameisterschaft 1993 stürzte sie über 500 Meter und konnte den daraus resultierenden Rückstand trotz Streckensiegen über 3000 und 5000 Meter nicht aufholen; die Weltmeisterschaft im Februar 1994 ließ sie aus.<ref>Mehrere Medien-Berichte nennen als Grund, dass Niemann sich auf die eine Woche später beginnenden Olympischen Spiele konzentrierte, vgl. etwa Johan Woldendorp: Emese Hunyady laat zich niet kisten. In: Trouw. 21. Februar 1994.</ref>

Vor den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer entschied Niemann im Weltcup 1993/94 alle sieben vorolympischen Rennen, an denen sie teilnahm, für sich und verbesserte am 6. Dezember 1993 im Vikingskipet von Hamar – dem Austragungsort der olympischen Eisschnelllaufwettbewerbe – den 5000-Meter-Weltrekord. Journalisten schrieben ihr die Rolle als „eindeutigste Favoritin der Spiele“ zu.<ref name="SZ1994">Birk Meinhardt: 'Ich grüße sie bei dieser Gelegenheit'. In: Süddeutsche Zeitung, 11. Februar 1994, S. 41. Abgerufen via Munzinger Online.</ref> Niemann nannte den Erwartungsdruck später „wahnsinnig hoch“.<ref>Gerd Schneider: „Wahnsinn - das war mein Leben“. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Erschienen am 30. Oktober 2005.</ref> Im Auftaktrennen über 3000 Meter stürzte sie in der zweiten Runde über eine Bahnmarkierung und riss ihre Mitläuferin Seiko Hashimoto mit. Sie erreichte zwar das Ziel, wurde aber (wegen Beendigung des Wettkampfes auf der falschen Bahn<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 97.</ref>) disqualifiziert. Wenige Tage später holte sie über 1500 Meter die Bronzemedaille beim Sieg der Österreicherin Emese Hunyady. Beim abschließenden 5000-Meter-Rennen verpasste Niemann als Zweitplatzierte die von ihrer Mannschaftskollegin Claudia Pechstein vorgelegte Zeit von 7:14,37 Minuten um eine halbe Sekunde und wurde damit erstmals seit ihrem Olympiadebüt 1988 über die längste Distanz geschlagen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Speed Skating at the 1994 Lillehammer Winter Games: Women’s 5,000 metres (Memento vom 17. April 2020 im Internet Archive) auf sports-reference.com. Abgerufen am 8. Mai 2020.</ref> Nach den Olympischen Spielen beendete Niemann den Winter mit zwei Weltrekorden über 5000 und 10.000 Meter auf dem Olympic Oval in Calgary. Sie trennte sich im Anschluss an die Saison von ihrer langjährigen Trainerin Gabi Fuß und schloss sich der ebenfalls in Thüringen trainierenden Gruppe von Stephan Gneupel an. Den Wechsel begründete Niemann im Nachhinein damit, sie habe „neuen Schwung“ benötigt, den Ausschlag gegeben hätten die Ergebnisse von Lillehammer.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 108.</ref>

Weitere Erfolge und Umstieg auf Klappschlittschuhe (1994 bis 2000)

Datei:Max Dohle klapschaats (cropped).jpg
Geöffneter Klappschlittschuh

Während der sechs Jahre, in denen Niemann (nach ihrer zweiten Hochzeit 1997: Niemann-Stirnemann) unter Stephan Gneupels Anleitung trainierte, gewann sie zwei weitere Europameistertitel und fünf weitere Weltmeistertitel im Mehrkampf. Ab 1996 trug die Internationale Eislaufunion (International Skating Union; ISU) zudem jährlich Einzelstreckenweltmeisterschaften aus, bei denen Niemann-Stirnemann bis 2001 über 3000 und 5000 Meter zehn von zwölf ausgetragenen Rennen gewann und mit insgesamt elf WM-Siegen in dieser Zeit die meisten Titel aller Eisschnellläuferinnen einfuhr. Allein in der Saison 1994/95 entschied Niemann außerdem 15 Weltcuprennen für sich – eines über 1000 Meter und alle ausgetragenen Wettkämpfe auf den drei längeren Distanzen – und gewann sowohl bei der EM als auch bei der WM den Mehrkampftitel mit Bestzeiten auf allen vier gelaufenen Strecken. Ihr Vorsprung in der Vierkampf-Gesamtwertung von vier Punkten auf die jeweils Zweitplatzierte entsprach in etwa dem Abstand zwischen dem zweiten und dem achten Platz.<ref>Streckenergebnis: European Championships 1995 - Frauen - Kleiner Vierkampf auf speedskatingnews.info. Abgerufen am 11. Mai 2020.</ref><ref>Streckenergebnis: World Allround Championships 1995 - Frauen - Kleiner Vierkampf auf speedskatingnews.info. Abgerufen am 11. Mai 2020.</ref>

Das niederländische Eisschnelllaufteam trat ab Beginn des Winters 1996/97 mit Klappschlittschuhen an. In den ersten sechs Langdistanz-Weltcuprennen im November und Dezember 1996 erfuhr Niemann fünf Niederlagen durch Tonny de Jong, die bis dahin noch keine WM-Medaille gewonnen und nie auf einem Weltcup-Podium gestanden hatte. Zwar erreichte Niemann stets die ersten drei Ränge, hatte aber teils über zwei Sekunden Rückstand auf die Niederländerin, die mit drei Streckensiegen auch die Europameisterschaft 1997 für sich entschied. Ohne das Wissen und gegen den Willen ihres Heimtrainers Stephan Gneupel<ref>sid: Krach um den Klappschuh. In: Süddeutsche Zeitung. 14. Januar 1997, S. 18. Abgerufen via Munzinger Online.</ref> – der in erster Linie Formschwäche als Grund für Niemanns Rückstand ansah<ref>dpa: Rätsel um Gunda Niemann. In: Süddeutsche Zeitung. 2. Dezember 1996, S. 20. Abgerufen via Munzinger Online. „Ganz anders sieht es Bundestrainer Stephan Gneupel, zugleich Gunda Niemanns Heimtrainer: 'Gunda ist einfach noch nicht in der entsprechenden Form. Alles andere ist eine Frage der Psychologie'.“</ref> – stieg sie ab Januar 1997 im Training selbst auf Klappschuhe um und übte in Chemnitz gemeinsam mit dem Langstreckeneisschnellläufer Frank Dittrich.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 133.</ref> Bei der Mehrkampf-WM in Nagano Mitte Februar waren Niemann und auch Claudia Pechstein wieder schneller als die drittplatzierte de Jong. Nach der Saison unterzog sich Niemann einer Knieoperation als Folge eines Knorpelschadens, den sie sich im Oktober 1996 beim Surfen zugezogen hatte. In ihrer Biographie gab sie an, über den gesamten Winter unter Schmerzen gelaufen zu sein. Sie habe die Verletzung für sich behalten in der Hoffnung, diese werde von alleine heilen.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 138.</ref> Ab Sommer 1997 stieg sie wieder ins Training ein und holte ihren anfänglichen Leistungsrückstand bis zum Saisonbeginn auf: Im Dezember 1997 stellte sie in Heerenveen eine neue Weltbestzeit über 3000 Meter auf.

Bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano gewann Niemann-Stirnemann bei einem deutschen Dreifachsieg über 3000 Meter vor Claudia Pechstein und Anni Friesinger ihre dritte olympische Goldmedaille. Über 1500 und 5000 Meter belegte sie zweimal den Silberrang. Auf der 5000-Meter-Strecke stellte sie im vorletzten Paar mit 6:59,65 Minuten einen neuen Weltrekord auf, der 3,5 Sekunden unter ihrer eigenen vorherigen Bestmarke lag. Im abschließenden Lauf verbesserte Pechstein diese Zeit um vier Hundertstelsekunden und schlug Niemann-Stirnemann zum zweiten Mal in Folge bei Olympia über diese Strecke. Bei der Schlussfeier war sie dann Fahnenträgerin der deutschen Mannschaft.

Am 28. März 1998 holte sich Niemann-Stirnemann bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften den Weltrekord zurück und hatte mit einer Zeit von 6:58,63 Minuten vier Sekunden Vorsprung auf Pechstein, während die drittplatzierte Niederländerin Carla Zijlstra mehr als zehn Sekunden Rückstand aufwies.

