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Reichsbahndirektion Hamburg

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Die Reichsbahndirektion Hamburg (RBD Hmb<ref> Vgl.: Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion Mainz vom 8. Mai 1937, Nr. 25. Bekanntmachung Nr. 286, S. 147. </ref>) war ein Verwaltungsbezirk der Deutschen Reichsbahn.

Geschichte

Die Reichsbahndirektion (RBD) hatte ihren Ursprung in der 1879 gegründeten<ref>Wolfgang Klee: Preußische Eisenbahngeschichte. Kohlhammer, Stuttgart 1982. ISBN 3-17-007466-0, S. 179.</ref> Königlich Preußischen Eisenbahndirektion Altona mit Sitz in der damals selbständigen Stadt Altona an der Elbe. Nachdem am 1. April 1920 der Staatsvertrag zur Gründung der Deutschen Reichseisenbahnen (RGBl. S. 773) in Kraft gesetzt und damit die vormaligen Länderbahnen der Hoheit des Deutschen Reiches unterstellt wurden, änderte sich der Name 1922 in Reichsbahndirektion Altona. Mit dem Erlass des Groß-Hamburg-Gesetzes am 1. April 1937<ref>Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen vom 26. Januar 1937. Im Reichsgesetzblatt, Teil I Nr. 11 vom 27. Januar 1937, S. 91 ff., Digitalisat (ALEX).</ref> wurde die Stadt Altona zu einem Teil des Landes Hamburg und der Name änderte sich in Reichsbahndirektion Hamburg.<ref> Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion Mainz vom 20. März 1937, Nr. 16. Bekanntmachung Nr. 165, S. 94. </ref>

Bis nach dem Kriegsende am 8. Mai 1945 erstreckte sich der Bereich der RBD Hamburg über das Gebiet der preußischen Provinz Schleswig-Holstein mit Ausnahme von Lübeck, das Elbe-Weser-Dreieck ohne Bremen und Wesermünde (seit 1947 Bremerhaven) bis zur Strecke Bremen – Uelzen – Salzwedel, und ragte östlich in der Provinz Brandenburg bis in die Nähe Berlins hinein.

Die in der Sowjetischen Besatzungszone befindlichen Strecken der RBD Hamburg wurden kurze Zeit der am 1. September 1945 speziell dafür gegründeten RBD Wittenberge zugeordnet und mit deren Auflösung am 1. Oktober 1945 auf die RBD Schwerin sowie die wiedergegründete RBD Magdeburg aufgeteilt.

Die RBD Hamburg wurde 1949 in Eisenbahndirektion Hamburg und 1953 zur Bundesbahndirektion Hamburg (BD) umbenannt.

Im Zuge der Bahnreform erfolgte die Auflösung der BD Hamburg zum 1. Januar 1994 und der Bezirk wurde an die neu geschaffenen Regionalbereiche der Deutschen Bahn AG aufgeteilt.

Direktionsgebäude

Datei:Direktion Altona Front Museumstr.JPG
Direktionsgebäude Front an der Museumstraße
Datei:Direktion Altona Nordost-Ecke.JPG
Direktionsgebäude Architektur-Details Nordost-Ecke

Das am 16. Oktober 1895 fertiggestellte und in der Grundsubstanz erhaltene Backsteingebäude der vormals Königlich Preußischen Eisenbahndirektion Altona mit der Hauptfront an der heutigen Museumstraße – dem damaligen Kaiserplatz und gegenüber dem damaligen Hotel Kaiserhof – ist ein mehrflügeliges, repräsentatives Bauwerk<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 25. März 2015 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>; es befindet sich gänzlich im Stadtteil Hamburg-Ottensen an der Grenze zum Stadtteil Altona-Altstadt und der damaligen Bismarckstraße – heute der Paul-Nevermann-Platz – nimmt eine Grundfläche von 60 m × 125 m ein. Die nördliche Seitenfront liegt parallel und 55 Meter entfernt gegenüber der Südfront des Bahnhofs Altona; parallel zur Museumstraße liegen vier hintereinander angeordnete Flügel, die mit langen Seitenflügeln verbunden sind und dabei drei 550 bis 950 Quadratmeter große Innenhöfe umschließen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 22. Juli 2014 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Der mittlere Innenhof ist im heutigen Zustand mit einem Glasdach versehen, die beiden anderen Höfe sind nach oben offen, der westliche Hof hat einen öffentlichen Durchgang, der die Straßen Am Felde/Erzbergerstraße mit dem Altonaer Bahnhof und dem dazwischen liegenden Busbahnhof verbindet.