Letzte Bestzeiten, Babypause und Karriereende (2000 bis 2005)

Im Februar 2000 verlor Niemann-Stirnemann den Weltmeistertitel im Mehrkampf, den sie bei ihren vorherigen acht WM-Teilnahmen jeweils gewonnen hatte, an Claudia Pechstein. Bereits bei der Europameisterschaft im Januar war sie Anni Friesinger um 26 Hundertstelpunkte unterlegen gewesen. Nach der Saison trennte sich die nunmehr 33-Jährige von ihrem Betreuer Stephan Gneupel und wechselte zur Chemnitzer Gruppe von Klaus Ebert,<ref>Tränen und Triumphe. In: Süddeutsche Zeitung. 16. März 2000, S. 42. Abgerufen via Munzinger Online.</ref> der unter anderem die Langstreckler Frank Dittrich und Jens Boden angehörten und mit der sie schon während der Umstellung auf Klappschlittschuhe drei Jahre zuvor zwischenzeitlich gelaufen war. Im Winter 2000/01 feierte sie ihre Weltcupsiege 96 bis 98, dazu ihren achten EM-Titel sowie zwei Erfolge bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften: Am 9. März 2001 gewann sie über 5000 Meter auf dem Utah Olympic Oval in Salt Lake City ihren insgesamt 19. WM-Titel und stellte mit einer Zeit von 6:52,44 Minuten ihren 18. Weltrekord auf. Die Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele, die ein Jahr später an gleicher Stelle stattfanden, brach Niemann-Stirnemann im Oktober 2001 ab, nachdem sie von ihrer Schwangerschaft erfahren hatte. Während der folgenden zweijährigen Wettkampfpause arbeitete sie unter anderem als Co-Kommentatorin für das ZDF bei Eisschnelllauf-Großereignissen.<ref name="faz2002">dpa: Comeback nach dem Erziehungsurlaub. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. Oktober 2002. Abgerufen am 8. Mai 2020.</ref>

Bei ihrer Rückkehr als aktive Sportlerin im Herbst 2003 qualifizierte sich Niemann-Stirnemann als deutsche Meisterin über 5000 Meter – mit ihrem 34. nationalen Titel seit 1988 – für den Weltcup, wo sie auf dieser Strecke ihre letzten beiden Podestplätze erreichen konnte. Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2004 in Seoul belegte sie auf den beiden längsten Distanzen die Ränge vier und fünf. Im Winter 2004/05 verzichtete sie wegen Rückenproblemen auf alle Starts<ref>Kurz gemeldet. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Dezember 2004, S. 32. Abgerufen via Munzinger Online.</ref> und gab am 27. Oktober 2005 im Alter von 39 Jahren ihr Karriereende im Rahmen eines DESG-Seminars bekannt.<ref>René Hofmann: Ein Feuer, nicht zu bändigen. In: Süddeutsche Zeitung. 28. Oktober 2005, S. 32. Abgerufen via Munzinger Online.</ref>

Eisschnelllauf-Trainerin (seit 2006)

Datei:2022-06-23 RUN Thüringer Unternehmenslauf 1DX 0197 by Stepro.jpg
2022 beim Thüringer Unternehmenslauf

Niemann-Stirnemann begann im April 2006 ein Fernstudium an der Trainerakademie Köln, das sie 2009 mit der Diplomprüfung abschloss. Sie betreute anschließend die 17- bis 19-Jährigen im deutschen Nachwuchskader.<ref>Trainerin mit Leib und Seele. Deutscher Olympischer Sportbund, 10. Februar 2010, abgerufen am 8. Mai 2020.</ref> Nach den olympischen Eisschnelllaufwettkämpfen 2014 – bei denen die deutschen Athleten erstmals seit 50 Jahren medaillenlos geblieben waren – zog sich Stephan Gneupel als Bundestrainer zurück. Niemann-Stirnemann folgte ihrem früheren Übungsleiter als Betreuerin des Stützpunktes Erfurt. In dieser Rolle trainierte sie im Winter 2014/15 unter anderem die Geschwister Stephanie und Patrick Beckert.<ref>Feuertaufe für Trainerin Niemann-Stirnemann. In: Süddeutsche Zeitung. 30. Oktober 2014. Abgerufen am 8. Mai 2020.</ref> Patrick Beckert gewann unter Niemann-Stirnemanns Anleitung die Bronzemedaille über 10.000 Meter bei den Weltmeisterschaften 2015. Im Herbst 2015 erklärte der DESG-Präsident Gerd Heinze, für Niemann-Stirnemann – die sich zu dem Zeitpunkt nach einer erneuten Knie-Operation in der Rehabilitationsphase befand – gebe es „am Stützpunkt Erfurt keinen Arbeitsplatz als Trainerin“, man sei aber daran interessiert, sie als Talentescout in der Nachwuchsgewinnung einzusetzen.<ref>dpa: Streit zwischen Niemann-Stirnemann und DESG ohne Ergebnis. In: Süddeutsche Zeitung. 9. November 2015, abgerufen am 8. Mai 2020.</ref> Niemann-Stirnemann übernahm schließlich erneut die Trainingsleitung einer Juniorengruppe,<ref>"Gold-Gunda" wird 50 auf sport.de. Erschienen am 6. September 2016.</ref> der 2019 unter anderem ihre Tochter Victoria Stirnemann angehörte.<ref>„Ich empfinde es als große Ehre“. In: Märkische Oderzeitung. 9. Oktober 2019, S. 22. Abgerufen via PressReader.</ref> Im Juli 2020 ernannte sie die DESG mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2022 zur Trainingskoordinatorin des Frauen-Nationalkaders für die Mannschaftswettbewerbe.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann und Andreas Behr neue Performance Manager der Damen- und Herrenteams auf desg.de. 27. Juli 2020.</ref> Zwei Monate später berief sie DESG-Präsident Matthias Große in die von Jenny Wolf als Bundestrainerin geführte siebenköpfige Trainerkommission des Verbands.<ref>Jenny Wolf führt als Bundestrainerin die insgesamt siebenköpfige neue Trainerkommission der DESG an auf desg.de. 24. September 2020.</ref>

Persönliches

Familie

Gunda Niemann-Stirnemanns Mutter war Verkaufsstellenleiterin eines Obst- und Gemüseladens, ihr Vater gelernter Schlosser. Beide Elternteile waren als Leichtathletin beziehungsweise als Fußballer sportlich aktiv. Sie trennten sich, als Gunda Kleemann – jüngstes von fünf Geschwisterkindern, aufgewachsen mit zwei Brüdern und zwei Schwestern – neun Jahre alt war. Zu ihrem Vater hatte sie nach der Trennung ihrer Eltern nahezu keinen Kontakt mehr.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 45.</ref> In einem Interview mit der Tageszeitung sagte Niemann-Stirnemann 2018, sie sei „selbstständig groß geworden“ und habe früh gelernt, sich eigene Ziele zu stecken. Unter ihren Geschwistern verfolgte sie als einzige eine Sportkarriere. Vor allem in den Anfangsjahren ihrer Laufbahn sei ihre Familie aber „überall hin mitgefahren“ und habe „alles verfolgt“.<ref name="taz">Jan Feddersen, Jann-Luca Künssberg: Eisschnelllauf-Weltmeisterin über Erfolg: „Kaugummi raus!“ Die Tageszeitung (taz). 21. April 2018, abgerufen am 9. Mai 2020.</ref>

Im April 1991 heiratete Gunda Kleemann den ehemaligen Judoka Detlef Niemann.<ref>Der Sporthistoriker Volker Kluge nennt Detlef Niemann einen „ehemaligen DDR-Judomeister“ (Volker Kluge: Olympische Winterspiele – Die Chronik. Sportverlag, Berlin 1999. S. 678). In der Datenbank JudoInside ist ein dritter Platz bei den DDR-Meisterschaften 1984 vermerkt, vgl. Profil von Detlef Niemann auf judoinside.com. Abgerufen am 9. Mai 2020.</ref> Nach den Olympischen Spielen 1994 von Lillehammer gab sie die Trennung von ihrem ersten Mann bekannt. Ab Juli 1997 lebte sie in zweiter Ehe mit ihrem Schweizer Manager Oliver Stirnemann († 2025).<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 139–140.</ref> Ihre Tochter Victoria Stirnemann (* 2002) nahm 2020 als Eisschnellläuferin an den Olympischen Jugend-Winterspielen teil.<ref>Wolf-Sören Treusch: Auf den Spuren von Mama Gunda. Deutschlandfunk Kultur. 22. März 2020, abgerufen am 9. Mai 2020.</ref>

Ausbildung und Beruf

Nach ihrem Abschluss an der Kinder- und Jugendsportschule in Erfurt machte Kleemann eine Ausbildung als Textilverkäuferin und arbeitete in einem Erfurter Jugendmode-Laden. Sie verlor ihre Beschäftigung nach der Wiedervereinigung und dem Verkauf des Geschäftes durch die Treuhandanstalt. In ihrer Biographie gab sie an, zu dieser Zeit „die Ängste von Tausenden vor der Arbeitslosigkeit“ geteilt zu haben.<ref name="Gunda Niemann-Stirnemann 2000"/> Anfang der 1990er Jahre verschaffte ihr das Thüringer Innenministerium eine Arbeitsstelle als Bibliotheksmitarbeiterin. Niemann-Stirnemann erklärte, so habe sie in ihrem Heimatbundesland weitertrainieren können und sei „im Falle von Krankheiten oder Verletzungen abgesichert“ gewesen.<ref>Siege für Friesinger, Ärger für Niemann-Stirnemann. In: Die Welt. 19. November 2001.</ref> Im Herbst 2001 berichtete Der Spiegel, das Thüringer Finanzministerium habe intern die hohen Kosten dieser Art von Sportlerförderung kritisiert, zumal die Sportlerin weitgehend von der Arbeitsleistung freigestellt worden sei. Niemann-Stirnemanns Manager und Ehemann hob daraufhin ihren Werbeeffekt für das Land hervor, der ihr vom Staat gezahltes Gehalt weit übertreffe.<ref>Wie in der DDR. In: Der Spiegel. Nr. 47, 2001, S. 18 (online).</ref>

1991 führte Niemann ihre ersten Sponsorenverhandlungen.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 72.</ref> Nach ihren Olympiasiegen 1992 gewann sie im Vergleich zu anderen Eisschnellläuferinnen an Attraktivität für Werbepartner und war in den folgenden Jahren nach Angaben der Süddeutschen Zeitung die einzige deutsche Läuferin im Weltcup, die die zulässigen Werbeflächen vollständig füllen konnte.<ref name="SZ1994" /> Gegenüber dem Stern sagte Niemann-Stirnemann im Rückblick auf ihre Karriere, sie habe zwar „gut verdient“ (ab dem Winter 1995/96 prämierte die ISU auch Weltcupsiege „in nennenswerter Größenordnung“<ref>Wolfgang Richter: Gunda und die Kinder. In: Neues Deutschland. 28. November 1995.</ref>), aber nicht finanziell ausgesorgt; das sei angesichts der relativ geringen Popularität des Eisschnelllaufs in den 1990er Jahren nicht möglich gewesen.<ref name="Stern">Was macht eigentlich … Gunda Niemann-Stirnemann? In: Stern. 7. Januar 2018.</ref>

Öffentliches Bild und Würdigung

Mediale Auftritte und Zuschreibungen

Wenngleich Eisschnelllauf in der deutschen Öffentlichkeit zu Niemann-Stirnemanns aktiver Zeit weitgehend als „Randsportart“ wahrgenommen wurde,<ref>Robert Ide: DDR-Eisschnelllauf: Die neue Eiszeit. In: Der Tagesspiegel. 6. Oktober 2001.</ref> gewann die Thüringerin durch ihre anhaltenden Erfolge an medialer Aufmerksamkeit und genoss in den letzten Jahren ihrer Laufbahn einen Bekanntheitsgrad von etwa 90 Prozent in Deutschland.<ref name="welt99">Klaus Blume: Nicht gegen das Eis arbeiten, sondern mit ihm sprechen. In: Die Welt. 15. März 1999.</ref> Unter anderem war sie zweimal – im Februar 1992 und 1998, jeweils nach ihren Olympiasiegen – als Wettpatin Gast bei der Fernsehshow Wetten, dass..? (wo sie 2001 zudem als Stadtpatin für Erfurt auftrat). Der Sportjournalist Martin Hägele sah in Niemann-Stirnemann im Rahmen der Berichterstattung über die Olympischen Winterspiele 1998 eine Identifikationsfigur für „die reiferen Jahrgänge in den neuen Bundesländern“, die im wiedervereinigten Deutschland ähnliche – in Bezug auf die persönliche finanzielle Situation enttäuschende – Erfahrungen wie die Sportlerin gesammelt hätten.<ref>Martin Hägele: Eine fürs Cover und eine für Thüringen. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Februar 1998. Abgerufen via Munzinger Online. „Vielen von ihnen ist es nach der Wende ähnlich ergangen wie „unserer Gunda“. Auch die hatte sich von der neuen deutschen Sport- und Marketing-Landschaft mehr erwartet, nachdem sie 1992 aus Albertville als „Königin der Spiele“ heimgekehrt war. “</ref> Ein Artikel des Spiegels bescheinigte ihr 1999 eine deutlich höhere Werbewirksamkeit in Ost- als in Westdeutschland.<ref>Der Autor Hans Halter setzte sich mit dem deutschen Schönheitsideal auseinander und sah Niemann-Stirnemann als Vertreterin eines besonders in Ostdeutschland verbreiteten „Körperideal[s] der Stärke“, vgl. Hans Halter: Stark, braun, tätowiert. In: Der Spiegel. Nr. 6, 1999, S. 188–189 (online).</ref> Mehrmals erschien sie auf dem Titelblatt der Superillu und erhielt 1998 nach Publikumswahl den von der Zeitschrift verliehenen Medienpreis Goldene Henne in der Kategorie Sport.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 160.</ref> Auch in den Niederlanden, in denen dem Eisschnelllauf ein hoher Stellenwert zukam,<ref>Jörg Wenig: Tag und Nacht ein Leben für das Eisschnellaufen. In: Der Tagesspiegel. 29. November 1997. „In Holland ist Eisschnellauf nach Fußball die Sportart Nummer zwei […]“ (Zitat von Tonny de Jong).</ref> war Niemann-Stirnemann populär.<ref>Porträt, Daten und Biografie von Gunda Niemann-Stirnemann in der Hall of Fame des deutschen Sports</ref> Sie spielte eine Rolle in der Serie „Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn“ über das deutsch-niederländische Verhältnis<ref name="welt99" /> und beschrieb ihre Beziehung zum Austragungsort Heerenveen als gegenseitige „[L]iebe“.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 159. „Ich liebe Heerenveen. Und ich glaube, Heerenveen ein bisschen mich.“</ref> Karitativ engagierte sich Niemann-Stirnemann im Rahmen der Initiative „Kinder helfen Kindern“ für Kinder in Not.<ref>Gunda Niemann: Alles dreht sich um Kinder. In: Der Tagesspiegel. 22. Dezember 2000.</ref>

Häufig wurde Niemann-Stirnemann ein enormer Trainingsehrgeiz zugeschrieben. Während der Saison 1995/96 unterzog sie sich im Dezember einer Arthroskopie am Innen- und Außenmeniskus des rechten Knies, begann am Folgetag mit dem Aufbautraining und gewann sechs Wochen später den Europameistertitel im Mehrkampf.<ref>sid: Erfolg nach Schufterei. In: Süddeutsche Zeitung. 23. Januar 1996, S. 15.</ref> Den auf ihre „knallharten Übungseinheiten“ bezogenen Beinamen Gunda Gnadenlos<ref name="Stern" /> bezeichnete Niemann-Stirnemann in ihrer Biographie als berechtigt, wenn auch nicht schön: Sie könne beim Training sich selbst, aber auch der Gruppe gegenüber „gnadenlos“ sein und etwa ein stetig hohes Tempo fordern. Ein Training in der Gruppe dürfe „nicht heißen, den Anspruch des Einzelkämpfers aufzugeben“.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 89.</ref> Zugleich nannte sie in einer Selbstbeschreibung „Sehnsucht nach Harmonie“ als einen ihrer Hauptcharakterzüge (neben Offenheit, Ehrlichkeit und Ehrgeiz).<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 176.</ref> Beobachter bescheinigten Niemann-Stirnemann einen „alles andere als ästhetische[n] Laufstil“ und sahen den Grund für ihre Erfolge neben ihrer durch Trainingsdisziplin erreichten physischen Stärke in ihrem „eiserne[n] Willen“.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann beendet Karriere. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 27. Oktober 2005.</ref> In den letzten Jahren ihrer Laufbahn wurde Niemann-Stirnemanns Festhalten am Sport kritisch gesehen: Die Welt zitierte ihre frühere Trainerin Gabi Fuß im Dezember 2004 mit der Aussage, Niemann-Stirnemanns „Glanzzeit“ sei vorbei und sie würde nicht mehr mitkommen;<ref>Markus Burkhardt: "Olympiastart wäre ein Wunder". In: Die Welt. 22. Dezember 2004.</ref> ihren Rücktritt im Oktober 2005 – eine Woche, nachdem sie entsprechende Spekulationen als „Blödsinn“ zurückgewiesen hatte – bezeichnete Der Tagesspiegel als „eher unwürdiges Ende“ für „eine beispiellose Karriere“.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann gibt auf. In: Der Tagesspiegel. 27. Oktober 2005.</ref>

Teaminterne Konkurrenz

Datei:Claudia Pechstein (GER) 2018.jpg
Claudia Pechstein (hier 2018), langjährige Herausforderin Niemann-Stirnemanns