Zu dem Ensemble gehört auch ein später (1934 bis 1936) an der Straße Am Felde angesetzter Querflügel mit einer Grundfläche von 15 m × 75 m. Dieser steht mit der Adressangabe „Am Felde südlich von Nr. 132, Museumstraße 39“ unter Denkmalschutz.<ref>Denkmalliste der Kulturbehörde Hamburg</ref> An dessen freier Ecke befindet sich auf Höhe des 1. Stockwerks eine Skulptur; auf dieser hält eine mit einem Kittel bekleidete Person ein Dampflok-Modell auf dem Arm, eine andere Person daneben hält eine Beidarm-Zange, mit der Schienen auf bzw. von den Schwellen gehoben werden können.

Die Hauptgebäude haben ein Souterrain und drei darüberliegende, unterschiedlich hohe Stockwerke, im Ursprungszustand hatten sie rundum Walmdächer mit Dachausbau und Spitzgiebelfronten. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Fronten teilweise neu aufgebaut werden, wobei die ursprünglich bogigen Fenster durch einfache viereckige Durchbrüche ersetzt wurden. Vom nördlichen Seitenflügel und dem östlichen und mittleren Querflügel wurde das ursprüngliche Walmdach durch ein niedriges Dachgeschoss mit Flachdach ersetzt.

Im gegenwärtigen Zustand (2015) sind über den Zugängen der Außenfronten und den innenliegenden Hof-Fassaden die Bezeichnung bahn_hoefe mit erhabenen Buchstaben angebracht. Die Räumlichkeiten werden neben der DB Fernverkehr von verschiedenen kommerziellen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen genutzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 2. Mai 2015 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>

Bedeutende Strecken

Bedeutende Strecken innerhalb der Direktion sind oder waren:

Privat- und Kleinbahnen

Folgende Privat- und Kleinbahnen lagen im Bezirk der RBD Hamburg (bzw. Altona)<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Bahnbetriebswerke

Folgende Bahnbetriebswerke befanden sich im Gebiet der RBD Hamburg (bzw. Altona)

Ausbesserungswerke

Im Bereich der Rbd Altona lagen 1939 fünf Ausbesserungswerke:

Darüber hinaus war Altona als geschäftsführende Direktion für das Werkstättenwesen auch für die Ausbesserungswerke der Reichsbahndirektionen Oldenburg (bis zur Auflösung der Direktion 1935), Schwerin, Hannover und Münster zuständig.

Präsidenten

Die Präsidenten der preußischen Eisenbahndirektion Altona waren

Die Präsidenten der Reichsbahndirektion Altona (später Hamburg) waren

Die Präsidenten der Eisenbahndirektion Hamburg (1945–1953) waren

Die Präsidenten der Bundesbahndirektion Hamburg waren

Literatur

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  • Deutsche Reichsbahn. Eisenbahn Übersichtskarte 1938. Reprint im Format A1. GVE-Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-89218-938-1.
  • Pressedienst der Bundesbahndirektion Hamburg (Hrsg.): 100 Jahre Eisenbahndirektion Hamburg 1884–1984. Hamburg 1984.
  • Amtlicher Taschenfahrplan Reichsbahndirektion Hamburg. Jahresfahrplan 1943/1944. Gültig vom 1. November 1943. Deutsche Reichsbahn, Reprint, 1. Auflage, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2006, ISBN 978-3-938997-14-7.
  • Udo Kandler, Joachim Bügel: Walter Hollnagel, Eisenbahnraritäten, Band 1: Von den zwanziger Jahren bis 1945. EK-Verlag, Freiburg 2008, ISBN 978-3-88255-306-2.
  • Udo Kandler, Joachim Bügel: Walter Hollnagel, Eisenbahnraritäten. Von der Stunde Null zum Wirtschaftswunder (Band 2). EK-Verlag, Freiburg 2009, ISBN 978-3-88255-307-9.
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Weblinks

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Einzelnachweise

<references />