Für Aufmerksamkeit in der Berichterstattung sorgte ab den Olympischen Winterspielen 1994 das angespannte Verhältnis von Niemann zu ihrer fünfeinhalb Jahre jüngeren Mannschaftskollegin Claudia Pechstein. Pechstein hatte bereits 1992 die olympische Bronzemedaille über 5000 Meter gewonnen, ihr Sieg über die favorisierte Niemann bei den olympischen Wettkämpfen von Hamar 1994 über diese Distanz kam aber sowohl für die Berichterstatter als auch für beide Sportlerinnen selbst überraschend.<ref>dpa: Entfesselte Pechstein entthront Niemann. In: Süddeutsche Zeitung. 26. Februar 1994, Seit 44. Abgerufen via Munzinger Online.</ref> Niemann bezeichnete den Moment, in dem sie ihre Niederlage erfuhr, in ihrer Biographie als „Stich ins Herz“ und zeigte sich von Pechsteins Äußerungen nach dem Sieg – Niemann könne nicht richtig verlieren und ihre Zeit sei abgelaufen – verletzt.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 101.</ref> Sie sprach ferner von einer drei Jahre andauernden „Eiszeit“ mit Unfreundlichkeiten von beiden Seiten, die aber nach einer Aussprache einer „Beziehung der gegenseitigen Achtung“ gewichen sei.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 114.</ref> Pechstein wiederum bezeichnete Niemann-Stirnemann in ihrer 2010 erschienenen Biographie als „die verbissenste Sportlerin, die [sie] jemals kennengelernt habe“<ref>Claudia Pechstein: Von Gold und Blut. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2010, S. 210.</ref> und sprach von einer „Dauerrivalität“.<ref>Claudia Pechstein: Von Gold und Blut. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2010, S. 216.</ref> Niemann habe sie nach Olympia 1994 ein halbes Jahr lang komplett ignoriert und habe – so Pechsteins Eindruck – jede Niederlage als persönliche Beleidigung angesehen.<ref>Claudia Pechstein: Von Gold und Blut. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2010, S. 210–211.</ref> Im Laufe der Zeit sei ihr Auftreten „geerdeter“ geworden; bei den Olympischen Spielen 1998 habe Niemann ihren zweiten Platz über 5000 Meter zu Pechsteins Überraschung „mit Fassung“ getragen.<ref>Claudia Pechstein: Von Gold und Blut. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2010, S. 217.</ref> Pechstein hielt an der Aussage fest, Niemann habe in entscheidenden Momenten Versagensangst gehabt und hätte mit einer besseren Psyche weit mehr als drei olympische Goldmedaillen gewinnen können.<ref>Claudia Pechstein: Von Gold und Blut. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2010, S. 212.</ref> Niemann-Stirnemann selbst bezeichnete sich diesbezüglich in ihrer eigenen Biographie als „sensibel“, manchmal habe „schon eine Geste oder ein Wort“ gereicht, um sie zu verunsichern. Sie habe jedoch mit der Zeit gelernt, damit umzugehen.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 113–114.</ref>

Die sportliche Konkurrenz mit Pechstein war für Niemann Motivation, ihr Trainingspensum im Sommer 1995 erneut zu steigern.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 113.</ref> Sie blieb in der Folge die insgesamt erfolgreichere Athletin: Noch im November 1999 – nach Pechsteins zwei Olympiasiegen – schrieb René Hofmann für die Süddeutsche Zeitung Niemann-Stirnemann die Rolle der „ewige[n] Nummer eins“ zu. Mit größerer Kraft und Belastbarkeit sei sie Pechstein körperlich überlegen und „saug[e] den Großteil der Aufmerksamkeit auf“. Mit dieser Situation habe sich Pechstein notgedrungen zurechtgefunden.<ref>René Hofmann: Pechstein und die ewige Nummer eins. In: Süddeutsche Zeitung. 15. November 1999, S. 48. Abgerufen via Munzinger Online.</ref> Pechstein beschrieb die Jahre nach ihrem zweiten Olympiasieg von 1998 als eine sich in die Länge ziehende „Wachablösung“, die sich letztlich bis zu Niemann-Stirnemanns Babypause gezogen habe.<ref>Claudia Pechstein: Von Gold und Blut. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2010, S. 72–73.</ref> Neben Pechstein war es auch die noch einmal fünf Jahre jüngere Anni Friesinger, die ab Ende der 1990er Jahre Niemann-Stirnemanns Position herausforderte und sie zunächst bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 1998 über 1500 Meter bezwang sowie bei der Europameisterschaft 2000 erstmals im Mehrkampf. Die Bayerin Friesinger übte zwar 2001 Kritik am strengen Trainingssystem der ostdeutschen Gruppen,<ref>dpa: „Anmaßend“. In: Süddeutsche Zeitung. 12. März 2001, S. 41. Abgerufen via Munzinger Online.</ref> bezeichnete Niemann-Stirnemann aber 2002 in einem Interview als „ein[en] faszinierende[n] Mensch[en], eine nette Person, die man gerne um sich hat“.<ref>René Hofmann: „Dass Neid aufkommt, ist klar“. In: Süddeutsche Zeitung. 3. Januar 2002, S. 31. Abgerufen via Munzinger Online.</ref> Zuvor hatte Niemann-Stirnemann in ihrer Biographie angegeben, Friesinger sei ihr „mit ihrer offenen Art schon immer sympathisch“ gewesen.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 150.</ref> Anfang und Mitte der 2000er Jahre wuchs – auch als Folge eines intensiv und publikumswirksam geführten Konflikts zwischen Pechstein und Friesinger – das öffentliche Interesse am Eisschnelllauf. Nach ihrer Rückkehr in den Weltcup schrieb Der Spiegel Niemann-Stirnemann 2004 in dieser Konstellation die Rolle der „treuherzig-volkstümliche[n] […] Mutter der Kompanie“ zu.<ref>Maik Großekathöfer und Gerhard Pfeil: Attacken der Primadonnen. In: Der Spiegel. Nr. 11, 2004, S. 146 (online).</ref>

Ehrungen

Datei:Erfurt Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle Eissportzentrum Thüringen - Foto Wolfgang Pehlemann Steinberg Ostsee DSCN1553.jpg
Namenszug Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle am Eissportzentrum Erfurt

1995 – in dem Jahr, in dem sie sowohl die Europa- als auch die Weltmeisterschaft im Mehrkampf mit je vier Streckensiegen gewann – wurde Niemann bei einer Ted-Umfrage von Fernsehzuschauern der ARD-Sportgala zur ARD-Sportlerin des Jahres gewählt.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 120.</ref> Bei der entsprechenden Abstimmung unter Sportjournalisten belegte sie im gleichen Jahr den vierten Rang und 1999 als bestes Ergebnis Platz zwei hinter Steffi Graf.<ref>Die Sportler des Jahres 1999. In: Süddeutsche Zeitung. 21. Dezember 1999, S. 40. Abgerufen via Munzinger Online.</ref> Von 1995 bis 2000 erhielt sie sechsmal in Folge die Auszeichnung als Thüringer Landessportlerin des Jahres. International verlieh ihr der Oslo Skøiteklub 1995 als zweiter Frau nach Bonnie Blair und als erster deutscher Eisschnellläuferin die Eis-Oscar genannte Oscar Mathisen Memorial Trophy. Sie gewann diese Auszeichnung auch 1996 und 1997, womit sie nach Ard Schenk und Eric Heiden als dritte Person dreimal in Folge ausgezeichnet wurde. Als weibliches Pendant zu Heiden wurde Niemann-Stirnemann 1999 bei der IJsgala in Heerenveen als Eisschnellläuferin des Jahrhunderts geehrt.<ref>Heiden en Niemann schaatsers van de eeuw. In: De Telegraaf. 17. März 1999.</ref> Den Adelskalender als ewige Weltbestenliste des Eisschnelllaufs führte sie von November 1993 bis zur Ablösung durch Claudia Pechstein im März 2001 nahezu durchgehend an.<ref>Evert Stenlund: Evolution of Adelskalendern: 1 July 1982 - 1 July 1999, since 1 July 1999. Abgerufen am 30. Juni 2020.</ref>

Oberbürgermeister Manfred Ruge (CDU) verlieh Niemann-Stirnemann 1998 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Erfurt und hob sie als „sympathische und ideale Botschafterin“ hervor.<ref>Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Das Neue Berlin 2000, S. 161.</ref> Ein Jahr später entschied sich das Bundesinnenministerium beim Bau einer geplanten überdachten 400-Meter-Eislaufbahn für den Standort Erfurt und gegen das bayerische Inzell, was Ruge maßgeblich auf den Einsatz Niemann-Stirnemanns zurückführte.<ref>Ernst Podeswa: Die Namenspatronin. In: Der Tagesspiegel. 4. Januar 2002.</ref> Gegen den Widerstand der SPD- und PDS-Fraktionen – die einen „Personenkult“ befürchteten – stimmte das Erfurter Stadtparlament im Herbst 2001 dafür, die Eishalle noch zu Zeiten ihrer aktiven Laufbahn nach Gunda Niemann-Stirnemann zu benennen. Sie selbst konnte die Kontroverse nicht nachvollziehen<ref>Markus Völker: Erfurts große Tochter. In: Die Tageszeitung. 7. November 2001.</ref> und sprach von einem „[t]oll[en]“ Gefühl, ihren Namen an der Eishalle zu sehen.<ref name="taz" />

Schon 2017 forderte Claudia Pechstein in einem Beitrag für die Bild-Zeitung angesichts Niemann-Stirnemanns Erfolgsbilanz deren Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports, die sie als überfällig und „mehr als verdient“ ansah.<ref>Claudia Pechstein: Gunda, wieso bist Du nicht längst drin? In: Bild. 4. Januar 2017.</ref> Im Oktober 2019 gab die Stiftung Deutsche Sporthilfe bekannt, dass eine aus bisherigen Mitgliedern bestehende Jury Niemann-Stirnemann in dieses Forum gewählt habe. Nach dem zweifachen Eisschnelllaufolympiasieger Erhard Keller war Niemann-Stirnemann die erste weibliche Vertreterin ihrer Sportart, der diese Ehrung zukam. In der entsprechenden Pressemitteilung wurde sie als eine der „erfolgreichsten Eisschnellläuferinnen aller Zeiten“ und als „erste[r] deutsch-deutsche[r] Wintersportstar“ gewürdigt.<ref>Drei Neue für die „Hall of Fame des deutschen Sports“: Gunda Niemann-Stirnemann, Martin Braxenthaler und Walther Tröger. Stiftung Deutsche Sporthilfe. 1. Oktober 2019.</ref>

Statistik

Bilanz bei Großereignissen

Olympische Winterspiele

Gunda Niemann-Stirnemann zählte von 1988 bis 1998 bei vier aufeinanderfolgenden Winterspielen zum deutschen Aufgebot. Sie nahm an elf Wettkämpfen teil, in denen sie acht Medaillen, darunter drei goldene, gewann.<ref name="speedskatingnews" />

Olympische Winterspiele 1500 m 3000 m 5000 m
Jahr Ort
1988 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 7. 7.
1992 FrankreichDatei:Flag of France.svg Albertville Silber 2. Gold 1. Gold 1.
1994 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Lillehammer Bronze 3. DSQ<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 Silber 2.
1998 JapanDatei:Flag of Japan.svg Nagano Silber 2. Gold 1. Silber 2.

<templatestyles src="FN/styles.css" />

<templatestyles src="FN/styles.css" />
1 
Niemann stürzte nach 500 Metern und verließ zwischenzeitlich die ihr zugewiesene Bahn, weswegen sie disqualifiziert wurde.<ref>dpa: Niemanns Weltrekord-Hatz endet mit einem Sturz. In: Süddeutsche Zeitung. 18. Februar 1994, S. 25. Abgerufen via Munzinger Online.</ref>

Einzelstreckenweltmeisterschaften

An den 1996 erstmals stattfindenden Einzelstreckenweltmeisterschaften nahm Niemann-Stirnemann bis 2004 sieben Mal teil, trat dabei zu sechzehn Rennen an und gewann elf Goldmedaillen.<ref name="speedskatingnews" />

Einzelstrecken-WM 1500 m 3000 m 5000 m
Jahr Ort
1996 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar DNS<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 Gold 1.
1997 PolenDatei:Flag of Poland.svg Warschau Gold 1. Gold 1. Gold 1.
1998 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary Silber 2. Gold 1. Gold 1.
1999 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen Silber 2. Gold 1. Gold 1.
2000 JapanDatei:Flag of Japan.svg Nagano Silber 2. Gold 1.
2001 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Salt Lake City Gold 1. Gold 1.
2004 Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Seoul 5. 4.

<templatestyles src="FN/styles.css" />

<templatestyles src="FN/styles.css" />
2 
Niemann hatte ursprünglich über mehrere Distanzen antreten wollen, verzichtete aber nach dem 3000-Meter-Rennen auf den Start über 1500 Meter, um ihr Knie zu schonen.<ref>sid: Zwei Titel in Hamar. In: Süddeutsche Zeitung. 18. März 1996, S. 28. Abgerufen via Munzinger Online.</ref>

Mehrkampfweltmeisterschaften

Von 1989 bis 2001 nahm Niemann-Stirnemann an zwölf Mehrkampfweltmeisterschaften teil und gewann dabei acht Goldmedaillen. Die folgende Tabelle zeigt ihre Zeiten – und in Klammern jeweils dahinter ihre Platzierungen – auf den vier gelaufenen Einzelstrecken sowie die sich daraus errechnende Gesamtpunktzahl nach dem Samalog und die Endplatzierung. Die Anordnung der Distanzen entspricht ihrer Reihenfolge im Programm der Mehrkampf-WM; lediglich zwischen 1996 und 1998 wurden die 1500 Meter vor den 3000 Metern gelaufen.<ref name="speedskatingnews" />

Mehrkampf-WM 500 m
(in Sekunden)
3000 m
(in Minuten)
1500 m
(in Minuten)
5000 m
(in Minuten)
Punkte Platz
Jahr Ort
1989 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Lake Placid 44,19 (10) 4:41,72 (4) 2:11,16 (3) 7:58,23 (1) 182,686 Silber 2.
1990 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 41,45 (5) 4:20,15 (2) DSQ<templatestyles src="FN/styles.css" /> 3 84,808 NC
1991 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 42,47 (4) 4:32,00 (1) 2:09,45 (1) 7:43,10 (1) 177,263 Gold 1.
1992 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 41,90 (7) 4:22,30 (1) 2:05,02 (2) 7:23,62 (1) 171,651 Gold 1.
1993 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 41,80 (6) 4:23,15 (1) 2:06,60 (1) 7:25,83 (1) 172,441 Gold 1.
1995 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Tynset 41,00 (1) 4:24,72 (1) 2:03,86 (1) 7:28,70 (1) 171,276 Gold 1.
1996 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 41,62 (6) 4:22,59 (1) 2:06,13 (1) 7:38,34 (2) 173,272 Gold 1.
1997 JapanDatei:Flag of Japan.svg Nagano 40,79 (2) 4:10,40 (1) 2:00,51 (1) 7:10,15 (1) 165,708 Gold 1.
1998 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 40,57 (9) 4:05,08 (1) 1:58,69 (1) 7:00,41 (1) 163,020 Gold 1.
1999 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 40,34 (7) 4:02,01 (1) 1:57,24 (2) 6:57,24 (1) 161,479 Gold 1.
2000 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Milwaukee 40,43 (8) 4:06,83 (2) 2:00,62 (3) 7:02,11 (1) 163,985 Silber 2.
2001 UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Budapest 42,01 (17) DSQ<templatestyles src="FN/styles.css" /> 4 DNS 42,010 NC

<templatestyles src="FN/styles.css" />

<templatestyles src="FN/styles.css" />
3 
Kleemann wurde wegen Behinderung von Wang Xiuli beim Bahnwechsel disqualifiziert.
<templatestyles src="FN/styles.css" />
4 
Niemann-Stirnemann vergaß den Wechsel von der Außen- auf die Innenbahn, wurde disqualifiziert und trat zum folgenden Wettkampf nicht mehr an.<ref>dpa/sid: Blackout an der Bande. In: Süddeutsche Zeitung. 12. Februar 2001, S. 42. Abgerufen via Munzinger Online.</ref>

Mehrkampfeuropameisterschaften

Von 1988 bis 2001 nahm Niemann-Stirnemann an dreizehn Mehrkampfeuropameisterschaften teil und gewann dabei acht Goldmedaillen. Die folgende Tabelle zeigt ihre Zeiten – und in Klammern jeweils dahinter ihre Platzierungen – auf den vier gelaufenen Einzelstrecken sowie die sich daraus errechnende Gesamtpunktzahl nach dem Samalog und die Endplatzierung. Die Reihenfolge der Distanzen im EM-Programm änderte sich mehrmals (die 1500 Meter wurden von 1991 bis 1999 sowie 2001 vor den 3000 Metern gelaufen), hier ist zur Übersichtlichkeit die im WM-Programm übliche Anordnung dargestellt.<ref name="speedskatingnews" />

Mehrkampf-EM 500 m
(in Sekunden)
3000 m
(in Minuten)
1500 m
(in Minuten)
5000 m
(in Minuten)
Punkte Platz
Jahr Ort
1988 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Kongsberg 43,13 (2) 4:33,92 (2) 2:13,71 (2) 8:02,38 (2) 181,594 Silber 2.
1989 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Berlin 42,85 (5) 4:25,34 (1) 2:08,71 (1) 7:40,29 (1) 176,005 Gold 1.
1990 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 40,79 (1) 4:20,32 (1) 2:05,91 (1) 7:24,76 (1) 170,622 Gold 1.
1991 Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Sarajevo 42,69 (2) 4:24,25 (1) 2:06,07 (1) 7:31,91 (1) 173,945 Gold 1.
1992 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 41,51 (3) 4:17,68 (1) 2:04,54 (1) 7:19,29 (1) 169,898 Gold 1.
1993 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 47,66 (21) 4:17,43 (1) 2:04,89 (2) 7:15,50 (1) 175,745 6.
1994 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 40,99 (3) 4:12,25 (1) 2:02,45 (2) 7:14,35 (1) 167,282 Gold 1.
1995 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 41,02 (1) 4:17,54 (1) 2:02,84 (1) 7:21,57 (1) 169,046 Gold 1.
1996 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 41,54 (2) 4:17,93 (1) 2:04,04 (2) 7:23,58 (1) 170,232 Gold 1.
1997 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 42,04 (7) 4:17,87 (2) 2:05,37 (3) 7:23,45 (3) 171,153 Silber 2.
1999 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 41,16 (12) 4:08,40 (1) 2:01,21 (5) 7:03,35 (1) 165,298 4.
2000 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 40,78 (11) 4:06,13 (3) 1:59,59 (6) 6:56,84 (1) 163,348 Silber 2.
2001 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Baselga di Piné 41,68 (15) 4:08,54 (1) 2:01,40 (3) 7:05,67 (1) 166,136 Gold 1.

Deutsche Meisterschaften

Von 1986 bis 2004 trat Niemann-Stirnemann zu 17 nationalen Einzelstreckenmeisterschaften und zu 7 nationalen Mehrkampfmeisterschaften an. Sie gewann dabei 4 Mehrkampftitel und 30 Einzelstreckentitel. Zu ihren insgesamt 34 Titeln zählen 9 DDR-Meisterschaften (bis einschließlich 1990) und 25 Meisterschaften im wiedervereinigten Deutschland.<ref name="speedskatingnews" />

Deutsche Meisterschaften
(Jahr und Ort)
500 m<templatestyles src="FN/styles.css" /> 5 1000 m 1500 m 3000 m 5000 m Mehrkampf
1986 Karl-Marx-Stadt 13. 22. 8. 6. 8.
1987 Berlin 10. 6. 4. 3.
1988 Berlin 8. 5. 3. 1. 1.
1989 Berlin 5. 1. 1. 1. 1.
1990 Berlin 11. 1. 1. 1.
1991 München 1. 1.
1992 Berlin 5. 3. 1.
1993 Berlin/Inzell 3. 1. DNF
1994 Berlin 5. 1. 1.
1995 Berlin/Inzell 4. 1. 1. 1. 1.
1996 Berlin DNF 1. 1. 1.
1997 Berlin/Erfurt DNF 1. 1. 1.
1998 Berlin 1. 1.
1999 Inzell 1. 1.
2000 Berlin/Inzell 4. 1. 1. DNF
2001 Berlin/Inzell 11. 5. 3. 1. 1.
2004 Erfurt 3. 1.

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5 
Ab 1995 wurde die deutsche Meisterin über 500 Meter in zwei Rennen über diese Distanz ermittelt, deren Zeiten addiert wurden.

Weltcupbilanz

Niemann-Stirnemann nahm zwischen dem 22. November 1987 und dem 29. Februar 2004 an 159 Rennen des Eisschnelllauf-Weltcups teil, von denen sie insgesamt 98 gewann, 131 auf dem Podium und 150 unter den ersten Zehn beendete. Von März 1992 bis Januar 1994 gewann sie 21 Wettkämpfe in Folge.

Platzierung 100 m 500 m 1000 m 1500 m 3000 m 5000 m 10.000 m Team Gesamt
1. Platz 2 39 42 15 98
2. Platz 2 9 11 2 24
3. Platz 4 4 1 9
Top 10 2 9 59 62 18 150
Stand: Karriereende

In der folgenden aufklappbaren Tabelle werden alle 98 Weltcupsiege Niemann-Stirnemanns sowie die Bahnen, auf denen sie diese erreichte, aufgeführt. Vorlage:Klappleiste/Anfang

  • Datum: Datum des Wettbewerbs.
  • Bahn: Austragungseisbahn des Wettbewerbs.
  • Ort: Austragungsort des Wettbewerbs.
  • Distanz: Länge der gelaufenen Strecke.
  • Zeit: Siegerzeit von Niemann-Stirnemann (in Minuten).
Nr. Datum Bahn Ort Distanz Zeit
1. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:07,43
2. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:23,65
3. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 5000 Meter 7:25,39
4. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:08,73
5. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:25,96
6. Vorlage:DatumZelle De Uithof NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Den Haag 3000 Meter 4:30,40
7. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 5000 Meter 7:50,10
8. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:03,64
9. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1000 Meter 1:22,49
10. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:19,97
11. Vorlage:DatumZelle Olympic Oval KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 1500 Meter 2:01,56
12. Vorlage:DatumZelle Olympic Oval KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 3000 Meter 4:10,80
13. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Davos SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Davos 1500 Meter 2:09,41
14. Vorlage:DatumZelle Stadio del ghiaccio di Piné ItalienDatei:Flag of Italy.svg Baselga di Piné 1500 Meter 2:07,16
15. Vorlage:DatumZelle De Uithof NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Den Haag 3000 Meter 4:25,88
16. Vorlage:DatumZelle De Uithof NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Den Haag 1500 Meter 2:07,28
17. Vorlage:DatumZelle De Uithof NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Den Haag 5000 Meter 7:33,69
18. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:05,45
19. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:23,26
20. Vorlage:DatumZelle Stade de Patinage Olympique FrankreichDatei:Flag of France.svg Albertville 1500 Meter 2:06,83
21. Vorlage:DatumZelle Stade de Patinage Olympique FrankreichDatei:Flag of France.svg Albertville 3000 Meter 4:26,67
22. Vorlage:DatumZelle Ritten Arena ItalienDatei:Flag of Italy.svg Klobenstein 3000 Meter 4:17,41
23. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 3000 Meter 4:25,98
24. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 1500 Meter 2:11,83
25. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 5000 Meter 7:58,66
26. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:04,82
27. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:19,28
28. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 5000 Meter 7:22,83
29. Vorlage:DatumZelle Oulunkylän Liikuntapuisto FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Helsinki 1500 Meter 2:06,39
30. Vorlage:DatumZelle Oulunkylän Liikuntapuisto FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Helsinki 3000 Meter 4:25,21
31. Vorlage:DatumZelle Oulunkylän Liikuntapuisto FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Helsinki 5000 Meter 7:34,26
32. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 3000 Meter 4:22,81
33. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 1500 Meter 2:07,84
34. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 3000 Meter 4:13,10
35. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 1500 Meter 2:02,74
36. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 5000 Meter 7:14,71
37. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:05,31
38. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:21,90
39. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 1500 Meter 2:01,83
40. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 3000 Meter 4:12,32
41. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 5000 Meter 7:13,29
42. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Davos SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Davos 1500 Meter 2:12,88
43. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Davos SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Davos 3000 Meter 4:31,49
44. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 3000 Meter 4:13,96
45. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 3000 Meter 4:11,81
46. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 5000 Meter 7:17,13
47. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:03,27
48. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:18,87
49. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 1500 Meter 2:03,40
50. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 3000 Meter 4:13,07
51. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 5000 Meter 7:19,27
52. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Davos SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Davos 1500 Meter 2:05,73
53. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Davos SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Davos 3000 Meter 4:35,10
54. Vorlage:DatumZelle Olympia Eisstadion Innsbruck OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Innsbruck 1500 Meter 2:10,94
55. Vorlage:DatumZelle Olympia Eisstadion Innsbruck OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Innsbruck 1000 Meter 1:22,07
56. Vorlage:DatumZelle Olympia Eisstadion Innsbruck OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Innsbruck 3000 Meter 4:23,14
57. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 3000 Meter 4:20,54
58. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 1500 Meter 2:06,46
59. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 3000 Meter 4:15,33
60. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 1500 Meter 2:01,71
61. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 5000 Meter 7:19,63
62. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:03,81
63. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:21,00
64. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 3000 Meter 4:18,22
65. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 1500 Meter 2:04,92
66. Vorlage:DatumZelle Stadio del ghiacchio di Piné ItalienDatei:Flag of Italy.svg Baselga di Piné 1500 Meter 2:08,61
67. Vorlage:DatumZelle Stadio del ghiacchio di Piné ItalienDatei:Flag of Italy.svg Baselga di Piné 3000 Meter 4:17,35
68. Vorlage:DatumZelle Pettit National Ice Center Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Milwaukee 3000 Meter 4:18,57
69. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:05,15
70. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Davos SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Davos 3000 Meter 4:19,70
71. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Davos SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Davos 1500 Meter 2:03,75
72. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 1500 Meter 1:59,90
73. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 3000 Meter 4:12,11
74. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 2:01,17
75. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 3000 Meter 4:07,80
76. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 1500 Meter 1:58,23
77. Vorlage:DatumZelle Olympia Eisstadion Innsbruck OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Innsbruck 5000 Meter 7:29,48
78. Vorlage:DatumZelle Olympia Eisstadion Innsbruck OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Innsbruck 1500 Meter 2:01,37
79. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 1500 Meter 2:00,99
80. Vorlage:DatumZelle Pettit National Ice Center Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Milwaukee 3000 Meter 4:08,26
81. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 3000 Meter 4:09,40
82. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 1500 Meter 1:59,76
83. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 5000 Meter 7:05,42
84. Vorlage:DatumZelle Olympia Eisstadion Innsbruck OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Innsbruck 3000 Meter 4:11,52
85. Vorlage:DatumZelle Olympia Eisstadion Innsbruck OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Innsbruck 1500 Meter 2:00,81
86. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:06,42
87. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 1500 Meter 1:59,16
88. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 3000 Meter 4:12,41
89. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 1500 Meter 2:01,06
90. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 3000 Meter 4:09,86
91. Vorlage:DatumZelle Eisstadion Inzell DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Inzell 1500 Meter 2:01,05
92. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 5000 Meter 7:00,79
93. Vorlage:DatumZelle Olympic Oval KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Calgary 3000 Meter 4:00,51
94. Vorlage:DatumZelle Stadio del ghiacchio di Piné ItalienDatei:Flag of Italy.svg Baselga di Piné 3000 Meter 4:11,87
95. Vorlage:DatumZelle Stadio del ghiacchio di Piné ItalienDatei:Flag of Italy.svg Baselga di Piné 1500 Meter 2:01,47
96. Vorlage:DatumZelle Sportforum Hohenschönhausen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Berlin 3000 Meter 4:03,73
97. Vorlage:DatumZelle Thialf NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Heerenveen 5000 Meter 6:55,34
98. Vorlage:DatumZelle Vikingskipet NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Hamar 3000 Meter 4:00,26

Vorlage:Klappleiste/Ende

Weltrekorde

Niemann-Stirnemann stellte zwischen 1990 und 2001 insgesamt 19 Weltrekorde auf, von denen 18 offiziell vom Weltverband ISU anerkannt wurden. Sie lief jeweils sieben Bestzeiten auf der 3000-Meter- und auf der 5000-Meter-Distanz und verbesserte viermal die Bestleistung im Kleinen Vierkampf. Einen Großteil ihrer Rekorde lief sie auf den Strecken von Calgary, Hamar und Heerenveen.

  • Disziplin: Länge der gelaufenen Strecke beziehungsweise Austragungsform des Mehrkampfs.
  • Zeit/Punkte: Gelaufene Zeit in Minuten beziehungsweise (bei Mehrkämpfen) erreichte Punktzahl nach dem Samalog.
  • Datum: Datum des Weltrekords. Bei Weltrekorden im Mehrkampf entspricht das angegebene Datum dem letzten Tag des Mehrkampfs.
  • Ort: Eisbahn und Ort des Weltrekords.
  • Bestand: Dauer, die der Rekord Gültigkeit besaß.
  • Nachfolgerin: Läuferin, die den angegebenen Rekord als erste unterbot. In den Fällen, in denen ihr eigener Name angegeben ist, verbesserte Niemann-Stirnemann ihren eigenen Rekord.
Aufgestellte Weltrekorde von Gunda Niemann-Stirnemann<ref name="schaatsstatistieken">Profil von Gunda Niemann-Stirnemann auf schaatsstatistieken.nl. Abgerufen am 11. Mai 2020.</ref>
Nr. Disziplin Zeit/Punkte Datum Ort Bestand Nachfolgerin
1 3000 Meter 4:10,80 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 3 Jahre und 106 Tage Gunda Niemann
2 5000 Meter 7:13,29 Vorlage:DatumZelle Vikingskipet (Hamar) 110 Tage Gunda Niemann
3 Kleiner Vierkampf 167,282 Vorlage:DatumZelle Vikingskipet (Hamar) 3 Jahre und 38 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
4 3000 Meter 4:09,32 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 3 Jahre und 257 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
5 5000 Meter 7:03,26 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 3 Jahre und 331 Tage Claudia Pechstein
10.000 Meter 14:22,60 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 11 Jahre und 361 Tage Martina Sáblíková
Einführung des Klappschlittschuhs
6 Kleiner Vierkampf 165,708 Vorlage:DatumZelle M-Wave (Nagano) 1 Jahr und 27 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
7 3000 Meter 4:07,80 Vorlage:DatumZelle Thialf (Heerenveen) 6 Tage Claudia Pechstein
8 3000 Meter 4:05,08 Vorlage:DatumZelle Thialf (Heerenveen) 13 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
9 Kleiner Vierkampf 163,020 Vorlage:DatumZelle Thialf (Heerenveen) 329 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
10 3000 Meter 4:01,67 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 1 Jahr und 309 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
11 5000 Meter 6:58,63 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 316 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
12 5000 Meter 6:57,24 Vorlage:DatumZelle Vikingskipet (Hamar) 343 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
13 Kleiner Vierkampf 161,479 Vorlage:DatumZelle Vikingskipet (Hamar) 3 Jahre und 353 Tage Cindy Klassen
14 5000 Meter 6:56,84 Vorlage:DatumZelle Vikingskipet (Hamar) 314 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
15 3000 Meter 4:00,51 Vorlage:DatumZelle Olympic Oval (Calgary) 1 Jahr und 18 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
16 5000 Meter 6:55,34 Vorlage:DatumZelle Thialf (Heerenveen) 105 Tage Gunda Niemann-Stirnemann
17 3000 Meter 4:00,26 Vorlage:DatumZelle Vikingskipet (Hamar) 13 Tage Claudia Pechstein
18 5000 Meter 6:52,44 Vorlage:DatumZelle Utah Olympic Oval (Salt Lake City) 350 Tage Claudia Pechstein

Weltrekorde über die selten gelaufene 10.000-Meter-Distanz erfahren keine offizielle Bestätigung durch die ISU.

Literatur

  • Gunda Niemann-Stirnemann: Ich will. Traumkarriere mit Tränen und Triumphen. Das Neue Berlin, Berlin 2000, ISBN 978-3-360-00896-1.
  • Antje Bauer: Flügel am Fuß. Schlittschuhe und Olympiamedaille von Gunda Niemann-Stirnemann (1992). In: Antje Bauer: Erfurt. Bilder und Geschichte(n) (= Veröffentlichungen des Erfurter Stadtarchivs, Band 4). Arnstadt 2017, S. 140–143.
  • Niemann-Stirnemann, Gunda. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
  • Gunda Niemann-Stirnemann im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  • Heinz Stade, Günter Pambor: Gespräche unterwegs. Ansichten zur Zeit 1991–1996. Arnstadt, Weimar 1996, S. 256–261.

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Sommer
Deutsches Kaiserreich Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (1867–1919).svg

1896–1904 keine Fahnenträger1906 Georg Hax1908 Wilhelm Kaufmann1912 Karl Halt

Deutsches Reich Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (3-2).svg

1920/24 keine Teilnahme1928 Ernst Paulus1932 Georg Gehring

Deutsches Reich Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg

1936 Hans Fritsch (E) / Toni Merkens (S)

Unter alliierter Besatzung Deutschland 1946Datei:Flag of Germany (1946-1949).svg

1948 keine Teilnahme

Deutschland Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg

1952 Friedel Schirmer (E) / Herbert Klein (S)

Saarland Saarland 1947Datei:Flag of Saar (1947–1956).svg

1952 Toni Breder (E) / Herbert Kesel (S)

Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Datei:Flag of Germany.svg

1956 Karl-Friedrich Haas (E) / Klaus Richtzenhain (S) • Reiterspiele: Fritz Thiedemann (E) + (S)

Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg

1960 Fritz Thiedemann (E) / Ingrid Krämer (S) • 1964 Ingrid Engel-Krämer (E) / Bernhard Britting (S)

BR Deutschland Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg

1968 Wilfried Dietrich (E) / Ingrid Becker (S) • 1972 Detlef Lewe (E) / Carsten Keller (S) • 1976 Hans Günter Winkler (E) / Annegret Richter (S) • 1980 keine Teilnahme1984 Willi Kuhweide (E) / Ulrike Meyfarth (S) • 1988 Reiner Klimke (E) / Anja Fichtel (S)

DDR Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg

1968 Karin Balzer (E) / Dieter Schubert (S) • 1972 Manfred Wolke (E) / Renate Stecher (S) • 1976 Hans-Georg Reimann (E) / Ruth Fuchs (S) • 1980 Kristina Richter (E) / Waldemar Cierpinski (S) • 1984 keine Teilnahme1988 Ulf Timmermann (E) / Olaf Heukrodt (S)

Deutschland DeutschlandDeutschland

1992 Manfred Klein (E) / Nicole Uphoff (S) • 1996 Arnd Schmitt (E) / Birgit Fischer (S) • 2000 Birgit Fischer (E) / Heike Drechsler (S) • 2004 Ludger Beerbaum (E) / Kathrin Boron (S) • 2008 Dirk Nowitzki (E) / Katrin Wagner-Augustin (S) • 2012 Natascha Keller (E) / Kristof Wilke (S) • 2016 Timo Boll (E) / Sebastian Brendel (S) • 2020 Laura Ludwig, Patrick Hausding (E) / Ronald Rauhe (S) • 2024 Anna-Maria Wagner, Dennis Schröder (E) / Laura Lindemann, Max Rendschmidt (S)

Winter
Deutsches Reich Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (3-2).svg

1924 keine Teilnahme1928 Karl Neuner1932 Martin Schröttle

Deutsches Reich Deutsches Reich NSDatei:Flag of the German Reich (1935–1945).svg

1936 Georg von Kaufmann (E) / nicht überliefert (S)

Unter alliierter Besatzung Deutschland 1946Datei:Flag of Germany (1946-1949).svg

1948 keine Teilnahme

Deutschland Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg

1952 Helmut Böck (E) / Andreas Ostler (S)

Saarland Saarland 1947Datei:Flag of Saar (1947–1956).svg

1952 keine Teilnahme1956 Gesamtdeutsche Mannschaft

Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Datei:Flag of Germany.svg

1956 Andreas Ostler (E) + (S)

Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg

1960 Helmut Recknagel (E) / Georg Thoma (S) • 1964 Georg Thoma (E) / Ortrun Enderlein (S)

BR Deutschland Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg

1968 Hans Plenk (E) / Franz Keller (S) • 1972 Walter Demel (E) / Wolfgang Zimmerer (S) • 1976 Wolfgang Zimmerer (E) / Rosi Mittermaier (S) • 1980 Urban Hettich (E) / Irene Epple (S) • 1984 Monika Pflug (E) / Peter Angerer (S) • 1988 Peter Angerer (E) / Fritz Fischer (S)

DDR Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg

1968 Thomas Köhler (E) / Klaus-Michael Bonsack (S) • 1972 Klaus-Michael Bonsack (E) / Wolfgang Scheidel (S) • 1976 Meinhard Nehmer (E) / Ulrich Wehling (S) • 1980 Jan Hoffmann (E) / Frank Ullrich (S) • 1984 Frank Ullrich (E) / Karin Enke (S) • 1988 Frank-Peter Roetsch (E) / Christa Rothenburger (S)

Deutschland DeutschlandDeutschland

1992 Wolfgang Hoppe (E) / Antje Misersky (S) • 1994 Mark Kirchner (E) / Claudia Pechstein (S) • 1998 Jochen Behle (E) / Gunda Niemann (S) • 2002 Hilde Gerg (E) / Georg Hackl (S) • 2006 Kati Wilhelm (E) / Claudia Pechstein (S) • 2010 André Lange (E) / Magdalena Neuner (S) • 2014 Maria Höfl-Riesch (E) / Felix Loch (S) • 2018 Eric Frenzel (E) / Christian Ehrhoff (S) • 2022 Claudia Pechstein, Francesco Friedrich (E) / Thorsten Margis (S) • 2026 Katharina Schmid, Leon Draisaitl (E) / Tobias Wendl, Tobias Arlt (S)

(E) = Eröffnungsfeier, (S) = Schlussfeier
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1936: Kit Klein | 1937: Laila Schou Nilsen | 1938: Laila Schou Nilsen | 1939: Verné Lesche | 1947: Verné Lesche | 1948: Marija Issakowa | 1949: Marija Issakowa | 1950: Marija Issakowa | 1951: Eevi Huttunen | 1952: Lidija Selichowa | 1953: Chalida Schtschegolejewa | 1954: Lidija Selichowa | 1955: Rimma Schukowa | 1956: Sofja Kondakowa | 1957: Inga Artamonowa | 1958: Inga Artamonowa | 1959: Tamara Rylowa | 1960: Walentina Stenina | 1961: Walentina Stenina | 1962: Inga Woronina | 1963: Lidija Skoblikowa | 1964: Lidija Skoblikowa | 1965: Inga Woronina | 1966: Walentina Stenina | 1967: Stien Kaiser | 1968: Stien Kaiser | 1969: Lāsma Kauniste | 1970: Atje Keulen-Deelstra | 1971: Nina Statkewitsch | 1972: Atje Keulen-Deelstra | 1973: Atje Keulen-Deelstra | 1974: Atje Keulen-Deelstra | 1975: Karin Kessow | 1976: Sylvia Burka | 1977: Wira Bryndsej | 1978: Tatjana Awerina | 1979: Beth Heiden | 1980: Natalja Petrusjowa | 1981: Natalja Petrusjowa | 1982: Karin Busch | 1983: Andrea Schöne | 1984: Karin Enke | 1985: Andrea Schöne | 1986: Karin Kania | 1987: Karin Kania | 1988: Karin Kania | 1989: Constanze Moser-Scandolo | 1990: Jacqueline Börner | 1991: Gunda Kleemann | 1992: Gunda Niemann | 1993: Gunda Niemann | 1994: Emese Hunyady | 1995: Gunda Niemann | 1996: Gunda Niemann | 1997: Gunda Niemann | 1998: Gunda Niemann-Stirnemann | 1999: Gunda Niemann-Stirnemann | 2000: Claudia Pechstein | 2001: Anni Friesinger | 2002: Anni Friesinger | 2003: Cindy Klassen | 2004: Renate Groenewold | 2005: Anni Friesinger | 2006: Cindy Klassen | 2007: Ireen Wüst | 2008: Paulien van Deutekom | 2009: Martina Sáblíková | 2010: Martina Sáblíková | 2011: Ireen Wüst | 2012: Ireen Wüst | 2013: Ireen Wüst | 2014: Ireen Wüst | 2015: Martina Sáblíková | 2016: Martina Sáblíková | 2017: Ireen Wüst | 2018: Miho Takagi | 2019: Martina Sáblíková | 2020: Ireen Wüst | 2022: Irene Schouten | 2024: Joy Beune | 2026: Ragne Wiklund Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1996: Annamarie Thomas | 1997: Gunda Niemann | 1998: Anni Friesinger | 1999: Emese Hunyady | 2000: Claudia Pechstein | 2001: Anni Friesinger | 2003: Anni Friesinger | 2004: Anni Friesinger | 2005: Cindy Klassen | 2007: Ireen Wüst | 2008: Anni Friesinger | 2009: Anni Friesinger-Postma | 2011: Ireen Wüst | 2012: Christine Nesbitt | 2013: Ireen Wüst | 2015: Brittany Bowe | 2016: Jorien ter Mors | 2017: Heather Bergsma | 2019: Ireen Wüst | 2020: Ireen Wüst | 2021: Ragne Wiklund | 2023: Antoinette Rijpma-de Jong | 2024: Miho Takagi | 2025: Joy Beune Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1996: Gunda Niemann | 1997: Gunda Niemann | 1998: Gunda Niemann-Stirnemann | 1999: Gunda Niemann-Stirnemann | 2000: Claudia Pechstein | 2001: Gunda Niemann-Stirnemann | 2003: Anni Friesinger | 2004: Claudia Pechstein | 2005: Cindy Klassen | 2007: Martina Sáblíková | 2008: Kristina Groves | 2009: Renate Groenewold | 2011: Ireen Wüst | 2012: Martina Sáblíková | 2013: Ireen Wüst | 2015: Martina Sáblíková | 2016: Martina Sáblíková | 2017: Ireen Wüst | 2019: Martina Sáblíková | 2020: Martina Sáblíková | 2021: Antoinette de Jong | 2023: Ragne Wiklund | 2024: Irene Schouten | 2025: Joy Beune Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1996: Claudia Pechstein | 1997: Gunda Niemann | 1998: Gunda Niemann-Stirnemann | 1999: Gunda Niemann-Stirnemann | 2000: Gunda Niemann-Stirnemann | 2001: Gunda Niemann-Stirnemann | 2003: Claudia Pechstein | 2004: Clara Hughes | 2005: Anni Friesinger | 2007: Martina Sáblíková | 2008: Martina Sáblíková | 2009: Martina Sáblíková | 2011: Martina Sáblíková | 2012: Martina Sáblíková | 2013: Martina Sáblíková | 2015: Martina Sáblíková | 2016: Martina Sáblíková | 2017: Martina Sáblíková | 2019: Martina Sáblíková | 2020: Natalja Woronina | 2021: Irene Schouten | 2023: Irene Schouten | 2024: Joy Beune | 2025: Francesca Lollobrigida Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1970: Nina Statkewitsch | 1971: Nina Statkewitsch | 1972: Atje Keulen-Deelstra | 1973: Atje Keulen-Deelstra | 1974: Atje Keulen-Deelstra | 1981: Natalja Petrusjowa | 1982: Natalja Petrusjowa | 1983: Andrea Schöne | 1984: Gabi Schönbrunn | 1985: Andrea Schöne | 1986: Andrea Ehrig | 1987: Andrea Ehrig | 1988: Andrea Ehrig | 1989: Gunda Kleemann | 1990: Gunda Kleemann | 1991: Gunda Kleemann | 1992: Gunda Niemann | 1993: Emese Hunyady | 1994: Gunda Niemann | 1995: Gunda Niemann | 1996: Gunda Niemann | 1997: Tonny de Jong | 1998: Claudia Pechstein | 1999: Tonny de Jong | 2000: Anni Friesinger | 2001: Anni Friesinger | 2002: Anni Friesinger | 2003: Anni Friesinger | 2004: Anni Friesinger | 2005: Anni Friesinger | 2006: Claudia Pechstein | 2007: Martina Sáblíková | 2008: Ireen Wüst | 2009: Claudia Pechstein | 2010: Martina Sáblíková | 2011: Martina Sáblíková | 2012: Martina Sáblíková | 2013: Ireen Wüst | 2014: Ireen Wüst | 2015: Ireen Wüst | 2016: Martina Sáblíková | 2017: Ireen Wüst | 2019: Antoinette de Jong | 2021: Antoinette de Jong | 2023: Antoinette Rijpma-de Jong Vorlage:Klappleiste/Ende

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